Dornburger Schlösser
In der Nähe von Weimar liegen die malerischen Dornburger Schlösser.
Einwohner: 2.170.000
Thüringen, das „grüne Herz Deutschlands“, besticht durch seine dichten Wälder, geschichtsträchtigen Städte und kulturellen Highlights
Von der Wartburg in Eisenach über die Klassikerstadt Weimar bis hin zum Rennsteig im Thüringer Wald bietet das Bundesland eine perfekte Mischung aus Natur, Geschichte und Kultur. Thüringen bietet zudem kulinarische Spezialitäten, wie die berühmte Thüringer Bratwurst oder die herzhaften Thüringer Klöße, die auf keiner Speisekarte fehlen dürfen.
79 Sehenswürdigkeiten
Erfurt, die Landeshauptstadt Thüringens, vereint Geschichte, Kultur und urbanes Leben
Erfurt, die Landeshauptstadt des Bundeslandes Thüringen, zählt zu den schönsten historischen Städten Deutschlands und ist zugleich eine lebendige Universitätsstadt mit der Universität Erfurt. Mit einer der am besten erhaltenen mittelalterlichen Altstädte Deutschlands zieht sie Besuchende in ihren Bann. Fachwerkhäuser, verwinkelte Gassen und prächtige Kirchen prägen das Bild der Stadt, die sich als Herz Thüringens präsentiert.
Die Altstadt von Erfurt ist ein wahres Freilichtmuseum, das mit jeder Gasse eine neue Geschichte erzählt. Vom Fischmarkt, wo prächtige Renaissancebauten wie das Rathaus und das „Haus zum Breiten Herd“ zu bewundern sind, bis hin zu den ruhigen Ecken entlang der Gera – die Altstadt ist eine gelungene Mischung aus Geschichte und Moderne.
Das Augustinerkloster ist ein Ort von besonderer Bedeutung für die Reformation. Hier lebte Martin Luther als Mönch, bevor er seine Thesen veröffentlichte. Die Anlage beeindruckt durch ihre schlichte Schönheit und bietet eine Atmosphäre der Besinnung. Heute dient das Kloster als Tagungsstätte und Museum. Besuchende können die historische Bibliothek, die Lutherzelle und die gotische Kirche erkunden.
Die Andreasstraße steht als mahnendes Beispiel für die Repression der DDR-Diktatur. In diesem ehemaligen Untersuchungsgefängnis des Ministeriums für Staatssicherheit (Stasi) wurden politische Gefangene inhaftiert und verhört. Heute dient die Gedenk- und Bildungsstätte als Ort der Aufarbeitung und Erinnerung. Eine Dauerausstellung informiert über die Methoden der Stasi und den Widerstand gegen die Diktatur. Besonders eindrucksvoll ist die erhaltene Gefängniszelle, die Besuchenden einen beklemmenden Einblick in das damalige Leben gibt.
Die Alte Synagoge in Erfurt ist eines der wichtigsten Zeugnisse jüdischen Lebens im mittelalterlichen Europa und eine der ältesten erhaltenen Synagogen Europas. Errichtet im 11. Jahrhundert, wurde das Gebäude nach der Verfolgung der jüdischen Gemeinde im 14. Jahrhundert später als Lagerhaus, Tanzsaal und Kegelbahn genutzt.
Heute beherbergt die Alte Synagoge ein Museum zur Geschichte der jüdischen Gemeinde Erfurts. Besonders bedeutend ist der Erfurter Schatz mit mittelalterlichen Gold- und Silberarbeiten. Die Stätte gehört zum UNESCO-Welterbe „Jüdisch-mittelalterliches Erbe in Erfurt“.
Die Zitadelle Petersberg, eine der größten barocken Stadtfestungen Europas, thront majestätisch über Erfurts Altstadt. Errichtet im 17. Jahrhundert, diente sie sowohl als Schutzanlage als auch als Machtsymbol. Besuchende können die eindrucksvollen Kasematten, unterirdische Verteidigungsanlagen, erkunden oder bei einem Spaziergang entlang der Festungsmauern die atemberaubende Aussicht auf die Stadt genießen. Die Zitadelle ist heute ein beliebter Ort für kulturelle Veranstaltungen und ein Symbol für Erfurts strategische Bedeutung in vergangenen Zeiten.
Der Erinnerungsort Topf & Söhne ist ein wichtiger Ort der Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit. Das Unternehmen war an der Konstruktion der Krematorien in Konzentrationslagern beteiligt und symbolisiert die Verstrickung von Technik und Unmenschlichkeit. Die Ausstellung beleuchtet die Rolle der Ingenieure und Arbeiter, die an der Umsetzung des Holocaust beteiligt waren, und regt zur Reflexion über moralische Verantwortung an.
Das Angermuseum, Erfurts Kunstmuseum, befindet sich in einem prachtvollen Barockgebäude am zentral gelegenen Angerplatz. Die Sammlung umfasst Werke von der Gotik bis zur Moderne. Besonders sehenswert sind die mittelalterlichen Altäre und Gemälde sowie die eindrucksvolle Sammlung von Glaskunst. Ein Highlight ist der expressionistische Bilderzyklus des Künstlers Erich Heckel, der einen besonderen Schwerpunkt des Museums darstellt.
Der Erfurter Dom, auch als Mariendom bekannt, thront majestätisch auf dem Domberg und ist eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Seine Ursprünge reichen bis ins 8. Jahrhundert zurück. Besonders beeindruckend ist das gotische Chorfenster, das zu den größten seiner Art in Europa zählt, sowie die berühmte Gloriosa, die größte freischwingende mittelalterliche Glocke der Welt. Gleich neben dem Dom erhebt sich die Severikirche, die gemeinsam mit dem Dom ein einzigartiges Ensemble bildet. Die Treppen zwischen den beiden Gebäuden bieten eine der schönsten Fotomöglichkeiten in Erfurt.
Die Krämerbrücke ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Erfurts. Sie gilt als längste durchgehend mit Häusern bebaute und bewohnte Brücke nördlich der Alpen. Ursprünglich aus Holz errichtet, wurde sie 1325 durch eine steinerne Brücke ersetzt.
Heute säumen kleine Läden, Galerien und Werkstätten die Brücke. Zusammen mit den Blicken auf die Gera und die umliegende Altstadt vermittelt sie einen besonders anschaulichen Eindruck vom mittelalterlichen Erfurt.
Weimar ist eine der bedeutendsten Kulturstädte Deutschlands und vereint Glanz und Abgrund der deutschen Geschichte auf engstem Raum
Weimar ist berühmt als Wirkstätte von Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller, als Wiege der Weimarer Klassik und als Gründungsort des Bauhauses. Damit steht die Stadt exemplarisch für einige der höchsten Errungenschaften der deutschen Kultur- und Geistesgeschichte.
Zugleich erinnert Weimar an die dunkelsten Kapitel der Menschheit: Die nahegelegene Gedenkstätte Buchenwald macht die Verbrechen des Nationalsozialismus sichtbar und bildet einen bewussten, eindringlichen Kontrast zur kulturellen Blüte der Stadt.
Heute ist Weimar vor allem eine lebendige Kultur- und Universitätsstadt, die ihr historisches Erbe aktiv in die Gegenwart überträgt.
Auf dem Ettersberg, nur wenige Kilometer von Weimar entfernt, liegt die Gedenkstätte Buchenwald, eine der wichtigsten nationalen Erinnerungsstätten an die Verbrechen des Nationalsozialismus. Das Konzentrationslager Buchenwald war von 1937 bis 1945 Schauplatz unsäglicher Gräueltaten, bei denen über 56.000 Menschen starben.
Heute ist die Gedenkstätte ein Ort der Mahnung und Bildung. Neben den Überresten des Lagers wie dem Torgebäude mit dem zynischen Schriftzug „Jedem das Seine“ können Besuchende die Dauerausstellung besichtigen, die die Geschichten der Opfer dokumentiert und das System der Lagerhaft erläutert. Der Buchenwald-Mahnmal-Komplex, errichtet in den 1950er Jahren, erinnert eindrucksvoll an die Befreiung des Lagers durch die Alliierten 1945. Die Gedenkstätte ist ein Ort des Nachdenkens und der tiefen Auseinandersetzung mit der Geschichte.
Der Park an der Ilm, ein Landschaftspark im englischen Stil, erstreckt sich über 48 Hektar entlang des Flusses Ilm. Goethe selbst spielte eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung des Parks, der heute ein perfektes Zusammenspiel aus Natur und Kunst darstellt.
Ein Spaziergang führt vorbei an romantischen Brücken, Wiesen und kunstvollen Denkmälern. Besonders sehenswert ist das Goethes Gartenhaus, das als Rückzugsort des Dichters diente und heute als Museum zugänglich ist. Die historische Verbindung zwischen Mensch und Natur, die Goethe so sehr schätzte, spiegelt sich in jeder Ecke des Parks wider. Es ist ein Ort der Ruhe und Inspiration, ideal für einen Nachmittagsspaziergang oder ein Picknick.
Das Bauhaus-Museum Weimar präsentiert die Anfänge der einflussreichsten Kunst- und Designschule des 20. Jahrhunderts. Gegründet 1919 von Walter Gropius in Weimar, prägte das Bauhaus die moderne Architektur, Kunst und Design weltweit. Das Museum zeigt Originalwerke aus der frühen Phase des Bauhauses, darunter Möbel, Grafiken und Skulpturen. Die minimalistische Architektur des Gebäudes selbst spiegelt die Ideale der Bauhaus-Bewegung wider und macht den Besuch zu einem ästhetischen Erlebnis.
Das beschauliche Schloss Tiefurt, einst Sommerresidenz der Herzogin Anna Amalia, ist ein wahrer Geheimtipp. Das kleine Schloss liegt eingebettet in einen idyllischen Park am Fluss Ilm, der zum Spazieren und Verweilen einlädt. Die Innenräume des Schlosses sind liebevoll restauriert und vermitteln ein Bild des höfischen Lebens im 18. Jahrhundert. Der Park, der romantische Pavillons und Denkmäler beherbergt, ist ein Ort der Ruhe und Inspiration und spiegelt die Landschaftsromantik der Weimarer Klassik wider.
Die Stadtkirche St. Peter und Paul, besser bekannt als Herderkirche, ist ein bedeutendes Wahrzeichen Weimars. Berühmt ist die Kirche für den Cranach-Altar, ein beeindruckendes Werk der Reformationszeit, das Szenen aus dem Leben Christi darstellt. Johann Gottfried Herder, einer der wichtigsten Vertreter der deutschen Aufklärung, wirkte hier als Pfarrer, und seine Grabstätte befindet sich in der Kirche. Die schlichte, gotische Architektur und die beeindruckenden Glasfenster machen die Herderkirche zu einem Ort der Besinnung und Inspiration.
Das Weimar Haus ist ein multimediales Erlebnismuseum, das die Geschichte Weimars auf unterhaltsame Weise erzählt. In aufwendig gestalteten Szenen können Besuchende durch die Jahrhunderte reisen – von der Steinzeit über die Weimarer Klassik bis hin zur Moderne. Wachsfiguren, Licht- und Toneffekte sowie interaktive Stationen machen den Rundgang zu einem Erlebnis für die ganze Familie. Das Museum ist ein hervorragender Einstieg, um die Stadt und ihre Geschichte kennenzulernen.
Das Museum Neues Weimar widmet sich der Kunst der Moderne und zeigt Werke bedeutender Künstler wie Max Beckmann, Edvard Munch und Henry van de Velde. Die Sammlung beleuchtet die enge Verbindung zwischen der Weimarer Klassik und der Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts. Besonders spannend ist die Präsentation von Gemälden und Skulpturen, die den Übergang von der traditionellen zur modernen Kunst dokumentieren.
Das Wohnhaus von Friedrich Schiller ist ein weiterer wichtiger Ort der Weimarer Klassik. Hier lebte und arbeitete Schiller bis zu seinem Tod 1805. Die Räume sind originalgetreu eingerichtet und geben einen Einblick in den Alltag des Dichters, der für Werke wie „Die Räuber“ und „Wilhelm Tell“ berühmt wurde. Die Ausstellung widmet sich Schillers literarischem Schaffen, seiner Freundschaft mit Goethe und seinem Einfluss auf die deutsche Literatur.
Die Herzogin Anna Amalia Bibliothek, ein UNESCO-Weltkulturerbe, ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Weimars. 1761 von Herzogin Anna Amalia gegründet, wurde sie zum kulturellen Zentrum der Weimarer Klassik. Besonders beeindruckend ist der Rokokosaal, ein architektonisches Meisterwerk, das zu den schönsten historischen Bibliotheksräumen der Welt zählt. Nach einem verheerenden Brand im Jahr 2004 wurde die Bibliothek restauriert und beherbergt heute über eine Million Bücher, darunter kostbare Handschriften und Erstausgaben.
Das Haus der Weimarer Republik ist ein Ort von historischer und politischer Bedeutung. Es steht an dem Platz, wo 1919 die erste deutsche Demokratie, die Weimarer Republik, gegründet wurde. Die interaktive Ausstellung gibt einen Überblick über die politischen, sozialen und kulturellen Herausforderungen dieser Zeit. Sie beleuchtet sowohl die Errungenschaften als auch die Schwächen der jungen Republik und schlägt eine Brücke zur Gegenwart. Spannende Medieninstallationen und historische Exponate machen die Ausstellung lebendig und regen zum Nachdenken über Demokratie und ihre Gefährdungen an.
Das Weimarer Stadtschloss, am Rande des Parks an der Ilm gelegen, ist eines der prächtigsten Gebäude der Stadt. Einst Residenz der Herzöge von Sachsen-Weimar-Eisenach, dient es heute als Museum und zeigt beeindruckende Sammlungen europäischer Kunst vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert. Besonders sehenswert sind die prunkvollen Wohnräume und der weitläufige Festsaal. Das Stadtschloss ist zudem ein wichtiger Ort der Weimarer Klassik, da es unter anderem eng mit Goethe und Schiller verbunden ist. Der Blick auf den Schlossgarten mit seinen kunstvollen Skulpturen rundet den Besuch ab.
Das Liszt-Haus, die ehemalige Sommerresidenz von Franz Liszt, ist ein Paradies für Musikliebhaber. Der ungarische Komponist und Pianist lebte und arbeitete hier von 1869 bis 1886. Heute beherbergt das Haus ein Museum, das das Leben und Werk des Musikgenies beleuchtet. Neben originalen Möbeln und persönlichen Gegenständen sind historische Musikinstrumente ausgestellt. Besonders eindrucksvoll ist Liszts Flügel, an dem er viele seiner Werke komponierte. Der Besuch des Liszt-Hauses gibt Einblicke in die Romantik und die Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts.
Das Goethe-Nationalmuseum umfasst Goethes Wohnhaus am Frauenplan und eine umfangreiche Ausstellung zu Leben und Werk des Dichters. Das Haus, in dem Goethe über 50 Jahre lebte, vermittelt einen Eindruck von Alltag, Arbeit und Sammlungen des Universalgelehrten. Arbeitszimmer, Bibliothek, Kunstsammlung und die angrenzende Ausstellung zeigen seine literarischen, wissenschaftlichen und politischen Interessen.
Das Schloss Belvedere, ein barockes Lustschloss, liegt etwas außerhalb der Stadt und ist ein echter Geheimtipp für Freunde historischer Architektur und Gartenkunst. Ursprünglich als Sommerresidenz der Herzöge von Sachsen-Weimar-Eisenach erbaut, beeindruckt es mit prächtigen Innenräumen und einer hervorragenden Sammlung von Kunsthandwerk und Malerei. Der umliegende Schlosspark im englischen Stil lädt zu ausgedehnten Spaziergängen ein und bietet herrliche Ausblicke auf die Landschaft.
Die traditionsreiche Universitätsstadt Jena, eingebettet in die sanften Hügel des Saaletals, verbindet auf einzigartige Weise Wissenschaft, Kultur und Natur
Berühmt als Innovationszentrum und Heimat weltbekannter Unternehmen wieCarl Zeiss ist Jena zugleich eine lebendige Universitätsstadt mit einem außergewöhnlich hohen Studierendenanteil.
Die industrielle und wissenschaftliche Bedeutung Jenas geht auf Persönlichkeiten wie Carl Zeiss, Ernst Abbe (Wissenschaftler der Optik) und Otto Schott (Chemiker und Glastechniker) zurück. Gemeinsam legten sie den Grundstein für die optische Industrie, die Jena bis heute weltweit bekannt macht. Moderne Technologien aus diesem Umfeld sind auch für die Halbleiterindustrie entscheidend – etwa hochpräzise optische Systeme, die in der Chipfertigung eingesetzt werden.
Die Altstadt wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört und anschließend teilweise modern wiederaufgebaut. Heute zeigt sie sich als Mischung aus rekonstruierten Bereichen und moderner Architektur. Auch Bauten aus der Zeit der DDR – darunter typische Plattenbauten – gehören zum Stadtbild, fügen sich jedoch vielerorts in ein zunehmend erneuertes und lebendiges Zentrum ein.
Nicht weit entfernt von Jena liegen die Dornburger Schlösser, ein eindrucksvolles Ensemble aus drei Schlössern über dem Saaletal – ein lohnendes Ziel für einen Ausflug ins Umland.
Der Botanische Garten der Universität Jena zählt zu den ältesten seiner Art in Deutschland. Auf über 4,5 Hektar Fläche beherbergt er eine beeindruckende Vielfalt an Pflanzen aus aller Welt. Von tropischen Gewächshäusern bis zu idyllischen Freilandbereichen bietet der Garten eine erholsame Auszeit und spannende Einblicke in die Pflanzenwelt.
Das Zeiss-Planetarium in Jena, eines der ältesten Planetarien der Welt, nimmt seine Gäste mit auf eine beeindruckende Reise durch das Universum. Mit modernster Technologie werden hier faszinierende Sternenshows und wissenschaftliche Vorträge präsentiert.
Von interaktiven Familienprogrammen bis hin zu spektakulären Visualisierungen des Sternenhimmels ist das Planetarium ein Highlight für Astronomiebegeisterte und alle, die mehr über die Geheimnisse des Kosmos erfahren möchten.
Die Dornburger Schlösser bilden ein Ensemble aus drei Schlössern in Dornburg-Camburg hoch über der Saale. Rokokoschloss, Renaissanceschloss und Altes Schloss stehen mit ihren Gärten und Terrassen auf einem Muschelkalkplateau und verbinden Architektur, Gartenkunst und Aussicht.
Besonders bekannt ist die Verbindung zu Johann Wolfgang von Goethe, der mehrfach in Dornburg weilte. Das Rokokoschloss gilt als repräsentativster Teil des Ensembles, während das Renaissanceschloss und das Alte Schloss ältere Bauphasen sichtbar machen. Die Gärten bieten weite Blicke über das Saaletal und machen die Anlage zu einem lohnenden Ausflugsziel bei Jena.
Das von Ernst Haeckel gegründete Phyletische Museum widmet sich der Evolution des Lebens. Die beeindruckende Sammlung umfasst Fossilien, Tierpräparate und Modelle, die die Entwicklungsgeschichte der Organismen anschaulich darstellen.
Das Deutsche Optische Museum spiegelt Jenas Rolle als Wiege der optischen Industrie wider. Von den Anfängen der Optik bis zu den modernsten Technologien wird hier die Geschichte der Präzisionsoptik in spannenden Ausstellungen erlebbar gemacht.
Besondere Highlights sind historische Mikroskope, Teleskope und Kameras, die die Bedeutung der Optik für Wissenschaft und Alltag greifbar machen.
Die Burgruine Lobdeburg, 6 km von Stadtzentrum entfernt, bietet eine herrliche Aussicht auf das Saaletal. Die Überreste der mittelalterlichen Burg erzählen von der bewegten Geschichte der Region und sind ein beliebtes Ziel für Wanderer und Geschichtsinteressierte.
Die idyllische Umgebung und die Atmosphäre der Ruine machen die Lobdeburg zu einem Ort der Ruhe und Inspiration.
Das Stadtmuseum Jena, untergebracht im historischen "Göhre"-Gebäude, entführt seine Besuchende in die Vergangenheit der Stadt. Von der Frühgeschichte über die Zeit der Reformation bis hin zur Industrialisierung erzählt das Museum die spannende Geschichte Jenas.
Eisenach, am Rande des Thüringer Waldes gelegen, spielte eine große Rolle bei der Reformation
Eisenach blickt auf eine über tausendjährige Geschichte zurück und entwickelte sich früh zu einem wichtigen politischen und kulturellen Zentrum Thüringens. Bereits im Mittelalter war die Stadt eng mit den Landgrafen von Thüringen verbunden, deren Machtzentrum die Wartburg war. Hier hielt sich Martin Luther nach dem Reichstag zu Worms versteckt und übersetzte das Neue Testament ins Deutsche – ein Meilenstein der Reformation und der deutschen Sprachgeschichte.
In der frühen Neuzeit blieb Eisenach ein bedeutender Residenz- und Musikort, geprägt durch das Wirken der Familie Bach. Im 19. Jahrhundert gewann die Stadt zudem an industrieller Bedeutung, unter anderem durch den Fahrzeugbau, der Eisenach bis ins 20. Jahrhundert prägte. Diese vielschichtige Vergangenheit macht Eisenach zu einem Ort, an dem mittelalterliche Machtgeschichte, Reformation, Musiktradition und Industrialisierung auf engem Raum erlebbar sind.
Museen, Theater, Musikveranstaltungen und Gedenkorte sorgen für ein solides kulturelles Angebot – aber in kleinem Maßstab.
Die Wartburg thront auf einem Hügel über Eisenach und gehört zu den bekanntesten Burgen Deutschlands. Hier übersetzte Martin Luther während seines Exils das Neue Testament ins Deutsche; außerdem ist die Burg eng mit der heiligen Elisabeth von Thüringen und der mittelalterlichen höfischen Kultur verbunden.
Die Innenräume, Sammlungen und Ausstellungen vermitteln die wechselvolle Geschichte der Anlage. Von den Aussichtspunkten bietet sich ein weiter Blick über Eisenach und den Thüringer Wald. Die Wartburg gehört zum UNESCO-Welterbe.
Die Automobile Welt Eisenach erzählt die spannende Geschichte der Automobilproduktion in Eisenach, die bis ins Jahr 1898 zurückreicht. Das Museum zeigt historische Fahrzeuge, darunter die legendären Wartburg-Modelle, und gibt einen Einblick in die Entwicklung der deutschen Automobilindustrie. Eine besondere Attraktion ist die Sammlung von Prototypen, die nie in Serie gingen.
Das Burschenschaftsdenkmal, hoch über Eisenach auf dem Göpelskuppe-Hügel gelegen, erinnert an die deutsche Einheits- und Freiheitsbewegung des 19. Jahrhunderts. Errichtet 1902, ehrt das Denkmal die ersten studentischen Verbindungen, die sich für ein geeintes und freies Deutschland einsetzten.
Mit seiner markanten Rotunde und der mächtigen Kuppel ist es ein imposantes Bauwerk, das weithin sichtbar ist. Die Aussichtsplattform bietet einen spektakulären Blick auf Eisenach und die umliegende Landschaft.
Das Bachhaus Eisenach gehört zu den ältesten Museen, die Johann Sebastian Bach gewidmet sind. In dem historischen Fachwerkhaus und dem modernen Erweiterungsbau geht es um Bachs Leben, seine Musik und die Musikkultur seiner Zeit. Historische Instrumente, Hörstationen und Live-Demonstrationen machen die Ausstellung besonders anschaulich.
Das Lutherhaus, eines der ältesten Fachwerkhäuser Eisenachs, war während Martin Luthers Schulzeit sein Zuhause. Heute beherbergt es eine interaktive Ausstellung, die das Leben und die Lehren des Reformators beleuchtet. Besuchende erfahren hier mehr über Luthers Zeit in Eisenach, seine Bibelübersetzung und seinen bleibenden Einfluss auf die deutsche und europäische Kulturgeschichte. Das Haus ist Teil des UNESCO-Welterbes Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg.
Die Georgenkirche, im Herzen Eisenachs gelegen, ist eng mit der Geschichte Martin Luthers verbunden. Hier predigte der Reformator, und Johann Sebastian Bach wurde in dieser Kirche getauft. Die gotische Architektur und die beeindruckenden Glasfenster machen die Georgenkirche zu einem bedeutenden Ort der Reformationsgeschichte und der sakralen Kunst.
Mit einer Breite von nur 2,05 Metern gilt es als eines der schmalsten bewohnten Häuser Deutschlands. Das charmante Fachwerkhaus stammt aus dem Jahr 1756 und steht heute unter Denkmalschutz.
Das Innere des Hauses kann bei Veranstaltungen oder Führungen besichtigt werden und gibt Einblicke in das Leben auf engem Raum in früheren Jahrhunderten. Ein kurzer Stopp beim Schmalen Haus ist ideal für einen Spaziergang durch die Altstadt – es gehört zu den am meisten fotografierten Motiven Eisenachs.
Gotha begeistert mit barockem Schlossflair, historischen Museen und einer eindrucksvollen Altstadt
Die Stadt Gotha war einst eine der reichsten und bedeutendsten Residenzstädte Deutschlands. Als Zentrum des Herzogtums Sachsen-Gotha-Altenburg entwickelte sie sich im 17. und 18. Jahrhundert zu einem Ort großer kultureller Ausstrahlung. Davon zeugt bis heute das imposante Schloss Friedenstein, eines der größten frühbarocken Schlösser Europas.
Bemerkenswert ist auch die Verbindung zum britischen Königshaus: Das Haus Sachsen-Coburg und Gotha stellte zahlreiche europäische Monarchen. Auch die britischen Könige entstammen dieser Linie, bis Georg V. im Ersten Weltkrieg den Namen „Windsor“ annahm.
Im 20. Jahrhundert litt Gotha unter der Zeit der DDR: Viele historische Gebäude verfielen, während schlichte Neubauten entstanden. Heute wird die Stadt schrittweise restauriert – und lässt ihren früheren Glanz wieder erahnen.
Der Tierpark Gotha liegt idyllisch am Rand des Gothaer Schlossparks und bietet eine abwechslungsreiche Mischung aus heimischen und exotischen Tierarten. Die naturnahe Gestaltung und die ruhige Umgebung machen den Tierpark besonders für Familien und entspannte Spaziergänge attraktiv.
Schloss Friedenstein ist das Wahrzeichen Gothas und eines der größten frühbarocken Schlossensembles Deutschlands. Die weitläufige Anlage mit ihren prunkvollen Sälen, historischen Sammlungen und gepflegten Schlossgärten vermittelt einen eindrucksvollen Einblick in das Leben am herzoglichen Hof. Besonders die Kombination aus Architektur, Kunst und Geschichte macht das Schloss zu einem kulturellen Höhepunkt der Stadt.
Das Stadtbad Gotha verbindet historische Architektur mit moderner Freizeitgestaltung. Das traditionsreiche Bad bietet sowohl Sport- als auch Erholungsmöglichkeiten und ist besonders an warmen Tagen ein beliebter Treffpunkt. Die Mischung aus denkmalgeschütztem Ambiente und zeitgemäßer Ausstattung verleiht dem Stadtbad eine besondere Atmosphäre.
Das Herzogliche Museum präsentiert Kunst- und Kulturschätze aus mehreren Jahrhunderten in einem eindrucksvollen historischen Gebäude. Die Sammlungen reichen von Gemälden alter Meister über ägyptische Fundstücke bis hin zu kunsthandwerklichen Objekten. Die elegante Architektur und die abwechslungsreichen Ausstellungen machen den Museumsbesuch besonders lohnenswert.
Der Bürgerturm zählt zu den markanten Aussichtspunkten der Stadt und bietet einen weiten Blick über Gotha und die umliegende Landschaft. Der historische Turm ist ein beliebtes Ziel für Spaziergänge und verbindet Naturerlebnis mit einem kleinen Einblick in die Stadtgeschichte.
Die Thüringer Waldbahn verbindet Gotha mit Orten am Rand des Thüringer Waldes und ist zugleich Teil des öffentlichen Nahverkehrs. Die historische Überlandstraßenbahn führt durch abwechslungsreiche Landschaften und verbindet Technikgeschichte mit einer entspannten Fahrt ins Grüne.
Die Wasserkunst ist eines der bekanntesten historischen Bauwerke der Stadt und erinnert an die frühe Wasserversorgung Gothas. Der markante Brunnen mit seinem charakteristischen Turm verbindet technische Geschichte mit architektonischem Charme und gehört zu den beliebtesten Fotomotiven der Altstadt.
Das KunstForum Gotha widmet sich zeitgenössischer Kunst und kulturellen Projekten. Wechselnde Ausstellungen präsentieren Werke regionaler und internationaler Kunstschaffenden.
Die Kasematten unter Schloss Friedenstein gehören zu den größten barocken Festungsanlagen Mitteleuropas. Das weit verzweigte Tunnelsystem verläuft tief unter dem Schloss und vermittelt einen spannenden Eindruck von früherer Verteidigungsarchitektur. Bei Führungen lassen sich die unterirdischen Gänge, Gewölbe und historischen Anlagen aus nächster Nähe erkunden.
Das historische Rathaus prägt mit seiner markanten Fassade den Hauptmarkt von Gotha. Das Gebäude spiegelt die lange Stadtgeschichte wider und bildet bis heute einen zentralen Treffpunkt im Herzen der Altstadt. Rund um den Platz laden Geschäfte, Cafés und Restaurants zum Verweilen ein.
Mittelalterliche Stadtmauern, Fachwerk und Reformationsgeschichte prägen das Bild von Mühlhausen
Die Stadt Mühlhausen gehört zu den am besten erhaltenen mittelalterlichen Städten Mitteldeutschlands. Einst freie Reichsstadt, zeugt ihr beeindruckendes Stadtbild noch heute von Wohlstand und Selbstbewusstsein: Zahlreiche Fachwerkhäuser, enge Gassen und eine nahezu vollständig erhaltene Stadtmauer mit Türmen prägen das historische Zentrum. Eine besondere Rolle spielte Mühlhausen in der Zeit der Reformation. Hier wirkte der radikale Reformator Thomas Müntzer, der sich für soziale Gerechtigkeit einsetzte und eine zentrale Figur im Deutschen Bauernkrieg war. Die Stadt wurde damit zu einem wichtigen Schauplatz religiöser und gesellschaftlicher Umbrüche im 16. Jahrhundert.
Die Mühlhäuser Stadtmauer gehört zu den am besten erhaltenen mittelalterlichen Befestigungsanlagen Deutschlands. Mit ihren Türmen, Toren und langen Mauerabschnitten vermittelt sie einen eindrucksvollen Eindruck vom historischen Stadtbild vergangener Jahrhunderte. Spaziergänge entlang der Anlage bieten zugleich schöne Ausblicke auf die Altstadt.
Die Stadtmauer gehört zu den am besten erhaltenen mittelalterlichen Befestigungen Deutschlands. Türme und Wehrgänge sind noch weitgehend erhalten. Besuchende können hier die Struktur einer mittelalterlichen Stadt nachvollziehen.
Die Divi-Blasii-Kirche zählt zu den bedeutendsten Sakralbauten Mühlhausens und ist eng mit dem Komponisten Johann Sebastian Bach verbunden, der hier zeitweise als Organist tätig war. Die beeindruckende gotische Architektur, die kunstvollen Details im Innenraum und die historische Orgel machen die Kirche zu einem wichtigen Ort für Musik- und Kulturinteressierte.
Das Museum erinnert an den Deutschen Bauernkrieg und die Rolle Mühlhausens in diesen Ereignissen. Ausstellungen vermitteln die sozialen und politischen Hintergründe des Aufstands. Besuchende erhalten hier Einblicke in eine wichtige Phase der deutschen Geschichte.
Die Altstadt von Mühlhausen begeistert mit engen Gassen, historischen Fachwerkhäusern und zahlreichen Kirchen. Viele Gebäude stammen aus dem Mittelalter und verleihen dem Stadtkern eine besonders authentische Atmosphäre. Kleine Plätze, gemütliche Cafés und traditionelle Geschäfte machen einen Rundgang durch die Altstadt besonders abwechslungsreich.
Das historische Rathaus am zentralen Marktplatz prägt mit seiner imposanten Fassade das Herz der Stadt. Das Gebäude spiegelt die lange Geschichte Mühlhausens als bedeutende Reichsstadt wider und zählt zu den architektonischen Höhepunkten der Altstadt. Rund um den Platz laden Geschäfte und Cafés zum Verweilen ein.
Der Thüringer Wald ist eine der reizvollsten Mittelgebirgsregionen Deutschlands und steht für dichte Wälder, weite Ausblicke und erholsame Natur
Im Herzen Thüringens gelegen, eignet er sich ideal für Wanderfans und Naturliebhabende. Besonders bekannt ist der Rennsteig, der traditionsreiche Höhenwanderweg, der sich entlang des Kamms durch den gesamten Thüringer Wald zieht. Ein weiteres Highlight ist die Drachenschlucht bei Eisenach – eine enge, eindrucksvolle Felsschlucht mit fast märchenhafter Atmosphäre.
Das Kyffhäuser-Denkmal ist ein monumentales Wahrzeichen auf dem Kyffhäusergebirge an der Grenze zwischen Thüringen und Sachsen-Anhalt. Es erinnert an Kaiser Wilhelm I. und die Reichseinigung im 19. Jahrhundert. Die Anlage erhebt sich über den Ruinen der mittelalterlichen Reichsburg Kyffhausen und bietet eine weite Aussicht über die Region.
Das Denkmal verbindet Architektur, Reichsgründungsmythos und die Barbarossa-Sage. Zugleich ist es ein anschauliches Beispiel für nationale Erinnerungskultur des späten 19. Jahrhunderts.
Ein weiteres Highlight der Region ist die Barbarossahöhle, die ebenfalls mit der Barbarossa-Legende verbunden ist. Diese beeindruckende Tropfsteinhöhle befindet sich im Kyffhäusergebirge und kann bei Führungen erkundet werden. In der Höhle erfahren Besuchende mehr über die geologische Entstehung sowie die Mythen und Legenden, die mit dieser geheimnisvollen Unterwelt verbunden sind.
Der Baumkronenpfad Bad Langensalza führt durch die Wipfel des Nationalparks Hainich und eröffnet eine erhöhte Perspektive auf den Buchenwald. Der barrierearme Weg verbindet Naturbeobachtung, Informationen zur Waldökologie und weite Ausblicke. Ein Aussichtsturm erweitert den Blick über die Umgebung und macht den Pfad besonders für Familien und Naturinteressierte attraktiv.
Das Panorama Museum befindet sich in Bad Frankenhausen, nordwestlich von Jena, und ist vor allem für das monumentale Panorama Bild "Bauernkriegspanorama" bekannt. Das 360-Grad-Gemälde von Werner Tübke ist eines der größten in Europa und stellt eine detaillierte und dramatische Darstellung der Schlacht bei Frankenhausen im Jahr 1525 dar, bei der die Bauern des Deutschen Bauernkriegs gegen die Fürstenarmee kämpften. Das Museum bietet Besuchenden nicht nur die Möglichkeit, dieses beeindruckende Kunstwerk zu erleben, sondern auch eine eingehende Auseinandersetzung mit der Geschichte und den Ereignissen des Bauernkriegs.
Der Nationalpark Hainich, nur wenige Kilometer von Bad Langensalza entfernt, ist das größte zusammenhängende Laubwaldgebiet in Deutschland und gehört seit 2011 zum UNESCO-Weltnaturerbe. Hier können Besuchende die unberührte Natur des Thüringer Waldes erleben, mit einer einzigartigen Flora und Fauna.
Der Nationalpark bietet zahlreiche Wander- und Radwege, die durch den dichten Wald und an klaren Bächen entlangführen. Besonders sehenswert ist der Baumkronenpfad Hainich, der in unmittelbarer Nähe des Nationalparks liegt und ebenfalls einen spektakulären Ausblick auf das grüne Paradies bietet. Im Wildkatzendorf Hütscheroda kann man mehr über Wildkatzen und den Naturschutz erfahren.
Der Japanische Garten in Bad Langensalza ist eine Oase der Ruhe und Schönheit. Auf über 2 Hektar erstreckt sich dieser Garten, der die klassische japanische Gartenkunst widerspiegelt. Mit seinen harmonisch gestalteten Teichen, Steinen, Karpfen und sorgfältig ausgesuchten Pflanzen ist der Garten ein Ort der Besinnung und Entspannung.
Im Japanischen Garten können Besuchende nicht nur die atemberaubende Pflanzenwelt genießen, sondern auch eine meditative Atmosphäre erleben, die zum Verweilen und Nachdenken einlädt. Der Garten ist perfekt für einen ruhigen Spaziergang oder eine Auszeit vom Alltag.
In der Greifenwarte Falknerei am Rennsteig dreht sich alles um die Falknerei, eine der ältesten Formen der Jagd mit Tieren. Hier können Besuchende erfahren, wie Falkner mit verschiedenen Greifvögeln wie Falken, Adlern und Bussarden arbeiten. Der Betrieb legt großen Wert auf artgerechte Haltung und den Schutz dieser Vögel, die durch ihre imposante Erscheinung und Flugkunst beeindrucken.
In der Falknerei können Besuchende live miterleben, wie die Vögel auf Kommando des Falkners fliegen, auf den Arm landen und ihre unglaublichen Fähigkeiten unter Beweis stellen.
Der Rosengarten in Bad Langensalza ist ein wahres Blumenparadies. Hier blühen auf rund 1,5 Hektar Fläche mehr als 600 Rosensorten, die das Herz eines jeden Gartenliebhabers höherschlagen lassen. Der Garten ist nach dem Prinzip des klassischen englischen Rosengartens angelegt und bietet eine Vielzahl von Farben und Düften.
Neben den prächtigen Rosenbeeten können Besuchende auch architektonische Highlights wie den Rosenturm und die gepflegten Rasenflächen bewundern. Besonders im Sommer, wenn die Rosen in voller Blüte stehen, ist der Garten ein idyllischer Ort für einen Spaziergang.
Die Tropfsteinhöhle Kittelsthal befindet sich in der Nähe von Eisenach und ist eine der weniger bekannten, aber dennoch faszinierenden Tropfsteinhöhlen Thüringens. Die Höhle ist für ihre beeindruckenden Tropfsteinformationen bekannt, die über Jahrtausende hinweg durch die Tropfsteinalterung entstanden sind. Besuchende können auf einer geführten Tour durch die Höhle die faszinierenden Stalaktiten und Stalagmiten bewundern und mehr über die geologischen Prozesse erfahren, die zur Entstehung dieser natürlichen Wunder geführt haben. Die Höhle ist ein tolles Ziel für Naturliebhaber und Geologie-Interessierte.
Schmalkalden liegt im Süden Thüringens am Rand des Thüringer Waldes und begeistert mit einer besonders gut erhaltenen Fachwerkaltstadt
Schmalkaldens hervorragend erhaltenes Zentrum mit reich verzierten Fachwerkhäusern, kleinen Plätzen und verwinkelten Gassen vermittelt bis heute den Eindruck einer spätmittelalterlichen Handelsstadt. Historisch erlangte Schmalkalden vor allem durch die Reformation Bedeutung. Hier wurde 1531 der Schmalkaldische Bund gegründet – ein Zusammenschluss protestantischer Fürsten und Städte zur Verteidigung gegen den katholischen Kaiser. Auch Martin Luther hielt sich mehrfach in der Stadt auf und verfasste hier wichtige Schriften.
Point Alpha erinnert an die Zeit der deutschen Teilung und den Kalten Krieg. Der ehemalige US-Beobachtungsstützpunkt lag an einem besonders sensiblen Abschnitt der innerdeutschen Grenze, der als möglicher Brennpunkt eines militärischen Konflikts galt. Heute dokumentieren Ausstellungen, Grenzanlagen und historische Gebäude die Geschichte von Teilung, Überwachung und Wiedervereinigung.
Schloss Wilhelmsburg zählt zu den bedeutendsten Renaissance-Schlössern Deutschlands. Die eindrucksvolle Anlage mit ihren reich verzierten Sälen, historischen Räumen und kunstvollen Wandmalereien vermittelt einen lebendigen Eindruck höfischer Kultur vergangener Jahrhunderte.
Das Lutherhaus erinnert an die Aufenthalte von Martin Luther in Schmalkalden während der Zeit der Reformation. Die Ausstellung vermittelt Einblicke in die religiösen und politischen Veränderungen des 16. Jahrhunderts sowie in die Bedeutung der Stadt innerhalb des Schmalkaldischen Bundes. Historische Räume und Dokumente machen die Geschichte anschaulich erlebbar.
Museum Neue Hütte vermittelt einen spannenden Einblick in die traditionsreiche Eisenverarbeitung und Industriegeschichte der Region. Im historischen Hüttenwerk lassen sich alte Hochöfen, Maschinen und Werkzeuge besichtigen, die die Entwicklung der Metallverarbeitung anschaulich dokumentieren. Besonders die authentische Industrieatmosphäre macht den Besuch zu einem eindrucksvollen Erlebnis für Technik- und Geschichtsinteressierte.
Das Besucherbergwerk Finstertal bietet spannende Einblicke in die Bergbaugeschichte der Region. Unter Tage lassen sich historische Stollen, Werkzeuge und Arbeitsbereiche erkunden, die den oft harten Alltag der Bergleute anschaulich machen. Führungen vermitteln Wissenswertes über den Erzabbau und die technische Entwicklung des Bergwerks.
Der Lutherweg verbindet zahlreiche Orte der Reformationsgeschichte und führt auch durch Schmalkalden. Die Strecke lädt dazu ein, historische Schauplätze zu entdecken und zugleich die Landschaft des Thüringer Waldes zu erleben. Informationstafeln entlang des Weges vermitteln Hintergründe zur Reformation und zu Martin Luther.
Die St. Georgs Kirche prägt mit ihrem markanten Erscheinungsbild das Stadtzentrum Schmalkaldens. Im Inneren beeindrucken kunstvolle Verzierungen, historische Ausstattungen und die ruhige Atmosphäre des Gotteshauses.
Das Fachwerk Erlebnishaus widmet sich der traditionellen Bauweise und Handwerkskunst der Region. Besuchende erfahren hier, wie Fachwerkhäuser entstanden, welche Materialien verwendet wurden und welche Bedeutung diese Bauweise für Städte wie Schmalkalden hatte. Interaktive Stationen und historische Beispiele machen die Ausstellung besonders anschaulich.
Das Rathaus gehört zu den bekanntesten Fachwerkgebäuden Schmalkaldens und ist ein Wahrzeichen der Altstadt. Die aufwendig gestaltete Fassade und die zentrale Lage am Marktplatz machen das historische Gebäude zu einem beliebten Treffpunkt und Fotomotiv.
Saalfeld ist eine charmante Stadt in Thüringen, die reich an Geschichte und Naturerlebnissen ist
Saalfeld liegt am Rande des Thüringer Waldes und zählt zu den ältesten Städten der Region. Bekannt ist sie vor allem für ihre beeindruckenden Tropfsteinhöhlen, ihre gut erhaltene Altstadt und ihre Lage an der Saale. Der Markplatz ist ein guter Ausgangspunkt um die Altstadt zu entdecken. Unweit dem Ufer der Saale befindet sich das Schlösschen Kitzerstein und der Schlosspark Saalfeld.
Die Saalfelder Feengrotten, nahe der Stadt Saalfeld, gehören zu den bekanntesten Tropfsteinhöhlen in Deutschland, auch wenn sie keine natürlichen Höhlen sind. Sie wurden ursprünglich im 16. Jahrhundert als Quarzsandmine genutzt und sind heute für ihre farbenfrohen und kunstvoll geformten Tropfsteine berühmt. Die Führung durch die Höhle ist ein unvergessliches Erlebnis, da Besuchende die teils leuchtenden, vielfarbigen Mineralformationen in verschiedenen Hallen bewundern können. Im Erlebnismuseum Grottoneum kann man mehr über Tropfsteinhöhlen und Bergbau erfahren. Die nah gelegene Umgebung und der Walderlebnispfad bieten außerdem schöne Wanderungen durch Wald und Wiese.
Die Villa Bergfried ist ein historisches Herrenhaus in Saalfeld mit einem weitläufigen öffentlichen Garten. Die Villa wurde Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut und war der Wohnsitz der Familie Mauxion, die durch Schokoladenherstellung zu Wohlstand gelangte. Das Gebäude wurde im neoklassizistischen Stil errichtet und liegt inmitten einer weitläufigen Parkanlage.
Das Feenweltchen ist ein märchenhafter Abenteuer- und Erlebnispark direkt neben den berühmten Saalfelder Feengrotten. Es ist besonders für Familien mit Kindern konzipiert und entführt die Besuchenden in eine fantasievolle Welt voller Feen, Elfen und magischer Wesen.
Im ehemaligen Franziskanerkloster findet sich eine interessante Mischung aus Stadtgeschichte, Geschichte über das Kloster und Naturkundemuseum. Auch das Gebäude selbst ist sehr einladend.
Im dünn besiedelten Süden von Thüringen gibt es einige verteilte Highlights. Das Gebiet bietet sich für Radtouren (entlang der Saale), und Wanderungen durch Wälder an. Im Schiefergebierge gibt es auch ein paar Klettermöglichkeiten.
Das Thüringer Landesmuseum Heidecksburg befindet sich im beeindruckenden Schloss Heidecksburg in der Stadt Rudolstadt, im Süden Thüringens. Das Schloss, das im 16. Jahrhundert erbaut wurde, war einst Residenz der Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt. Das Thüringer Landesmuseum Heidecksburg ist ein bedeutendes Museum, das einen breiten Überblick über die Kunst- und Kulturgeschichte Thüringens bietet. Die Ausstellungen des Museums umfassen verschiedene Themen wie die Thüringer Landesgeschichte, Volkskunde, Archäologie sowie kunst- und kulturhistorische Sammlungen.
Unweit von Saalfeld befindet sich Burg Greifenstein, auf der manchmal auch Adler-Flugshows stattfinden. In der Burgschänke kann man einkehren. Zur Burg gelangt man von den kostenlosen Parkplätzen nach 10 min Fußweg.
Das ehemalige Bergwerk in Kamsdorf, einem Ortsteil von Unterwellenborn, zählt zu den bedeutendsten Bergbaugebieten in Thüringen. Hier wurde über 1.300 Jahre lang Eisenerz, Kupfer, Silber und Schiefer abgebaut. Heute ist es ein beeindruckendes Besucherbergwerk, das spannende Einblicke in die Bergbaugeschichte bietet. Unter der Erde ist es konstant kühl, weshalb man auch im Sommer warme Sachen anziehen sollte.
Der Schieferpark Lehesten liegt in einem ehemaligen Schieferabbaugebiet und macht die Geschichte des Schieferbergbaus anschaulich. Auf dem Gelände lassen sich technische Anlagen, Spuren des Abbaus und geologische Besonderheiten entdecken. Der Lehestener Schieferpfad führt durch die Landschaft und verbindet Industriekultur, Bergbaugeschichte und Naturerlebnis.
Der schöne Stausee bietet sich an für Wandern, Bootstouren und Camping.
Starte deine Reise in der Landeshauptstadt Erfurt, wo dich der Domplatz mit dem imposanten Erfurter Dom empfängt. Die Krämerbrücke, die längste durchgehend mit Häusern bebaute Brücke Europas, lädt mit ihren kleinen Läden und Cafés zum Bummeln ein. Nicht weit entfernt liegt Weimar, das mit Goethe, Schiller und dem Bauhaus eng verbunden ist – ein Muss für Kulturinteressierte.
Weiter geht es in den Norden Thüringens zum imposanten Kyffhäuserdenkmal, das dem sagenumwobenen Kaiser Barbarossa gewidmet ist. Von dort hast du einen fantastischen Blick über das Kyffhäusergebirge. Ebenfalls lohnenswert ist ein Stopp in Bad Frankenhausen mit dem monumentalen Bauernkriegspanorama von Werner Tübke.
Für Naturliebhaber bietet sich ein Abstecher in den Thüringer Wald an. Der berühmte Rennsteig lädt zu ausgedehnten Wanderungen ein, und in Oberhof kannst du Biathlon-Luft schnuppern oder Sommerrodeln gehen. Südlich davon befinden sich die märchenhaften Saalfelder Feengrotten, ein ehemaliges Bergwerk mit faszinierenden Tropfsteinformationen und einem unterirdischen Grottensee – ein Erlebnis für Groß und Klein.
Zum Abschluss deiner Tour lohnt sich ein Besuch in Eisenach. Hier steht die Wartburg, eine der bekanntesten Burgen Deutschlands und UNESCO-Welterbe. Sie ist eng mit Martin Luther verbunden, der hier das Neue Testament ins Deutsche übersetzte. Die Stadt selbst hat ebenfalls viel zu bieten, darunter das Bachhaus und gemütliche Gassen mit regionaler Küche.
Thüringen liegt zentral in Deutschland und eignet sich hervorragend für Tagesausflüge in benachbarte Bundesländer. Ob Kultur, Natur oder historische Städte – die Region bietet abwechslungsreiche Ziele für alle Interessen.
Die Thüringer Küche ist bodenständig, herzhaft und reich an Tradition. Von Wurstklassikern bis zu süßen Spezialitäten spiegelt sie die regionale Kultur und die landwirtschaftlichen Produkte der Region wider.
Durch seine zentrale Lage ist Thüringen von mehreren Bundesländern umgeben und verfügt über eine lange Handwerks- und Manufakturtradition. Besonders kulinarische Spezialitäten und kunsthandwerkliche Erzeugnisse eignen sich als Souvenirs.
Was aktuell in Thüringen geboten wird, lässt sich auf verschiedenen regionalen und überregionalen Plattformen nachlesen:
Das Nachtleben in Thüringen konzentriert sich vor allem auf die Städte Erfurt, Jena und Weimar. In Erfurt sind insbesondere die Altstadt und das Viertel rund um den Anger beliebte Treffpunkte für Bars, Kneipen und Clubs. Jena punktet mit einer lebendigen Studierenden- und Alternativszene, während Weimar eher kleine Bars und kulturell geprägte Abende bietet.
Aktuelle Party- und Veranstaltungsinfos finden sich auf rausgegangen.de sowie bei Resident Advisor Erfurt.
In Thüringen konzentriert sich die LGBTIQ+-Szene vor allem auf Städte wie Erfurt und Jena. Hier gibt es vereinzelte Bars, Treffpunkte und kleine queere Events. Informationen zu aktuellen Veranstaltungen bieten Websites wie Gay-Party.de und Gay-Location.de.
Thüringen ist ein Paradies für Sportbegeisterte und bietet zahlreiche Möglichkeiten für Aktivitäten in der Natur. Besonders Wintersport, Wandern und Ausdauersportarten sind hier sehr beliebt.
Oberhof ist das zentrale Wintersportzentrum Thüringens, ausgestattet mit Biathlon-Arena, Skisprungschanzen und weitläufigen Loipen. Am Inselsberg können Besucher Ski fahren, rodeln und die weite Aussicht über den Thüringer Wald genießen.
Der Rennsteig, Deutschlands bekanntester Fernwanderweg, führt auf über 170 Kilometern durch den Thüringer Wald und lädt zu ausgedehnten Wanderungen ein. Beliebt bei Radfahrern ist der Ilmtal-Radweg, der durch das Ilmtal verläuft und historische Städte wie Weimar passiert.
Die Motorsportarena Schleiz ist Deutschlands älteste Naturrennstrecke und bietet spannende Motorrad- und Automobilrennen für Motorsportfans.
Thüringens traditionsreichste Fußballvereine sind der FC Carl Zeiss Jena und Rot-Weiß Erfurt, die regelmäßig für spannende Spiele und große Fanbewegungen sorgen.
Der Weimarer Zwiebelmarkt im Oktober ist Thüringens ältestes Volksfest und begeistert Besucher mit regionalen Spezialitäten, Musik und Kunsthandwerk. Im Juli lockt das Rudolstadt-Festival als Deutschlands größtes Folk-, Roots- und Weltmusikfestival zahlreiche Musikliebhaber an. Das Bachfest Weimar im März ehrt das musikalische Erbe von Johann Sebastian Bach mit Konzerten und Veranstaltungen in historischen Spielstätten.
Die DomStufen-Festspiele in Erfurt finden im Juli und August statt und bieten Open-Air-Opern und Theateraufführungen vor der beeindruckenden Kulisse des Erfurter Doms. Die Thüringer Bachwochen im April laden zu klassischen Konzerten in historischen Kirchen und Schlössern ein. Rock- und Indie-Fans zieht es im August zum Highfield Festival am Stausee Hohenfelden, einem der größten Festivals der Region.
Oberhof ist Austragungsort des Biathlon-Weltcups im Januar, einem international bedeutenden Wettkampf. Der Rennsteiglauf im Mai zählt zu den bekanntesten Landschaftsläufen Deutschlands und führt entlang des berühmten Rennsteigs. Im Februar zieht das Schlittenhunderennen in Frauenwald Wintersport- und Tierfreunde gleichermaßen an, wenn Huskyschlitten durch verschneite Landschaften sausen.
Thüringen ist insgesamt ein ruhiges und sicheres Reiseziel. Die wichtigsten Risiken betreffen Natur und Wetter im Thüringer Wald, Verkehr auf kurvigen Landstraßen sowie typische Alltagsärgernisse in Städten und bei Veranstaltungen.
Im Thüringer Wald kann das Wetter schnell wechseln. Nebel, Gewitter, Sturmbruch und vereiste Wege sind besonders auf dem Rennsteig und in höheren Lagen zu beachten. Im Winter können Straßen und Wanderwege glatt oder zeitweise schwer passierbar sein.
In Wäldern und Wiesen sind Zecken möglich; nach Wanderungen lohnt sich ein Check. Auf Landstraßen können Rehe und Wildschweine plötzlich auftauchen, vor allem morgens, abends und nachts.
Viele Orte sind gut erreichbar, aber im ländlichen Raum fahren Busse und Bahnen teils selten. Wer ohne Auto unterwegs ist, sollte Rückfahrten früh planen. Kurvige Straßen im Wald und in Tälern erfordern bei Regen, Schnee oder Dunkelheit besondere Vorsicht.
In Erfurt, Jena, Weimar oder Eisenach kann es an Bahnhöfen, auf Weihnachtsmärkten oder bei großen Veranstaltungen zu Gedränge und gelegentlichem Taschendiebstahl kommen. Wertsachen sicher verstauen und nachts aufmerksam bleiben.
An Gedenkstätten wie Buchenwald oder an historischen Orten ist respektvolles Verhalten wichtig. Unpassende Fotos, lautes Auftreten oder politische Provokationen können nicht nur verletzend sein, sondern auch Ärger mit Personal oder Polizei auslösen.
Thüringen war bereits in der Jungsteinzeit besiedelt. Im Mittelalter entwickelte sich das Gebiet zu einem wichtigen Zentrum deutscher Kultur und Bildung. Besonders Weimar und Erfurt spielten eine bedeutende Rolle als kulturelle und wirtschaftliche Zentren. Die Wartburg in Eisenach wurde zu einem zentralen Schauplatz der deutschen Geschichte, unter anderem als Aufenthaltsort Martin Luthers während seiner Bibelübersetzung.
Bis zum 20. Jahrhundert war Thüringen in zahlreiche Kleinstaaten unterteilt, darunter das Herzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach und das Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt. Mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert entwickelten sich Städte wie Jena und Gera zu bedeutenden Wirtschafts- und Industriestandorten.
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Thüringen 1920 als Land gegründet. Die Stadt Weimar war Sitz der Weimarer Nationalversammlung und Namensgeberin der ersten deutschen Demokratie. In der Zeit des Nationalsozialismus war Thüringen eine Hochburg der NSDAP und Standort des Konzentrationslagers Buchenwald bei Weimar.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Thüringen Teil der DDR. Besonders Jena entwickelte sich mit Unternehmen wie Zeiss zu einem wichtigen Zentrum der optischen Industrie – eine Rolle, die bis heute anhält. 1952 wurde das Land Thüringen im Zuge der Verwaltungsreform aufgelöst und erst 1990 im Zuge der deutschen Wiedervereinigung neu gegründet.
Thüringens Wirtschaft ist heute geprägt von kleinen und mittelständischen Unternehmen, insbesondere in den Bereichen Optik und Photonik, Biotechnologie sowie Mikroelektronik.
Die fruchtbaren Böden und ausgedehnten Wälder machen Thüringen zudem zu einem wichtigen Agrar- und Forstwirtschaftsstandort. Neben Getreideanbau und Viehzucht spielt die nachhaltige Forstwirtschaft eine zentrale Rolle.
Mit Universitäten in Jena, Erfurt und Ilmenau sowie zahlreichen Forschungsinstituten ist Thüringen auch ein bedeutender Wissenschaftsstandort. Während Städte wie Jena, Erfurt und Weimar seit Jahren Zuzug verzeichnen, kämpfen viele ländliche Regionen mit Bevölkerungsrückgang.
Thüringen verfügt über ein gut ausgebautes Nahverkehrsnetz mit Bussen, Straßenbahnen und Regionalzügen. Die wichtigsten Städte wie Erfurt, Jena und Weimar sind über den Verkehrsverbund Mittelthüringen (VMT) verbunden. Die Deutsche Bahn betreibt zahlreiche Regionalbahnen, die auch kleinere Städte und ländliche Regionen erschließen. Für Gruppen eignet sich das Thüringen-Ticket, das auch in Sachsen und Sachsen-Anhalt gilt.
Mit zahlreichen Radwegen – darunter der Ilmtal-Radweg und der Rennsteig-Radweg – bietet Thüringen sehr gute Bedingungen für Radfahrer. Besonders entlang der Flüsse Saale und Werra finden sich landschaftlich reizvolle Strecken für Freizeitradler.
In Thüringen gibt es derzeit keine Umweltzonen. Das Straßennetz ist gut ausgebaut, insbesondere entlang der Autobahnen A4, A9 und A71, die das Bundesland durchqueren.
Der Flughafen Erfurt-Weimar ist der einzige internationale Flughafen Thüringens und bietet vor allem saisonale Verbindungen zu Urlaubszielen an. Für größere internationale Flugverbindungen bieten sich die Flughäfen Leipzig/Halle oder Frankfurt am Main an.