Museumsinsel
Ein UNESCO-Weltkulturerbe mit fünf weltberühmten Museen, dem Berliner Dom und dem Humbolt Forum.
Berlin, die Hauptstadt Deutschlands und größte Stadt der EU, ist mit seinen 3,7 Millionen Einwohnern in vielerlei Hinsicht ein Kontrast zum Rest des Landes. Hier trifft weltoffene Vielfalt auf eine rebellische, unkonventionelle Atmosphäre, die sich deutlich von der traditionellen Ordnung anderer deutschen Städte abhebt
Neben ikonischen Sehenswürdigkeiten prägen Szeneviertel wie Kreuzberg und Friedrichshain das Stadtbild mit einer einzigartigen Mischung aus kreativen Cafés, internationaler Küche und pulsierendem Nachtleben.
Doch Berlin ist weit mehr als ein Spielplatz für junge Leute. Die Stadt bietet unzählige grüne Oasen wie den Tiergarten, den den Botanischen Garten oder die Gärten der Welt, die zu Spaziergängen und entspannten Stunden einladen. Weltberühmte Museen – vom Pergamonmuseum über die Gemäldegalerie bis hin zum Jüdischen Museum – machen die Metropole zu einem Mekka für Kunst- und Kulturinteressierte.
Zugleich ist Berlin ein Ort intensiver historischer Auseinandersetzung: Stätten wie die Gedenkstätte Berliner Mauer, das Holocaust-Mahnmal oder das DDR-Museum halten die Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus und der deutschen Teilung lebendig.
So verbindet Berlin auf einzigartige Weise pulsierendes Großstadtleben mit Geschichte, Natur und Kultur – und bleibt für Besuchende jeden Alters spannend.
Die Museumsinsel in Berlin ist ein UNESCO-Weltkulturerbe und beherbergt bedeutende Museen, darunter das Pergamonmuseum, das Alte Museum, das Neue Museum, die Alte Nationalgalerie und das Bode-Museum
Die Museumsinsel entstand im 19. Jahrhundert als visionäres Kulturprojekt der preußischen Könige, die Kunst und Wissen erstmals öffentlich zugänglich machen wollten. Schritt für Schritt entwickelte sich auf der Spreeinsel ein einzigartiges Ensemble monumentaler Museumsbauten, das bis heute die Idee eines universellen Museums widerspiegelt.
Der umfassende Wiederaufbau und die Restaurierung nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs unterstreichen die große kulturelle Bedeutung des Areals.
Mit dem Humboldt Forum im rekonstruierten Berliner Schloss wurde das historische Zentrum Berlins um einen weiteren kulturellen und gesellschaftlichen Ort ergänzt, der die Museumsinsel zeitgenössisch erweitert.
Der Berliner Dom ist das prächtigste evangelische Gotteshaus Berlins und beeindruckt durch seine imposante Architektur. Die mächtige Kuppel des Doms ist ein markantes Wahrzeichen im Stadtbild und bietet Besuchern nach einem Aufstieg von 270 Stufen einen fantastischen Blick über das historische Zentrum Berlins. Ein besonderes Highlight ist die Hohenzollerngruft, in der mehr als 90 Mitglieder der preußischen Königsfamilie ruhen.
Das Pergamonmuseum auf der Berliner Museumsinsel ist weltweit berühmt für seine antiken Schätze. Die imposanten Sammlungen, darunter das Ischtar-Tor und das Markttor von Milet, lassen Besucher in die Welt der Antike eintauchen. Durch seine imposante Architektur fühlt man sich förmlich in eine andere Zeit versetzt. Da das Museum andauernd renoviert wird, gibt es „Pergamon – Das Panorama“, eine 360-Grad-Rekonstruktion der antiken Stadt Pergamon.
Die antike Stadt Pergamon befand sich im Gebiet der heutigen Türkei. Pergamon war eine griechische Kolonie und wurde stark durch die griechische Kultur geprägt. Die Bewohner sprachen Griechisch und waren kulturell eng mit dem Hellenismus verbunden. Pergamon war bekannt für seine Bibliothek, die nach Alexandria die zweitgrößte der antiken Welt war. Die Stadt war ein Zentrum von Wissenschaft und Philosophie. Später wurde Pergamon Teil des römischen Reichs.
Der Pergamonaltar wurde vermutlich im 2. Jahrhundert v. Chr. errichtet und war Zeus und Athena gewidmet, den beiden höchsten Göttern der Stadt.
Im 19. Jahrhundert war das Osmanische Reich, in dem sich die Ausgrabungsstätten befanden, kulturell und politisch offen für westliche Archäologen und erhielt Geld für die antiken Schätze. Heute fordert die Türkei die Rückgabe von Artefakten wie dem Pergamonaltar.
Wissenswert: Da das Pergamonmuseum derzeit umfassend saniert wird, ist es vorübergehend geschlossen. Große Teile des Museums werden erst wieder 2027 betretbar sein, einige sogar erst noch später.
Das Neue Museum auf der Museumsinsel ist eine wahre Schatzkammer für Archäologie- und Kunstliebhaber. Besonders bekannt ist es für die weltberühmte Büste der ägyptischen Königin Nofretete, die hier ausgestellt ist. Auch sonst enthält es viele Schätze aus dem alten Ägypten und der Antike.
Die Alte Nationalgalerie auf der Museumsinsel beherbergt eine der bedeutendsten Sammlungen von Gemälden und Skulpturen des 19. Jahrhunderts. Werke von Caspar David Friedrich, Adolph von Menzel und Claude Monet zieren die Wände dieses architektonischen Schmuckstücks.
Dieser kleine Park direkt hinter dem Bodemuseum bietet sich für eine kleine Pause an. Im Sommer kann man dort auch zu Swing, und lateinamerikanischer Musik tanzen.
Das Humboldt Forum im rekonstruierten Berliner Schloss ist ein kulturelles Zentrum, das u.a. das Museum für asiatische Kunst und das ethnologische Museum beinhaltet.
Während die Fassade überwiegend der historischen entspricht, ist das Innenleben und die Außenseite Richtung Spree modern gestaltet worden. Das ursprüngliche Schloss war die Residenz der preußischen Könige, wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und später von der DDR trotz internationaler Empörung gesprengt.
Einige Ausstellungen sind kostenlos, währende andere Eintritt kosten.
Das Bodemuseum auf der Museumsinsel ist ein wahres Juwel für Liebhaber religiöser Kunst. Daneben beherbergt es Sammlungen byzantinischer Kunst, Skulpturen und Münzen. Besonders eindrucksvoll sind die Skulpturen von der Gotik bis zum Barock. Das Gebäude selbst ist schon ein Kunstwerk – errichtet 1904 in einer beeindruckenden neobarocken Architektur, thront es majestätisch direkt an der Spree.
2017 wurde eine rund 100 kg schwere Goldmünze aus der Ausstellung gestohlen. Allein der Materialwert betrug zum Tatzeitpunkt rund 3,8 Millionen Euro. 2020 wurden Mitglieder des Remmo-Clans für den Diebstahl schuldig gesprochen (welche auch für den Einbruch in das grüne Gewölbe in Dresden verantwortlich gemacht werden).
Das Alte Museum auf der Museumsinsel beherbergt eine beeindruckende Sammlung antiker Kunst und Artefakte. Besonders sehenswert sind die griechischen Skulpturen und die berühmten Büsten römischer Kaiser.
Das riesige, immersive Kunstwerk von Yadegar Asisi entführt die Besuchenden in den Alltag der antiken Welt, und man hat das Gefühl, direkt in das antike Pergamon hineingezogen zu werden. Auch zahlreiche Statuen aus dem wegen Renovierung geschlossenem Pergamonmuseum sind hier ausgestellt. Das Museum befindet sich einen Katzensprung entfernt von der Museumsinsel.
In Berlin Mitte befinden sich viele der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Berlins, wie das Brandenburger Tor, der Reichstag und das Holocaust Denkmal.
Berlin-Mitte ist das historische und politische Zentrum der Hauptstadt. Entlang der Prachtstraße Unter den Linden, rund um den Gendarmenmarkt und am Spreeufer verdichten sich Geschichte, Architektur und urbanes Leben.
Neben Regierungsgebäuden prägen Theater, Galerien, Cafés und Einkaufsmöglichkeiten das Viertel und machen Mitte heute zu einem lebendigen Stadtteil, in dem sich historisches Erbe und modernes Großstadtleben unmittelbar begegnen.
Auch die Museumsinsel und der Alexanderplatz gehören zu Mitte, werden aber der Übersicht halber separat beschrieben.
Das Brandenburger Tor ist zweifellos das bekannteste Wahrzeichen Berlins. Erbaut im Jahr 1791 als Triumphbogen, wurde es zum Symbol für die Teilung und schließlich die Wiedervereinigung Deutschlands. Während des Kalten Krieges befand sich das Tor genau auf der Grenze zwischen Ost- und Westberlin, umgeben von der Berliner Mauer. Heute ist es ein Ort der Feierlichkeiten und politischen Kundgebungen. Besonders am Silvesterabend strömen Menschenmassen zum Brandenburger Tor, um den Jahreswechsel unter Feuerwerk zu feiern. Ein kurioses Detail ist die Geschichte der Quadriga – der Streitwagen, der von einer Siegesgöttin gelenkt wird. Napoleon nahm die Quadriga 1806 als Kriegsbeute mit nach Paris, doch 1814 kehrte sie triumphal nach Berlin zurück. Lustigerweise wurde der Pariser Platz, der vor dem Tor liegt, ausgerechnet nach dieser Episode benannt.
Das Holocaust-Denkmal, auch bekannt als „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“, befindet sich unweit des Brandenburger Tors. Auf einer Fläche von 19.000 Quadratmetern erstrecken sich 2.711 graue Betonstelen, die ein labyrinthartiges Areal bilden. Besucher können durch die Stelenreihen wandern und die beklemmende, isolierende Atmosphäre erleben – ein eindrucksvolles Sinnbild für die Trauer und das Unverständnis über den Holocaust. Der Zugang hierzu ist täglich 24 h möglich.
Unter dem Denkmal befindet sich eine kostenlose Ausstellung über den Holocaust ("Ort der Information"). Auf den ausgestellten Fotos ist das Ausmaß der Grausamkeit gut zu erkennen. Für Kinder ist die Ausstellung deshalb aber nicht unbedingt empfehlenswert.
Die Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße ist der zentrale Erinnerungsort an die deutsche Teilung und die Berliner Mauer. Sie erstreckt sich entlang der Bernauer Straße. Die Gedenkstätte umfasst ein 1,4 Kilometer langes Mauerstück mit erhaltenen und rekonstruierten Originalelementen der Grenzanlagen, einschließlich der Berliner Mauer, eines Wachturms und des sogenannten „Todesstreifens“.
Ein zentraler Bestandteil der Gedenkstätte ist das Dokumentationszentrum, das verschiedene Ausstellungen, Fotografien und historische Dokumente zeigt. Hier wird der Alltag der Berliner Bevölkerung in der Zeit der Teilung beleuchtet, ebenso wie die dramatischen und teils tragischen Fluchtversuche von Menschen, die versuchten, in den Westen zu gelangen.
Das DDR Museum bietet eine interaktive Reise in den Alltag der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik. Hier können Besucher in eine originale Plattenbauwohnung schauen, den Trabi-Simulator ausprobieren und in die Geschichte des sozialistischen Staates eintauchen. Besonders faszinierend: Viele der Exponate dürfen angefasst und ausprobiert werden. Kurios: Unter den Sammlerstücken des Museums befindet sich auch ein echter „Broilergrill“, in dem die heißgeliebten Brathähnchen der DDR zubereitet wurden.
Madame Tussauds Berlin ist die deutsche Filiale des weltberühmten Wachsfigurenkabinetts. Hier können Besuchende Seite an Seite mit Berühmtheiten wie Angela Merkel, Michael Jackson oder sogar Albert Einstein posieren. Besonders cool: In der Berlin-Sektion können Gäste ein „Mauerstück“ nachstellen und ein Bild vom historischen Moment des Mauerfalls machen.
Die Hackeschen Höfe sind ein beeindruckendes Ensemble von acht miteinander verbundenen Höfen, die im Jugendstil gestaltet sind. Sie gelten als das größte geschlossene Hofareal Deutschlands und beherbergen heute Galerien, Boutiquen, Restaurants und Büros. Besonders bei Nacht, wenn die Lichter angehen, entfaltet sich eine besondere Atmosphäre.
Das Futurium ist ein innovatives Museum, das sich mit den Zukunftsfragen unserer Gesellschaft beschäftigt. Es zeigt in interaktiven Ausstellungen, wie Technologie, Wissenschaft und Kultur unser Leben in den kommenden Jahrzehnten beeinflussen werden.
Das Berlin Dungeon bietet eine packende Reise durch 800 Jahre Berliner Geschichte – und das mit einem düsteren und humorvollen Twist. In interaktiven Shows, die von Schauspielern inszeniert werden, können Besucher die finstersten Kapitel der Stadtgeschichte erleben, von der Pest über die Folter bis hin zu den grausigen Morden des Serienmörders Carl Großmann.
Das Deutsche Historische Museum am Boulevard Unter den Linden nimmt Besucher mit auf eine faszinierende Reise durch 2.000 Jahre deutsche Geschichte. Von der Antike über das Mittelalter bis hin zur Wiedervereinigung – hier wird die wechselvolle Geschichte des Landes umfassend dargestellt.
Das Reichstagsgebäude ist nicht nur der Sitz des Deutschen Bundestages, sondern auch ein symbolträchtiges Gebäude, das die bewegte Geschichte Berlins widerspiegelt. Ursprünglich 1894 erbaut, war 1933 ein Brandanschlag auf das Gebäude Anlass, Grundgesetze außer Kraft zu setzen. Während des Krieges wurde der Reichstag u.a. als Bunker und gynäkologische Klinik genutzt. Mehr als 60 Kinder wurden hier geboren. Nachdem das Gebäude im Krieg stark beschädigt wurde, verwahrloste es bis zur Wiedervereinigung. Während der Besetzung Berlins ab 1945 hinterließen sowjetische Soldaten zahlreiche Graffitis im Inneren des Gebäudes, die bis heute teilweise erhalten geblieben sind. Beim Wiederaufbau entstand die gläserne Kuppel, welche Besuchenden einen 360-Grad-Panoramablick auf die Stadt bietet. Besuchende müssen sich allerdings Wochen im voraus anmelden und eine Eingangskontrollen durchgehen.
Das Hamburger Bahnhof Museum ist eines der bedeutendsten Museen für zeitgenössische Kunst in Deutschland. In den beeindruckenden Hallen eines ehemaligen Bahnhofs werden Werke von Künstlern wie Andy Warhol, Joseph Beuys und Gerhard Richter ausgestellt. Der Hamburger Bahnhof ist eines der ältesten erhaltenen Bahnhofsgebäude Deutschlands und wurde 1846 eröffnet. Da die "Kunstwerke" oft sehr abstrakt sind und auch laute Musik oder Stroboskopeffekte enthalten, gehen die Meinungen darüber sehr weit auseinander.
Der „Tränenpalast“ am Bahnhof Friedrichstraße war zu DDR-Zeiten der Ort, an dem sich Menschen von ihren Liebsten verabschieden mussten, bevor sie in den Westen reisten – daher der traurige Name. Heute beherbergt das Gebäude eine bewegende Dauerausstellung über die Teilung Deutschlands und die Schicksale, die sich hier abspielten.
Das Museum für Naturkunde Berlin ist eine Schatzkammer der Naturgeschichte und beherbergt unter anderem das weltweit größte montierte Dinosaurierskelett – den Giganten Brachiosaurus brancai. Besonders beeindruckend ist auch das „Berliner Exemplar“ des Archaeopteryx, eines der bedeutendsten Fossilien der Welt. Ein kurioser Fakt: Das berühmte Skelett des Tyrannosaurus rex im Museum hat einen eigenen Twitter-Account und „tweetet“ regelmäßig über sein Leben als Museumsstück.
Ein interaktives Museum für optische Täuschung und moderne Kunst
Das Illuseum Berlin ist ein interaktives Museum, das sich den optischen Täuschungen widmet. Hier werden die Sinne auf die Probe gestellt: von schwebenden Bänken bis zu Räumen, in denen sich die Schwerkraft aufzulösen scheint.
Das Museum für Kommunikation in Berlin ist das älteste Museum seiner Art in Deutschland und bietet faszinierende Einblicke in die Geschichte der (technischen) Kommunikation – von der Antike bis zur Moderne. Zu den Highlights zählen historische Telefonapparate, frühe Computer und ein Posthorn aus dem 17. Jahrhundert. Das Gebäude selbst ist ein architektonisches Meisterwerk mit einer gläsernen Kuppel und einer eindrucksvollen Eingangshalle, in der mechanische Roboter den Besuchern freundlich zuwinken.
Die Neue Synagoge in Berlin ist eines der bedeutendsten Bauwerke jüdischer Geschichte in Deutschland. Sie befindet sich in der Oranienburger Straße im Stadtteil Mitte und wurde im Jahr 1866 feierlich eingeweiht. Mit rund 3.000 Sitzplätzen war sie damals die größte Synagoge Deutschlands und ein Symbol für das selbstbewusste jüdische Leben in Berlin im 19. Jahrhundert.
Besonders auffällig ist die prächtige goldene Kuppel, die bis heute das Stadtbild prägt. Der Baustil orientiert sich an maurischen Vorbildern, ähnlich der Alhambra in Spanien, und sollte die kulturelle Vielfalt und den Wohlstand der jüdischen Gemeinde widerspiegeln.
Im Laufe der Geschichte wurde die Synagoge stark beschädigt. Während der Novemberpogrome 1938 wurde sie angegriffen, im Zweiten Weltkrieg folgten schwere Zerstörungen durch Bomben. Nach dem Krieg blieb lange Zeit nur eine Ruine übrig, und große Teile des Gebäudes wurden später abgetragen.
Erst nach der Wiedervereinigung Deutschlands begann der Wiederaufbau. 1995 wurde die restaurierte Fassade mit Kuppel wiedereröffnet. Heute ist die Neue Synagoge kein vollständiges Gotteshaus mehr, sondern dient als „Centrum Judaicum“. Sie ist ein Ort der Erinnerung, Bildung und Begegnung, an dem Ausstellungen zur jüdischen Geschichte Berlins gezeigt werden.
Das Samurai Museum Berlin ist eine einzigartige Sammlung, die sich den Kriegern des alten Japans widmet. Hier werden mehr als 1.000 Exponate ausgestellt, darunter prächtige Rüstungen, Schwerter und Kunstwerke der Samurai. Interessanter Fakt: Viele der ausgestellten Waffen und Rüstungen wurden von echten Samurai benutzt und sind mehrere Jahrhunderte alt, was das Museum zu einem wahren Schatz für Geschichtsliebhaber macht.
Der Französische Dom ist eines der architektonischen Schmuckstücke am Gendarmenmarkt und steht als Symbol für die lange Geschichte der Hugenotten in Berlin. Im 17. Jahrhundert waren zahlreiche Hugenotten nach Berlin geflohen, nachdem sie in Frankreich wegen ihres Glaubens verfolgt wurden. Der Dom wurde ihnen als Ort der Andacht und Gemeinschaft erbaut. Heute befindet sich das Hugenottenmuseum im Inneren. Der Französische Dom ist eigentlich kein Dom im kirchlichen Sinne, da nie ein Bischof hier residierte – dennoch hat sich der Name bis heute gehalten. Von der Aussichtsplattform des Doms hat man einen fantastischen Blick über den Gendarmenmarkt und die umliegenden Prachtbauten, einschließlich des Deutschen Doms und des Konzerthauses.
Die Neue Wache dient heute als zentrale Gedenkstätte der Bundesrepublik Deutschland für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Im Inneren befindet sich eine bewegende Skulptur von Käthe Kollwitz, die Mutter und Kind darstellt – ein Symbol des Leids und des Verlusts.
Das Berliner Medizinhistorische Museum auf dem Gelände der Charité bietet eine faszinierende Reise durch die Geschichte der Medizin. Von alten chirurgischen Instrumenten bis hin zu anatomischen Präparaten zeigt es, wie sich die Heilkunst über die Jahrhunderte entwickelt hat. Ein kurioser Fakt: Zu den Exponaten gehört der berühmte „Hirn eines Mörders“, das als medizinisches Präparat ausgestellt wird und für viele Besucher eine makabere Faszination darstellt.
Die Sammlung Boros ist eine private Kunstsammlung zeitgenössischer Kunst, die in einem ehemaligen Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg untergebracht ist. Die Werke reichen von Installationen über Skulpturen bis zu Videokunst.
Ein kleines interaktives Museum, in dem man mehr über Tarot Karten, Religionen aber auch Rätsel und Zaubern lernen kann. Zusätzlich gibt es Zaubershows zu sehen.
Das Bundeskanzleramt, oft als "Waschmaschine" bezeichnet, ist eines der größten Regierungsgebäude der Welt und das Herz der deutschen Politik. Es dient als Amtssitz des Bundeskanzlers und repräsentiert die moderne Architektur Berlins. Interessanter Fakt: Mit seinen 12.000 Quadratmetern ist das Kanzleramt fast zehnmal so groß wie das Weiße Haus in Washington D.C. Der benachbarte Spreebogenpark bietet einen herrlichen Blick auf das Gebäude.
Das Kabinett beherbergt bizarre mechanische Kreaturen und Figuren, die sich bewegen, leuchten und interagieren. Die Ausstellung ist eine düstere und zugleich humorvolle Reise in eine surreale Welt, in der Besucher die Maschinenkunst hautnah erleben können.
VR Nation bietet ein aufregendes Virtual-Reality-Erlebnis im Herzen Berlins. Besucher können in verschiedene virtuelle Welten eintauchen – von rasanten Autorennen über Abenteuer im All bis hin zu spannenden Escape-Rooms.
Das Haus Schwarzenberg ist ein alternativer Kunst- und Kulturkomplex in Mitte, der sich durch seine bunten Graffitis und kreative Atmosphäre auszeichnet. Hier befindet sich das Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt, das an den mutigen Einsatz von Otto Weidt erinnert, der während des Zweiten Weltkriegs seine blinden jüdischen Angestellten vor der Deportation rettete. Ein besonderes Highlight ist auch die Galerie Neurotitan, die zeitgenössische Kunst ausstellt. Im Anne Frank Zentrum wird das Leben der jungen Anne und die Geschichte des Holocaust thematisiert.
Das Museum ist besonders bekannt für seine umfangreiche Sammlung von Objekten des täglichen Lebens, die im 20. und 21. Jahrhundert produziert wurden. Die ausgestellten Gegenstände reichen von Haushaltsgeräten, Möbeln, Geschirr und Werkzeugen bis hin zu industriellen Produkten und Designklassikern. Dabei geht es um die Frage, wie sich Design, Ästhetik und Massenproduktion über die Zeit entwickelt haben und welchen Einfluss diese auf den Alltag und die Gesellschaft ausüben.
Die Spree schlängelt sich mitten durch die Stadt und führt an vielen berühmten Sehenswürdigkeiten vorbei, sodass Besucher eine entspannte und dennoch eindrucksvolle Tour genießen können.
Es gibt mehrere Startpunkte für eine Bootstour, darunter die Anlegestellen an der Friedrichstraße, am Hackeschen Markt und an der Jannowitzbrücke. Die meisten Touranbieter bieten unterschiedliche Touren an – von klassischen Sightseeing-Rundfahrten über romantische Abendtouren bis hin zu speziellen Themenfahrten wie Brückenfahrten oder kulinarischen Bootstouren mit Dinner an Bord.
Das David Hasselhoff Museum ist ein sehr kleines, aber kultiges Museum, das sich dem amerikanischen Schauspieler und Sänger David Hasselhoff widmet. Es befindet sich im Keller des The Circus Hostels. Hasselhoff hat sich in Deutschland besonders durch seinen Hit "Looking for Freedom" und seinen symbolträchtigen Auftritt an der Berliner Mauer kurz nach deren Fall einen besonderen Platz in der Popkultur gesichert.
Der Dorotheenstädtische Friedhof ist ein Ort der Stille und zugleich eine Stätte von kulturellem und historischem Interesse. Hier liegen zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten wie Bertolt Brecht, Helene Weigel und Hegel begraben. Der Friedhof wird oft als "Dichterfriedhof" bezeichnet, da hier viele berühmte Schriftsteller und Philosophen ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.
Der ehemalige Führerbunker in Berlin, wo Adolf Hitler in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs seine Lebensgefährtin Eva Braun heiratete und dann mit ihr zusammen Suizid beging, existiert heute nur noch als unterirdische Ruine. Die Leichen von Adolf Hitler und Eva Braun wurden in der Nähe des Bunkers verbrannt, um einer Entdeckung durch die Sowjets zu entgehen.
Nach dem Krieg versuchten die Alliierten mehrfach, den Bunker zu zerstören, doch die massiven Stahlbetonwände überstanden die Sprengungen teilweise. In den 1980er Jahren wurde der Bereich überbaut, und bis auf wenige Reste blieb nichts von der oberirdischen Struktur übrig.
Heute gibt es vor Ort keine direkten Hinweise auf den Bunker. Eine kleine Infotafel informiert über seine Lage und Geschichte, aber bewusst ohne Anreize für eine touristische Anziehung.
Im Film "der Untergang" werden die letzten Tage im Führerbunker dargestellt.
Joseph Goebbels, der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, beginn zusammen mit seiner Frau Magda, ebenfalls Suizid. Zuvor hatte Magda Goebbels ihre sechs Kinder vergiftet. Auch die Leichen der Goebbels-Familie wurden verbrannt.
Der Bebelplatz ist ein Ort mit bewegter Geschichte, direkt neben der Staatsoper und der Humboldt-Universität. Berühmt wurde er durch die Bücherverbrennung der Nationalsozialisten im Jahr 1933. Heute erinnert ein unterirdisches Denkmal, eine leere Bibliothek, an diesen schrecklichen Akt. Während man es tagsüber leicht übersicht, leuchtet es am Abend auffällig hell.
Der Gendarmenmarkt gilt als einer der schönsten Plätze Berlins, umgeben von eindrucksvollen Bauten wie dem Deutschen und dem Französischen Dom sowie dem Konzerthaus. Ursprünglich als Marktplatz im 17. Jahrhundert angelegt, bekam er seinen Namen durch die „Gens d'Armes“, eine preußische Reitereinheit, die hier einst stationiert war. Heute ist der Platz ein beliebter Treffpunkt, besonders im Winter, wenn hier einer der schönsten Weihnachtsmärkte Berlins stattfindet.
Der Alexanderplatz, oder kurz „Alex“, ist einer der bekanntesten Plätze Berlins und war schon zu DDR-Zeiten ein bedeutendes Zentrum des Ostens
Hier thront der berühmte Fernsehturm, der mit seiner Aussichtsplattform einen atemberaubenden Blick über Berlin bietet. Der Platz ist berühmt für seine markante Weltzeituhr, die die Zeit in allen großen Städten der Welt.
Der Platz ist umgeben von großen Einkaufszentren, Restaurants und der Karl-Marx-Allee, einem sozialistisches Vorzeigeprojekt das u.a. für Paraden genutzt wurde. Da der Alexanderplatz ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt ist, ist hier stets viel los.
Das Nikolaiviertel ist das älteste Wohngebiet Berlins, dessen Ursprünge bis ins 12. Jahrhundert zurückreichen. Heute bietet das Viertel eine pittoreske Mischung aus historischen Gebäuden, gemütlichen Restaurants und kleinen Museen.
Ein spannender Fakt: Obwohl das Nikolaiviertel so alt aussieht, wurde es nach dem Zweiten Weltkrieg nahezu vollständig rekonstruiert. Es gilt dennoch als das „Herz der Altstadt“.
Der Berliner Fernsehturm auf dem Alexanderplatz ist mit 368 Metern das höchste Bauwerk Deutschlands und ein unübersehbares Wahrzeichen der Stadt. Die Aussichtsplattform in 203 Metern Höhe bietet einen unvergleichlichen 360-Grad-Blick auf die Metropole. Besonders bei klarem Wetter kann man bis zum Müggelsee und den Teufelsberg sehen.
Das Sea Life Berlin bietet eine spannende Unterwasserreise, die sich besonders für Familien eignet. Durch riesige Panoramafenster können Besucher das bunte Treiben der Meeresbewohner hautnah erleben, von Seepferdchen bis hin zu Schildkröten. Bis vor einigen Jahren konnten Besuchende auch noch den AquaDome nutzen, einen Fahrstuhl umgeben von einem freistehendem Aquarium. Allerdings ist dieses Aquarium 2023 aus unbekannten Gründen zerborsten (Menschen wurden dabei nicht verletzt).
Die Ausstellung „Körperwelten“ zeigt die faszinierende Anatomie des menschlichen Körpers anhand von echten Plastinaten. Besuchende erfahren auf beeindruckende Weise, wie der menschliche Organismus funktioniert und welche Auswirkungen unser Lebensstil auf die Gesundheit hat. Ein kurioser Fakt: Die Ausstellung löste weltweit Kontroversen aus, da viele Menschen sich unwohl fühlen, echte menschliche Körper zu sehen (außerdem gab es unberechtigte Gerüchte, dass die Körper von Hinrichtungsopfern aus China stammten).
Little BIG City Berlin ist eine interaktive Miniaturwelt, die die bewegte Geschichte Berlins auf faszinierende Weise zum Leben erweckt. Aufwendig gestaltete Modelle und beeindruckende Projektionen zeigen Berlins Entwicklung von den mittelalterlichen Anfängen über die NS-Zeit, die Teilung der Stadt und den Mauerfall bis hin zur modernen Metropole.
Die Berlin Icebar ist ein eiskaltes Erlebnis im Herzen der Stadt. Alles hier – von den Wänden über die Sitzgelegenheiten bis hin zu den Gläsern – besteht komplett aus Eis. Besucher erhalten warme Jacken und Handschuhe, um den Aufenthalt in der frostigen Umgebung zu genießen, während sie eisgekühlte Cocktails trinken. Es werden jährlich rund 60 Tonnen Eis benötigt, um die Bar zu erhalten und die faszinierenden Eis-Skulpturen regelmäßig zu erneuern.
Das Designpanoptikum ist ein kurioses Museum für industrielle Objekte und außergewöhnliche Designs. Hier können Besucher merkwürdige Apparaturen und Maschinen entdecken, deren Funktion oft ein Rätsel bleibt. Witziger Fakt: Die Sammlung wirkt wie eine Mischung aus Science-Fiction und Steampunk, und viele der Ausstellungsstücke sind so skurril, dass Besucher oft nicht wissen, ob sie ein Kunstwerk oder eine echte Maschine vor sich haben.
Die Nikolaikirche ist die älteste erhaltene Kirche Berlins und liegt im charmanten Nikolaiviertel, dem historischen Herzen der Stadt. Die Kirche wurde im 13. Jahrhundert erbaut und gilt als herausragendes Beispiel norddeutscher Backsteingotik. Im Laufe ihrer Geschichte wurde sie mehrfach zerstört und wieder aufgebaut. Interessanter Fakt: Der Turm der Nikolaikirche wurde im 19. Jahrhundert im neugotischen Stil hinzugefügt, was der Kirche heute ihre charakteristische Silhouette verleiht. Heute dient die Nikolaikirche als Museum über das frühe Berlin und Veranstaltungsort für Konzerte.
Das Rote Rathaus ist das Wahrzeichen und Verwaltungszentrum Berlins und liegt zentral am Alexanderplatz. Der Name kommt von der auffälligen roten Backsteinfassade. Hier hat der regierende Bürgermeister von Berlin seinen Amtssitz. Fun Fact: Die Architektur des Gebäudes erinnert an die italienische Renaissance, während der Bau selbst zwischen 1861 und 1869 stattfand. Besuchende können auch den beeindruckenden Festsaal bewundern und kostenlose Ausstellungen im Inneren besuchen. Vor dem Rathaus befindet sich der Neptunbrunnen.
Der Neptunbrunnen vor dem Roten Rathaus ist ein beeindruckendes Beispiel barocker Bildhauerkunst. Der Meeresgott Neptun thront in der Mitte des Brunnens, umgeben von vier Frauenfiguren, die die großen Flüsse Deutschlands darstellen. Der Brunnen war ursprünglich vor dem Berliner Schloss aufgestellt, bevor er seinen heutigen Platz fand.
Das Museum Knoblauchhaus im Nikolaiviertel bietet einen faszinierenden Einblick in das bürgerliche Leben des 19. Jahrhunderts. Es war einst das Wohnhaus der Berliner Familie Knoblauch, die maßgeblich an der wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung der Stadt beteiligt war. Das Haus ist eines der wenigen original erhaltenen Bürgerhäuser des alten Berlins und vermittelt mit seinen historischen Möbeln eine charmante Reise in die Vergangenheit.
Die Immersive Gamebox am Alexanderplatz ist ein interaktives Spielerlebnis, das mit modernster Projektionstechnologie und Gestensteuerung arbeitet. Teams treten gemeinsam in verschiedenen Missionen an – von Rätselspielen bis hin zu actionreichen Herausforderungen.
Der weitläufige Tiergarten erstreckt sich zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule und bietet mit seinen Alleen, Wiesen und Wasserläufen eine grüne Oase im Herzen der Stadt. Ursprünglich als kurfürstliches Jagdgebiet angelegt, dient er heute als zentraler Treffpunkt für Spaziergänge, Picknicks und Freizeitaktivitäten.
Südlich davon liegt der Potsdamer Platz, der nach seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und der jahrzehntelangen Teilung Berlins zu einem Symbol des modernen Wiederaufbaus wurde. Heute prägen markante Architektur, Kinos, Theater und Museen wie die Neue Nationalgalerie oder das Filmmuseum das Bild und machen das Viertel zu einem lebendigen Kultur- und Geschäftsstandort.
Checkpoint Charlie war während des Kalten Krieges einer der bekanntesten Grenzübergänge zwischen Ost- und West-Berlin. Er symbolisierte die Trennung Berlins und die Spannungen zwischen den USA und der Sowjetunion. Heute ist der Checkpoint ein historischer Ort, an dem eine Nachbildung des ehemaligen Kontrollhäuschens steht. Drum rum findet man Infotafeln über die Geschichte. Spannender Fakt: Hier fand 1961 fast eine direkte Konfrontation zwischen amerikanischen und sowjetischen Panzern statt.
Der Berliner Zoo, gegründet im Jahr 1844, ist der älteste Zoo Deutschlands und einer der artenreichsten der Welt. Mit über 20.000 Tieren aus rund 1.200 Arten kann man hier eine unglaubliche Vielfalt erleben, von den majestätischen Elefanten bis zu den verspielten Pinguinen und Pandas. Ein Highlight für viele Besucher war der Eisbär Knut, der in den 2000er Jahren zum internationalen Star avancierte. Kurios: Nach Knuts Tod wurde ihm sogar eine eigene Statue gewidmet, so beliebt war der kleine Eisbär. Der Zoo selbst liegt mitten in der Stadt und grenzt an den Tiergarten, Berlins größten innerstädtischen Park. Ein Besuch im Zoo Berlin ist ein Erlebnis für die ganze Familie – und mit dem Aquarium direkt nebenan, das Haie, Quallen und Krokodile beherbergt, ist für jeden etwas dabei.
Der Potsdamer Platz ist ein Symbol für die Transformation Berlins – von einem umkämpften Niemandsland zur boomenden urbanen Drehscheibe. Nach dem Fall der Mauer wurde er in den 1990er Jahren komplett neu bebaut und beherbergt heute hochmoderne Architektur (z.B. das SONY-Center), Restaurants und Büros. Im Café Panoramapunkt Berlin kann man weit oben den Ausblick über Berlin genießen. Die Öffnungszeiten und Preis beziehen sich auf die Aussichtsplattform. Der Besuch des Potsdamer Platzes ist natürlich umsonst.
Auf dem Gelände der heutigen „Topographie des Terrors“ befanden sich im Dritten Reich die Zentralen der Gestapo, der SS und des Reichssicherheitshauptamtes. Heute dokumentiert das Freilichtmuseum auf eindringliche Weise die Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes. Die Ausstellungen sind detailreich und gut aufbereitet und vermitteln einen beklemmenden Eindruck davon, wie systematisch der Terror organisiert wurde.
Die Siegessäule im Großen Tiergarten ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Berlins. Ursprünglich zur Feier der preußischen Siege errichtet, thront die goldene Viktoria, auch „Goldelse“ genannt, hoch über der Stadt. Nach dem Aufstieg von 285 Stufen wird man mit einem fantastischen Rundblick belohnt.
Der Tiergarten ist eine grüne Oase Berlins und der perfekte Ort, um sich von der Hektik der Stadt zu erholen. Ursprünglich als Jagdrevier für die preußischen Könige angelegt, bietet der über 210 Hektar große Park heute kilometerlange Spazierwege, malerische Seen und Denkmäler. Besonders beliebt sind der Rosengarten, der Rhododendronhain und der Neue See, auf dem man im Sommer Ruderboote mieten kann. In der Mitte des Parks befindet sich die Siegessäule. Auch Schloss Bellvue, Amtssitz des deutschen Bundespräsidenten steht im Tiergarten. Ein lustiger Fakt: Im 19. Jahrhundert wurden im Tiergarten tatsächlich wilde Tiere zur Jagd ausgesetzt – heute trifft man eher auf Jogger und Picknicker.
Das Aquarium Berlin, direkt neben dem berühmten Zoologischen Garten, zählt zu den renommiertesten Aquarien Europas. In drei Etagen tauchen Besucher in die faszinierende Welt der Fische, Reptilien und Amphibien ein. Es beherbergt mehr als 9.000 Tiere aus 800 Arten, darunter bunte Korallenfische, majestätische Haie und bedrohlich wirkende Krokodile.
Für alle, die von James Bond oder geheimen Agenten fasziniert sind, ist das Deutsche Spionagemuseum ein absolutes Muss. In diesem interaktiven Museum dreht sich alles um die Welt der Spionage, vom Kalten Krieg bis hin zur modernen Überwachungstechnik. Besuchende können hier einen Laserparcours meistern, verschlüsselte Botschaften knacken und originale Spionageutensilien bestaunen.
Das Bikini Berlin ist ein innovatives Einkaufszentrum in einem denkmalgeschützten Gebäudeensemble aus den 1950er Jahren. Hier finden sich nicht nur exklusive Shops und Boutiquen, sondern auch Concept Stores und kreative Pop-up-Flächen.
C/O Berlin ist eine der renommiertesten Ausstellungshäuser für Fotografie in Europa. Seit seiner Gründung im Jahr 2000 zeigt das C/O Berlin Werke von international anerkannten Fotografen wie Annie Leibovitz, Sebastião Salgado und Peter Lindbergh. In den historischen Räumen des Amerika-Hauses finden regelmäßig Ausstellungen zu verschiedenen fotografischen Themen statt.
Das Legoland Discovery Centre in Berlin ist ein Indoor-Spielparadies für Lego-Fans aller Altersgruppen. Es befindet sich im Sony Center am Potsdamer Platz und bietet zahlreiche interaktive Attraktionen und Aktivitäten. Kinder und Erwachsene können hier ihre Kreativität ausleben, indem sie eigene Lego-Kreationen bauen oder an Bauwettbewerben teilnehmen.
Der Martin-Gropius-Bau ist eines der bedeutendsten Ausstellungshäuser Berlins. Das prächtige Gebäude im Stil der Renaissance zeigt wechselnde Ausstellungen aus den Bereichen Kunst, Fotografie und Geschichte. Der Gropius Bau wurde nach dem Architekten Martin Gropius benannt, einem Großonkel von Walter Gropius, dem Gründer des Bauhauses.
Das Science Center Spectrum ein interaktives Naturwissenschaftsmuseum, das vor allem für Kinder, Familien und Schulklassen ein spannendes Ziel ist. Es gehört zum Deutschen Technikmuseum und befindet sich unweit davon im Berliner Stadtteil Kreuzberg. Das Spectrum bietet auf mehreren Etagen und in über 150 Experimentierstationen die Möglichkeit, naturwissenschaftliche Phänomene selbst zu entdecken und auszuprobieren – von der Erzeugung von Blitzen bis zum Bau eines stabilen Brückensystems.
Das Deutschlandmuseum ist ein Museum, das die Geschichte Deutschlands von der Antike bis zur Gegenwart beleuchtet. Hier werden historische Dokumente, Artefakte und multimediale Installationen gezeigt, die die Entwicklung des Landes aus verschiedenen Perspektiven darstellen. Fun Fact: Besucher können durch eine interaktive Karte „reisen“, die die verschiedenen historischen Grenzen Deutschlands in verschiedenen Epochen zeigt – eine spielerische Möglichkeit, die komplexe Geschichte des Landes zu erkunden.
Das Asisi Panorama Berlin bietet einen spektakulären Rundumblick in die geteilte Stadt während des Kalten Krieges. In einem 360-Grad-Panorama erleben Besucher die Alltagsrealität in West- und Ost-Berlin an einem fiktiven Tag in den 1980er Jahren. Der Künstler Yadegar Asisi hat das Panorama mit akribischer Liebe zum Detail gestaltet, um das Lebensgefühl jener Zeit authentisch einzufangen.
Die Gedenkstätte Deutscher Widerstand erinnert an die mutigen Männer und Frauen, die sich dem NS-Regime widersetzten. Die Ausstellung zeigt Biografien und Dokumente von Widerstandsgruppen und Einzelpersonen, die für ihre Überzeugungen kämpften. Besonders bewegend ist die Erinnerung an das Attentat vom 20. Juli 1944, bei dem Claus Schenk Graf von Stauffenberg versuchte, Hitler zu stürzen. Die Gedenkstätte befindet sich in den Räumen, in denen das Attentat geplant wurde.
Das Schwule Museum in Berlin ist eines der weltweit größten und bedeutendsten Museen, das sich der LGBTQIA+-Geschichte und -Kultur widmet. Es bietet eine Vielzahl an Ausstellungen, die Themen wie Sexualität, Sexarbeit, Recht auf Abtreibung, Identität und gesellschaftliche Entwicklungen beleuchten.
Das Kulturforum ist ein modernes Kulturzentrum, das verschiedene Museen, Konzertsäle und Bibliotheken vereint. Die unterschiedlichen Gebäude liegen alle fußläufig nah beieinander. Zu den wichtigsten Institutionen gehören die Gemäldegalerie (enthält Werke von Rembrandt, Vermeer, Dürer und Botticelli) und die Berliner Philharmonie. Interessanter Fakt: Das Kulturforum entstand während des Wiederaufbaus West-Berlins als Pendant zu den verlorenen Museen der Museumsinsel, die nach dem Krieg im Ostteil der Stadt lagen.
Das Musikinstrumenten Museum in Berlin bietet eine beeindruckende Sammlung historischer und moderner Instrumente. Besonders sehenswert sind die riesige Orgel und der Flügel, auf dem schon Franz Liszt spielte. Fun Fact: Im Museum gibt es regelmäßige Konzerte auf den historischen Instrumenten, bei denen man den Klang vergangener Zeiten erleben kann.
Die Helmut Newton Foundation im Museum für Fotografie zeigt die Werke des berühmten Fotografen, der für seine (je nach Ansicht) provokanten, sexistischen oder stilvollen Aktfotografien bekannt ist. Neben den Arbeiten Newtons werden auch wechselnde Ausstellungen anderer Fotografen gezeigt. Helmut Newton schenkte der Stiftung zu Lebzeiten einen Großteil seines Werkes, um sicherzustellen, dass seine Arbeiten dauerhaft in seiner Heimatstadt Berlin ausgestellt werden.
Das kleine Disgusting Food Museum Berlin ist nichts für schwache Nerven, aber ein Muss für alle, die neugierig auf außergewöhnliche kulinarische Erlebnisse sind! In dieser interaktiven Ausstellung werden rund 80 der schrägsten und oft ekelerregendsten Speisen aus aller Welt präsentiert. Von fermentierten Haifischen aus Island über Käse mit Maden bis hin zu Stinkfrüchten aus Asien – hier erfährt man, was in anderen Kulturen als Delikatesse gilt. Mutige Besuchende haben die Möglichkeit, einige der Exponate tatsächlich zu probieren! Der Besuch ist nicht nur ein kulinarisches Abenteuer, sondern auch eine humorvolle Reise in die Essgewohnheiten der Welt.
Die "Black Box Kalter Krieg" am Checkpoint Charlie beleuchtet die Geschichte des Kalten Krieges, der Berlin als Brennpunkt zwischen Ost und West besonders stark prägte. Die Ausstellung zeigt Originaldokumente, Fotos und Filme, die die politischen Spannungen und Spionage-Aktivitäten der Zeit veranschaulichen. Die Ausstellung befindet sich in unmittelbarer Nähe des Checkpoint Charlie, einem der bekanntesten Grenzübergänge zwischen Ost- und West-Berlin.
Das Museum zeigt zum Beispiel originale Schriftzüge von ehemaligen Kinos, Geschäften und Fabriken. Diese Buchstaben erzählen Geschichten über die kulturelle und wirtschaftliche Vergangenheit und zeigen, wie sich Trends und Stile in der Schriftgestaltung entwickelt haben. Das Museum ist weltweit einzigartig und bietet eine faszinierende Möglichkeit, Typografie als Kunstform zu erleben und die Geschichten hinter den Schildern und Buchstaben zu entdecken.
Der Anhalter Bahnhof war einst einer der größten Bahnhöfe Europas, bevor er im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Heute sind nur noch die imposanten Reste des Portals erhalten, die als Mahnmal an die Deportationen von Juden während des Holocausts erinnern. Das Denkmal liegt direkt neben dem neuen S-Bahnhof Anhalter Bahnhof.
Geprägt von Migration, Subkultur und stetigem Wandel haben sich Kreuzberg, Treptow und Neukölln zu einigen der spannendsten Stadtteile Berlins entwickelt
Kreuzberg ist eines der lebendigsten und vielfältigsten Viertel Berlins, bekannt für seine alternative Szene, multikulturelle Atmosphäre und seine schönen Altbauten aus der Gründerzeit.
Besonders belebte Orte sind der Görlitzer Park, die Oranienstraße mit zahlreichen Geschäften sowie das Kotbusser Tor. An vielen dieser Orte gibt es seit einigen Jahren leider zunehmend Probleme mit Drogendealern. Trotzdem gibt es viele schöne Orte zum Bummeln und Spazieren: der indische Brunnen beim Engelbecken, das Bethanienstift, das Maybachufer, der Viktoriapark oder die Reste der Berliner Mauer sind schöne Orte dafür.
Östlich von Kreuzberg schließt sich Treptow an, welches besonders für den Treptower Park bekannt ist. Am südlichen Spreeufer kann man gemütliche eine Radtour unternehmen und einen Stopp beim Spreepark machen.
Südlich von Kreuberg liegt Neukölln. Früher war das Viertel für seinen hohen Anteil Sozialhilfeempfängern und Menschen ohne Schulabschluss bekannt, inzwischen ist es ein Anziehungspunkt für junge Künstler und Künstlerinnen, Kreative und Expats geworden.
Das Deutsche Technikmuseum ist ein Mekka für Technikfans und bietet eine beeindruckende Sammlung aus verschiedenen Bereichen wie Schifffahrt, Luftfahrt, Eisenbahn und Computertechnik. Besonders imposant ist der große Rosinenbomber, der scheinbar über dem Museum schwebt und an die Berliner Luftbrücke während der Blockade erinnert. Die Luftbrücke (Versorgung durch Flugzeuge) war nötig geworden, da die DDR eine Einfuhrsperre nach Westberlin auf dem Landweg verhängte.
Der Treptower Park ist einer der größten und grünsten Parks Berlins, direkt an der Spree gelegen. Berühmt ist er vor allem für das Sowjetische Ehrenmal, das an die im Zweiten Weltkrieg gefallenen Soldaten erinnert. Es ist eine der größten Gedenkstätten dieser Art in Deutschland. Im Sommer wird der Park zu einem beliebten Treffpunkt für Grillfreunde und Wassersportler. Ist man mit dem Fahrrad unterwegs, kann man weiter der Spree entlang an der Insel der Jugend vorbei und einen Stopp am Brenner Biergarten machen. Ein Stück weiter kann man auch noch den Spreepark besuchen.
Die Markthalle Neun (Markthalle 9) ist eine der bekanntesten Markthallen Berlins und ein beliebter Treffpunkt für Foodies im Herzen von Kreuzberg. Hier gibt es alles von frischem Obst und Gemüse über Bäckereien und Käsereien bis hin zu internationalen Street-Food-Ständen.
Jeden Donnerstagabend verwandelt sich die Markthalle in ein Street-Food-Paradies mit Ständen aus aller Welt. Hier kannst du von authentischen asiatischen Gerichten bis hin zu lokalen Berliner Spezialitäten alles probieren.
Der wöchentliche Markt bietet freitags und samstags frische und regionale Produkte von lokalen Bauern und Produzenten, darunter Bio-Gemüse, Fleisch, Käse und andere Spezialitäten.
Das Jüdische Museum Berlin ist nicht nur architektonisch ein Meisterwerk, sondern auch eines der größten und beeindruckendsten Museen seiner Art in Europa. Der ikonische Bau des Architekten Daniel Libeskind symbolisiert mit seinen schroffen Winkeln und Kanten das gebrochene Leben der Juden in Deutschland.
Der Viktoriapark in Kreuzberg ist bekannt für seinen künstlichen Wasserfall und den Kreuzberg, den höchsten natürlichen Punkt Berlins. Vom Nationaldenkmal auf der Spitze des Hügels hat man einen grandiosen Blick über die Stadt. Der Wasserfall wurde im 19. Jahrhundert angelegt und soll an die Berglandschaften des Riesengebirges erinnern – eine kleine Naturoase mitten in der Großstadt.
Im Berlin Story Bunker taucht man tief in die Geschichte Berlins ein – im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Ausstellung befindet sich in einem alten Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg. Hier wird die Geschichte Berlins von den Anfängen bis zur Gegenwart auf packende Weise erzählt. Besonders eindrucksvoll ist die Ausstellung über das Dritte Reich und den Nationalsozialismus. Ein kurioser Fakt: Der Bunker wurde nach dem Krieg zum Weinkeller umfunktioniert, bevor er 2004 zu einem Museum umgebaut wurde.
Die Berlinische Galerie ist ein Museum für moderne Kunst, Fotografie und Architektur. Es zeigt Werke von Berliner Künstlern aus dem 20. Jahrhundert bis heute und bietet einen spannenden Einblick in die kreative Szene der Stadt.
Der Spreepark wurde 1969 als „Kulturpark Plänterwald“ eröffnet und war der einzige Vergnügungspark in der DDR. Der Park wurde als Teil der sozialistischen Freizeitgestaltung konzipiert und war eine Attraktion für Familien. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands im Jahr 1990 geriet der Park in finanzielle Schwierigkeiten. Der Park wurde 2001 endgültig geschlossen, nachdem die Betreiber nicht mehr in der Lage waren, die Kosten zu decken und die Attraktionen instand zu halten. Ein Versuch der Unternehmerfamilie Koks versteckt in Fahrgeschäften von Peru nach Deutschland zu schmuggeln schlug fehl und Vater und Sohn mussten lange ins Gefängnis. Seitdem blieb der Park weitgehend ungenutzt und verwildert, was ihm ein mystisches und verlassenes Ambiente verleiht. Momentan wird daran geplant den Spreepark ineinen öffentlichen Naherholungspark umzuwandeln. Man kann man ihn momentan jedoch nur in Rahmen von geführten Touren besuchen. Wer gerne verlassene Gebäude besucht findet hier eine Website voll mit weiteren Objekten in und um Berlin: abandonedberlin.com
Das Badeschiff ist eines der ungewöhnlichsten Freibäder Berlins – ein schwimmender Pool mitten in der Spree! Hier kann man in den Sommermonaten schwimmen und dabei die Skyline der Stadt genießen. Im Winter wird das Badeschiff mit einer Hülle überzogen und verwandelt sich in eine Sauna-Oase – ein echtes Ganzjahres-Highlight.
Das Willy-Brandt-Haus ist Parteizentrale, Veranstaltungslocation, Büro- und Geschäftsgebäude sowie Kultur- und Kommunikationszentrum. Häufig gibt es hier kostenlose Fotoausstellungen zu sozialen Themen. Auch eine Geschichtswand zum Thema Sozialdemokratie und eine Dauerausstellung wird geboten.
Der Prinzessinnengarten ist ein urbaner Gemeinschaftsgarten in Kreuzberg, der mitten in der Stadt Gemüse, Kräuter und Blumen anbaut. Hier können Berliner und Besucher gleichermaßen gärtnern, Workshops besuchen oder einfach das grüne Umfeld genießen.
Das Ramones Museum ist ein Muss für Fans der legendären Punkband aus New York. Es bietet eine beeindruckende Sammlung von Erinnerungsstücken, darunter Bühnenoutfits, Poster, Fotos und Autogramme. Das Museum befindet sich in einem veganen Café und startete als private Sammlung eines Superfans und wuchs schnell zu einem der kultigsten Orte für Punk-Rock-Liebhaber heran.
Das Märkische Museum erzählt die Geschichte Berlins von der Gründung bis in die Gegenwart. Besonders spannend sind die mittelalterlichen Artefakte und Modelle der Stadtentwicklung. Interessanter Fakt: Das Museumsgebäude selbst wurde im Stil einer mittelalterlichen Burg errichtet und ist damit nicht nur inhaltlich, sondern auch architektonisch ein echtes Highlight.
Das Stadtbad Neukölln ist eines der schönsten und traditionsreichsten Schwimmbäder der Stadt. Es wurde im Jahr 1914 eröffnet und zählt zu den größten und prachtvollsten Bädern Deutschlands. Architektonisch beeindruckt das Stadtbad durch seinen neoklassizistischen Stil, der an antike römische Thermen erinnert. Wer allerdings sportlich Bahnen schwimmen will, sollte lieber in ein größeres Schwimmbad gehen. Neben dem Schwimmbad gibt es auch einen Sauna-Bereich.
Das KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst in Neukölln ist ein Ausstellungsort, der zeitgenössische Kunst in einem einzigartigen architektonischen Ambiente präsentiert. Das Zentrum befindet sich in einer ehemaligen Brauerei, der Kindl-Brauerei, die in den 1920er-Jahren erbaut wurde und heute ein beeindruckendes Beispiel für Industriearchitektur der Weimarer Republik darstellt. Die hohen Hallen und weitläufigen Räume bieten eine ungewöhnliche Kulisse für die Präsentation von moderner Kunst und machen das KINDL zu einem inspirierenden Ort für Kunstliebhaber und Kreative.
Die Archenhold-Sternwarte in Berlin-Treptow ist die älteste und größte Volkssternwarte Deutschlands und eine der bedeutendsten ihrer Art. Sie wurde 1896 gegründet und ist nach dem Astronomen Friedrich Simon Archenhold benannt, der sie auch ins Leben rief. Die Sternwarte befindet sich im Treptower Park und ist heute ein Teil des Berliner Stadtmuseums.
Ein markantes Highlight der Sternwarte ist das „Riesenfernrohr“, das längste bewegliche Linsenfernrohr der Welt. Es ist 21 Meter lang und wurde ursprünglich für die Große Berliner Gewerbeausstellung 1896 gebaut. Das Fernrohr war eine technische Sensation und bot den Besuchern die Möglichkeit, Himmelskörper wie Planeten und Sterne zu beobachten. Das Instrument ist bis heute eine der Hauptattraktionen und wird noch immer genutzt, wenn auch in modernisierter Form. Zudem verfügt die Sternwarte über ein Planetarium und ein kleines Museum, das sich mit der Geschichte der Astronomie und der Technikentwicklung befasst.
Der Markt am Maybachufer ist einer der lebendigsten und buntesten Wochenmärkte Berlins. Direkt am Landwehrkanal an der Grenze von Kreuzberg zu Neukölln gelegen, bietet er ein vielfältiges Angebot von günstigem Obst und Gemüse bis zu internationaler Küche, Kunsthandwerk und Secondhand-Mode. Manchmal treten dort auch Musiker auf. Um den Markt finden sich auch einige sehr schöne Bars und Clubs.
Schöneberg und Tempelhof stehen für zentrale Kapitel der Berliner Stadtgeschichte und zugleich für gelebte Vielfalt und offene Stadträume
Schöneberg ist ein vielseitiger und historisch bedeutsamer Stadtteil, der besonders als Zentrum der LGBTQ+-Community bekannt ist. Rund um den Nollendorfplatz prägen Bars, Cafés und Kulturorte das offene und tolerante Lebensgefühl des Viertels. Zugleich spielte Schöneberg eine wichtige Rolle in der deutschen Geschichte: Das Rathaus Schöneberg war während der Teilung Berlins Sitz des West-Berliner Senats und Ort berühmter Reden, darunter John F. Kennedys „Ich bin ein Berliner“. Neben Kultur und Geschichte ist Schöneberg auch für seine lebendige Alltagskultur bekannt – von Wochenmärkten bis zu kulinarischen Anlaufpunkten wie Mustafas Gemüsedöner.
Tempelhof wird vor allem durch das Tempelhofer Feld geprägt, einen ehemaligen Flughafen, der heute als weitläufige Freizeit- und Erholungsfläche genutzt wird. Auf den ehemaligen Start- und Landebahnen treffen sich Spaziergänger, Radfahrer, Skater und Drachensteiger. Das monumentale Flughafengebäude erinnert an die bewegte Geschichte des Ortes, der von der Luftbrücke bis zur heutigen Bürgernutzung ein Symbol für Wandel und Offenheit geworden ist.
Das Tempelhofer Feld ist ein riesiger, ehemaliger Flughafen in Berlin, der heute als einer der größten innerstädtischen Freiräume der Welt dient. Der Flughafen Tempelhof war einst ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt und spielte eine zentrale Rolle während der Berliner Luftbrücke 1948/49, als West-Berlin während der Blockade durch die Sowjetunion versorgt wurde.
Nachdem der Flughafen 2008 geschlossen wurde, wurde das Gelände 2010 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht und ist seitdem ein beliebter Ort für Erholung und Freizeitaktivitäten. Da das Gelände riesig ist, erkundet man es am besten mit dem Fahrrad.
Der Britzer Garten ist eine weitläufige Parkanlage im 5 km südlich vom Tempelhofer Feld, die besonders für ihre farbenprächtigen Blumenbeete und den schönen Rosengarten bekannt ist. Der Garten bietet zahlreiche Spielplätze, Seen und Wiesen und ist ein beliebtes Ausflugsziel für Familien. Der Britzer Garten wurde 1985 für die Bundesgartenschau angelegt und wird von manchen als schönster Park Berlins bezeichnet.
Urban Nation ist ein einzigartiges Museum, das der zeitgenössischen Urban Art und Street Art gewidmet ist. Die Fassade des Museums ist ein ständiges Kunstwerk, da die ausgestellten Graffitis und Murals regelmäßig wechseln. Im Inneren finden Besucher Werke bekannter Street Artists wie Banksy, Shepard Fairey und viele mehr.
Schloss Britz ist ein historisches Bauwerk im Berliner Bezirk Neukölln, südöstlich vom Tempelhofer Feld. Das Schloss wurde im 18. Jahrhundert erbaut und ist ein beeindruckendes Beispiel für die Architektur der Epoche.
Das Schloss wurde ursprünglich zwischen 1730 und 1735 als Herrenhaus für den brandenburgischen Landrat und Besitzer von Britz, Johann Heinrich von Dallwitz, erbaut. Im Laufe der Jahre erlebte das Gebäude verschiedene Um- und Anbauten.
Um das Schloss herum befindet sich ein schöner Park, der ursprünglich als Barockgarten angelegt wurde. Der Park lädt zu Spaziergängen ein und bietet eine ruhige Oase inmitten der Stadt.
Die P61 Gallery ist eine kleine Galerie, die sich der Förderung von aufstrebenden Künstlern verschrieben hat. Hier finden regelmäßig wechselnde Ausstellungen statt, die junge Talente aus der Berliner Kunstszene präsentieren.
Das Lippenstiftmuseum ist eine Hommage an die Schönheit und die Geschichte eines der bekanntesten Kosmetikprodukte: des Lippenstifts. Gegründet wurde das Museum von René Koch, einem prominenten Berliner Visagisten und Kosmetikexperten, der über Jahrzehnte eine beeindruckende Sammlung von Lippenstiften und damit verbundenen Artefakten zusammengetragen hat.
Die Ausstellung zeigt Lippenstifte und Kosmetikprodukte aus verschiedenen Epochen, darunter seltene und außergewöhnliche Stücke. Auch die Entwicklung von Make-up-Trends und die gesellschaftliche Bedeutung des Lippenstifts sind Themen der Ausstellung.
Ein Besuch ist nur im Rahmen einer Führung und mit Voranmeldung möglich!
Die östlichen Stadtteile Berlins zeigen die Stadt von sehr unterschiedlichen Seiten – zwischen Nachtleben, Geschichte der Teilung und Altstadtidylle
Friedrichshain ist ein lebendiger und kreativer Stadtteil im Osten Berlins, der für seine dynamische Atmosphäre, kulturelle Vielfalt und zahlreichen Clubs bekannt ist. Die East Side Gallery, ein Abschnitt der Berliner Mauer, ist eine Open-Air-Galerie, die mit vielen farbenfrohen Kunstwerken geschmückt ist und eine bedeutende Rolle in der Geschichte Berlins spielt. Friedrichshain ist auch ein Hipster-Hotspot.
Weiter östlich davon liegt Köpenick - ein grüner und historisch geprägter Stadtteil, der für seine idyllische Lage an Spree und Dahme sowie den Hochstapler "Hauptmann von Köpenick" bekannt ist. Die Altstadt Köpenick mit ihrem barocken Schloss bildet das kulturelle Zentrum des Viertels. Leider ist die Altstadt eher schlecht an den ÖPNV angeschlossen.
Zwischen beiden Stadtteilen liegen verteilt einige Sehenswürdigkeiten und Museen sowie der (Ex-DDR) Tierpark Berlin.
Die East Side Gallery ist eine Open-Air-Galerie und das längste noch erhaltene Stück der Berliner Mauer. Auf 1,3 Kilometern haben Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt direkt nach dem Mauerfall im Jahr 1989 ihre Hoffnungen und Träume für eine bessere Welt auf die ehemals trennende Betonwand gemalt. Besonders beliebt ist das ikonische Gemälde des „Bruderkusses“ zwischen den Staatschefs Breschnew und Honecker.
Der Tierpark Berlin ist der größte Landschaftszoo Europas und ein wahres Paradies für Tierliebhaber. Auf mehr als 160 Hektar können Besucher über 10.000 Tiere aus aller Welt bestaunen, darunter Elefanten, Giraffen und Eisbären. Besonders bekannt ist der Tierpark für seine Freigehege und weitläufigen Anlagen. Ein lustiger Fakt: In den 1950er Jahren war der Tierpark die Antwort der DDR auf den Westberliner Zoo – mit dem Unterschied, dass man hier auf riesigen Picknickwiesen zwischen den Gehegen sitzen kann, was den Zoo zu einem beliebten Familienausflugsziel macht.
Die Gärten der Welt im Bezirk Marzahn bieten eine Reise um die Welt – und das mitten in Berlin! Hier gibt es unter anderem einen asiatischen, orientalischen, italienischen und englischen Garten, die alle liebevoll nach traditioneller Gartengestaltung errichtet wurden. Besonders sehenswert ist der Chinesische Garten, der größte seiner Art in Europa. Fun Fact: Ein Highlight der Gärten ist die Seilbahn, die extra für die Internationale Gartenausstellung 2017 errichtet wurde und den Besuchern einen atemberaubenden Blick über die gesamte Anlage bietet.
Der Holzmarkt 25 ist ein kreatives Dorf an der Spree, das Künstlerinnen, Unternehmer und Freigeister zusammenbringt. Der Ort bietet nicht nur Cafés, Restaurants und Bars, sondern auch Galerien, Ateliers und Veranstaltungsflächen. Witziger Fakt: Der Holzmarkt ist das Ergebnis eines alternativen Stadtentwicklungsprojekts und wird oft als das "Anti-Berghain" bezeichnet – hier geht es um Gemeinschaft und Nachhaltigkeit statt um exklusives Clubbing.
Der Boxhagener Platz, oft liebevoll „Boxi“ genannt, ist ein zentraler und beliebter Treffpunkt im Berliner Stadtteil Friedrichshain. Er liegt im Herzen des sogenannten Simon-Dach-Kiezes, einer lebendigen Gegend mit vielen kleinen Läden, Restaurants und Bars, die vor allem junge Menschen und Familien anzieht.
Jeden Samstag ist Wochenmarkt. An Sonntagen findet am Boxhagener Platz ein Flohmarkt statt, der für Vintage-Fans und Schnäppchenjäger ein echtes Highlight ist.
Die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, das ehemalige zentrale Untersuchungsgefängnis der DDR-Staatssicherheit, bietet einen erschütternden Einblick in die Methoden der politischen Repression. Hier wurden Tausende Menschen inhaftiert und verhört, oft ohne Anklage oder Prozess. Heute führen ehemalige Insassen durch das Gefängnis und schildern ihre persönlichen Erlebnisse. Ein besonders eindrucksvoller Raum ist die sogenannte „U-Boot“-Zelle, in der Inhaftierte tagelang in völliger Dunkelheit eingesperrt wurden. Ein interessanter Fakt: Viele der Foltermethoden, die hier angewendet wurden, waren psychologischer Natur – physische Gewalt war oft nicht nötig, um die Gefangenen zu brechen und hinterließen keine sichtbaren Spuren.
Das Computerspielemuseum in Berlin ist ein Muss für Gaming-Fans und Technik-Nerds. Es dokumentiert die Geschichte der Videospiele von den Anfängen bis heute und bietet zahlreiche interaktive Ausstellungen, in denen Besucher Klassiker wie „Pong“, „Pac-Man“ und „Super Mario“ spielen können. Ein lustiger Fakt: Das Museum hat eine Atari-Konsole, die 1977 verkauft wurde, noch immer im Einsatz – sie funktioniert bis heute und lädt zum Zocken ein!
Das Stasimuseum im ehemaligen Hauptquartier des Ministeriums für Staatssicherheit (Stasi) gibt einen erschreckenden Einblick in die Überwachungs- und Repressionsmethoden der DDR. Besuchende können die originalen Büros der Stasi-Spitze besichtigen und mehr über das umfassende Spitzelnetzwerk erfahren, das Millionen von DDR-Bürgern ausspionierte.
Das Dong Xuan Center ist ein Markt in Berlin-Lichtenberg der sich auf einer Fläche von über 16.000 Quadratmetern erstreckt und damit das größte asiatische Handelszentrum in Deutschland ist.
Das Dong Xuan Center wurde 2005 von vietnamesischen Unternehmern gegründet und ist nach dem bekannten „Dong Xuan Markt“ in Hanoi benannt. Es ist ein wichtiger Treffpunkt für die vietnamesische Gemeinde in Berlin, die in den 1980er Jahren im Zuge von Arbeitsverträgen in die DDR kamen und später in Berlin blieben. Heute leben etwa 20.000 Vietnamesen in der Hauptstadt.
Das Zentrum beherbergt zahlreiche Läden, die alles Mögliche verkaufen – von asiatischen Lebensmitteln bis hin zu Kleidung, Elektronik und Haushaltswaren.
Eines der Highlights des Dong Xuan Centers sind die zahlreichen vietnamesischen Restaurants und Imbisse, die authentische Gerichte anbieten.
Das Center bietet auch Dienstleistungen wie Friseure, Nagelstudios, Handyreparaturen und Reisebüros an.
Die Meinungen über den Markt gehen weit auseinander: Während manche das Essen und die günstigen Preise schätzen, klagen andere über Ramsch und unhygienische Zustände.
Das RAW Gelände im Berliner Stadtteil Friedrichshain ist ein alternativer Kultur- und Partyort, der in den ehemaligen Werkhallen der Reichsbahn untergebracht ist. Hier finden Open-Air-Konzerte, Street-Art-Ausstellungen (u.a. in der Urban Spree Gallery), Flohmärkte und Partys statt. Die weitläufige Anlage ist ein echter Hotspot für Kunstschaffende und Kreative, die das Gelände mit Graffitis und Installationen immer wieder neu gestalten. Neben einer tollen Kletter- und Boulderhalle findet sich dort auch eine Halle zum Skaten.
Dark Matter ist eine immersive Kunstausstellung, die Lichtinstallationen in den Mittelpunkt stellt. In einer dunklen Halle entfalten sich leuchtende Kunstwerke, die auf Bewegung und Geräusche der Besucher reagieren.
Die Oberbaumbrücke verbindet die Stadtteile Friedrichshain und Kreuzberg und ist eine der bekanntesten Brücken Berlins. Sie besticht durch ihre neugotische Architektur und bietet einen herrlichen Blick auf die Spree. Ein kurioser Fakt: Während des Kalten Krieges diente die Brücke als Grenzübergang zwischen Ost- und Westberlin – heute ist sie ein Symbol für das wiedervereinte Berlin und ein beliebter Fotospot.
The Wall Museum an der East Side Gallery ist ein kleines Museum, das die Geschichte der Berliner Mauer erzählt. Mit Filmen, Fotos und Zeitzeugnissen wird die bewegte Geschichte der Teilung Berlins lebendig.
Das Deutsch-russische Museum in Karlshorst erinnert an das Ende des Zweiten Weltkriegs, da hier am 8. Mai 1945 die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht unterzeichnet wurde. Die Ausstellung beleuchtet die deutsch-russische Beziehung in Krieg und Frieden. Interessanter Fakt: Das Gebäude diente nach dem Krieg als Hauptquartier der sowjetischen Besatzungstruppen in Deutschland.
Die Karl-Marx-Allee ist eine der bekanntesten Prachtstraßen Ost-Berlins, die mit ihren monumentalen Wohnbauten im Stil des Sozialistischen Klassizismus beeindruckt. Interessanter Fakt: Die Allee wurde ursprünglich als "Stalinallee" bekannt und war Schauplatz großer Paraden in der DDR-Zeit.
Die Altstadt Köpenick und das Schloss Köpenick gehören zu den historischen und kulturellen Highlights im tiefen Osten Berlins. Köpenick, einst eine eigenständige Stadt, liegt idyllisch aber auch etwas abgeschieden vom Rest der Stadt, an der Mündung der Flüsse Dahme und Spree und bietet eine charmante Altstadt mit gut erhaltenen, historischen Gebäuden und gemütlichen Straßen.
Die Altstadt Köpenick besticht durch ihren malerischen Charme mit kleinen Gassen, Fachwerkhäusern und schönen Plätzen. Besonders sehenswert ist das historische Rathaus, ein imposantes Backsteingebäude im Stil der norddeutschen Backsteingotik, das vor allem durch die Geschichte des "Hauptmanns von Köpenick" bekannt wurde. Dieser legendäre Hochstapler, Wilhelm Voigt, erlangte 1906 Berühmtheit, als er in einer preußischen Uniform das Rathaus besetzte und die Stadtkasse stahl. Eine Statue vor dem Rathaus erinnert an dieses humorvolle Kapitel der deutschen Geschichte.
Ein weiteres Highlight in der Altstadt ist die St. Laurentius Kirche, die als ältestes Gebäude Köpenicks gilt. Sie wurde im 13. Jahrhundert erbaut und prägt mit ihrem charakteristischen Turm das Stadtbild.
Das Schloss Köpenick, auf einer Insel in der Dahme gelegen, ist eines der bedeutendsten Barockschlösser in Berlin und beeindruckt durch seine wunderschöne Lage am Wasser. Das Schloss wurde im 17. Jahrhundert erbaut und diente zunächst als Jagdschloss für die brandenburgischen Kurfürsten. Heute beherbergt es eine Außenstelle des Berliner Kunstgewerbemuseums und zeigt eine herausragende Sammlung europäischer Kunsthandwerke, darunter Möbel, Textilien, Tapisserien und Kunstwerke aus Renaissance, Barock und Rokoko. Besonders sehenswert sind die prachtvollen Räume des Schlosses, darunter der Spiegelsaal, der mit seiner aufwändigen Stuckdekoration beeindruckt.
Der umliegende Schlosspark ist ein beliebter Ort für Spaziergänge und bietet einen herrlichen Blick auf das Wasser. Der Park lädt zu entspannten Erkundungstouren ein und ist besonders im Sommer ein idyllischer Ort, um die barocke Architektur und die Natur zu genießen.