Sachsenhausen
Eine eindrucksvolle Gedenkstätte auf dem Gelände eines ehemaligen Konzentrationslagers. Sie erinnert an die Verbrechen des Nationalsozialismus.
Brandenburg, das flächenmäßig größte Bundesland Ostdeutschlands, begeistert mit unberührter Natur und geschichtsträchtigen Orten wie Potsdam.
Geprägt von endlosen Wäldern, glasklaren Seen und beeindruckenden Flusslandschaften, ist das Bundesland ein Paradies für Outdoor-Enthusiasten und Kulturreisende gleichermaßen.
Besonders beeindruckend ist der Spreewald, der mit seiner einzigartigen Auenlandschaft als UNESCO-Biosphärenreservat geschützt ist.
Die Region ist Heimat der Sorben, einer slawischen Minderheit, deren Kultur und Sprache noch heute lebendig sind.
Potsdam, die Hauptstadt des Bundeslandes Brandenburg, ist eine Stadt voller historischer und kultureller Highlights
Bekannt für ihre prächtigen Schlösser, weitläufigen Gärten und die reiche Geschichte als Residenzstadt der preußischen Könige, ist Potsdam ein wahres Juwel vor den Toren Berlins.
Die bekannteste Attraktion der Stadt ist zweifellos der Park Sanssouci mit dem gleichnamigen Schloss, dem ehemaligen Sommersitz von Friedrich dem Großen. Neben Sanssouci beeindrucken weitere Schlösser wie das Neue Palais, Schloss Cecilienhof und Schloss Babelsberg. Diese gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe und spiegeln die Glanzzeiten der preußischen Monarchie wider.
Doch Potsdam bietet mehr als nur royale Pracht. Das Holländische Viertel, mit seinen roten Backsteinbauten, vermittelt einen charmanten Eindruck von niederländischer Architektur. Das Filmstudio Babelsberg, das älteste Großatelier-Filmstudio der Welt, ist ein bedeutendes Zentrum für die Filmindustrie und bietet einen spannenden Einblick in die Welt des Kinos.
Die Stadt ist zudem von malerischen Seen und Wäldern umgeben, die zu Outdoor-Aktivitäten wie Radfahren, Wandern und Bootsausflügen einladen.
Historisch gesehen spielte Potsdam eine Schlüsselrolle in verschiedenen Epochen: von der preußischen Residenzstadt über den Standort der Potsdamer Konferenz 1945 bis hin zur Wiedervereinigung Deutschlands.
Heute ist Potsdam eine lebendige Universitätsstadt mit einem vielfältigen kulturellen Angebot.
Der weitläufige Park, der das Schloss umgibt, ist ein Meisterwerk der Gartenkunst des 18. Jahrhunderts. Er wurde von Peter Joseph Lenné gestaltet und verbindet verschiedene Gartenstile, von barocken Terrassen mit Weinreben bis hin zu englischen Landschaftsgärten. Wer mag, kann im Park picknicken. Raf fahren ist jedoch nur an bestimmten Strecken erlaubt.
Zu den Höhepunkten des Parks zählen:
Das Schloss Sanssouci, übersetzt „ohne Sorge“, diente Friedrich dem Großen ab 1747 als Rückzugsort. Es ist ein vergleichsweise kleines, einstöckiges Lustschloss, das auf einer Weinbergterrasse errichtet wurde. Die Architektur im Rokoko-Stil wurde von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff entworfen und orientiert sich an französischen Vorbildern.
Die Innenräume des Schlosses beeindrucken durch opulente Dekorationen, darunter vergoldete Ornamente, Gemälde und aufwändige Stuckarbeiten. Besonders hervorzuheben ist das Konzertzimmer und die Marmorgalerie, die mit exquisiten Kunstwerken ausgestattet sind. Das Schloss gibt einen Einblick in die private Welt Friedrichs, der hier Philosophen wie Voltaire empfing.
Tickets sollten im voraus online gekauft werden. Das sanssouci+ Ticket ermöglicht günstigen Eintritt zu weiteren Sehenswürdigkeiten.
Das Potsdamer Brandenburger Tor ist ein prächtiger Triumphbogen aus dem 18. Jahrhundert, der die westliche Grenze der Innenstadt markiert. Errichtet 1770 unter Friedrich dem Großen, erinnert das Tor an den erfolgreichen Siebenjährigen Krieg. In diesem Krieg kämpfte und siegte Friedrich II. von Preußen gegen eine Koalition aus Österreich, Frankreich, Russland und Schweden. Ziel war es, die Vormachtstellung in Europa zu sichern und die Ansprüche Österreichs auf Schlesien abzuwehren, das Preußen im vorhergehenden Österreichischen Erbfolgekrieg erobert hatte.
Das Museum Barberini in Potsdam ist ein bedeutendes Kunstmuseum, das in einem rekonstruierten barocken Palais am Alten Markt untergebracht ist. Es bietet wechselnde Ausstellungen von Impressionismus bis zeitgenössischer Kunst und besitzt eine der weltweit umfassendsten Sammlungen impressionistischer Werke. Besonders herausragend sind die Gemälde von Claude Monet und anderen Künstlern dieser Epoche. Regelmäßig gibt es Sonderausstellungen, die Besuchende mit ihrer Vielfalt begeistern.
Die Biosphäre Potsdam ist eine tropische Erlebniswelt, die Besuchende in eine exotische Landschaft entführt. Mit mehr als 20.000 Pflanzen, einem großen Schmetterlingshaus und Nachbildungen tropischer Ökosysteme ist sie ein beliebtes Ausflugsziel für Familien. Die Halle simuliert tropisches Klima und bietet spannende Attraktionen wie eine Nebelwand, Wasserfälle und exotische Tiere. Sie eignet sich perfekt, um die tropische Natur kennenzulernen, ohne die Stadt zu verlassen.
Schloss Cecilienhof liegt im Neuen Garten und ist vor allem durch die Potsdamer Konferenz von 1945 bekannt, auf der u.a. die Aufteilung Deutschlands in vier Besatzungszonen, verwaltet von den USA, Großbritannien, der Sowjetunion und Frankreich beschlossen wurde.
Schloss Cecilienhof war das letzte Schloss, das die Hohenzollern vor dem Ende der Monarchie bauen ließen. Im Stil eines englischen Landhauses errichtet, war es die Residenz von Kronprinz Wilhelm und seiner Frau Cecilie. Das Schloss besteht aus Fachwerk und Backstein und ist von einem idyllischen Garten umgeben. Die historischen Räume, darunter der Konferenzsaal, bieten Einblicke in die Ereignisse der Nachkriegszeit und die politische Neuordnung Europas.
Der Park Babelsberg ist ein Meisterwerk der Landschaftsarchitektur, entworfen von Peter Joseph Lenné und Hermann Fürst von Pückler-Muskau. Der Park liegt malerisch am Havelufer und beherbergt das Schloss Babelsberg, ein neugotisches Juwel. Die Parkanlage zeichnet sich durch weitläufige Wiesen, Aussichtspunkte und Wasserspiele aus. Der Flatowturm, eine Nachbildung mittelalterlicher Architektur, bietet einen grandiosen Blick auf Potsdam und die Umgebung.
Der Filmpark Babelsberg ist ein Erlebnispark, der sich dem Thema Film und Fernsehen widmet. Besuchende erleben hier Filmkulissen, spannende Stuntshows und interaktive Attraktionen. Highlights sind die „GZSZ“-Außensets, die 4D-Erlebniskino-Shows und Einblicke in die Filmproduktion. Der Park gehört zu den ältesten und bedeutendsten Filmstudios der Welt und zieht jährlich zahlreiche Besuchende an.
Die Kolonie Alexandrowka ist ein einzigartiges russisches Dorf, das Anfang des 19. Jahrhunderts unter Friedrich Wilhelm III. für russische Sänger erbaut wurde. Die 13 Holzhäuser im russischen Stil stehen inmitten eines Gartens, der von Peter Joseph Lenné gestaltet wurde. Heute gehört Alexandrowka zum UNESCO-Welterbe. Das Museum im Haus Nr. 2 vermittelt die Geschichte der Kolonie, und das Café in einem der Häuser lädt zu russischen Spezialitäten ein.
Das Belvedere ist ein beeindruckendes Schloss mit zwei Türmen und einer atemberaubenden Aussicht auf Potsdam und Berlin. Der Bau im Stil der italienischen Renaissance wurde im 19. Jahrhundert begonnen, aber erst im 20. Jahrhundert fertiggestellt. Es ist ein beliebtes Ausflugsziel und Schauplatz für Konzerte und Kulturveranstaltungen. Die Anlage ist von einem schönen Garten umgeben, der zum Flanieren einlädt.
Wer seine Füße schonen will, kann an einer Schlösserrundfahrt oder Tour zum Wannsee oder zur Havel teilnehmen.
Die St.-Nikolai-Kirche ist eine beeindruckende klassizistische Kirche am Alten Markt. Sie wurde von Karl Friedrich Schinkel entworfen und zwischen 1830 und 1850 vollendet. Die markante Kuppel prägt das Stadtbild Potsdams. Die Kirche ist ein Ort der Andacht und kultureller Veranstaltungen, darunter Konzerte mit der hervorragenden Orgel.
Das Filmmuseum Potsdam, in einem barocken Pferdestallgebäude am Alten Markt, widmet sich der Filmgeschichte. Es beleuchtet insbesondere die Rolle des Filmstudios Babelsberg, das als Wiege des deutschen Films gilt. Wechselnde Ausstellungen präsentieren historische und moderne Filmproduktionen. Die Dauerausstellung zeigt Requisiten, Kostüme und Technik, darunter auch Stücke von Klassikern wie Metropolis.
Die Friedenskirche ist eine protestantische Kirche im Stil des Klassizismus, die im 19. Jahrhundert erbaut wurde. Sie befindet sich im Alten Markt und beeindruckt durch ihre Architektur und ihre historische Bedeutung. Besonders markant ist die Kuppel der Kirche, die das Stadtbild prägt.
Der Botanische Garten der Universität Potsdam ist ein idyllischer Ort mit einer großen Vielfalt an Pflanzenarten aus aller Welt. Er dient als wissenschaftliche Einrichtung der Universität und ist zugleich ein Ort der Erholung für die Besuchenden. Besonders hervorzuheben ist die Sammlung von tropischen und subtropischen Pflanzen.
Die Heilandskirche ist ein malerisches Bauwerk am Havelufer, das durch ihre Lage direkt am Wasser besticht. Sie wurde von König Friedrich Wilhelm IV. in italienischem Stil erbaut und ist Teil des UNESCO-Welterbes. Die Kirche spielte auch in der DDR-Zeit eine symbolische Rolle, da sie an der Grenze lag.
Der Neue Garten, angelegt am Heiligen See, ist ein englischer Landschaftsgarten mit prächtigen Alleen und markanten Bauten. Im Zentrum steht das klassizistische Marmorpalais, einst Sommerresidenz Friedrich Wilhelm II. Es ist bekannt für seine elegante Fassade aus Marmor und seine stilvolle Inneneinrichtung. Das Areal umfasst auch das Schloss Cecilienhof.
Das Naturkundemuseum Potsdam ist ein faszinierendes Museum, das sich der Naturgeschichte der Region widmet. Es zeigt eine Vielzahl von Exponaten zu den Themen Geologie, Mineralogie, Archäologie und Paläontologie, darunter Fossilien und Tierpräparate. Das Museum bietet interaktive Ausstellungen und ist ein beliebter Anlaufpunkt für Familien und Schulgruppen.
Das Nano Science Center ist ein modernes Forschungszentrum, das sich mit Nanotechnologie und deren Anwendungen in verschiedenen Bereichen wie Medizin, Elektronik und Materialwissenschaften beschäftigt. Das Zentrum bietet Ausstellungen und Programme, die Einblicke in diese zukunftsweisende Technologie geben.
Die ehemalige Haftanstalt in der Lindenstraße ist ein Mahnmal gegen politische Verfolgung. Sie beleuchtet die Geschichte der politischen Justiz im Nationalsozialismus, in der DDR und in der Nachkriegszeit.
Diese katholische Kirche im holländischen Viertel zeichnet sich durch ihre klassizistische Architektur und ihren markanten Glockenturm aus. Sie wurde im 19. Jahrhundert erbaut und ist ein Ort der Ruhe und Besinnung.
Schloss Babelsberg, am Ufer der Havel gelegen, ist ein neugotisches Schloss, das für Prinz Wilhelm (später Kaiser Wilhelm I.) und seine Frau Augusta erbaut wurde. Entworfen von Karl Friedrich Schinkel, vereint es die Eleganz englischer Landhäuser mit einer markanten Gotik. Der umliegende Park, gestaltet von Peter Joseph Lenné, bietet fantastische Aussichten auf die Havel und ist Teil des UNESCO-Welterbes.
Die Matrosenstation Kongsnæs am Ufer der Havel wurde 1891 als Unterkunft für die kaiserlichen Ruderer und Bootsleute erbaut. Das Gebäudeensemble im norwegischen Drachenstil ist ein seltenes Beispiel dieser Architektur in Deutschland. Nach einer aufwendigen Restaurierung erstrahlt die Station wieder im historischen Glanz und ist heute ein Restaurant.
Die historische Windmühle von Sanssouci ist ein Symbol Potsdams und ein technisches Denkmal. Ursprünglich aus dem 18. Jahrhundert, wurde sie nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaut. Heute beherbergt sie ein Museum, das die Geschichte der Mühlenkunst zeigt.
Das Hans-Otto-Theater in Potsdam ist eines der bedeutendsten Theater der Stadt und ist bekannt für seine abwechslungsreichen Aufführungen, von klassischen Stücken bis hin zu modernen Inszenierungen. Das Theater ist ein kulturelles Zentrum in Potsdam und bietet eine breite Palette an Schauspiel- und Theaterproduktionen.
Diese Gedenkstätte erinnert an die ehemalige Untersuchungshaftanstalt der sowjetischen Militärspionageabwehr. Sie dokumentiert das Leid der Gefangenen in der Zeit des Kalten Krieges und bietet Führungen sowie Ausstellungen zur Geschichte des Ortes.
Der Einsteinturm auf dem Telegrafenberg ist ein berühmtes astrophysikalisches Observatorium, entworfen vom Architekten Erich Mendelsohn. Es dient der Relativitätstheorie-Forschung und ist ein bedeutendes Beispiel expressionistischer Architektur.
Die Villa Schöningen ist ein denkmalgeschütztes Gebäude, das heute als Kulturzentrum und Ausstellungsort genutzt wird. Sie befindet sich direkt am Ufer des Heiligen Sees und ist bekannt für ihre Architektur sowie für ihre Ausstellungen zu Kunst und Kultur.
Das Belvedere auf dem Klausberg ist ein kleines Schloss im Stil eines Aussichtspalastes, das einen atemberaubenden Blick auf Potsdam und das Umland bietet. Der Bau wurde im 18. Jahrhundert als Aussichtspunkt im Park von Sanssouci errichtet und ist heute ein beliebter Ort für Spaziergänge.
Der Winzerberg ist ein Aussichtspunkt in Potsdam, der für seine schöne Aussicht auf die Stadt und das Umland bekannt ist. Er liegt auf einem Hügel und war ursprünglich ein Weinanbaugebiet, daher der Name. Heute ist er ein beliebtes Ziel für Wanderer und bietet einen herrlichen Blick auf die Umgebung, einschließlich des Schloss Sanssouci.
Die Freundschaftsinsel, zwischen zwei Havelarmen gelegen, ist eine idyllische Gartenanlage und ein Rückzugsort mitten in Potsdam. Sie ist bekannt für ihre historischen Ziergärten, die der Gartenarchitekt Karl Foerster gestaltete. Neben Erholung bietet die Insel Kulturveranstaltungen und ein kleines Museum, das die Geschichte und Entwicklung der Insel beleuchtet.
Das Museum FLUXUS+ ist einem einzigartigen Kunststil gewidmet, der die Grenzen zwischen verschiedenen Kunstformen auflöste. Es zeigt Werke aus der Fluxus-Bewegung, einer internationalen Kunstbewegung, die Performance, Musik, bildende Kunst und Theater vereinte. Das Museum bietet auch interaktive Ausstellungen, die den Besuchenden eine neue Perspektive auf Kunst vermitteln.
Das Jan Bouman Haus ist ein historisches Gebäude im holländischen Stil, das nach dem niederländischen Architekten Jan Bouman benannt wurde, der das Gebäude entworfen hat. Es beherbergt ein kleines Museum über das holländische Viertel.
Der Bornstedter Friedhof ist ein historischer Friedhof im Westen von Potsdam, der vor allem durch die Gräber von Persönlichkeiten aus der preußischen Geschichte bekannt ist. Dazu gehören Gräber von preußischen Militärs und Mitgliedern der königlichen Familie. Der Friedhof ist von vielen als Ort der Ruhe und des Gedenkens geschätzt.
Die Russische-Orthodoxe Kirche in Potsdam ist ein eindrucksvolles religiöses Gebäude, das von russischen Zaren und der russischen Gemeinde in Potsdam genutzt wurde. Es befindet sich nahe des historischen Zentrums und zeigt traditionelle russische Architektur mit bunten Kuppeln und einer reichen Innenausstattung.
Der Landtag Brandenburg befindet sich in einem historischen Gebäude, das 1830 als preußisches Staatsministerium erbaut wurde. Heute ist es das Parlament des Bundeslandes Brandenburg. Die Architektur des Gebäudes ist klassizistisch und das Gebäude ist eines der markantesten in Potsdam.
Das Alte Rathaus in Potsdam ist ein historisches Gebäude am Alten Markt, das ursprünglich im 18. Jahrhundert erbaut wurde. Es ist ein schönes Beispiel für die Architektur der Zeit und beherbergt heute das Museum Stadtgeschichte Potsdam, das die Geschichte der Stadt und ihrer Entwicklung dokumentiert.
Das Dampfmaschinenhaus in Potsdam ist ein technisches Denkmal, das die Geschichte der Dampftechnologie in der Region veranschaulicht. Hier können Besuchende mehr über die Entwicklung und den Einsatz von Dampfmaschinen im industriellen Zeitalter erfahren.
Das Holländische Viertel ist eine einzigartige Ansammlung von 134 roten Backsteinhäusern im Herzen Potsdams. Es wurde im 18. Jahrhundert für holländische Handwerker errichtet, die Friedrich Wilhelm I. nach Potsdam holte, um die Stadt auszubauen. Heute ist das Viertel ein lebendiges Zentrum mit Cafés, Boutiquen und Galerien. Es bietet eine charmante Mischung aus historischem Flair und moderner Kultur und ist ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Touristen gleichermaßen.
Der Spreewald – ein malerisches Naturparadies im Osten Deutschlands – ist bekannt für seine einzigartigen Wasserwege, die sich durch dichte Wälder und idyllische Dörfer schlängeln
Diese einzigartige Landschaft, die etwa 100 Kilometer südlich von Berlin liegt, ist ein UNESCO-Biosphärenreservat und bietet eine faszinierende Mischung aus Natur, Geschichte und Kultur.
Spreewald ist ein wahres Paradies für Outdoor-Fans. Eine der beliebtesten Aktivitäten ist eine Fahrt mit dem traditionellen Kahn (einem flachen Holzboot, das von einem „Kahnschiffer“ durch das weitverzweigte Netz von Kanälen und Fließen gesteuert wird) oder einem Kanu. Für Wanderer und Radfahrer gibt es zahlreiche gut ausgeschilderte Wege, die durch die abwechslungsreiche Landschaft führen.
Die Region ist von historischen Dörfern geprägt, die mit ihren traditionell erhaltenen Häusern und Hofanlagen ein charmantes Bild bieten. Besonders bekannt ist Lübbenau, das oft als Tor zum Spreewald bezeichnet wird. In der Umgebung finden sich zahlreiche hübsche Orte wie Burg, Lehde oder Dissen, die für ihre typischen Spreewälder Architektur und ihre idyllische Lage direkt am Wasser bekannt sind.
Die beste Reisezeit ist im Frühling und Sommer, wenn die Natur in voller Blüte steht. Das berühmte Spreewald-Idyll-Fest, bei dem die Einheimischen ihre Traditionen und das Leben auf den Wasserwegen feiern, zieht jedes Jahr viele Besuchende an.
Der Spreewald ist auch für seine kulinarischen Spezialitäten bekannt. Besonders berühmt sind die „Spreewaldgurken“, also in Salzlake eingelegte Gurken, die in vielen Variationen angeboten wird. Dazu gehören auch herzhafte Spreewälder Suppen und deftige Gerichte mit Fisch, die in den Gasthöfen der Region serviert werden.
Das Freilandmuseum Lehde ist eines der bekanntesten Museen im Spreewald und bietet den Besuchenden einen detaillierten Einblick in das Leben und Arbeiten der Spreewälder Bevölkerung im 18. und 19. Jahrhundert. Das Museum befindet sich im malerischen Dorf Lehde, das als „Spreewaldinsel“ bekannt ist. Hier können Besuchende originale Gebäude besichtigen, wie zum Beispiel Bauernhäuser, Mühlen und Werkstätten.
Das Spreewaldmuseum Lübbenau widmet sich der Kulturgeschichte des Spreewaldes und seiner Menschen. Das Museum befindet sich in einem historischen Gebäude im Zentrum von Lübbenau und zeigt die Entwicklung der Region, insbesondere im Hinblick auf Wasserwirtschaft, Handwerk und Landleben. Interessante Exponate, wie traditionelle Trachten und Arbeitsgeräte, bieten einen Einblick in das Leben der Spreewälder vor über 100 Jahren. Das Museum hat auch einen schönen Gartenbereich, der typische Pflanzen der Region zeigt.
Das Gurkenmuseum Lehde ist ein kleines, aber sehr spezielles Museum, das der berühmten Spreewaldgurke gewidmet ist. In Lehde, dem Zentrum der Gurkenproduktion im Spreewald, können Besuchende alles über die Herstellung der Gurken und ihre Bedeutung für die Region erfahren. Das Museum zeigt historische Maschinen zur Gurkenverarbeitung, alte Werbeanzeigen und vieles mehr über die Geschichte der Gurkenindustrie im Spreewald. Wer möchte, kann natürlich auch verschiedene Gurkenprodukte probieren und kaufen.
Das Museum Schloss Lübben befindet sich im historischen Schloss von Lübben, einem beeindruckenden Gebäude im Herzen der Stadt. Das Museum bietet eine Reise durch die Geschichte der Region und stellt die Entwicklung von Lübben sowie des Spreewaldes dar. Ausstellungen zu den Themen Landschaft, Kunst, Handwerk und Geschichte vermitteln einen lebendigen Eindruck der kulturellen Traditionen.
Das Haus für Mensch und Natur ist ein modernes Naturmuseum in Lübbenau, das sich mit den Themen Natur- und Umweltschutz beschäftigt. In interaktiven Ausstellungen und Exponaten wird die Flora und Fauna des Spreewaldes sowie die Bedeutung des Ökosystems der Region für Mensch und Tier erklärt. Es gibt viele multimediale Stationen, die besonders für Familien und Kinder interessant sind. Das Haus bietet auch Führungen und Veranstaltungen zu Themen wie Nachhaltigkeit und Naturbeobachtung an.
Oranienburg liegt nördlich von Berlin und ist vor allem durch die Gedenkstätte Sachsenhausen international bekannt
Das ehemalige Konzentrationslager, 1936 von den Nationalsozialisten errichtet, zählt heute zu den wichtigsten Orten der Erinnerungskultur in Deutschland und dokumentiert eindrücklich die Verbrechen des NS-Regimes sowie die Geschichte politischer Verfolgung.
Darüber hinaus besitzt Oranienburg mit dem Schloss Oranienburg, einer barocken Anlage aus dem 17. Jahrhundert, auch ein historisches und kulturelles Zentrum. Die Stadt verbindet damit Erinnerung, Geschichte und eine ruhige Lage im grünen Berliner Umland.
Das KZ Sachsenhausen war eines der größten Konzentrationslager des nationalsozialistischen Deutschlands und befand sich nordöstlich von Berlin, in der Nähe der Stadt Oranienburg. Es wurde 1936 errichtet und diente zunächst als Trainingslager für die SS. Später wurde es zu einem zentralen Ort für die Deportation, Zwangsarbeit und Vernichtung von Gefangenen, darunter politische Häftlinge, Kriegsgefangene, Juden, Homosexuelle und viele andere Minderheitengruppen. Im Laufe des Zweiten Weltkriegs wuchs das Lager und wurde mit mehreren Außenlagern verbunden, in denen insgesamt ca. 200000 Menschen unter extremen Bedingungen arbeiten mussten. Die Häftlinge mussten Bauarbeiten tätigen, bei der Rüstungsproduktion helfen oder Forst- und Steinbrucharbeiten vornehmen.
Das Lager wurde am 22. April 1945 von der Roten Armee befreit.
In den einzelnen Baracken sind unterschiedliche Dauerausstellungen über verschiedene Themen. Besonders erschütternd ist Station X, welche ein Krematorium und eine Gaskammer beinhaltet.
Beelitz liegt südwestlich von Berlin und ist vor allem durch die weitläufigen Beelitzer Heilstätten bekannt
Beelitz südwestlich von Berlin verbindet ländliche Ruhe und landwirtschaftliche Tradition mit einem besonderen historischen Ort: den Beelitzer Heilstätten. Die weitläufige Anlage entstand Ende des 19. Jahrhunderts als Sanatorium v.a. für Tuberkuloseerkrankte und entwickelte sich später zu einem der größten Krankenhauskomplexe der Region. Da es noch keine wirksamen Medikamente gab, setzte man auf Frischluftkuren, Licht- und Sonnenbäder, strikte Ruhe und Isolation sowie gute Ernährung.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Heilstätten u. a. durch sowjetisches Militär genutzt aber ab den 1990er Jahren dann aufgegeben, wodurch viele Gebäude verfielen. Nach Jahrzehnten des Verfalls wurden Teile restauriert und zugänglich gemacht, wodurch ein spannender Ort zwischen Geschichte, Natur und Architektur entstand.
Der Baumwipfelpfad Beelitz-Heilstätten verläuft hoch über den historischen Gebäuden. Von hier aus eröffnen sich ungewöhnliche Perspektiven auf die Architektur und die umliegende Natur. Besuchende erleben die Anlage aus einer neuen Sicht und können gleichzeitig mehr über ihre Geschichte erfahren.
Die Beelitzer Heilstätten sind eines der eindrucksvollsten Beispiele historischer Krankenhausarchitektur in Deutschland. Die Anlage entstand Ende des 19. Jahrhunderts als Lungenheilstätte und wurde später militärisch genutzt. Heute sind Teile restauriert, während andere Gebäude bewusst als „Lost Places“ erhalten geblieben sind. Besuchende können hier auf dem Baumwipfelpfad durch die Anlage gehen und die besondere Atmosphäre zwischen Verfall und Wiederbelebung erleben.
Cottbus ist das kulturelle Zentrum der Lausitz und Tor zum Spreewald
Cottbus, gelegen im Süden Brandenburgs an der Spree, ist eine traditionsreiche Stadt mit rund 100.000 Einwohnenden. Sie gilt als kulturelles und wirtschaftliches Zentrum der Lausitz und hat eine bewegte Geschichte, die bis ins Mittelalter zurückreicht.
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1156. Die Region war ursprünglich slawisch besiedelt und wurde später Teil der Markgrafschaft Brandenburg.
Ab dem 19. Jahrhundert wurde die Stadt zunehmend industriell geprägt – mit starkem Wachstum in Energieerzeugung (Braunkohle), Textilwirtschaft und Maschinenbau. Auch in der DDR war Cottbus ein bedeutender Industriestandort. Heute setzt Cottbus mehr auf erneuerbare Energien und Dienstleistungen.
Cottbus ist auch das kulturelle Zentrum der sorbischen Minderheit in Brandenburg. Die zweisprachigen Ortsschilder zeugen von dieser slawischen Tradition.
Der Tierpark Cottbus beherbergt über 1.200 Tiere und bietet Besuchenden die Möglichkeit, Tiere aus verschiedenen Kontinenten zu erleben. Besonders beliebt sind der Streichelzoo und die Schaufütterungen.
Der Branitzer Park ist ein Meisterwerk der Landschaftsgestaltung des 19. Jahrhunderts, entworfen von Fürst Hermann von Pückler-Muskau. Mit seinen geschwungenen Wegen, künstlichen Seen und der berühmten Seepyramide bietet der Park ein einzigartiges Naturerlebnis.
Das Stadion der Freundschaft, seit 2023 als LEAG Energie Stadion bekannt, ist die Heimspielstätte des FC Energie Cottbus. Mit einer Kapazität von über 22.000 Plätzen ist es ein zentraler Ort für Fußballfans in der Region.
Das ehemalige Gelände der Bundesgartenschau 1995 ist heute ein weitläufiger Landschaftspark mit Themengärten, Spielplätzen und viel Platz zum Erholen. Der Park verbindet Naturerlebnis mit moderner Gartenkunst und liegt direkt an der Spree.
Das Staatstheater Cottbus ist das einzige Staatstheater Brandenburgs und beeindruckt mit seinem Jugendstilbau. Es bietet ein vielfältiges Programm aus Oper, Schauspiel, Ballett und Konzerten.
Auf einem Gelände von über 40.000 Quadratmetern zeigt das Museum die Luftfahrtgeschichte der Region. Besuchende können historische Flugzeuge und Fahrzeuge besichtigen und in einige sogar einsteigen.
Dieser moderne Aussichtsturm am entstehenden Cottbuser Ostsee – einem ehemaligen Tagebau – bietet spektakuläre Blicke über die sich wandelnde Landschaft. Der Turm symbolisiert den Strukturwandel der Region und ist ein beliebter Ort für Spaziergänge und Radtouren.
Im Herzen des Branitzer Parks liegt das Schloss Branitz, das ab 1846 von Fürst Pückler umgebaut wurde. Die prunkvollen Innenräume spiegeln das Leben und Wirken des Fürsten wider und laden zu einer Zeitreise in die Vergangenheit ein.
Der Spremberger Turm, ein ehemaliger Wehrturm aus dem 13. Jahrhundert, bietet nach 131 Stufen einen beeindruckenden Blick über Cottbus. Er ist ein markantes Wahrzeichen der Stadt.
In einem ehemaligen Dieselkraftwerk untergebracht, präsentiert das Museum zeitgenössische Kunst in einem industriellen Ambiente. Es ist ein zentraler Ort für moderne Kunst in Brandenburg.
In Dissen, südlich von Cottbus, widmet sich dieses Museum der sorbisch/wendischen Kultur. Traditionelle Trachten, Bräuche und Lebensweisen der slawischen Minderheit werden hier lebendig dargestellt – oft auch in lebendigen Vorführungen und Mitmachaktionen.
Im alten Dieselkraftwerk untergebracht, bietet das Museum spannende Einblicke in die Geschichte und Entwicklung der Stadt – von der frühen Besiedlung über die Industrialisierung bis in die Gegenwart. Wechselausstellungen vertiefen verschiedene lokale Themen.
Das Planetarium wurde 1974 eröffnet und ist heute ein Ort für Bildung und Staunen. Es bietet Programme über Astronomie, Raumfahrt und Naturwissenschaften – nicht nur für Schulklassen, sondern auch für interessierte Erwachsene.
Im Haus der ehemaligen Löwen-Apotheke (gegründet 1568) entdecken Besuchende die Geschichte der Pharmazie mit historischen Geräten, Möbeln und Rezepturen. Ein Blick in frühere Formen der Heilkunde – mitten in der Altstadt von Cottbus.
Der Münzturm ist ein mittelalterlicher Wehrturm aus dem 13. Jahrhundert und Teil der einstigen Stadtbefestigung. Er ist das älteste erhaltene Bauwerk in Cottbus und erinnert an die lange Geschichte der Stadt.
Ein kleiner, aber zentral gelegener Stadtpark nahe dem Theater mit altem Baumbestand und ruhigen Wegen. Ideal für eine Pause vom Stadttrubel oder ein gemütliches Picknick.
Beginne deine Reise in Potsdam, der ehemaligen Residenzstadt der preußischen Könige. Besichtige das berühmte Schloss Sanssouci mit seinem weitläufigen Park und flaniere durch das historische Niederländische Viertel. Auch das Brandenburger Tor von Potsdam und die Stadt- und Garnisonkirche sind einen Besuch wert. Lass den Tag in einem der gemütlichen Cafés in der Altstadt ausklingen.
Der zweite Tag in Potsdam gehört dem Filmpark Babelsberg, wo du hinter die Kulissen der Filmwelt blicken kannst. Alternativ bietet sich eine Bootstour durch die Potsdamer Havellandschaft an – mit Blick auf Schlösser, Villen und viel Natur. Wer es ruhiger mag, kann durch den Neuen Garten mit dem Marmorpalais spazieren oder das Schloss Cecilienhof besuchen, bekannt durch die Potsdamer Konferenz.
Für den letzten Tag lohnt sich ein Ausflug ins ländlichere Brandenburg. Wie wäre es mit einer Radtour durch den Spreewald, bekannt für seine Wasserwege, Gurken und Kähne? Oder ein Besuch der Seenlandschaft rund um Brandenburg an der Havel? Auch das Kloster Chorin im Norden oder das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin bieten tolle Naturerlebnisse und historischen Charme. Ideal zum Entschleunigen und Genießen.
Mal abgesehen von einem Besuch in der Bundeshauptstadt Berlin gibt es noch weitere Ausflugsziele, die sich von Brandenburg gut erreichen lassen:
Die Brandenburger Küche ist geprägt von herzhaften Gerichten, die oft aus regionalen Zutaten bestehen. Klassiker wie Spreewaldgurken, Pellkartoffeln mit Leinöl, Plinsen oder Fischgerichte aus heimischen Gewässern spiegeln die Nähe zur Natur wider.
Spreewälder GurkenDie berühmten eingelegten Gurken aus dem Spreewald sind in verschiedenen Varianten erhältlich: von süß-sauer bis scharf.
Teltower RübchenDiese kleine, aromatische Rübenart ist eine Delikatesse und wird oft karamellisiert oder als Beilage serviert.
PlinsenBrandenburger Plinsen sind eine Art Pfannkuchen, die mit Zucker und Zimt oder Apfelmus serviert werden.
Karpfen aus der LausitzDer Lausitzer Karpfen wird traditionell gebacken oder blau gekocht und ist besonders zur Weihnachtszeit beliebt.
Beelitzer SpargelDer Beelitzer Spargel ist für seine Qualität bekannt und wird klassisch mit Kartoffeln, Sauce Hollandaise und Schinken serviert.
Zum Einkaufen geht man am besten nach Potsdam (oder Berlin). Die Brandenburger Straße in Potsdam ist das Herzstück der Potsdamer Innenstadt und ein beliebtes Einkaufsziel. Der Bereich rund um das Nauener Tor bietet eine Mischung aus traditionellen Geschäften und modernen Boutiquen, die eine breite Palette an Produkten anbieten, darunter auch viele regionale Spezialitäten.
Als Souvenir eignet sich Porzellan aus der Region, Schloss Sanssouci Merchendise oder Brandenburger Spezialitäten wie Brandenburger Honig, Uckermark-Weine oder Räucherfisch.
Die Website rausgegangen.de bietet eine Sammlung von Events unterschiedlicher Städte an. Für lange Clubnächte und eine lebendige LGBTQ-Szene sollte man eher nach Berlin.
Das Nachtleben in Brandenburg konzentriert sich vor allem auf größere Städte wie Potsdam oder Cottbus. Hier gibt es einige Clubs, Bars und Kneipen, aber außerhalb der Städte ist es eher ruhig. Wer Partys sucht geht nach Berlin oder schaut bei rausgegangen.de was es in der Nähe gibt.
In Brandenburg gibt es einige queere Treffpunkte, besonders in Potsdam. Aktuelle Infos zu Events findet man auf Gay-Party.de und Gay-Location.de.
Brandenburg ist ein Paradies für Outdoor- und Natursport. Mit über 3.000 Seen, weitläufigen Wäldern und flachen Landschaften bietet das Bundesland ideale Bedingungen für Aktivurlaub.
Segeln, Kanufahren und Stand-up-Paddling gehören zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten. Besonders die Havelseen rund um Potsdam sowie der Spreewald mit seinen verzweigten Wasserwegen sind bei Touristinnen und Touristen äußerst beliebt. Hausbooturlaub ist hier ein echtes Highlight.
Das gut ausgebaute Radwegenetz – darunter der Havelradweg und der Spree-Radweg – macht Brandenburg zu einem der attraktivsten Radreiseziele Deutschlands. Auch Wandernde finden in Naturparks wie der Uckermark oder dem Naturpark Märkische Schweiz ideale Bedingungen.
Potsdam ist ein bedeutender Olympiastützpunkt, insbesondere im Kanu-Rennsport und Rudern. International erfolgreiche Athletinnen und Athleten trainieren hier. Im Fußball ist Energie Cottbus der bekannteste Verein des Landes.
Brandenburg wird oft als das „Land der 3.000 Seen“ bezeichnet, was seine beeindruckende Wasserlandschaft treffend beschreibt. Neben großen Seen wie dem Schwielochsee oder dem Scharmützelsee bieten auch die Flüsse Havel, Oder und Spree ideale Bedingungen für Wassersport und Erholung.
Brandenburg blickt auf eine bewegte Geschichte zurück, die überall im Land spürbar ist. Potsdam mit dem weltberühmten Schloss Sanssouci und seinen Parkanlagen gilt als Glanzpunkt preußischer Kultur. Gedenkstätten wie Sachsenhausen erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus und machen die Vergangenheit bis heute sichtbar.
Die Geschichte Brandenburgs ist eng mit der deutschen und europäischen Entwicklung verknüpft. Über Jahrhunderte hinweg entwickelte sich die Region zu einem bedeutenden politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum.
Ursprünglich war das Gebiet von slawischen Völkern besiedelt, darunter die Sorben. Im 12. Jahrhundert eroberte Albrecht der Bär die Region und gründete die Mark Brandenburg. Mit der Christianisierung und der deutschen Ostsiedlung veränderte sich die Region nachhaltig.
Im Mittelalter war die Mark Brandenburg ein bedeutender Teil des Heiligen Römischen Reiches. Als Grenzregion zwischen West- und Osteuropa hatte sie große strategische Bedeutung. Unter den Askaniern erlebte das Gebiet eine erste Blütezeit, bevor später die Hohenzollern die Herrschaft übernahmen.
Im 15. Jahrhundert übernahmen die Hohenzollern Brandenburg und bauten ihre Macht stetig aus. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde Brandenburg zum Kernland des aufstrebenden preußischen Staates. Besonders unter Friedrich dem Großen entwickelte sich Preußen zu einer europäischen Großmacht.
Im 19. Jahrhundert spielte Brandenburg eine wichtige Rolle in der Industrialisierung. Städte wie Potsdam und Brandenburg an der Havel wuchsen stark. Der Zweite Weltkrieg brachte erhebliche Zerstörungen. Nach 1945 wurde Brandenburg Teil der DDR.
Seit 1990 ist Brandenburg ein Bundesland der Bundesrepublik Deutschland. Der wirtschaftliche Strukturwandel stellte die Region vor große Herausforderungen, führte jedoch auch zu Modernisierung und Neuorientierung. Heute verbindet Brandenburg seine historische Bedeutung mit naturnaher Lebensqualität.
Mit rund 2,6 Millionen Einwohnern ist Brandenburg eines der am dünnsten besiedelten Bundesländer Deutschlands. Geprägt von weiten Landschaften, über 3.000 Seen und ausgedehnten Wäldern gilt das Land als eine der naturnahesten Regionen des Landes. Gleichzeitig profitiert Brandenburg stark von seiner Lage rund um die Hauptstadt Berlin und ist eng mit der Metropolregion Berlin-Brandenburg verflochten. Besonders Potsdam ist ein attraktiver Lebensmitelpunkt für Wohlhabende die in Berlin arbeiten.
Wirtschaftlich spielen Logistik, Energie, Luft- und Raumfahrt, Gesundheitswirtschaft sowie Tourismus eine wichtige Rolle. Der Flughafen BER und zahlreiche Gewerbe- und Technologieparks stärken die Region als Investitionsstandort. Auch erneuerbare Energien – insbesondere Windkraft und Solarenergie – sind ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.
Brandenburg bietet eine hohe Lebensqualität mit viel Natur, vergleichsweise günstigen Immobilienpreisen außerhalb des Berliner Umlands und wachsender Infrastruktur. Gleichzeitig steht das Bundesland vor Herausforderungen wie dem demografischen Wandel und regionalen Unterschieden zwischen boomenden Berliner Speckgürtel und strukturschwächeren ländlichen Regionen.
Brandenburg verfügt über ein gut ausgebautes Netz an Bahn- und Busverbindungen. Die Deutsche Bahn, die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (ODEG) und regionale Verkehrsunternehmen betreiben zahlreiche Strecken. Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) koordiniert den ÖPNV und ermöglicht nahtlose Verbindungen zwischen Berlin und Brandenburg. Ein beliebtes Angebot ist das Brandenburg-Berlin-Ticket, das bis zu 5 Personen einen Tag lang im Nahverkehr nutzen können. In ländlichen Regionen kann die Anbindung eingeschränkt sein, sodass Busse oft nur in größeren Zeitabständen fahren.
Wer von Brandenburg nach Berlin fährt, muss die Berliner Umweltzone beachten, die strenge Emissionsgrenzwerte vorschreibt. In Brandenburg selbst gibt es derzeit keine Umweltzonen, sodass Autofahrende keine speziellen Plaketten benötigen.
Brandenburg ist eine ideale Region für Radfahrer. Das Land bietet zahlreiche gut ausgebaute Radwege, die durch malerische Landschaften und Naturschutzgebiete führen. Beliebte Strecken sind der Havelradweg, der Spreewald-Radweg und die Oder-Neiße-Route. Viele Städte und Tourismusregionen bieten zudem Fahrradverleihsysteme an.
Brandenburg wird durch den Flughafen Berlin Brandenburg (BER) bedient, der sich in Schönefeld, südlich von Berlin, befindet. Der BER ist der zentrale Flughafen für die Hauptstadtregion mit zahlreichen nationalen und internationalen Verbindungen. Für kleinere Flugzeuge und Privatflüge gibt es zudem Flugplätze wie den Flugplatz Schönhagen oder den Verkehrslandeplatz Neuhardenberg.