Die wichtigsten praktischen Informationen für eine Reise nach Deutschland: kompakt, alltagstauglich und mit Hinweisen zu Planung, Unterkunft, Mobilität, Geld, Gesundheit und Regeln. Stand: April 2026. Regeln können sich ändern; prüfe besonders Visa, Zoll, Versicherungen, Verkehr und Cannabis vor der Reise zusätzlich über offizielle Stellen.

Telefon +49 Die führende 0 der Ortsvorwahl entfällt bei Anrufen aus dem Ausland.
Strom 230 V / 50 Hz Üblich sind Steckertyp C und Typ F.
Notfall 112 / 110 112 für Feuerwehr und Rettungsdienst, 110 für Polizei.
Währung Euro € Bargeld bleibt in Deutschland vielerorts nützlich.

Praktische Reiseinfos

Diese Punkte helfen bei der Vorbereitung und unterwegs, besonders wenn du zum ersten Mal nach Deutschland reist.

Planung

Barrierefrei reisen

Deutschland ist im internationalen Vergleich in vielen Bereichen gut auf barrierefreies Reisen vorbereitet. Trotzdem lohnt sich genaue Planung, weil Bahnhöfe, Unterkünfte, historische Altstädte und ländliche Regionen sehr unterschiedlich ausgestattet sein können.

Planung

Beste Reisezeit

Deutschland ist grundsätzlich ganzjährig gut bereisbar. Aber der Aufenhalt im Freien ist von März bis Oktober angenehmer als im kalten Winter.

  • Mai, Juni und September sind oft besonders angenehm: mildes bis warmes Wetter, lange Tage und weniger Gedränge als in der Hauptferienzeit.
  • Juli und August sind warm und beliebt, aber auch Ferienzeit mit höheren Preisen und mehr Betrieb v.a. an Küsten, Seen und in den Alpen.
  • Dezember ist gut für Weihnachtsmärkte, kurze Städtetrips und winterliche Atmosphäre.
  • Januar bis März eignen sich eher für Museen, Städte und Wintersportregionen; das Wetter kann grau, nass oder kalt sein.
  • Für Oktoberfest, große Messen, Feiertage und Schulferien Unterkünfte früh buchen.
Wetter

Klima

Deutschland hat ein gemäßigtes Klima mit vier Jahreszeiten. Das Wetter kann regional und von Jahr zu Jahr stark schwanken.

  • Sommer sind meist mild bis warm, mit einzelnen Hitzetagen über 30 Grad Celsius.
  • Winter sind im Flachland oft eher nass und grau; Schnee ist dort möglich, aber eher selten.
  • An Nord- und Ostsee ist es windiger und etwas maritimer, in Sachsen und im Alpenraum sind Winter kälter und schneereicher.
  • Regen ist das ganze Jahr möglich; eine leichte Regenjacke oder ein Schirm lohnt sich fast immer.
  • Für aktive Reisen im Frühling und Herbst Kleidung in Schichten einpacken.
Übernachten

Hotels & besondere Unterkünfte

Hotels gibt es in Deutschland in fast allen Preisklassen, von einfachen Pensionen bis zu Wellness- und Boutiquehotels.

  • Pensionen und Gästehäuser sind oft kleiner und persönlicher als Hotels.
  • Halbpension bedeutet meist Frühstück plus Abendessen; Vollpension bedeutet Frühstück, Mittagessen und Abendessen.
  • Beim Check-in (meist ab 16 Uhr) wird (auch bei Hostels etc.) ein gültiger Ausweis verlangt.
  • Besondere Unterkünfte gibt es auch in Schlössern, Gutshäusern oder historischen Gebäuden; gute Startpunkte sind germany.travel, regionale Seiten wie Romantische Rhein und Hotelgruppen wie Romantik Castle Hotels.
Budget

Günstigere Unterkünfte

Wenn du günstiger reisen möchtest, sind Hostels, Ferienwohnungen oder Zimmer von Privatleuten oft gute Alternativen zum Hotel.

  • Hostels in Städten sind meist lockerer, haben oft Schlafsäle und eignen sich um selbst zu kochen oder um neue Leute kennenzulernen.
  • Ferienwohnungen und Airbnb sind auch günstige Optionen. In den Alpen sind DAV-Hütten eine gute Option für Wanderfans.
  • WG-Zimmer und möblierte Wohnungen eignen sich für längere Aufenthalte.
  • Jugendherbergen sind oft gut organisiert und für Gruppen interessant.
  • Früh buchen und online vergleichen spart Geld.
  • Neben Onlineplattformen können auch lokale Tourist-Informationen manchmal bei Last-Minute-Unterkünften helfen
Outdoor

Camping

Camping ist vor allem von Mai bis Anfang September angenehm. Für Zeltreisen sollte es nachts mehr als 10 Grad Celsius haben.

  • Campingplätze in beliebten Regionen in der Hauptsaison früh buchen.
  • In der Nebensaison prüfen, ob Sanitäranlagen und Rezeption geöffnet sind.
  • Außerhalb ausgewiesener Campingplätze ist Wildcampen bis auf wenige Ausnahmen verboten.
  • Eine Camping Card International kann je nach Reiseart Rabatte oder Zusatzleistungen bringen.
Budget

Sparmöglichkeiten

Viele Rabatte sind nicht automatisch sichtbar. Es lohnt sich, Ausweise und Rabattkarten aktiv zu zeigen oder vor dem Kauf nach Ermäßigungen zu fragen.

  • ISIC und Studierendenausweis können bei Museen, Verkehr, Führungen oder Sehenswürdigkeiten Rabatte bringen.
  • Airbnb, Hostels und Campingplätze sind oft günstiger als Hotels.
  • Auch Rentner und Behinderte können mit entsprechendem Ausweis oft Ermäßigungen bekommen.
  • Viele Städte bieten Gästekarten oder City Cards mit ÖPNV und Rabatten. Gut wenn man plant viele Attraktionen zu besuchen.
  • Leitungswasser trinken.
  • Mitfahrgelegenheiten wie BlaBlaCar, Fernbusse wie FlixBus oder günstige Bahnangebote nutzen.
  • Im Discounter (Aldi, Penny, Lidl,...) statt im Supermarkt (EDEKA, Rewe,...) einkaufen.
Technik

Stromstecker

Deutschland nutzt 230 Volt bei 50 Hertz. Üblich sind Steckertyp C und Typ F.

  • Viele europäische zweipolige Stecker passen, Reisende aus Großbritannien, Irland, den USA, Kanada, Australien und vielen weiteren Ländern brauchen meist einen Adapter.
  • Vor der Reise prüfen, ob Geräte 230 V unterstützen.
Verbindung

Telefon & Internet

Die internationale Telefonvorwahl für Deutschland ist +49. Wenn du aus dem Ausland anrufst, lässt du die führende 0 der deutschen Orts- oder Mobilfunkvorwahl normalerweise weg.

  • Beispiel: Aus 030 wird international +49 30.
  • EU-Roaming ist für viele Reisende aus EU-Ländern unkompliziert.
  • Prepaid-SIMs kannst du oft am Flughafen, in Mobilfunkshops, Elektronikmärkten, Supermärkten oder Kiosken kaufen.
  • Für die Aktivierung ist in Deutschland eine Identitätsprüfung nötig, meist mit Reisepass oder Personalausweis per Video-Ident, Post-Ident oder direkt im Shop.
  • Als ausländischer Gast ist der Kauf im Mobilfunkshop oft am einfachsten, weil die Identitätsprüfung dort direkt unterstützt wird.
Zeit

Zeitzone

Deutschland liegt in der Mitteleuropäischen Zeit. Im Sommer gilt die Mitteleuropäische Sommerzeit.

  • Winterzeit: CET / UTC+1.
  • Sommerzeit: CEST / UTC+2.
  • Die Umstellung erfolgt in der Regel am letzten Sonntag im März und am letzten Sonntag im Oktober.
  • Wenn es in Berlin im Sommer 6:00 Uhr ist, ist es in London 5:00 Uhr (-1 h), in New York 0:00 Uhr (-6 h) und in Peking 12:00 Uhr (+6 h).
Einreise

Zoll & Freimengen

Für Alkohol, Tabak, Medikamente, Treibstoff, Bargeld und Warenwerte gelten je nach Herkunftsland unterschiedliche Regeln. Besonders bei Einreise aus Nicht-EU-Ländern solltest du vor der Reise die offiziellen Reisefreimengen des deutschen Zolls prüfen. Stand: April 2026.

  • Aus Nicht-EU-Ländern: 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak, sofern du mindestens 17 Jahre alt bist.
  • Aus Nicht-EU-Ländern: 1 l Spirituosen über 22 % oder 2 l Alkohol bis 22 %, plus 4 l nicht schäumender Wein und 16 l Bier.
  • Andere Waren, z. B. Souvenirs oder Schmuck: bis 430 Euro bei Flug- und Seereisen, bis 300 Euro bei Einreise über Land; für Reisende unter 15 Jahren 175 Euro.
  • Bargeld ab 10.000 Euro muss bei Einreise aus Nicht-EU-Ländern schriftlich angemeldet werden.
  • Innerhalb der EU gelten für privat mitgebrachten Alkohol und Tabak andere, meist deutlich höhere Richtmengen.

Transport

Deutschland ist innerhalb Europas sehr gut angebunden: per Bahn, Auto, Fernbus, Flugzeug und in vielen Städten auch gut mit Fahrrad und öffentlichem Nahverkehr. Die wichtigsten Regeln unterscheiden sich je nach Verkehrsmittel.

Anreise

Grenzen & Schengen

Deutschland grenzt an neun Länder und ist Teil des Schengenraums. An Landgrenzen gibt es normalerweise keine klassischen Grenzkontrollen wie an vielen Außengrenzen, temporäre Kontrollen können aber vorkommen.

  • Ausweis oder Reisepass trotzdem immer mitnehmen.
  • An Flughäfen gibt es Sicherheitskontrollen; Passkontrollen hängen davon ab, ob du aus dem Schengenraum oder von außerhalb einreist.
  • Bei Bus, Bahn oder Auto können sehr selten Polizei- oder Zollkontrollen auch im Inland stattfinden.
Flug

Flughäfen

Die wichtigsten internationalen Flughäfen sind Frankfurt am Main, München, Berlin Brandenburg, Düsseldorf, Hamburg, Köln/Bonn, Stuttgart, Hannover, Nürnberg und Leipzig/Halle. Je nach Region können auch Bremen, Karlsruhe/Baden-Baden oder Friedrichshafen praktisch sein.

  • Frankfurt und München sind die größten deutschen Drehkreuze.
  • Viele Flughäfen sind per S-Bahn, Regionalbahn oder Fernbahn gut angebunden; vor allem bei frühen Flügen Fahrzeiten prüfen.
Schiene

Bahn & öffentlicher Nahverkehr

Deutschland hat ein sehr dichtes Bahnnetz. Für längere Strecken gibt es ICE, IC und EC. Regionalverkehr läuft über RE, RB und S-Bahn; in Städten kommen U-Bahn, Straßenbahn und Bus dazu. Zugverbindungen findest du über bahn.com oder die DB Navigator-App.

  • Neben der Deutschen Bahn fahren auch private Anbieter wie ODEG, Metronom, National Express oder Länderbahn; viele Verbindungen sind trotzdem in der DB-Suche integriert.
  • Die Pünktlichkeit im Fernverkehr ist ein häufiger Kritikpunkt: 2025 erreichten nur etwa 60 Prozent der DB-Fernverkehrszüge ihr Ziel pünktlich.
  • ICE, IC und EC sind Fernverkehr; dafür gelten andere Tickets als im Nahverkehr.
  • Sitzplatzreservierungen sind im Fernverkehr oft optional, aber bei langen Reisen, Ferienzeiten und Wochenenden sinnvoll.
  • 1. Klasse ist deutlich teurer und für normale Reisen meist nicht nötig.
  • Tickets vor Fahrtbeginn kaufen, online, in der App, am Automaten oder im Reisezentrum; im Zug sind Tickets normalerweise nicht erhältlich.
  • Entwertungspflichten beachten, falls es vor Ort noch Papier- oder Streifenkarten gibt.
  • Oft gibt es keine Ticketkontrolle an den Zugängen, sondern sporadische Fahrkartenkontrollen in den Zügen.
Tickets

Zugtickets & Bahnangebote

Bei Fernverkehrszügen lohnt sich frühes Buchen fast immer, weil Sparpreise begrenzt sind. Im Regionalverkehr können Tages- und Gruppentickets günstiger sein als Einzeltickets.

  • Das günstige Deutschlandticket gilt deutschlandweit im Nahverkehr, aber nicht in ICE, IC oder EC. Es handelt sich um ein Abo-Ticket.
  • Länder-Tickets gelten meist einen Tag lang in Regionalzügen und oft in S-Bahnen innerhalb eines Bundeslands oder einer Region, häufig für bis zu 5 Personen.
  • Viele Länder-Tickets gelten werktags erst ab 9 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen oft ganztägig; Details je Bundesland prüfen.
  • Das Quer-durchs-Land-Ticket gilt deutschlandweit in Regionalzügen und S-Bahnen, für bis zu 5 Personen, werktags ab 9 Uhr und am Wochenende/Feiertag ganztägig.
  • Kinder bis 5 Jahre fahren kostenlos und müssen meist nicht angegeben werden; Kinder von 6 bis 14 fahren in vielen DB-Angeboten kostenlos mit, müssen aber bei der Buchung eingetragen werden.
  • Eine BahnCard 25 oder BahnCard 50 lohnt sich bei häufiger Nutzung; für junge Reisende unter 27 gibt es attraktive My BahnCard-Angebote.
  • Der German Rail Pass kann für Reisende mit Wohnsitz außerhalb Deutschlands interessant sein, wenn sie mehrere Bahnreisen in kurzer Zeit planen.
Langstrecke

Nachtzüge & Rail Passes

Nachtzüge sind für Reisen nach Österreich, Italien, in die Schweiz, nach Belgien, Polen, Ungarn oder Kroatien interessant. Viele klassische Nachtzüge werden heute von ÖBB Nightjet oder Partnerbahnen betrieben; DB bietet zusätzlich einzelne ICE-/IC-Nachtverbindungen.

  • Schlaf- und Liegewagen früh buchen, weil günstige Plätze schnell ausverkauft sein können.
  • Bei Rail Passes wie German Rail Pass, Interrail oder Eurail können Reservierungen oder Zuschläge nötig sein.
Wasser

Fähren

Fähren sind vor allem für Reisen nach Skandinavien, ins Baltikum und zu Inseln interessant. Wichtige Fährorte sind Kiel, Travemünde, Rostock, Sassnitz/Mukran auf Rügen und weitere Häfen an Nord- und Ostsee.

  • Kiel und Travemünde sind wichtige Startpunkte Richtung Skandinavien.
  • Rostock und Sassnitz/Mukran auf Rügen sind für Ostsee-Verbindungen relevant.
  • Für die Inseln Rügen, Sylt und Fehmarn brauchst du keine Fähre, für die meisten Nordseeinseln dagegen schon.
Auto

Straßen & Autofahren

Deutschland hat ein dichtes Straßennetz mit guten Verbindungen zu Nachbarländern und innerhalb des Landes. Es gilt Rechtsverkehr. Für normale Pkw gibt es auf deutschen Autobahnen keine allgemeine Maut; mautpflichtig sind vor allem Lkw.

  • Innerorts gilt ohne andere Beschilderung meist 50 km/h.
  • Außerorts gilt für Pkw häufig 100 km/h, wenn nichts anderes ausgeschildert ist.
  • Auf Autobahnen gilt: Wenn kein Tempolimit angezeigt wird, gibt es für Pkw keine feste Höchstgeschwindigkeit; 130 km/h ist dann Richtgeschwindigkeit.
  • Langsamere Fahrzeuge halten sich rechts; die linke Spur ist vor allem zum Überholen da.
  • Überholen erfolgt grundsätzlich links.
  • In vielen Städten sind Umweltplaketten für das Befahren von Umweltzonen nötig, sonst droht ein Bußgeld.
Mietwagen

Führerschein, Versicherung & Pflichtausstattung

Wenn du in Deutschland Auto fahren oder ein Auto mieten willst, prüfe vorher, ob dein Führerschein anerkannt wird. Für touristische Kurzaufenthalte reicht ein gültiger ausländischer Führerschein oft aus; ein internationaler Führerschein oder eine Übersetzung kann je nach Herkunftsland trotzdem nötig oder sehr hilfreich sein.

  • Führerschein, Fahrzeugpapiere und Versicherungsnachweis müssen bei Kontrollen vorzeigbar sein.
  • Bei Pannen helfen Automobilclubs wie der ADAC oder ein Schutzbrief der eigenen Versicherung; manche ausländischen Automobilclubs haben Partnerabkommen.
  • Mietwagen haben in Deutschland häufig Schaltgetriebe; Automatik sollte bewusst gebucht werden.
  • Für Mietwagen sind meist Mindestalter, gültiger Führerschein, Kreditkarte und Kaution nötig.
  • Bekannte Anbieter sind unter anderem Hertz, Europcar, Sixt, Avis und Enterprise.
  • Im Auto müssen Warnweste, Warndreieck und Verbandskasten vorhanden sein.
  • Anschnallpflicht gilt für alle Plätze im Auto.
  • Kinder bis 12 Jahre oder unter 1,50 m brauchen einen passenden Kindersitz.
  • Bei winterlichen Straßenverhältnissen sind geeignete Winterreifen Pflicht.
  • Für Motorradfahrende und Mitfahrende gilt Helmpflicht.
Regeln

Verkehrsalltag

Viele Verkehrsregeln sind ähnlich wie in anderen europäischen Ländern, aber im Alltag sind Rechts-vor-links, Fahrradverkehr, Ampelregeln und Rettungsgassen besonders wichtig.

  • An Kreuzungen ohne Schilder oder Ampeln gilt rechts vor links.
  • Beim Abbiegen besonders auf Radfahrende und Fußgänger achten.
  • Rechts abbiegen bei Rot ist nur erlaubt, wenn ein Schild mit grünem Pfeil vorhanden ist und du vorher anhältst beziehungsweise besonders vorsichtig prüfst.
  • Bei Stau auf Autobahnen und mehrspurigen Straßen Rettungsgasse bilden.
  • Handy nicht während der Fahrt in die Hand nehmen; Navigation vorher einstellen oder Freisprecheinrichtung nutzen.
Autos

Umweltplakette

Viele deutsche Städte haben Umweltzonen. Wenn du mit dem Auto in diese Zonen fahren oder dort parken willst, brauchst du eine passende Umweltplakette an der Windschutzscheibe. Das gilt auch für Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen.

  • Die Umweltplakette ist nicht für die Einreise nach Deutschland nötig, sondern für ausgewiesene Umweltzonen, in denen die Luftbelastung reduziert werden soll.
  • In den meisten Umweltzonen ist praktisch eine grüne Plakette erforderlich. Das Auto muss bestimmte Emissionsstandards erfüllen, um eine grüne Plakette zu bekommen.
  • Du bekommst die Plakette mit den Fahrzeugpapieren zum Beispiel bei Zulassungsstellen, TÜV, DEKRA oder vielen Werkstätten.
  • Bei Mietwagen in Deutschland ist die Plakette meist bereits vorhanden; bei Mietwagen aus dem Ausland oder eigenem Auto vorher prüfen.
  • Ohne gültige Plakette oder Ausnahmegenehmigung droht in Umweltzonen ein Bußgeld.
Praxis

Tanken & Mietwagen-Schäden

Tanken ist in Deutschland unkompliziert, aber auf Autobahnen oft deutlich teurer als in Städten oder Gewerbegebieten. Kraftstoffpreise werden pro Liter angezeigt.

  • Üblich sind Benzin, Super E10, Super Plus und Diesel; vorher prüfen, welchen Kraftstoff dein Auto braucht.
  • Viele Tankstellen funktionieren so: erst tanken, dann im Shop die Zapfsäule nennen und bezahlen.
  • Mietwagen bei Übergabe und Rückgabe genau fotografieren, auch Felgen, Glas, Dachkante und Innenraum.
  • Schon kleine Dellen oder Kratzer können teuer werden oder Streit auslösen; Versicherung, Selbstbeteiligung und Protokoll genau prüfen.
Stadt

Taxis & Fahrdienste

Taxis sind bequem, aber in Deutschland eher teuer. In Städten und an Bahnhöfen, Flughäfen und größeren Hotels sind sie leicht zu finden; in kleineren Orten solltest du eher vorbestellen. Preise sind reguliert, unterscheiden sich aber je nach Stadt oder Landkreis.

  • Offizielle Taxis sind meist hellbeige und haben ein Taxi-Schild auf dem Dach.
  • Der Preis läuft normalerweise über das Taxameter; bei Apps, Flughafentransfers oder bestimmten Strecken können Festpreise oder Preisangaben vorab möglich sein.
  • Kartenzahlung ist häufig möglich, aber nicht immer selbstverständlich; vor Fahrtbeginn kurz fragen.
  • FREENOW, früher mytaxi, ist eine verbreitete Taxi-App.
  • Uber ist in einigen Städten verfügbar und kann günstiger sein; in Deutschland fahren aber keine privaten Fahrer wie in manchen Ländern, sondern lizenzierte Taxi- oder Mietwagenunternehmen.
  • Apps und Fahrdienste (z.B. Moia in Hamburg und Hannover) können je nach Stadt verfügbar sein, aber nicht überall.
Bike

Fahrrad

Viele deutsche Städte haben gute Fahrradinfrastruktur, aber Qualität und Sicherheit unterscheiden sich stark. Eine allgemeine Helmpflicht gibt es für Fahrräder nicht, ein Helm ist aber empfehlenswert.

  • Fahrräder brauchen funktionierende Bremsen, Klingel, Licht und Reflektoren.
  • Radwege müssen genutzt werden, wenn sie entsprechend beschildert sind.
  • Auf Landstraßen fahren Fahrräder meist auf der normalen Straße, wenn kein Radweg vorhanden ist.
  • Für Fahrräder gelten Verkehrsregeln wie Vorfahrt, Ampeln und rechts vor links.
  • Vorsicht bei Straßenbahnschienen, besonders bei nassen Schienen oder schrägem Winkel.
  • Fahrradmitnahme in Bahn, U-Bahn oder Regionalverkehr kostet je nach Zug, Verkehrsverbund und Bundesland extra oder ist zeitlich eingeschränkt.
Budget

Busse, Fernbusse & Mitfahrgelegenheiten

Fernbusse sind oft günstiger als Bahn oder Flug, brauchen aber länger und sind stärker vom Straßenverkehr abhängig. Lokale Busse gehören dagegen zum jeweiligen Verkehrsverbund; Tarife, Apps und Regeln unterscheiden sich je nach Stadt oder Region.

  • FlixBus ist der bekannteste Fernbusanbieter in Deutschland.
  • Zentrale Omnibusbahnhöfe liegen oft in der Nähe des Hauptbahnhofs; in Berlin liegt der ZOB aber am Funkturm/Messedamm und nicht am Hauptbahnhof.
  • Für touristische Routen kann der Romantic Road Coach interessant sein.
  • Internationale Strecken können je nach Route auch über andere Anbieter laufen.
  • Mitfahrgelegenheiten wie BlaBlaCar sind eine Alternative, wenn Zeiten und Treffpunkte passen.

Geld, Öffnungszeiten & Alltag

Viele praktische Dinge in Deutschland sind unkompliziert, wirken aber für Reisende manchmal überraschend: Bargeld ist noch wichtig, Sonntage sind ruhig, und Öffnungszeiten unterscheiden sich stark nach Ort und Branche.

Zahlungen

Geld & Bargeld

Die Währung in Deutschland ist der Euro. Kartenzahlung ist verbreiteter geworden, aber kleine Restaurants, Bäckereien, Imbisse oder Marktstände bestehen teilweise auf Bargeld.

  • Etwas Bargeld dabeizuhaben ist weiterhin sinnvoll.
  • Visa und Mastercard werden an vielen Orten akzeptiert; American Express deutlich seltener.
  • Debitkarten funktionieren oft gut, aber nicht jede internationale Debitkarte wird überall akzeptiert.
  • Die deutsche Girocard wird in kleinen Geschäften teils eher akzeptiert als Kreditkarten.
  • Maestro läuft aus; ältere Maestro-Karten können noch funktionieren, sind aber nicht mehr zukunftssicher.
  • Vor der Bestellung kurz prüfen, ob Karte akzeptiert wird.
  • Trinkgeld ist freiwillig, wird oft direkt beim Bezahlen aufgerundet oder bar gegeben.
ATMs

Geld abheben

Geldautomaten findest du bei Banken, in Einkaufszentren und Bahnhöfen. Auch in Supermärkten, Drogerien und manchen Tankstellen kann man an der Kasse oft im Rahmen eines Einkaufs kostenlos Geld abheben.

  • Cashback an der Kasse funktioniert meist erst ab einem Mindesteinkauf und oft nur mit bestimmten Karten.
  • Bankautomaten sind oft günstiger als unabhängige Automaten an touristischen Orten.
  • Gebühren und Umrechnungskurse immer vor Bestätigung prüfen.
  • Bei ausländischen Karten kann die eigene Bank zusätzliche Gebühren berechnen.
Karten

Kreditkarten & Wechselkurse

Visa und Mastercard werden in vielen Hotels, größeren Geschäften, Bahnhöfen und Restaurants akzeptiert. Kleinere Betriebe arbeiten aber teilweise nur mit Girocard oder Bargeld. Wechselkurse solltest du vor der Reise und bei Kartenzahlungen im Blick behalten.

  • Bei Kartenzahlung in Euro abrechnen lassen, nicht in der Heimatwährung, wenn der angebotene Kurs ungünstig ist.
  • Die Europäische Zentralbank veröffentlicht Euro-Referenzkurse als Orientierung.
  • Wechselstuben gibt es unter anderem an Flughäfen und Bahnhöfen, sie können aber ungünstigere Kurse oder Gebühren haben.
Alltag

Übliche Öffnungszeiten

Öffnungszeiten sind nicht einheitlich. In Großstädten ist vieles länger geöffnet als auf dem Land. Sonntags sind Supermärkte, die meisten Geschäfte, Postfilialen und Banken normalerweise geschlossen.

  • Discounter öffnen häufig etwa zwischen 7 und 20 Uhr, Supermärkte haben meist länger geöffnet.
  • Restaurants sind oft etwa zwischen 11 und 23 Uhr geöffnet, mit Pausen oder Ruhetagen je nach Betrieb.
  • Bars starten meist am Abend, Clubs oft erst ab etwa 23 Uhr.
  • Banken, kleine Lebensmittelgeschäfte und Postfilialen haben meist kürzere Öffnungszeiten als Supermärkte.
Post

Post & Briefmarken

Briefe und Postkarten kannst du über die Deutsche Post verschicken. Briefmarken gibt es online, in Postfilialen, vielen Paket-Shops und teils in Kiosken oder Schreibwarengeschäften.

  • Porto ändert sich gelegentlich; vor dem Versand aktuelle Preise bei der Deutschen Post prüfen.
  • Stand 2026: Postkarte innerhalb Deutschlands 0,95 Euro.
  • Stand 2026: Postkarte international, also Europa und weltweit, 1,25 Euro.
Kalender

Ferien & Feiertage

Schulferien und viele Feiertage hängen in Deutschland vom Bundesland ab. Das beeinflusst Preise, Verfügbarkeit, Verkehr und Öffnungszeiten, besonders im Sommer, an langen Wochenenden und rund um Weihnachten.

  • Ferienzeiten vor der Buchung prüfen, besonders bei Familienzielen und Küstenregionen; die KMK veröffentlicht Schulferien nach Bundesland.
  • An Feiertagen sind Geschäfte meist geschlossen, Bäckereien können vormittags teilweise geöffnet sein.
  • Auch Feiertage unterscheiden sich je nach Bundesland; einen Überblick bietet z. B. diese Website.
  • Schulen in allen Bundesländern haben über Weihnachten und Neujahr sowie Ostern frei. Außerdem gibt es jeweils 6 Wochen Sommerferien, jedoch zu unterschiedlichen Zeiten, damit nicht alle gleichzeitig reisen.

Sicherheit

Deutschland ist insgesamt ein sicheres Reiseland. Die häufigsten Probleme für Reisende sind keine schweren Delikte, sondern Diebstahl, verlorene Wertsachen, aggressive Radfahrer oder ausversehen falsch gewählte Bahntickets.

Wertsachen

Taschendiebstahl

Taschendiebstahl kommt besonders dort vor, wo viele Menschen eng zusammenstehen oder abgelenkt sind. Dazu gehören Bahnhöfe, U- und S-Bahn, Einkaufszentren, Bars, Clubs, Weihnachtsmärkte, Volksfeste und touristische Hotspots.

  • Wertsachen nah am Körper tragen und Taschen schließen.
  • Handy und Portemonnaie nicht sichtbar auf Tischen liegen lassen.
  • In Gedränge und beim Ein- und Aussteigen besonders aufmerksam sein.
Unterkunft

Hostels & Schließfächer

Viele Hostels bieten Schließfächer, aber nicht immer ist ein Schloss inklusive. Ein kleines eigenes Vorhängeschloss ist praktisch, besonders bei Schlafsälen.

  • Wertsachen einschließen oder bei sich tragen.
  • Digitale Kopien wichtiger Dokumente separat (in Cloud oder Mailfach) sichern.
Nachtleben

Bahnhofsviertel, Bars & Clubs

In einigen größeren Städten sind Bahnhofsviertel lebendig, aber auch rauer. Dort gibt es häufiger Drogenkonsum, Betrug, Diebstahl oder aggressive Situationen. In Bars und Clubs solltest du außerdem auf deine Getränke achten.

  • Nachts lieber belebte Wege nutzen und bei schlechtem Gefühl Taxi oder ÖPNV nehmen.
  • Getränke nicht unbeaufsichtigt stehen lassen.
  • Bei Problemen Personal oder Polizei ansprechen.
Alltag

Radwege freihalten

Radwege sind in Deutschland oft Teil des normalen Verkehrs und werden intensiv genutzt. Wer darauf steht oder läuft, riskiert gefährliche Situationen und genervte Klingeln.

  • Auf rote oder markierte Radstreifen achten.
  • Beim Aussteigen aus Bus, Tram oder Taxi nach Fahrrädern schauen.
  • In Städten wie Berlin, Hamburg, Münster oder Freiburg besonders aufmerksam sein.

Alltag, Sprache, Einreise & Arbeiten

Dieser Abschnitt bündelt Themen, die nicht direkt zu Unterkunft, Geld oder Gesundheit gehören, aber vor Ort schnell wichtig werden: Toiletten, Verständigung, Einreise, Anmeldung, Arbeiten und Volunteering.

Alltag

Toiletten

Öffentliche Toiletten sind in Deutschland nicht immer kostenlos. In Restaurants, Cafés oder Bäckereien sind Toiletten meist für Gäste gedacht; manchmal wird auch dort eine kleine Gebühr verlangt. Das wirkt für manche Reisende ungewohnt, hängt aber auch damit zusammen, dass Reinigung und Wartung bezahlt werden müssen.

  • An Autobahnen gibt es einfache kostenlose Toiletten, die aber nicht immer sauber sind.
  • Sanifair- oder Raststätten-Toiletten kosten häufig etwa 50 Cent bis 1 Euro; oft gibt es einen Wertbon.
  • Kleingeld oder Karte bereithalten.
  • In meisten privaten Haushalten wird erwartet, dass auch Männer im Sitzen urinieren!
Kommunikation

Sprachen

Die Amtssprache ist Deutsch. Englisch ist besonders in touristischen Gebieten, größeren Städten, Hotels und unter jüngeren Menschen weit verbreitet, aber nicht überall selbstverständlich.

  • Regionale Dialekte können stark sein, etwa in Bayern, Sachsen oder der Pfalz.
  • Sorbisch wird in Teilen Sachsens und Brandenburgs gesprochen.
  • Dänisch ist in Schleswig-Holstein, Friesisch an der Nordseeküste und Romanes bei Sinti und Roma teilweise verbreitet.
  • Die Verbreitung vieler regionaler Minderheitensprachen hat stark abgenommen.
Grenze

Einreise & Visa

Einreiseregeln hängen von deiner Staatsangehörigkeit, Reisedauer und dem Reisezweck ab. Für touristische Kurzaufenthalte gelten andere Regeln als für Arbeit, Studium, Au-pair oder längere Aufenthalte.

  • EU-, EWR- und Schweizer Staatsangehörige können visumfrei einreisen und brauchen einen gültigen Pass oder Personalausweis; das Dokument sollte mindestens während der Einreise und des Aufenthalts gültig sein.
  • Viele Drittstaatsangehörige, darunter Reisende aus dem Vereinigten Königreich, den USA, Kanada, Australien, Israel, Japan und Neuseeland, können für touristische Kurzaufenthalte oft bis zu 90 Tage innerhalb von 180 Tagen visumfrei in den Schengenraum reisen.
  • Andere Staatsangehörigkeiten benötigen häufig vorab ein Schengenvisum.
  • Wenn du in Deutschland eine Wohnung beziehst, musst du deinen Wohnsitz normalerweise beim Bürgeramt anmelden; für reine Hotel- oder Kurzaufenthalte ist das meist nicht relevant.
  • Passgültigkeit und Einreisebedingungen immer vor der Reise offiziell prüfen.
Engagement

Volunteering

Freiwilligenarbeit kann eine gute Möglichkeit sein, Deutschland länger und intensiver kennenzulernen. Rechtlich ist aber nicht jede unbezahlte Tätigkeit automatisch erlaubt, besonders wenn Unterkunft, Verpflegung oder Taschengeld im Spiel sind.

  • Vorher klären, ob Visum, Aufenthaltserlaubnis oder Arbeitserlaubnis nötig sind.
  • Programme und Plattformen wie GoAbroad, Transitions Abroad oder spezialisierte Freiwilligendienst-Anbieter können als Recherche-Startpunkt dienen.
  • Bei Au-pair-Aufenthalten gelten eigene Regeln, Altersgrenzen, Sprachkenntnisse und Vertragsanforderungen.
  • Seriöse Anbieter nennen Kosten, Versicherung, Arbeitszeiten, Unterkunft und Ansprechpartner transparent.
Job

Arbeiten in Deutschland

EU-, EWR- und Schweizer Staatsangehörige haben grundsätzlich freien Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt. Für viele andere Staatsangehörige sind Aufenthaltstitel und Arbeitserlaubnis erforderlich.

  • Nicht-EU-Bürgerinnen und -Bürger sollten vor Arbeitsbeginn prüfen, ob ihr Aufenthaltstitel die konkrete Tätigkeit erlaubt.
  • Touristische Aufenthalte erlauben normalerweise keine Erwerbstätigkeit.
  • Auch Praktika, Au-pair, Minijobs oder bezahltes Volunteering können genehmigungspflichtig sein.

Gesundheit, Apotheken & Versicherungen

Das deutsche Gesundheitssystem ist gut ausgebaut. Für Reisende ist jedoch entscheidend, welche Art von Versicherung sie haben.

Behandlung

Arztbesuch & Kosten

Wer in Deutschland gesetzlich versichert ist (oder als EU-/EWR-Reisender die EHIC nutzt), zahlt bei vielen Arztbesuchen nicht direkt, da die Abrechnung über die Krankenkasse erfolgt.

  • EU-/EWR-Bürger können oft die EHIC (European Health Insurance Card) nutzen und werden ähnlich wie gesetzlich Versicherte behandelt.
  • Reisende mit privater oder Auslandskrankenversicherung müssen Arztkosten dagegen häufig zunächst selbst bezahlen und später einreichen. Die Art der Absicherung bestimmt also, ob direkt über eine Kasse abgerechnet wird oder ob man in Vorkasse gehen muss.
  • Versicherungskarte, Versicherungsnummer und Ausweis oder Reisepass griffbereit halten.
  • Bei privater Auslandskrankenversicherung vorher prüfen, ob die Versicherung direkt zahlt oder ob du zunächst selbst bezahlst und später Erstattung beantragst.
  • Rechnungen, Rezepte, Zahlungsbelege und Arztberichte aufbewahren.
Absicherung

Auslandskrankenversicherung

Eine Auslandskrankenversicherung ist besonders wichtig, wenn deine normale Krankenversicherung in Deutschland nicht oder nur eingeschränkt gilt. Achte nicht nur auf Arztkosten, sondern auch auf Rettung, Rücktransport und Ausschlüsse.

  • Prüfen, ob Rücktransport und Rettungskosten übernommen werden.
  • Ausschlüsse für bestimmte Sportarten, Outdoor-Aktivitäten oder Vorerkrankungen beachten.
  • Notfallnummer der Versicherung offline speichern.
  • Versicherungsnummer griffbereit halten.
Medikamente

Apotheken & Medikamente

Viele Medikamente bekommst du in Deutschland nur in Apotheken, und viele davon nur mit Rezept. Drogerien verkaufen vor allem Pflegeprodukte, Nahrungsergänzungsmittel und wenige frei verkäufliche Gesundheitsprodukte, aber keine typischen apothekenpflichtigen Medikamente wie viele Schmerzmittel oder Erkältungsmittel.

  • Außerhalb normaler Öffnungszeiten gibt es einen Apotheken-Notdienst.
  • Für regelmäßig benötigte Medikamente genügend Vorrat und, falls nötig, ein ärztliches Attest mitnehmen.
  • Apotheken können auch bei kleineren Beschwerden oder Fragen zu Medikamenten helfen, aber sie sind keine Arztpraxen.
Reiseplanung

Weitere Versicherungen

Neben Krankenversicherung können je nach Reiseart auch Haftpflicht, Reiserücktritt oder Gepäckversicherung sinnvoll sein. Besonders eine private Haftpflichtversicherung kann wichtig sein, wenn du versehentlich einen Schaden verursachst.

  • Haftpflichtversicherung prüfen, besonders bei längeren Aufenthalten.
  • Reiserücktrittsversicherung kann bei teuren Reisen sinnvoll sein.
  • Wichtige Dokumente zusätzlich digital sichern, zum Beispiel im E-Mail-Account oder einer Cloud.
Online

Internetzugang & WLAN

WLAN gibt es in vielen Hotels, Cafés, Bibliotheken, Bahnhöfen und touristischen Einrichtungen. Die Qualität ist aber unterschiedlich, und manchmal ist eine Registrierung nötig.

  • Öffentliche WLANs nicht für sensible Logins ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen nutzen.
  • Hotspot-Verzeichnisse wie hotspot-locations.com können bei der Suche helfen.
  • Für längere Reisen lohnt sich eine eSIM oder Prepaid-SIM, falls dein Roaming teuer ist.

Fun Facts über Deutschland

Ein paar überraschende Zahlen und Geschichten, die sich gut als lockerer Abschluss eignen.

Geschichte

Schlösser, Dom & Sommerzeit

Deutschland ist voll mit historischen Superlativen, aber nicht jede Zahl ist exakt gleich gut messbar.

  • Je nach Zählweise gibt es in Deutschland etwa 20.000 bis 25.000 Burgen, Schlösser, Paläste und Herrenhäuser.
  • Der Kölner Dom war nach seiner Fertigstellung 1880 mit rund 157 m das höchste Gebäude der Welt; diesen Titel behielt er bis 1884.
Kultur

Oktoberfest, Bier & Gummibärchen

Einige Deutschland-Klischees haben einen ziemlich realen Kern.

  • Das Oktoberfest in München gilt als größtes Volksfest der Welt.
  • In Deutschland gibt es rund 1.500 Brauereien und etwa 5.000 verschiedene Biersorten.
  • Die Kuckucksuhr ist eng mit dem Schwarzwald verbunden; dort entwickelte sich ab dem 17. und 18. Jahrhundert eine bedeutende Uhrenindustrie.
  • Gummibärchen kommen aus Deutschland: Haribo wurde in Bonn gegründet; der Name steht für Hans Riegel Bonn.
  • Deutschland gehört zu den reisefreudigsten Nationen der Welt: Deutschland zählt regelmäßig zu den Top 3 der weltweit größten Touristenaussender.
  • Am liebsten machen Deutsche Urlaub in Deutschland, gefolgt von Spanien, Italien, Griechenland, Österreich und der Türkei.
Wirtschaft

Erfindungen & Unternehmen

Viele bekannte aber auch unbekannte Dinge kommen aus Deutschland:

  • Konrad Zuses Z3 von 1941 wurde in Berlin gebaut und gilt oft als erster funktionsfähiger, programmgesteuerter Digitalrechner.
  • Der moderne Weihnachtsbaum wird oft mit Deutschland verbunden; die Tradition dekorierter Weihnachtsbäume verbreitete sich von deutschsprachigen Regionen aus stark in andere Länder.
  • Deutschland ist bekannt für seine vielen sogenannten „Hidden Champions“ – mittelständische Unternehmen, die weltweit führend in sehr speziellen Nischenmärkten sind (z. B. bei Maschinenbau, Spezialchemie oder Präzisionstechnik).
  • Globale Marken mit deutschen Wurzeln sind unter anderem Adidas, BMW, Bosch, Mercedes-Benz, Siemens und Volkswagen.
  • Auch SAP, Telekom, Bayer, Teamviewer, Infineon, Lufthansa, Allianz und viele andere große Unternehmen haben ihren Hauptsitz in Deutschland.
  • Bekannte Lebensmittelmarken mit deutschen Wurzeln sind Haribo, Ritter Sport, Milka, Dr. Oetker, Knorr, Maggi, Bahlsen und viele mehr.
Gegenwart

Autobahn, Migration & globale Rolle

Auch aktuelle Deutschland-Facts sind manchmal überraschend:

  • Mehr als 50 % des Autobahnnetzes hat kein festes Tempolimit.
  • Laut OECD wurde Deutschland 2025 erstmals der größte DAC-Geber von offizieller Entwicklungshilfe (ODA), knapp vor den USA. Bei reiner humanitärer Hilfe kann die Rangfolge je nach Datenquelle anders aussehen.
  • Deutschland ist nach den USA eines der wichtigsten Einwanderungsländer im OECD-Raum; bei der Zahl der im OECD-Raum lebenden Migrantinnen und Migranten liegt Deutschland hinter den USA auf Platz zwei.
  • Rama X., der König von Thailand, hat über Jahre erhebliche Zeit in Bayern verbracht und tut dies auch immernoch.
Stand der Informationen

Diese Seite fasst die wichtigsten Regeln und Gewohnheiten mit Stand April 2026 zusammen. Für rechtlich relevante Details, Kosten, Grenzwerte und Einreisebedingungen solltest du vor der Reise zusätzlich offizielle Quellen prüfen.