Böttcherstraße
Diese kunstvoll gestaltete Straße ist ein Gesamtkunstwerk mit historischen Gebäuden, Museen und kleinen Kunsthandwerksläden.
Das Bundesland Bremen, bestehend aus den Städten Bremen und Bremerhaven, ist mit etwa 680.000 Einwohnern das kleinste Bundesland Deutschlands – klein an Fläche, aber groß an kulturellen und maritimen Highlights.
Die beiden Städte liegen etwa 60 Kilometer voneinander entfernt und sind durch die Weser und ihre gemeinsame Geschichte eng miteinander verbunden.
Bremen, die Hauptstadt des Bundeslands, besticht mit ihrem hanseatischen Flair. Die Stadt ist Heimat von etwa 570.000 Menschen und verbindet Historie und Moderne mit charmanten Vierteln wie dem Schnoor und dem Ostertorviertel.
Bremerhaven, wie der Name schon sagt, der Hafen von Bremen, ist eine Hafenstadt mit rund 110.000 Einwohnern. Hier treffen sich maritime Tradition und Innovation, zum Beispiel im Deutschen Auswandererhaus, das die Geschichten von Millionen Europäern erzählt, die von hier aus in die Neue Welt aufbrachen, oder im Klimahaus, das eine faszinierende Reise entlang des achten Längengrads bietet.
Die Altstadt ist das historische und kulturelle Zentrum Bremens
Sie liegt auf einem ovalen Gebiet, umgeben von den Wallanlagen, die auf den ehemaligen Stadtbefestigungen entstanden sind. Kopfsteinpflaster, mittelalterliche Gebäude und einladende Plätze schaffen eine charmante, historische Atmosphäre.
Highlights sind der Marktplatz mit dem UNESCO-Weltkulturerbe Bremer Rathaus und der Roland-Statue, der St. Petri Dom sowie die berühmten Bremer Stadtmusikanten.
Auch das Schnoor-Viertel mit seinen engen Gassen und Fachwerkhäusern, die Böttcherstraße mit ihren kunstvollen Fassaden und die Schlachte, die Uferpromenade an der Weser sind sehenswert.
Die Bronzestatue befindet sich direkt neben dem Bremer Rathaus und zeigt die Tiere aus dem berühmten Märchen der Brüder Grimm: Esel, Hund, Katze und Hahn. Es gilt als Glücksbringer, die Vorderbeine des Esels zu berühren – daher glänzen diese besonders.
Das Märchen erzählt wie die Tiere von ihren Besitzern aufgrund ihres Alters oder Schwäche verstoßen wurden. Sie beschließen, nach Bremen zu ziehen, um dort als Stadtmusikanten ein neues Leben zu beginnen.
Auf ihrem Weg treffen sie aufeinander und schließen sich zusammen. Als sie abends in einem Wald Rast machen, entdecken sie ein Räuberhaus. Um die Räuber zu vertreiben, stellen sich die Tiere aufeinander – der Esel ganz unten, dann der Hund, die Katze und oben der Hahn – und machen gemeinsam laute Musik. Die Räuber fliehen in Panik, und die Tiere übernehmen das Haus. Schließlich beschließen sie, dort zu bleiben, da es ihnen besser gefällt als die Reise nach Bremen.
Das Märchen symbolisiert Mut, Zusammenarbeit und den Glauben an einen Neuanfang, selbst in schwierigen Lebenssituationen.
Der St. Petri Dom, ein gotisches Meisterwerk, hat eine über 1200-jährige Geschichte. Zwei 98 Meter hohe Türme prägen die Skyline von Bremen. Im Inneren beeindrucken kunstvolle Glasfenster und ein prächtig verzierter Hochaltar. Wer die 265 Stufen des Südturms erklimmt, wird mit einem grandiosen Blick über die Stadt belohnt. Interessant ist auch die Bleikeller-Ausstellung mit mumifizierten Leichnamen und der idylische Bibelgarten. Im kostenlosen Dom-Museum kann man mehr über die Geschichte der Kirche in Bremen erfahren und Sakralkunst begutachten.
Das Bremer Rathaus aus dem 15. Jahrhundert zählt zu den schönsten Gebäuden der Gotik und Weserrenaissance in Europa. Besonders beeindruckend ist die kunstvolle Fassade. Im Inneren finden sich prunkvolle Säle, darunter die Obere Rathaushalle. Direkt davor steht die über fünf Meter hohe Rolandstatue, die seit 1404 als Symbol für Recht und Freiheit in Bremen gilt. Gemeinsam sind sie UNESCO-Weltkulturerbe.
Das Bremer Geschichtenhaus ist ein lebendiges Museum im Herzen des Schnoor-Viertels. Hier werden historische Figuren und Ereignisse aus der Bremer Geschichte von Schauspielern in historischen Kostümen nachgestellt. Besuchende können unter anderem den Pfeffersäcken, Fischern und Kaufleuten begegnen oder die Geschichte der Bremer Stadtmusikanten und die Zeit der Pest erleben. Die interaktiven Inszenierungen machen den Besuch besonders für Familien und Schulklassen spannend, da sie auf unterhaltsame Weise Einblicke in vergangene Jahrhunderte bieten.
Die Böttcherstraße ist ein architektonisches Highlight und Kunstprojekt. Mit roten Backsteinen erbaut, verbindet sie die Altstadt mit der Weser. Besonders markant ist das goldene "Lichtbringer"-Relief am Eingang. Die Straße ist Heimat des Paula-Modersohn-Becker-Museums, das dem Werk der bekannten Malerin gewidmet ist, dem Roselius-Haus Museum und einer Bonbon-Macherei. Auch das Glockenspiel aus Meißener Porzellan ertönt mehrmals täglich und ist ein besonderes Erlebnis.
Die Unser Lieben Frauen Kirche ist die älteste Pfarrkirche Bremens und befindet sich zentral in der Altstadt, unweit des Marktplatzes. Ihre Ursprünge reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück, und sie wurde zunächst als romanische Basilika errichtet. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Kirche mehrfach umgebaut und weist heute vor allem gotische Elemente auf.
Besonders beeindruckend ist das lichtdurchflutete Innere, das durch die hohen Fenster mit teilweise erhaltenen mittelalterlichen Glasmalereien geprägt ist. Im 20. Jahrhundert wurden moderne Fenster des Künstlers Alfred Manessier hinzugefügt, die durch ihre abstrakten, farbenfrohen Darstellungen beeindrucken.
Die Mühle am Wall ist eine historische Windmühle, die heute ein charmantes Restaurant beherbergt. Die Mühle wurde ursprünglich im 17. Jahrhundert erbaut und ist ein Wahrzeichen Bremens. Die umliegende Parkanlage lädt zu einem entspannten Spaziergang ein, während man die Mühle als Fotomotiv genießen kann.
Die Schlachte ist eine historische Uferpromenade entlang der Weser. Ursprünglich ein wichtiger Handelsplatz, ist sie heute ein lebendiger Treffpunkt mit Restaurants, Bars und Biergärten. Besonders im Sommer laden die Außenterrassen zum Verweilen ein, während traditionelle Segelschiffe im Wasser ankern. Im Winter findet hier der maritime Schlachte-Weihnachtsmarkt statt.
Das Schnoor-Viertel, benannt nach den alten Schiffstauläden („Schnoor“ = Seil), ist Bremens ältestes erhaltenes Stadtviertel. Die engen Gassen sind gesäumt von mittelalterlichen Fachwerkhäusern, von denen einige über 500 Jahre alt sind. Hier finden sich zahlreiche Kunsthandwerksgeschäfte, Cafés und kleine Museen. Ein Spaziergang fühlt sich an wie eine Zeitreise ins 16. Jahrhundert.
Das Ostertorviertel wird auch "Viertel" genannt und ist bekannt für seine alternative, kreative Szene
Das Viertel liegt liegt östlich der Altstadt und verbindet Kultur, Kunst und einen urbanen Lebensstil. Neben der Kunsthalle besticht das Viertel vor allem durch seine Restaurants und Boutiquen.
Das Weserstadion ist die Heimspielstätte von Werder Bremen und ein Wahrzeichen der Stadt. Es liegt idyllisch direkt an der Weser. Besuchende können das Stadion bei Führungen erkunden, bei denen sie unter anderem die Spielerbereiche, die Umkleidekabinen und den Pressebereich sehen können. An Spieltagen herrscht hier eine unvergleichliche Atmosphäre.
Die Kunsthalle Bremen ist eines der bedeutendsten Kunstmuseen Deutschlands. Sie bietet eine beeindruckende Sammlung, die Werke vom Mittelalter bis zur Gegenwart umfasst. Besonders hervorzuheben sind die Gemälde der französischen Impressionisten, darunter Werke von Monet, Cézanne und Renoir, sowie deutsche Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts, etwa von Caspar David Friedrich und Max Liebermann. Regelmäßige Sonderausstellungen beleuchten spannende Themen der Kunstgeschichte.
Ein kleines, aber liebevoll gestaltetes Museum, das die Geschichte des Tischlerhandwerks präsentiert. Mit Originalwerkzeugen und Maschinen aus verschiedenen Epochen.
Der Norden Bremens verbindet ruhige Wohnviertel, Wissenschaft und viel Grün zu einem besonders lebensnahen Teil der Stadt
In Schwachhausen prägen elegante Altbauten, breite Alleen und Parks wie der Bürgerpark das Bild und verleihen dem Stadtteil eine gediegene, entspannte Atmosphäre.
Mit dem Universum Bremen bietet der Stadtteil zudem ein modernes Wissenschaftsmuseum, das Natur, Technik und Mensch auf interaktive Weise erlebbar macht und besonders für Familien ein Highlight ist.
Gleich daneben laden die Botanika mit ihren asiatischen Pflanzenwelten und Themengärten zu einer Reise durch verschiedene Klimazonen ein. Im Focke-Museum wird die Geschichte Bremens anschaulich darstellt.
Die Botanika ist ein interaktiver Erlebnispark, der Besuchende durch exotische Pflanzenwelten führt. In den Gewächshäusern kann man unter anderem den Regenwald, asiatische Gärten und farbenfrohe Orchideen bewundern. Ein Highlight ist das Schmetterlingshaus, wo tropische Schmetterlinge frei umherfliegen. Außerdem gibt es interaktive Stationen und ein Café mit Blick ins Grüne. Der Rhododenron-Park ist kostenlos zugängig, während für Botanika Eintritt fällig ist.
Das Universum ist ein futuristisch geformtes Gebäude, das wie ein gigantischer Wal oder eine Muschel wirkt. Im Inneren erwartet Besuchende eine interaktive Erlebnisausstellung zu den Themen Mensch, Natur und Technik. Über 300 Stationen laden zum Experimentieren, Lernen und Staunen ein. Im Außenbereich gibt es einen Entdeckerpark mit weiteren spannenden Installationen.
Das Überseemuseum ist ein faszinierender Ort, der Naturkunde, Ethnologie und Wirtschaftsgeschichte verbindet. Besuchende können Exponate aus Afrika, Asien, Ozeanien und Amerika erkunden – darunter echte Schiffsmodelle und Artefakte indigener Kulturen. Besonders die detailreichen Dioramen mit echten Pflanzen und Tieren sind beeindruckend.
Der Bürgerpark ist eine der größten Parkanlagen in Bremen. Er bietet weitläufige Spazierwege, kleine Seen und zahlreiche Freizeitmöglichkeiten wie Ruderbootfahren oder Minigolf. Ein Highlight ist der Tiergehegebereich, wo man Damwild und Ziegen füttern kann. Der Park ist ideal für eine Auszeit vom Stadtleben.
Das Focke-Museum ist das Bremer Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte. Es zeigt die Entwicklung der Stadt von ihren Anfängen bis heute. Besonders interessant sind Exponate zur Hansezeit, historische Möbel, Kunsthandwerk und eine Sammlung von Modellen Bremer Gebäude. Der weitläufige Museumspark lädt zu einem Spaziergang ein.
Ein historisches Abwasserpumpwerk im Norden von Bremen (Findorff), das heute als Museum genutzt wird. Hier erfährt man mehr über die Geschichte der Abwasserentsorgung und Technikgeschichte. Führungen zeigen die noch funktionstüchtigen Pumpen und Maschinen aus der Gründerzeit.
Die Überseestadt ist ein ehemaliges Hafengebiet, das in den letzten Jahren zu einem modernen, pulsierenden Viertel umgestaltet wurde
Das Hafenmuseum Speicher XI erzählt von der Geschichte der Bremer Häfen, während Schuppen Eins Oldtimerfans begeistert. Die Weserburg, das Museum für Gegenwartskunst, zeigt Werke internationaler Künstler.
Weiter westlich liegt die Bürgerweide, auf der der Bremer Freimarkt stattfindet, das ältesten Volksfestes Deutschlands.
Schuppen Eins ist ein Paradies für Autoliebhaber. In der historischen Hafenhalle werden Oldtimer und Klassiker ausgestellt, und es gibt Werkstätten, Shops und Gastronomie. Regelmäßige Veranstaltungen wie Oldtimertreffen und Fachmessen machen diesen Ort zu einem lebendigen Treffpunkt für alle, die Mobilität lieben.
Eine Minigolfanlage in der Neustadt, bei der die Bahnen in Schwarzlicht erstrahlen. Die fantasievollen Themenwelten machen das Spiel zu einem Erlebnis. Ideal für Familien und Gruppen, besonders an Regentagen.
Die Weserburg ist ein Museum für moderne Kunst, das Werke international bekannter Künstler ausstellt. In wechselnden Ausstellungen werden verschiedene Aspekte zeitgenössischer Kunst beleuchtet. Das Gebäude selbst, eine ehemalige Kaffee- und Tabakfabrik, bietet eine spannende Kulisse.
Das Hafenmuseum im Speicher XI zeigt die Entwicklung des Bremer Hafens und seiner Handelsgeschichte. Exponate wie historische Schiffe, Modelle und alte Hafenkräne lassen die Bedeutung Bremens als Handelsstadt lebendig werden. Besonders interessant sind die Einblicke in den Alltag der Hafenarbeiter.
Abseits der bekannten Bremer Sehenswürdigkeiten eröffnet sich eine überraschend vielseitige Seite der Stadt
Ob Einblicke in moderne Raumfahrttechnik, eindrucksvolle Zeugnisse der NS-Zeit, traditionsreiche Braukunst oder stille Parklandschaften – diese weniger offensichtlichen Ausflugsziele ergänzen den klassischen Stadtrundgang und zeigen Bremen aus ungewohnten, aber besonders spannenden Perspektiven.
Der U-Boot-Bunker Valentin ist ein Mahnmal der Geschichte und der größte freistehende Bunker Deutschlands. Er wurde im Zweiten Weltkrieg von Zwangsarbeitern erbaut und sollte eine Produktionsstätte für U-Boote werden. Heute ist er eine Gedenkstätte und ein Ort der Erinnerung an die Opfer. Führungen durch das riesige Gebäude bieten spannende Einblicke in die bewegte Vergangenheit des Bunkers. Der Bunker liegt am westlichen Rand von Bremen.
Bei dieser zweistündigen Werksführung erfährt man mehr über Raumfahrttechnik und das Leben von Astronauten und Astronautinnen damit im Weltall. Hier wurden Teile der ISS entwickelt. Führungen müssen vorher gebucht werden und aus Sicherheitsgründen muss ein Pass mitgeführt werden.
Die berühmte Bremer Brauerei Beck's liegt südlich der Weser und öffnet ihre Türen für Besucherinnen und Besucher. Während der Tour erfährt man Spannendes über die Braukunst und die Geschichte des Unternehmens. Ein Highlight ist die Verkostung, bei der man verschiedene Sorten probieren kann, darunter auch internationale Varianten, die es nur selten in Deutschland gibt. Die Tour endet im Shop, wo man Souvenirs kaufen kann.
Dieser weitläufige Friedhof im Westen Bremens ist einer der größten Deutschlands und beeindruckt mit seinen prachtvollen Gräbern und der ruhigen Atmosphäre.
Ein spannendes Erlebnis für alle, die das Gefühl des Fliegens erleben möchten. Unter professioneller Anleitung kannst du beim Flughafen Bremen in einem realistischen Cockpit fliegen lernen. Termine vorher online buchen.
Bremerhaven ist ein bedeutendes Zentrum für Schifffahrt, Fischerei und Offshore-Windenergie
Die Stadt bietet zahlreiche maritime Sehenswürdigkeiten wie das Deutsche Auswandererhaus, das Klimahaus und den Fischereihafen.
Mit modernen Forschungs- und Bildungsinstituten hat sich Bremerhaven zu einem wichtigen Standort für Wissenschaft und Innovation entwickelt.
Bremerhaven wurde 1827 von Bremen als Hafenstadt gegründet, um einen direkten Zugang zur Nordsee zu sichern. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sie sich zu einem der wichtigsten deutschen Auswandererhäfen – Millionen von Menschen verließen von hier aus Europa in Richtung Amerika.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Stadt stark zerstört, jedoch danach als wichtiger Hafen- und Industriestandort wieder aufgebaut.
Eine außergewöhnliche Reise entlang des Längengrads 8° Ost, die verschiedene Klimazonen der Erde abbildet. Besuchende durchqueren die trockene Hitze der Sahelzone, die eisige Kälte der Antarktis und die tropische Feuchtigkeit des Regenwaldes. Das Klimahaus sensibilisiert für Klimawandel und Umweltschutz und verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit sinnlichen Eindrücken, wie realistische Temperaturen, Geräusche und Gerüche.
Ein kleiner, aber einzigartiger Zoo, spezialisiert auf Tiere aus Polar- und Küstenregionen. Besuchende können Eisbären, Pinguine, Robben und Seehunde in natürlichen Gehegen bewundern, die direkt an die Nordsee angrenzen. Der Zoo legt Wert auf Bildungsarbeit und informiert über den Schutz bedrohter Tierarten. Die Lage am Meer macht den Besuch besonders malerisch.
Das preisgekrönte Museum erzählt die Geschichte von Millionen Europäern, die Bremerhaven im 19. und 20. Jahrhundert als Ausgangspunkt für ihre Auswanderung in die Neue Welt nutzten. Besuchende erleben hautnah die Reise der Auswanderer – von der Registrierung im Hafen, über die Unterbringung auf dem Schiff bis zur Ankunft in Amerika. Die Ausstellung ist interaktiv gestaltet, mit persönlichen Geschichten, nachgestellten Szenen und multimedialen Elementen. Es gibt auch eine Rückschau auf Migration nach Deutschland.
Das im Hafen liegende U-Boot ist Teil des Deutschen Schifffahrtsmuseums. Es wurde ursprünglich im Zweiten Weltkrieg gebaut und später umgebaut. Besuchende können die engen Korridore, Maschinenräume und das Leben an Bord hautnah erleben. Ein beeindruckendes Zeugnis maritimer Technikgeschichte.
Dieses nationale Museum widmet sich der Geschichte und Bedeutung der Schifffahrt. Es beherbergt zahlreiche Ausstellungsstücke, darunter Schiffsmodelle, nautische Instrumente und historische Karten. Ein Highlight ist das Freilichtmuseum mit originalen Schiffen, wie dem Walfänger Rau IX und dem Hansekogge-Nachbau. Das Museum verbindet Technik, Kultur und Wirtschaftsgeschichte rund um die Seefahrt.
Das markante Sail City Hotel ist ein Wahrzeichen mit einer Aussichtsplattform in 86 Metern Höhe, die einen atemberaubenden Blick auf die Wesermündung und die Stadt bietet.
Das Schiff kann besichtigt werden oder auch als Übernachtungsmöglichkeit genutzt werden. Manchmal finden auch Hochzeiten darauf statt.
In diesem Museum lernen Kindern und Erwachsene spielerisch etwas über Naturwissenschaften.
Starte deinen Aufenthalt mit einem Rundgang durch die Altstadt. Besuche den historischen Marktplatz mit dem UNESCO-geschützten Rathaus und dem Roland, und statte natürlich auch den Bremer Stadtmusikanten einen Besuch ab. Anschließend geht es weiter ins Schnoorviertel, Bremens ältestes Viertel mit engen Gassen, kleinen Läden und Cafés. Zum Abschluss lohnt sich ein Abstecher in die Böttcherstraße, wo expressionistische Backsteinarchitektur auf Kunsthandwerk und Museen trifft.
Der zweite Tag steht ganz im Zeichen von Kunst, Kultur und Wissen. Im Übersee-Museum kannst du auf eine Reise durch verschiedene Kontinente gehen – von Asien bis Afrika. Kunstliebhaber sollten die Kunsthalle Bremen besuchen, die Werke von der Romantik bis zur Moderne zeigt. Alternativ oder ergänzend bietet das Universum Bremen spannende interaktive Ausstellungen rund um Technik, Mensch und Natur – besonders beliebt bei neugierigen Entdeckern.
Für den dritten Tag bietet sich ein Ausflug ins Umland an. Fahre nach Bremerhaven und besuche das Deutsche Auswandererhaus oder das Klimahaus, die beide zu den spannendsten Museen Deutschlands zählen. Alternativ kannst du das Künstlerdorf Worpswede im Teufelsmoor erkunden – ideal für Spaziergänge, Galeriebesuche und entspannte Stunden in idyllischer Landschaft. So endet dein Bremen-Trip abwechslungsreich und entspannt.
Die Umgebung von Bremen bietet viele schöne Möglichkeiten für Tages- oder Wochenendausflüge. Von idyllischer Natur über historische Städte bis hin zu einzigartigen Attraktionen – hier ist für jeden etwas dabei:
Knoops Park
Am nördlichen Rand von Bremen befindet sich der öffentliche Knoops Park. Der weitläufige Park bietet sich für lange Spaziergänge an.
Worpswede – Künstlerdorf im Teufelsmoor
Worpswede liegt 30 Minuten mit dem Auto von Bremen entfernt und ist bekannt für seine Künstlerkolonie, die Ende des 19. Jahrhunderts entstand. Heute kannst du dort Museen, Galerien und die malerische Landschaft des Teufelsmoors erkunden. Besuche das Haus im Schluh oder die Große Kunstschau und genieße eine Torfkahnfahrt durch das Moor.
Wildeshauser Geest
Ca. 30-45 Minuten mit dem Auto von Bremen liegt der größte Naturpark in Niedersachsen. Hier kannst du wandern, radfahren oder die steinzeitlichen Großsteingräber wie die "Visbeker Braut" erkunden. Auch Paddeltouren auf der Hunte oder ein Picknick an idyllischen Seen bieten sich an.
Oldenburg
Die charmante Universitätsstadt liegt ca. 30 Minuten mit dem Zug von Bremen entfernt. Oldenburg besticht durch seine Mischung aus historischem Flair und moderner Kultur. Die Fußgängerzone lädt zum Bummeln ein, und das Schlossmuseum bietet Einblicke in die Stadtgeschichte. Besonders schön ist der botanischen Garten und Spaziergänge am Hafen entlang.
Vogelpark Walsrode
Ca. 1 Stunde mit dem Auto von Bremen liegt einer der größten Vogelparks der Welt. Mit über 4.000 Vögeln in einer weitläufigen Parklandschaft ist es ein perfekter Ort für Familien und Vogelliebhabende. Es gibt Flugshows, exotische Vogelarten und wunderschöne Themengärten.
Serengeti Park Hodenhagen
Einen Katzensprung weiter von Walsrode kann man Wildsafaris unternehmen. Zu sehen gibt es u.a. echte Löwen, Tiger, Giraffen und Nashörner.
Verden – Stadt der Pferde
Ca. 40 Minuten mit dem Auto oder Zug von Bremen liegt das Städtchen, welches für seine Pferdezucht bekannt ist. Die Altstadt mit dem Dom St. Maria und Cäcilia ist ebenfalls sehenswert. Besuche das Deutsche Pferdemuseum oder genieße eine Fahrt auf der Aller.
Syke
Ca. 30 Minuten mit dem Auto von Bremen liegt Syke inmitten schöner Natur. Das Kreismuseum Syke ähnelt einem Freilichtmuseum.
Schloss Etelsen
Ca. 30 Minuten mit dem Auto von Bremen liegt umgeben von einem schönen Park, das prachtvolle Schloss Etelsen in der Gemeinde Langwedel. Der Park ist ideal für einen entspannten Spaziergang.
Hamburg
Wie Bremen war Hamburg ebenfalls eine Hansestadt und erreichte durch ihren Hafen Einfluss und Reichtum. Mit dem Zug oder Auto braucht man ca. 1 h nach Hamburg.
Früher wurde in der norddeutschen Stadt am Wasser viel Fisch gegessen und typische Gerichte wie Labskaus (rote Beete, Kartoffelbrei, Fisch oder Fleisch und Spiegelei) und Bremer Schellfisch (Fisch mit Kartoffeln und Senfsoße) standen für die Bremener Küche.
In traditionellen Restaurants kann man Bremer Knipp (Grützwurt aka "Pinkel"), Grünkohl-Eintopf oder rote Grütze bestellen.
Wer es weniger rustikal mag findet in Bremen aber auch eine große Anzahl an Feinkostläden und internationalen Restaurants. Besonders beliebt sind Rollos (Teigfladen, meist mit Fleisch, Gemüse und Käse, die gerollt und gebacken wird). Wer Süßes mag, kann Bremer Kluten probieren, ein mit Zartbitterschokolade überzogenes Pfefferminzfondant.
Bremen ist Heimat von Beck's Bier, einem der bekanntesten deutschen Biere. Aber auch kleinere Brauereien wie "Hopfenfänger" bieten exzellente Craft-Biere an.
Neben Buddelschiffen und Textilien mit Ankern drauf sind hier noch ein paar weitere Ideen, was man als Souvenir aus Bremen mitbringen kann:
Made in BremenDas Regionalkaufhaus in der Altstadt bietet ausschließlich Produkte von regionalen Herstellenden, von Lebensmitteln über Kunsthandwerk bis hin zu Designobjekten. Ein idealer Ort, um authentische Mitbringsel zu kaufen.
BierBremen ist Heimat von Beck's Bier, einem der bekanntesten deutschen Biere. Aber auch kleinere Brauereien wie die 'Bremer Braumanufaktur' bieten exzellente Craft-Biere an.
KaffeeBremen war einst ein Zentrum des Kaffeehandels, und das merkt man an der lokalen Kaffeekultur. Marken wie Jacobs und Lloyd haben hier ihren Ursprung. In vielen Bremer Cafés kannst du Spezialröstungen probieren, die an die hanseatische Tradition anknüpfen.
Bremer KlutenDie Süßigkeit aus würzigem Pfefferminzfondant ist ein beliebtes Souvenir aus Bremen, das besonders zur Weihnachtszeit sehr gefragt ist.
Schnoor OneDieses kleine Geschäft für Interior im Schnoor-Viertel ähnelt einem Museum oder einer Wunderkammer. In dem mit viel Liebe für das Detail gestaltetem Laden kann man Geschenke für jeden Geldbeutel finden.
Aktuelle Veranstaltungen, Ausstellungen und kulturelle Highlights findest du auf folgenden Plattformen:
Das kleine Zaubertheater bietet magische Unterhaltung in intimer Atmosphäre. Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt präsentieren hier ihre Tricks und Illusionen. Die Nähe zum Publikum macht jede Vorstellung besonders.
Das GOP Varieté verbindet Akrobatik, Comedy und Livemusik in wechselnden Programmen. Internationale Künstler und stilvolles Ambiente sorgen für ein besonderes Erlebnis.
Die Bremer Philharmoniker gehören zu den ältesten Orchestern Deutschlands und spielen regelmäßig in der Glocke, einem der besten Konzertsäle Europas. Das Musikfest Bremen ist ein internationales Festival mit hochkarätigen Künstlern und findet jährlich im Spätsommer statt.
Was gerade abends und nachts in Bremen los ist, erfährt man am besten über folgende Seiten:
Neben dem jährlich stattfindenden Christopher Street Day (CSD) gibt es in Bremen mehrere Bars und Locations mit queeren Events. Aktuelle Veranstaltungen und Community-Angebote findest du am besten bei Rat & Tat Bremen.
Ein beliebter Treffpunkt für die lesbische und queere Community ist die FRIENDS Bar im Ostertorviertel, die regelmäßig Events und Themenabende anbietet. Informationen zu aktuellen Veranstaltungen bieten Websites wie Gay-Party.de und Gay-Location.de.
Der SV Werder Bremen zählt zu den traditionsreichsten Fußballvereinen Deutschlands. Das Weserstadion liegt direkt an der Weser und ist bekannt für seine besondere Atmosphäre. Stadionbesuche oder Führungen bieten spannende Einblicke hinter die Kulissen.
Sport gehört in Bremen fest zum Stadtbild – besonders entlang der Weser. Die Uferpromenade und der Osterdeich sind beliebte Treffpunkte für Jogger, Radfahrende und Spaziergänger. Dank der flachen Topografie lässt sich die Stadt ideal mit dem Fahrrad erkunden.
Kanutouren, Stand-up-Paddling und Rudern bieten Besucherinnen und Besuchern aktive Möglichkeiten, Bremen vom Wasser aus zu entdecken. In Bremerhaven stehen Segeltörns und maritime Veranstaltungen im Mittelpunkt – passend zur langen Seefahrtstradition.
Folgende Events finden meist jährlich in Bremen statt:
Bremen ist im Allgemeinen eine sichere Stadt, der Bereich um den Hauptbahnhof ist jedoch wie in vielen Großstädten als Treffpunkte von Taschendieben und Drogensüchtigen bekannt. Auch Fahrraddiebstahl ist in Bremen besonders verbreitet. Ist man zu Fuß unterwegs, sollte man außerdem auf gekennzeichnete Fahrradwege achten.
Trotz ihrer räumlichen Trennung bilden Bremen und Bremerhaven gemeinsam das kleinste Bundesland Deutschlands – die Freie Hansestadt Bremen. Dies beruht auf ihrer historischen Verbundenheit, wirtschaftlichen Kooperation und politischen Eigenständigkeit.
Bereits 787 wurde Bremen erstmals als Bischofssitz erwähnt, als Karl der Große das Christentum in die Region brachte. Als Mitglied der Hanse war die Stadt ein Dreh- und Angelpunkt für den Handel in Nordeuropa, was ihr den Status einer freien Reichsstadt einbrachte und dadurch selbst Zölle und Gesetze erheben durfte.
Das Gebiet vom heutigen Bremerhaven wurde 1827 von Bremen aufgekauft und Bremerhaven gegründet. Bremen wollte sich einen Zugang zur Nordsee zu sichern, nachdem die Weser versandete und zu flach für große Schiffe wurde. Die Stadt diente schnell als wichtiger Hafen für den Überseehandel und als Ausgangspunkt für Millionen von Auswanderern, die von hier aus in die Neue Welt - insbesondere in die heutige USA - reisten. Mit der Gründung des Deutschen Reiches 1871 blieb Bremen als „Freie Hansestadt“ ein eigenständiges Bundesland. Die Stadt behielt ihren Fokus auf Handel und Schifffahrt bei, was sie zu einem der wichtigsten Seehäfen in Deutschland machte.
In der Zeit des Nationalsozialismus war Bremen ein wichtiger Standort für die Rüstungsindustrie. Unternehmen wie die Bremer Vulkan Werft oder Focke-Wulf produzierten Kriegsmaterial, und es wurden Zwangsarbeiter in großem Umfang eingesetzt. Zudem war die Stadt Ziel schwerer Bombenangriffe, die große Teile der Altstadt zerstörten. Bremerhaven, damals Wesermünde genannt, spielte eine Rolle als Marinestützpunkt. Nach dem Krieg wurden beide Städte neben dem nördlichen Baden-Würtemberg, Bayern und Hessen Teil der amerikanischen Besatzungszone, da die USA einen Zugang zum Meer haben wollten.
Bremen und Bremerhaven sind als Zwei-Städte-Staat politisch einzigartig. Die Eigenständigkeit Bremens als Bundesland ist historisch bedingt, da die Stadt ihre Rechte als freie Reichsstadt auch nach der Gründung des Deutschen Reiches 1871 bewahrte. Bremerhaven wurde später Teil dieses Bundeslandes, da es wirtschaftlich und logistisch eng mit Bremen verflochten war. Beide Städte ergänzen sich wirtschaftlich und kulturell und sind gemeinsam ein Bundesland geblieben, um ihre Eigenständigkeit innerhalb der Bundesrepublik zu sichern.
Gleichzeitig steht das Bundesland vor strukturellen Herausforderungen. Bremen weist im bundesweiten Vergleich die höchste Arbeitslosenquote auf und liegt bei Durchschnittseinkommen und Bildungsindikatoren häufig im unteren Drittel der Ländervergleiche. Sozialpolitische Themen haben daher traditionell einen hohen Stellenwert, was sich auch in der langjährigen sozialdemokratischen Prägung der Landespolitik widerspiegelt.
Nachdem viele ehemalige Werften in den vergangenen Jahrzehnten schließen mussten, hat sich Bremen wirtschaftlich neu ausgerichtet. Heute ist die Stadt ein bedeutender Standort für Luft- und Raumfahrttechnik, Logistik, maritime Wirtschaft und Forschung. Unternehmen der Raumfahrt sowie Zulieferer der Automobil- und Windenergiebranche prägen den Industriestandort. Auch die Rüstungsindustrie spielt eine Rolle: In Bremen werden unter anderem Marineschiffe und militärische Spezialfahrzeuge entwickelt und gebaut.
Bremen hat in den vergangenen Jahren freiwillig viele Geflüchtete aufgenommen. Der Anteil von Kindern und Jugendlichen mit internationaler Familiengeschichte liegt bei mehr als 60 %. Beim Bummeln durch die Stadt fällt dies jedoch kaum auf. Bremen ist für seine Fahrradfreundlichkeit, kurze Wege und die Nähe zur Natur bekannt – der Bürgerpark und die Weser bieten Raum für Erholung mitten in der Stadt.
Bremerhaven (110000 Einwohnende) hat seinen Charakter als moderne Hafenstadt bewahrt. Der Hafen zählt zu den bedeutendsten Container- und Autoumschlagplätzen Europas. Neben Logistik und Fischwirtschaft sind maritime Forschung und Klimawissenschaft – etwa durch das Alfred-Wegener-Institut – zentrale wirtschaftliche Säulen.
Auch der Schiffbau und die maritime Industrie spielen weiterhin eine Rolle. Während große Kreuzfahrtschiffe wie AIDA-Schiffe überwiegend in anderen norddeutschen Werften gebaut werden, ist Bremerhaven vor allem im Bereich Reparatur, Umbau und Spezialschiffbau aktiv. Zudem ist die Region insgesamt ein wichtiger Standort für den Bau und die Ausrüstung von Marineschiffen.
Bremen ist hervorragend an das Bahnnetz der Deutschen Bahn angebunden. Neben Fernverkehrszügen bieten Regionalzüge und S-Bahnen eine einfache Verbindung zu umliegenden Städten wie Hamburg, Hannover und Oldenburg. Die Bremer Straßenbahn bietet auch eine gute Möglichkeit, sich innerhalb der Stadt fortzubewegen. Ein besonderes Highlight ist die Bremen Card, die Reisenden freien Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln sowie zahlreiche Rabatte auf Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten gewährt.
Bremen ist eine sehr fahrradfreundliche Stadt mit vielen gut ausgebauten Radwegen und Fahrradstraßen. Die flache Topografie macht die Stadt ideal für Radtouren, und zahlreiche Fahrradverleihsysteme ermöglichen es sowohl Einheimischen als auch Touristen, schnell und bequem durch die Stadt zu radeln. Besonders praktisch ist das Car2Go-Bike- und Nextbike-Verleihsystem, mit dem man problemlos an vielen Punkten der Stadt ein Fahrrad ausleihen und abstellen kann.
Außerdem gibt es in Bremen eine Vielzahl von E-Scootern zur Miete. Anbieter wie Lime, Circ und Tier bieten ihre E-Scooter in der Innenstadt an, sodass Touristen und Einheimische flexibel kurze Strecken zurücklegen können.
Bremen ist eine kompakte Stadt, die sich gut mit dem Auto erkunden lässt. Zu beachten ist jedoch, dass es in der Innenstadt eine Umweltzone gibt, in der nur Fahrzeuge mit bestimmten Abgasnormen fahren dürfen. Eine entsprechende Umweltplakette ist erforderlich, um in diese Zone zu fahren.
Bremen liegt an der Weser, und für einige Besuchende ist die Schifffahrt eine beliebte Möglichkeit, die Stadt aus einer anderen Perspektive zu erleben. Die wichtigsten Fährverbindungen:
Bremen hat einen internationalen Flughafen, der sowohl für Geschäftsreisende als auch für Urlauber von Bedeutung ist: