Dessau
Neben dem Bauhaus ist Dessau auch bekannt für die einzigartige Kulturlandschaft Gartenreich Dessau-Wörlitz.
Von den mittelalterlichen Fachwerkstädten Quedlinburg und Wernigerode über das beeindruckende Bauhaus in Dessau bis hin zur Natur des Harzes – das Bundesland bietet vielseitige Erlebnisse für Kultur- und Naturliebhaber gleichermaßen
Sachsen-Anhalt zeichnet sich durch eine abwechslungsreiche Landschaft aus, die von weiten Feldern und Wäldern bis hin zu Gebirgsketten reicht.
Mit einer Bevölkerung von etwa 2,1 Millionen Menschen zählt es zu den bevölkerungsärmeren Bundesländern. Im Westen des Landes liegt der Harz, das höchste Mittelgebirge Norddeutschlands, das sowohl für Wanderer als auch für Winterurlauber ein beliebtes Ziel ist.
Der Nationalpark Harz bietet eine Vielzahl von Wander- und Radwegen, mit atemberaubenden Ausblicken auf die Natur und historischen Sehenswürdigkeiten wie das Kyffhäuserdenkmal.
An der Elbe gelegen, vereint Magdeburg historische Bedeutung, markante Architektur und schöne Grünanlagen
Magdeburg ist die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt und eine der ältesten Städte Deutschlands. Im Mittelalter zählte sie zu den bedeutendsten Metropolen des Heiligen Römischen Reiches und war eng mit Kaiser Otto I. verbunden, dessen Grab sich im Magdeburger Dom befindet. Als wichtige Handels- und Bischofsstadt erlebte Magdeburg lange Zeit große Blütephasen.
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt als bedeutender Industrie- und Rüstungsstandort jedoch schwer zerstört, was das heutige Stadtbild stark prägte. Nach dem Wiederaufbau und den Umbrüchen der Nachwendezeit präsentiert sich Magdeburg heute als moderne Universitäts- und Wissenschaftsstadt mit viel Grün entlang der Elbe. Viertel wie der Hasselbachplatz stehen für urbanes Leben mit Cafés, Bars und Gründerzeitarchitektur, während die Grüne Zitadelle nach Friedensreich Hundertwasser zu den markantesten Wahrzeichen der Stadt zählt und Magdeburgs kreative Seite zeigt.
Der Magdeburger Zoo ist einer der modernsten in Deutschland und hat sich auf die Haltung und Zucht von gefährdeten Tierarten spezialisiert. Er beherbergt über 200 verschiedene Tierarten, darunter Elefanten, Giraffen, Leoparden und Nashörner. Besonders sehenswert sind das afrikanische Savannenhaus, das Affenhaus und die große Löwenanlage.
Ein weitläufiger Park, ideal für Spaziergänge und Freizeitaktivitäten. Das Highlight ist der Jahrtausendturm, ein 60 Meter hohes Holzbauwerk mit einer interaktiven Ausstellung zur Wissenschafts- und Technikgeschichte. Der Park bietet zudem eine Sommerrodelbahn, einen Schmetterlingsgarten und einen Kletterpark.
Der Dom St. Mauritius und Katharina ist das Wahrzeichen der Stadt und die älteste gotische Kathedrale Deutschlands. Er beherbergt das Grab von Otto dem Großen, dem ersten Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Besonders beeindruckend sind die gotischen Skulpturen, das große Westportal und der Ausblick vom 100 Meter hohen Südturm.
Die Grüne Zitadelle ist eines der letzten Bauwerke des berühmten Künstlers Friedensreich Hundertwasser. Die „Grüne Zitadelle“ ist ein farbenfrohes, organisch gestaltetes Gebäude mit unregelmäßigen Fassaden, begrünten Dächern und individuellen Fenstern. Neben Wohnungen und Geschäften gibt es ein kleines Hotel und ein Café.
Eine ehemalige preußische Festungsanlage, die heute als Kulturzentrum mit Veranstaltungen, Märkten und Konzerten genutzt wird. Besonders in den Sommermonaten gibt es viele Open-Air-Events.
Der Jahrtausendturm ist mit seinen 60 Metern das höchste Holzgebäude der Welt und das Wahrzeichen des Elbauenparks. Er wurde zur Bundesgartenschau 1999 errichtet und beherbergt eine interaktive Ausstellung zur Geschichte der Wissenschaften. Auf fünf Ebenen werden Entdeckungen aus den Bereichen Mathematik, Physik, Medizin und Astronomie von der Antike bis zur Moderne präsentiert. Besonders spannend ist das Foucaultsche Pendel, das die Erdrotation sichtbar macht. Vom obersten Aussichtspunkt genießt man einen wunderbaren Blick über den Park und die Stadt.
Die Gruson-Gewächshäuser sind eine faszinierende botanische Anlage im Klosterbergegarten. Sie gehen auf den Magdeburger Industriellen Hermann Gruson zurück, der im 19. Jahrhundert eine riesige Sammlung exotischer Pflanzen zusammentrug. Heute sind die Gewächshäuser Heimat von über 4.000 Pflanzenarten aus aller Welt, darunter tropische Riesenfarne, Palmen, Kakteen und fleischfressende Pflanzen. Besonders beeindruckend ist das große Seerosenhaus mit exotischen Wasserpflanzen.
Die Johanniskirche ist eines der ältesten Bauwerke Magdeburgs und war einst eine bedeutende Ratskirche. Sie wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und später als Veranstaltungsort wiederaufgebaut. Heute dient sie als Kultur- und Konzertstätte mit beeindruckender Akustik. Besonders sehenswert sind der barocke Hochaltar, die historischen Epitaphien und der begehbare Kirchturm mit Panoramablick über die Stadt.
Das Technikmuseum Magdeburg bietet spannende Einblicke in die industrielle Geschichte der Stadt. Es zeigt historische Dampfmaschinen, alte Lokomotiven, Flugzeuge und Maschinen aus der DDR-Zeit. Besonders beeindruckend ist die Ausstellung zur Schiffsbau-Tradition Magdeburgs mit Nachbildungen alter Werften und Schiffsmotoren. Das Museum ist besonders für Technikbegeisterte und Familien mit Kindern ein Highlight.
Ein beeindruckendes romanisches Bauwerk, das heute ein Kunstmuseum mit moderner Skulpturensammlung beherbergt. Die Kombination aus sakraler Architektur und zeitgenössischer Kunst macht den Ort besonders sehenswert.
Die Kanalbrücke Magdeburg, auch Wasserstraßenkreuz Magdeburg genannt, ist eines der beeindruckendsten Ingenieurbauwerke Deutschlands. Es handelt sich um die längste Kanalbrücke Europas mit einer Länge von 918 Metern, die den Mittellandkanal über die Elbe führt.
Die Brücke wurde 2003 fertiggestellt und verbindet den Mittellandkanal mit dem Elbe-Havel-Kanal. Sie ermöglicht es Binnenschiffen, die Elbe unabhängig vom schwankenden Wasserstand zu überqueren, was den Schiffsverkehr zwischen West- und Ostdeutschland erheblich erleichtert.
Die Kanalbrücke ist nicht nur ein technisches Meisterwerk, sondern auch ein beliebtes Ausflugsziel. Besuchende können auf einem Fußgängerweg die Brücke überqueren und dabei spektakuläre Ausblicke auf die Elbe und die Schiffe genießen. Direkt in der Nähe befinden sich Schleusenanlagen und das Schiffshebewerk Rothensee, das ebenfalls besichtigt werden kann.
Das Puppentheater Magdeburg gehört zu den besten und renommiertesten Puppentheatern Deutschlands. Es bietet ein abwechslungsreiches Programm für Kinder und Erwachsene, das von klassischen Märchen bis hin zu modernen, experimentellen Inszenierungen reicht. Neben dem regulären Spielbetrieb beherbergt das Theater das Figurentheatermuseum, das eine beeindruckende Sammlung von Puppen aus verschiedenen Epochen und Kulturen zeigt.
Direkt neben dem Magdeburger Dom gelegen, widmet sich dieses Museum der Geschichte des Ottonischen Zeitalters, in dem Otto der Große Magdeburg zum Machtzentrum des Heiligen Römischen Reiches machte. Die Ausstellung zeigt archäologische Funde aus der Kaiserzeit, darunter wertvolle Grabbeigaben und Reliquien. Eine besondere Attraktion ist die Rekonstruktion des berühmten Grabes von Königin Editha, der ersten Frau Ottos des Großen.
Die Bastion Cleve ist ein Relikt der alten Magdeburger Festungsanlagen und liegt am Ufer der Elbe. Sie wurde im 17. Jahrhundert als Verteidigungsanlage errichtet und später in das Festungssystem der Stadt integriert. Heute ist die Bastion ein Freilichtmuseum, in dem man die alten Mauern, Kasematten und Verteidigungsgänge erkunden kann. Besonders im Sommer finden hier historische Märkte und Veranstaltungen statt.
Die Gedenkstätte Moritzplatz ist ein bewegender Ort des Erinnerns an die Opfer politischer Verfolgung in der DDR. Sie befindet sich in einem ehemaligen Untersuchungsgefängnis der Staatssicherheit und dokumentiert die Schicksale von Menschen, die aus politischen Gründen inhaftiert wurden. In den original erhaltenen Zellen können Besuchende eindrückliche Einblicke in die Haftbedingungen erhalten. Besonders beklemmend sind die Berichte ehemaliger Häftlinge, die zeigen, wie willkürlich Menschen in der DDR verfolgt wurden.
Der Herrenkrug Park ist eine weitläufige, historische Parkanlage an der Elbe und eine der schönsten Grünflächen Magdeburgs. Ursprünglich als englischer Landschaftsgarten im 19. Jahrhundert angelegt, ist er heute ein beliebtes Naherholungsgebiet mit alten Alleen, weiten Wiesen und schönen Spazierwegen entlang des Flusses. Besonders sehenswert ist das traditionsreiche Herrenkrug-Hotel, das aus einem ehemaligen Kurhaus entstand. Im Sommer finden hier oft Open-Air-Veranstaltungen statt.
Der größte Stadtpark Magdeburgs auf einer Elbinsel lädt zum Entspannen ein. Ein Highlight ist der Albinmüller-Turm, ein 60 Meter hoher Aussichtsturm mit herrlichem Blick über Magdeburg und die Elbe.
Die Lukasklause ist ein mittelalterlicher Wehrturm an der Elbe und beherbergt heute das Otto-von-Guericke-Museum, das dem berühmtesten Sohn der Stadt gewidmet ist. Otto von Guericke war ein bedeutender Wissenschaftler und Erfinder des Luftdruck-Experiments mit den Magdeburger Halbkugeln. Im Museum kann man Nachbauten seiner Experimente bestaunen, darunter die berühmte Vakuum-Kammer. Zudem bietet es spannende Einblicke in das Leben des Physikers und seiner Zeit.
Die Sankt-Petri-Kirche ist eine der ältesten Kirchen Magdeburgs und spielt eine besondere Rolle als katholische Universitätskirche. Ihre Ursprünge reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück, und obwohl sie im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt wurde, konnte sie in den folgenden Jahrzehnten restauriert werden. Heute beeindruckt sie mit einer schlichten, aber würdevollen Architektur und einer besonderen Atmosphäre der Ruhe. Als Universitätskirche ist sie nicht nur ein Ort des Glaubens, sondern auch der Begegnung und Bildung, in dem regelmäßig kulturelle Veranstaltungen und Konzerte stattfinden.
Ein farbenfroher Kontrast zu den oft eher nüchternen Fassaden Magdeburgs ist die Bunte Otto-Richter-Straße. Dieses Straßenkunstprojekt wurde von Künstlern und Bewohnern gemeinsam gestaltet und zeigt eindrucksvolle Wandmalereien, die sich über mehrere Häuser erstrecken. Die kreativen Motive reichen von abstrakten Formen bis zu farbenfrohen Fantasiewelten. Die Straße ist nicht nur ein Hingucker, sondern auch ein Symbol für künstlerische Freiheit und Stadtentwicklung von unten. Wer Magdeburg abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten entdecken möchte, sollte sich diesen ungewöhnlichen Ort nicht entgehen lassen.
Der Alte Markt ist das historische Zentrum Magdeburgs und einer der bedeutendsten Plätze der Stadt. Er war schon im Mittelalter der wichtigste Handelsplatz und Treffpunkt der Bürger. Heute ist er umgeben von historischen Gebäuden, modernen Bauten und wichtigen Sehenswürdigkeiten.
Das Wahrzeichen des Marktes ist der Magdeburger Reiter, eine Kopie der ersten freistehenden Reiterstatue nördlich der Alpen. Das Original aus dem 13. Jahrhundert befindet sich im Kulturhistorischen Museum. Die Statue zeigt vermutlich Otto den Großen oder einen mittelalterlichen Stadtherrn.
Das historische Rathaus wurde nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut. Besonders sehenswert ist die prächtige Ratslaube, ein Renaissance-Anbau mit kunstvollen Steinmetzarbeiten.
Nur wenige Schritte entfernt liegt die Grüne Zitadelle von Magdeburg.
Ein beeindruckendes Schlossensemble mit einem der schönsten Barockgärten Mitteldeutschlands. Das Schloss liegt ca. 35 km entfernt von Magdeburg. Perfekt für einen Tagesausflug.
Wittenberg ist einer der bedeutendsten Orte der europäischen Geistes- und Religionsgeschichte und steht wie kaum eine andere Stadt für den Beginn der Reformation
Wittenberg erlangte weltgeschichtliche Bedeutung, als Martin Luther hier im Jahr 1517 seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche schlug und damit die Reformation auslöste. Ein zentrales Anliegen war die Übersetzung des Neuen Testaments ins Deutsche, die es den Gläubigen ermöglichte, die Bibel selbst zu lesen und nicht mehr ausschließlich auf die Auslegung des Klerus angewiesen zu sein. Langfristig trug dies wesentlich zur Steigerung der Alphabetisierung und zu einem neuen Bildungsverständnis bei.
Die Reformation hatte jedoch nicht nur religiöse, sondern auch tiefgreifende politische und gesellschaftliche Folgen. Viele Fürsten sahen in ihr eine Gelegenheit, ihre Macht gegenüber der Kirche zu stärken, was zu jahrzehntelangen Konflikten führte, die im Dreißigjährigen Krieg gipfelten. Die Betonung individueller Verantwortung, Arbeitsethik und weltlicher Ordnung beeinflusste zudem wirtschaftliche Entwicklungen und gilt als ein Faktor für den Aufstieg von Kapitalismus und Marktwirtschaft.
Heute beherbergt Wittenberg zahlreiche Orte, die eng mit Luthers Leben und Wirken verbunden sind, darunter die Schlosskirche, die Stadtkirche St. Marien sowie das Lutherhaus. Als UNESCO-Welterbe bietet die Stadt eine eindrucksvolle Reise durch die Geschichte des Protestantismus und seine nachhaltigen Auswirkungen auf Europa.
Die Schlosskirche ist eines der zentralen Wahrzeichen Wittenbergs und spielt eine bedeutende Rolle in der Geschichte der Reformation. Am 31. Oktober 1517 schlug Martin Luther hier seine berühmten 95 Thesen an das Kirchenportal, eine Handlung, die den Beginn der Reformation markierte. Heute ist die Kirche nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern auch ein aktives Gotteshaus. Die kunstvolle Innenausstattung und die Gräber Luthers und anderer Reformatoren machen die Schlosskirche zu einem unvergesslichen Besuchsort. Die Kirche ist Teil des UNESCO-Welterbes Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg.
Der Moment, als Martin Luther seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg schlug, gilt als der Beginn der Reformation. Der Kampf Luthers gegen den Ablasshandel und die katholische Kirche führte zur Entstehung des Protestantismus. Im Lutherhaus und der nahegelegenen Schlosskirche können Besuchende mehr über diesen historischen Moment erfahren.
Das Luther 1517-Projekt in Wittenberg erinnert an dieses Schlüsseldatum. Es umfasst Ausstellungen und Veranstaltungen, die sich mit Luthers Leben und seiner Rolle bei der religiösen und gesellschaftlichen Transformation beschäftigen. Besonders spannend sind die interaktiven Ausstellungen, die durch moderne Technik und Multimedia-Elemente einen tiefen Einblick in die Umstände und die Auswirkungen der Thesenveröffentlichung geben.
Das Lutherhaus in Wittenberg war das Zuhause von Martin Luther und seiner Familie von 1525 bis 1546. Heute ist es ein Museum, das auf eindrucksvolle Weise Luthers Leben und seine Zeit dokumentiert. Das Gebäude selbst, ein imposantes Renaissancebauwerk, beherbergt eine Sammlung von Originaldokumenten, Bibeln, Gemälden und anderen historischen Objekten, die Luthers Reformation und seine theologischen Schriften veranschaulichen. Besonders interessant sind die Räume, in denen Luther lebte und arbeitete. Besondere Beachtung findet auch der umfangreiche Garten, in dem Luther häufig mit seinen Studenten und Gästen diskutierte. Der Besuch dieses Hauses ist eine Reise in die Mitte des 16. Jahrhunderts und ein Einblick in die Entstehung der Reformation. Das Haus ist Teil des UNESCO-Welterbes Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg.
Der Tierpark Wittenberg bietet nicht nur eine Möglichkeit zur Erholung, sondern auch eine Gelegenheit, mehr über die lokale Tierwelt zu erfahren. Der Park beherbergt verschiedene Tierarten aus Europa und anderen Teilen der Welt. Besonders für Familien und Kinder ist der Tierpark ein beliebtes Ziel, da hier interaktive Elemente und Lernstationen zu finden sind.
Die Stadtkirche, auch als Stadtkirche Sankt Marien bekannt, ist ein weiteres bedeutendes Bauwerk in Wittenberg. Hier predigte Martin Luther häufig, und die Kirche war ein Zentrum des religiösen Lebens in der Stadt. Die Altäre und die Orgel sind bemerkenswerte Kunstwerke, die den historischen Wert dieser Kirche unterstreichen. Besonders sehenswert ist der Luther-Altar, der von Lucas Cranach dem Älteren geschaffen wurde, sowie das Lutherdenkmal in der Nähe. Die Kirche ist Teil des UNESCO-Welterbes Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg.
Das Melanchthonhaus in Wittenberg war das Wohnhaus von Philipp Melanchthon, einem engen Vertrauten Martin Luthers und einem der bedeutendsten Theologen der Reformation. Das Haus ist heute ein Museum, das Leben und Werk Melanchthons sowie die religiösen und intellektuellen Entwicklungen der Reformationszeit dokumentiert. Besuchende können sich mit Melanchthons Einfluss auf die theologische und humanistische Bildung im 16. Jahrhundert vertraut machen. Das Haus ist Teil des UNESCO-Welterbes Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg.
Die Cranach-Stiftung in Wittenberg widmet sich dem Leben und Werk von Lucas Cranach dem Älteren, einem der bekanntesten Maler und Druckgrafiker der Renaissance. Cranach war ein enger Freund Luthers und begleitete die Reformation mit seiner Kunst. Die Stiftung beherbergt eine Sammlung von Gemälden, Druckgrafiken und anderen Kunstwerken, die einen einzigartigen Einblick in die kulturelle Geschichte der Reformationszeit bieten. Besonders bekannt sind die Darstellungen von Martin Luther und anderen reformatorischen Figuren.
Die Hundertwasserschule in Wittenberg ist ein modernes Gebäude, das nach den Entwürfen des österreichischen Künstlers Friedensreich Hundertwasser gestaltet wurde. Mit ihrer einzigartigen Architektur, die sich durch bunte, organische Formen und asymmetrische Strukturen auszeichnet, steht sie in starkem Kontrast zu den historischen Bauwerken der Stadt. Die Schule ist ein hervorragendes Beispiel für die Verbindung von Kunst, Architektur und Pädagogik und bietet einen faszinierenden Kontrast zur geschichtsträchtigen Stadt.
Dessau-Roßlau ist bekannt als die Wirkstätte des Bauhauses und zieht Design- und Architekturinteressierte aus aller Welt an
Als Teil des UNESCO-Welterbes beherbergt Dessau-Roßlau nicht nur das weltberühmte Bauhaus und die Meisterhäuser, sondern auch die Gartenreich Dessau-Wörlitz, eine einmalige Kulturlandschaft, die Besuchende in die Zeit des Klassizismus und der Aufklärung entführt.
Das Bauhaus gilt als eine der einflussreichsten Kunst- und Designschulen des 20. Jahrhunderts und revolutionierte die Architektur, das Kunsthandwerk und die Gestaltung weltweit.
Gegründet wurde es 1919 in Weimar von Walter Gropius, einem visionären Architekten, der die starre Trennung zwischen Kunst, Handwerk und Industrie aufheben wollte. Sein Ziel war es, eine Einheit aus Funktionalität, Ästhetik und sozialer Verantwortung zu schaffen – Kunst, die den Alltag verbessern sollte und auch in Massenproduktion zu fertigen ist.
1925 zog das Bauhaus nach Dessau, da es in Weimar auf politischen Widerstand gestoßen war. In Dessau fand die Schule eine Stadt vor, die für industrielle Innovation offen war. Dessau bot nicht nur Unterstützung, sondern auch die Möglichkeit, die Ideen des Bauhauses in die Praxis umzusetzen.
In dieser Zeit entstanden die berühmten Meisterhäuser, in denen Lehrer wie Paul Klee, Wassily Kandinsky und László Moholy-Nagy lebten, sowie das ikonische Bauhaus-Gebäude, das von Gropius selbst entworfen wurde.
Das Bauhaus-Gebäude in Dessau verkörpert die Grundsätze der Bewegung in seiner reinsten Form: klare Linien, offene Räume, große Fensterflächen und die Verwendung moderner Materialien wie Stahl, Glas und Beton. Im Gegensatz zum Brutalismus, hatten die Gebäude des Bauhaus-Stils eine gewisse Leichtigkeit.
Nach der Schließung des Bauhauses durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933 blieben die Ideen des Bauhaus jedoch lebendig und beeinflussten Generationen von Architekten und Designerinnen weltweit. Die meisten großen Lehrer immigrierten ins Ausland und arbeiteten dort weiter. Heute ist Dessau mit dem Bauhaus Dessau und dem Bauhaus-Museum ein zentraler Ort für Liebhabende der Moderne und bietet die Möglichkeit, die Geschichte und den Geist dieser wegweisenden Bewegung zu erleben.
Ferropolis, auch bekannt als die "Stadt aus Eisen", ist ein beeindruckendes Freilichtmuseum und Veranstaltungsort 22 km entfernt von Dessau-Roßlau, in Gräfenhainichen. Das ehemalige Tagebaugebiet wurde in eine faszinierende Kulisse umgewandelt, in der riesige, stillgelegte Braunkohlebagger und andere Industriemaschinen eindrucksvoll in Szene gesetzt werden. Die fünf gigantischen Maschinen, darunter der „Big Wheel“ und der „Mad Max“, prägen die spektakuläre Szenerie, die wie eine postindustrielle Zukunftsvision wirkt.
Ferropolis dient nicht nur als Denkmal für die industrielle Vergangenheit der Region, sondern auch als Veranstaltungsort für Konzerte, Festivals und Kulturveranstaltungen. Weltweit bekannte Musikfestivals wie das Melt! Festival oder das Splash! Festival finden hier statt und ziehen Tausende Besuchende an.
Darüber hinaus bietet Ferropolis eine interaktive Ausstellung, die die Geschichte des Braunkohleabbaus und dessen Auswirkungen auf die Region dokumentiert.
Der Tierpark Dessau ist ein beliebtes Ausflugsziel für Familien. Auf einer Fläche von 11 Hektar beherbergt er rund 120 Tierarten, darunter viele heimische und bedrohte Arten. Besonders die naturnah gestalteten Gehege und ein Streichelzoo machen den Besuch zu einem Highlight für Jung und Alt.
Das Bauhaus in Dessau ist ein Meilenstein der Architekturgeschichte und UNESCO-Welterbe. 1925 von Walter Gropius entworfen, wurde das Gebäude zur Ikone der Moderne und spiegelt die Prinzipien von Funktionalität, Innovation und Ästhetik wider. Heute beherbergt das Bauhaus Dessau ein Museum, Ausstellungen und Workshops, die das Erbe dieser einflussreichen Designschule lebendig halten. Die Bauhausstätten in Dessau, Weimar und Bernau sind UNESCO-Weltkulturerbe.
Das Kornhaus, ein Restaurant- und Veranstaltungsgebäude am Elbufer, wurde 1929/30 von Carl Fieger, einem Schüler und Mitarbeiter von Walter Gropius, entworfen. Das Gebäude verbindet Funktionalität mit einer eleganten Formsprache: Große Fensterfronten erlauben eine beeindruckende Aussicht auf die Elbe, während die klaren Linien und die minimalistische Gestaltung typisch für den Bauhaus-Stil sind. Das Kornhaus diente ursprünglich als Ausflugslokal und galt als Symbol für die Verbindung von moderner Architektur mit Freizeitkultur. Heute wird es als Restaurant betrieben und ist ein beliebter Anziehungspunkt für Architekturbegeisterte und Reisende.
Das Technikmuseum Hugo Junkers ist dem berühmten Luftfahrtpionier Hugo Junkers gewidmet, der in Dessau wirkte. Hier können Besuchende historische Flugzeuge, darunter die legendäre JU 52, sowie andere technische Errungenschaften aus Junkers Werkstatt bewundern. Es ist ein faszinierender Ort für Technik- und Geschichtsliebhaber.
Die Meisterhäuser sind ein Ensemble von Wohnhäusern, die für die Bauhaus-Lehrer, darunter Walter Gropius, Paul Klee und Wassily Kandinsky, gebaut wurden. Jedes Haus zeigt auf eindrucksvolle Weise die architektonische Klarheit und Experimentierfreude der Bauhaus-Idee. Ein Besuch bietet spannende Einblicke in die Lebens- und Arbeitsweise der Bauhaus-Ära.
Dieses Rokokoschloss zählt zu den letzten nahezu unverändert erhaltenen Bauwerken dieser Epoche in Mitteldeutschland. Umgeben von einem liebevoll gepflegten Barockgarten, vermittelt das Schloss Mosigkau einen Eindruck höfischer Eleganz des 18. Jahrhunderts. Das Schloss dient heute als Museum und Galerie.
Das Gartenreich Dessau-Wörlitz ist eine einzigartige Kulturlandschaft, die ebenfalls zum UNESCO-Welterbe gehört. Die weitläufigen Parks, Wasserläufe und Schlösser sind von englischen Landschaftsgärten inspiriert und laden zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Besonders beeindruckend sind das Wörlitzer Schloss und der künstliche Vulkan (welcher in unregelmäßigen Abständen zum „Ausbruch“ kommt) im Park.
Das imposante Gebäude des Anhaltischen Theaters Dessau ist nicht nur ein kultureller Treffpunkt, sondern auch ein architektonisches Juwel. Es bietet ein abwechslungsreiches Programm von Oper über Schauspiel bis hin zu Konzerten und begeistert damit Kulturfans aus nah und fern.
Das Museum für Stadtgeschichte Dessau befindet sich im Johannbau, einem der letzten erhaltenen Teile des früheren Residenzschlosses der Fürsten von Anhalt. Der Renaissancebau wurde im 16. Jahrhundert errichtet und überstand den Zweiten Weltkrieg teilweise, während das restliche Schloss zerstört wurde. Heute beherbergt der Johannbau eine Ausstellung zur Geschichte Dessaus und der Region. Die Sammlung umfasst Kunstwerke, historische Dokumente und Alltagsgegenstände, die Einblicke in die Entwicklung der Stadt von der Fürstenzeit bis in die Moderne geben. Besonders sehenswert sind die originalen Deckengemälde und die aufwendige Architektur des Gebäudes.
Das Arbeitsamt in Dessau wurde 1928 von Walter Gropius entworfen und ist ein einzigartiges Beispiel für funktionale Architektur, die sich an den Bedürfnissen der Nutzer orientiert. Der halbkreisförmige Grundriss spiegelte die progressive Idee wider, Arbeitslose effizienter zu betreuen: In der Mitte befand sich die zentrale Anmeldung, und die Büros für die einzelnen Berufszweige waren entlang der Rundung angeordnet. Die Architektur steht für den sozialen Anspruch des Bauhauses, Architektur für den Alltag und die Gesellschaft nutzbar zu machen. Das Gebäude wird heute anderweitig genutzt, doch seine Bedeutung als Meilenstein moderner Architektur bleibt unbestritten.
Die Bauhausiedlung Törten wurde in den späten 1920er Jahren unter der Leitung von Walter Gropius erbaut und ist ein Beispiel für das soziale Wohnungsbauprojekt des Bauhauses. Die Siedlung umfasst Reihenhäuser, die mit industriellen Baumethoden errichtet wurden, um kostengünstigen und funktionalen Wohnraum zu schaffen. Jedes Haus verfügte über einen Garten zur Selbstversorgung und sollte durch klare Formen und einfache Materialien erschwinglich sein. Ergänzt wurde die Siedlung durch Gemeinschaftseinrichtungen wie das Konsumgebäude. Heute kann man einige der Häuser besichtigen, die restauriert wurden, um die Bauhaus-Philosophie von Leben und Wohnen erfahrbar zu machen. Ob die Häuser besonders schön sind ist Ansichtssache...
Das Konsumgebäude in Dessau-Törten ist Teil der Bauhausiedlung und wurde zwischen 1928 und 1930 nach Plänen von Walter Gropius errichtet. Es diente als Versorgungszentrum für die Bewohner der Siedlung Törten und beherbergte neben einem Lebensmittelgeschäft auch Gemeinschaftseinrichtungen wie eine Bäckerei. Das Gebäude verkörpert die Bauhaus-Idee von funktionaler Gestaltung und effizienter Nutzung. Seine klare, kubische Form und die schnörkellose Architektur stehen exemplarisch für den Stil der Moderne. Heute wird das Konsumgebäude als Ausstellungsort genutzt und ist ein wichtiger Bestandteil des Dessauer Bauhaus-Erbes.
Das Luisium, ein kleines Schloss im englischen Landschaftspark bei Dessau-Waldersee, ist ein echtes Juwel unter den Dessauer Sehenswürdigkeiten. Es wurde im späten 18. Jahrhundert von Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau für seine Ehefrau Luise gebaut und ist ein herausragendes Beispiel für den frühen Klassizismus. Der angrenzende Park mit seiner harmonischen Gestaltung lädt zum Spazieren und Verweilen ein. Im Inneren des Schlosses kann man Räume mit originaler Einrichtung und kunstvollen Wanddekorationen besichtigen. Das Luisium ist Teil des UNESCO-Welterbes „Gartenreich Dessau-Wörlitz“ und ein beliebtes Ziel für Liebhaber von Architektur und Gartenkunst.
Zwischen Industriekultur und Musikfestivals beeindruckt die Stadt vor allem durch ihre Schaufelradbagger für den Braunkohleabbau
Ferropolis, auch „Stadt aus Eisen“ genannt, ist ein Freilichtmuseum und Veranstaltungsort auf einer Halbinsel im Gremminer See. Riesige Braunkohlebagger und Industrieanlagen erinnern an die Bergbaugeschichte der Region und bieten eine einzigartige Kulisse für Konzerte und Festivals.
Die Skulpturenwiese ist ein offenes Kunstareal, auf dem sich Werke unterschiedlicher Kunstschaffenden unter freiem Himmel präsentieren. Die oft großformatigen Installationen verbinden sich mit der Natur und laden zum Entdecken und Verweilen ein.
Das ehemalige Kraftwerk Zschornewitz war einst eines der größten Braunkohlekraftwerke Europas. Heute kann die monumentale Industriearchitektur besichtigt werden, ebenso wie die denkmalgeschützte Werkssiedlung, die einen Einblick in die Lebenswelt der Arbeiter im frühen 20. Jahrhundert gibt.
Farbenfrohe Fassaden, ein Schloss über den Dächern der Stadt und der Harz vor der Haustür prägen das Bild von Wernigerode.
Wernigerode, malerisch am Nordrand des Harzes gelegen, begeistert mit einer gelungenen Mischung aus Geschichte, Fachwerkromantik und eindrucksvoller Naturkulisse. Der Beiname „Bunte Stadt am Harz“ verweist auf die farbenfrohen Fachwerkhäuser, die besonders rund um den Marktplatz das Stadtbild prägen. Hoch über der Stadt thront das Schloss Wernigerode, das einen weiten Blick über den Harz eröffnet und zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählt.
Mit seiner historischen Altstadt, einem lebendigen Stadtleben und der Nähe zum Nationalpark Harz ist Wernigerode ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen, Ausflüge mit der Harzer Schmalspurbahn oder Touren zum Brocken.
Hoch über der Stadt thront das imposante Schloss Wernigerode, das wie ein Märchenschloss aus einer anderen Zeit wirkt. Ursprünglich im Mittelalter erbaut, wurde es im 19. Jahrhundert zu einem prächtigen Wohnschloss im neugotischen Stil umgestaltet. Heute beherbergt es ein Museum, das die Wohnkultur des Adels im 19. Jahrhundert präsentiert. Vom Schlossgarten aus genießt man einen atemberaubenden Blick über die Stadt und die umliegenden Wälder.
Das Luftfahrtmuseum ist ein Highlight für Technikfans. Es beherbergt über 50 Flugzeuge und Hubschrauber, von historischen Doppeldeckern bis hin zu modernen Düsenjets. Die Ausstellungen ermöglichen spannende Einblicke in die Geschichte der Luftfahrt, ergänzt durch interaktive Stationen und Originalexponate. Besonders beeindruckend ist die Möglichkeit, sich in Cockpits zu setzen und das Gefühl eines Piloten hautnah zu erleben.
Ein Ausflug in den Bürgerpark lohnt sich besonders für Familien. Im Miniaturenpark „Kleiner Harz“ sind über 60 Sehenswürdigkeiten aus der Region detailgetreu im Maßstab 1:25 nachgebildet. Vom Schloss Wernigerode bis zur Brockenbahn können Besuchende die Vielfalt des Harzes auf kleinem Raum erkunden. Der angrenzende Bürgerpark bietet zudem Spielplätze, Themengärten und gemütliche Spazierwege.
Am Stadtrand von Wernigerode liegt der idyllische Wildpark Christianental, ein Paradies für Naturfreunde. Hier leben heimische Wildtiere wie Hirsche, Luchse, Wildschweine und Greifvögel in artgerechten Gehegen. Der Park eignet sich besonders für Familienausflüge, da Kinder nicht nur die Tiere beobachten, sondern auch auf Naturspielplätzen spielen können.
Das „Kleinste Haus“ von Wernigerode ist ein charmantes Relikt aus dem 18. Jahrhundert. Mit einer Breite von nur 2,95 Metern ist es heute ein Museum, das das Leben einfacher Leute in früheren Zeiten veranschaulicht. Ein kurzer Besuch in diesem historischen Kleinod vermittelt spannende Einblicke in die Wohnkultur der Vergangenheit.
Das prächtige Fachwerkrathaus am Marktplatz ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Ursprünglich im 15. Jahrhundert erbaut, beeindruckt es mit seiner markanten Fassade und den beiden spitzen Türmen. Es zählt zu den schönsten Rathäusern Deutschlands und ist ein beliebter Ort für Hochzeiten sowie kulturelle Veranstaltungen.
Die Fahrt mit der historischen Brockenbahn ist ein absolutes Highlight in Wernigerode. Die Schmalspurbahn mit ihren nostalgischen Dampflokomotiven bringt Besuchende auf den 1.141 Meter hohen Brocken. Während der gemächlichen Fahrt durch dichte Wälder und über weite Hochflächen genießen Reisende beeindruckende Panoramen. Besonders an klaren Tagen ist die Aussicht vom Gipfel spektakulär.
Dieses Museum ist ein Muss für Feuerwehrbegeisterte. Es zeigt die Entwicklung der Brandbekämpfungstechnik vom 18. Jahrhundert bis heute. Neben historischen Feuerwehrfahrzeugen und Uniformen gibt es interessante Einblicke in den Alltag der Feuerwehrleute vergangener Zeiten.
Quedlinburg zählt zu den am besten erhaltenen mittelalterlichen Städten Deutschlands und gehört zu den architektonischen Höhepunkten Sachsen-Anhalts.
Die Stadt Quedlinburg in Sachsen-Anhalt ist ein wahrer Schatz für Geschichts- und Architekturbegeisterte. Mit ihrer verwinkelten Altstadt, über 1.000 Fachwerkhäusern aus acht Jahrhunderten und ihrer außergewöhnlichen Geschlossenheit gehört sie seit 1994 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Die historische Bedeutung der Stadt reicht bis ins frühe Mittelalter zurück: Quedlinburg war eng mit der ottonischen Dynastie verbunden und entwickelte sich früh zu einem Macht- und Handelszentrum. Die Stiftskirche St. Servatius mit Domschatz und Schlossberg zählt zu den wichtigsten romanischen Bauwerken der Region.
Die idyllische Lage am Nordrand des Harzes macht Quedlinburg zudem zu einem idealen Ausgangspunkt für Ausflüge in die Natur. Besonders an Sommerwochenenden ist die kompakte Altstadt gut besucht – frühes Kommen lohnt sich, um den besonderen Zauber der Stadt in Ruhe zu erleben.
Der Schlossberg ist das Wahrzeichen Quedlinburgs und erhebt sich majestätisch über die Stadt. Hier thront die Stiftskirche St. Servatii (aka Quedlinburger Dom), ein Meisterwerk der Romanik. Sie war einst das religiöse Zentrum des ottonischen Reiches und birgt den Domschatz Quedlinburg, eine Sammlung von sakralen Kunstwerken und Reliquien. Vom Schlossgarten Quedlinburg hat man einen schönen Ausblick auf die Stadt.
Der Schlossberg ist eng mit der Geschichte des Heiligen Römischen Reiches verbunden: König Heinrich I., der erste deutsche König, wurde hier von seiner Gemahlin Mathilde beigesetzt. Der Ort diente im Mittelalter als wichtiger Sitz der Macht und als Grablege der ottonischen Herrscherfamilie.
Die Stiftskirche St. Cyriakus in Gernrode, nahe Quedlinburg, ist ein herausragendes Beispiel für romanische Baukunst und ein echtes Juwel der Region. Sie wurde im Jahr 961 als Teil eines Frauenstifts gegründet und gehört zu den ältesten noch erhaltenen Kirchenbauten Deutschlands. Die Kirche besticht durch ihre klare, schlichte Architektur, die harmonische Proportionen und den Einsatz von Naturstein in beeindruckender Weise vereint.
Besonders sehenswert ist die Heilig-Grab-Kapelle, eine der ältesten Nachbildungen des Jerusalemer Heiligen Grabes, die Pilger aus nah und fern anzieht. Der Innenraum der Kirche mit seinen Säulen, Kapitellen und einem hölzernen Lettner vermittelt ein authentisches Gefühl für die sakrale Kunst und Atmosphäre des Mittelalters.
Das Münzenbergmuseum befindet sich auf einem malerischen Hügel oberhalb der Quedlinburger Altstadt und bietet eine faszinierende Perspektive auf die Stadtgeschichte. Der Münzenberg selbst war ursprünglich Standort eines Frauenklosters, das bereits im 10. Jahrhundert gegründet wurde. Heute zeugen die Überreste der Klostermauern und archäologische Funde von dieser frühen Besiedlung. Im Museum wird die spannende Entwicklung des Münzenbergs dokumentiert, der nach der Auflösung des Klosters im Mittelalter zu einem Wohngebiet wurde.
Das Fachwerkmuseum im Ständerbau in Quedlinburg ist ein einzigartiger Ort, der die Geschichte und Techniken des Fachwerkbaus beleuchtet. Untergebracht in einem der ältesten erhaltenen Fachwerkhäuser Deutschlands aus dem Jahr 1310, beeindruckt das Gebäude selbst schon durch seine Architektur. Der "Ständerbau" ist ein besonders früher Typ des Fachwerks, bei dem die tragenden Balken – die sogenannten Ständer – vom Fundament bis zum Dach reichen.
Im Museum erfahren Besuchende alles über die Entwicklung des Fachwerkbaus, die verwendeten Materialien und die handwerklichen Methoden. Besonders spannend sind die Einblicke in die sozialen und kulturellen Hintergründe des Fachwerkstils, der in Quedlinburg und weiten Teilen Deutschlands das Stadtbild prägte. Modelle, historische Werkzeuge und anschauliche Ausstellungen machen den Besuch zu einem lehrreichen Erlebnis für alle Altersgruppen.
Der Sternkiekerturm ist ein verstecktes Juwel in Quedlinburg, das Geschichte und Romantik verbindet. Ursprünglich als Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung erbaut, diente der Turm jahrhundertelang zur Verteidigung und als Wachturm. Heute bietet er einen der besten Ausblicke über die Dächer der Altstadt bis hin zum Schlossberg und darüber hinaus.
Die Altstadt von Quedlinburg ist eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtkerne Deutschlands. Auf einer Fläche von etwa 80 Hektar finden sich über 2.000 Jahre Stadtgeschichte, sichtbar in der Architektur von der Romanik bis ins 19. Jahrhundert. Besonders beeindruckend ist die Vielfalt der Fachwerkhäuser: Vom ältesten erhaltenen Fachwerkhaus Deutschlands aus dem Jahr 1310 bis zu aufwändig verzierten Gebäuden der Spätrenaissance oder des Barocks bietet Quedlinburg eine Zeitreise durch die Baustile. Besonders schön ist auch das Rathaus.
Die Marktkirche St. Benedikti, mit ihren zwei markanten Türmen, prägt das Stadtbild von Quedlinburg und ist eines der bedeutendsten Wahrzeichen der Stadt. Die Kirche liegt zentral in der Altstadt, nahe dem historischen Marktplatz, und beeindruckt mit ihrer gotischen Architektur.
Der Harz, Deutschlands nördlichstes Mittelgebirge, begeistert mit seiner vielfältigen Natur und reichen Geschichte
Das Gebirge liegt am Schnittpunkt von Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, wobei sich der Nationalpark Harz auf Niedersachsen und Sachsen-Anhalt begrenzt. Dichte Wälder, beeindruckende Felsformationen wie die Teufelsmauer, und mystische Orte wie der Brocken – sagenumwoben als Treffpunkt der Hexen – prägen die Region.
Historische Bergbauanlagen wie der Röhrigschacht in Wettelrode oder die Erzgrube Büchenberg erzählen von der langen Bergbau-Tradition des Harzes, während charmante Städte wie Wernigerode, Quedlinburg und Goslar (Niedersachsen) mit Fachwerkidylle und UNESCO-Welterbestätten locken.
Outdoor-Enthusiasten finden Wanderwege, Talsperren wie die Rappbodetalsperre und spektakuläre Wasserfälle wie die Ilsefälle. Der Harz verbindet Natur, Kultur und Abenteuer zu einem unvergesslichen Erlebnis. Nicht weit entfernt vom Harz, kurz hinter der Grenze von Thüringen liegt das Kyffhäuser-Denkmal welches man unbedingt besichtigen sollte.
Die Erlebniswelt umfasst mehrere Seilbahnen und Attraktionen rund um das Bodetal. Besuchende gelangen bequem zu Aussichtspunkten wie Rosstrappe oder Hexentanzplatz.
Der Baumwipfelpfad führt in luftiger Höhe durch die Baumkronen des Harzes. Informationsstationen vermitteln Wissen über Natur und Ökologie. Besuchende erleben hier den Wald aus einer ungewöhnlichen Perspektive.
Die Rübeländer Tropfsteinhöhlen – die Baumannshöhle und die Hermannshöhle – sind zwei beeindruckende Schaugrotten im Harz. Die Höhlen faszinieren durch ihre Stalagmiten, Stalaktiten und glitzernden Sinterformationen, die über Jahrtausende entstanden sind. Die Baumannshöhle beherbergt mit ihrem Höhlentheater eine einzigartige Veranstaltungsstätte, während die Hermannshöhle durch seltene Tierarten wie die Grottenolme bekannt ist. Führungen machen den Besuch zu einem lehrreichen und unvergesslichen Erlebnis.
Der Brocken, mit 1.141 Metern der höchste Berg im Harz, ist ein legendäres Ausflugsziel. Der Gipfel bietet eine atemberaubende Aussicht über den Nationalpark Harz und ist durch eine Vielzahl von Wanderwegen und die historische Brockenbahn erreichbar. Der Berg ist auch mit Mythen und Sagen um die Walpurgisnacht verbunden, was ihn zu einem kulturellen Highlight macht. Auf dem Gipfel gibt es ein Museum und eine Wetterstation, die Einblicke in die Natur und Geschichte der Region geben. Früher verlief auf dem Berg die Grenze zwischen BRD und DDR.
Das Museum zeigt Alltagsgegenstände und Lebensbedingungen aus der Zeit der DDR. Ausstellungen vermitteln ein anschauliches Bild des damaligen Lebens. Besuchende erhalten hier Einblicke in jüngere deutsche Geschichte.
Die Teufelsmauer liegt nahe Quedlinburg und zählt zu den bekanntesten Felsformationen im Harzvorland. Sie besteht aus einer imposanten Reihe von Sandsteinfelsen, die sich zwischen Blankenburg und Weddersleben erstreckt. Die bizarre Felslandschaft ist nicht nur ein Paradies für Wanderer, sondern auch ein sagenumwobener Ort. Einer Legende zufolge soll der Teufel selbst die Mauer errichtet haben. Auf gut ausgebauten Wanderwegen lassen sich Aussichtspunkte wie das „Hamburger Wappen“ und der „Große Gegenstein“ entdecken.
Die Gedenkstätte erinnert an das ehemalige Konzentrationslager und die Zwangsarbeit während des Nationalsozialismus. Ausstellungen und erhaltene Anlagen vermitteln die Geschichte des Ortes. Besuchende erleben hier einen wichtigen Ort der Erinnerung.
Der Radau-Wasserfall ist ein künstlich angelegter Wasserfall im Harz, der sich malerisch in die Waldlandschaft einfügt. Über mehrere Stufen fließt das Wasser hinab und bildet ein beliebtes Ausflugsziel. Besuchende erleben hier Natur und Landschaft in ruhiger Umgebung.
Die Erzgrube Büchenberg bei Elbingerode ist ein beeindruckendes Besucherbergwerk, das die Geschichte des Erzabbaus im Harz erzählt. In einem gut erhaltenen Stollensystem können Besuchende hautnah erleben, wie Eisenerz abgebaut wurde. Spannende Führungen geben Einblicke in die Geologie und Technik der Bergbauzeit. Die Grube ist ein faszinierendes Ziel für Geschichts- und Technikinteressierte.
Das Erlebniszentrum Bergbau Röhrigschacht bei Wettelrode (südlicher Harz) entführt Besuchende in die faszinierende Welt des Bergbaus. Es bietet einen Einblick in die über 1000-jährige Bergbaugeschichte der Region, die vom Kupferschieferabbau geprägt ist. Ein Highlight ist die Fahrt mit dem Förderkorb in den Schacht, wo Besuchende auf unterirdischen Führungen die harte Arbeit der Bergleute nacherleben können. Spannende Ausstellungen und interaktive Stationen machen das Erlebnis besonders für Familien und Technikinteressierte unvergesslich.
Die Seilbahn bringt Besuchende auf den Burgberg und bietet dabei weite Ausblicke auf die Umgebung. Oben angekommen eröffnen sich Wanderwege und Aussichtspunkte. Besuchende erleben hier Natur und Panorama.
Die Ilsefälle, eine Reihe idyllischer Wasserfälle entlang der Ilse, sind ein malerisches Ziel für Wanderungen. Sie liegen im Ilsetal bei Ilsenburg und faszinieren durch das Zusammenspiel von rauschendem Wasser und umgebender Natur. Die Wanderung entlang der Ilse bis zum Brocken gilt als eine der schönsten Routen im Harz. Ein inspirierender Ort, der schon Heinrich Heine zu poetischen Beschreibungen anregte.
Die Eckertalsperre liegt im Harz und dient der Wasserversorgung. Umgeben von Wäldern und Bergen bietet sie eine ruhige Landschaft für Wanderungen. Besuchende erleben hier Natur und Technik in Kombination.
Die Brücke führt durch das Bodetal und verbindet Wanderwege entlang der Bode. Umgeben von Felsen und Wald bietet sie eine eindrucksvolle Kulisse. Besuchende erleben hier Natur und Bewegung.
Die Kirche ist bekannt für die John-Cage-Orgel und ein außergewöhnliches Musikprojekt, bei dem ein Orgelstück über mehrere Jahrhunderte hinweg gespielt wird. Besuchende erleben hier eine besondere Verbindung von Musik, Zeit und Raum.
Die Rappbodetalsperre ist Deutschlands höchste Talsperre und beeindruckt mit ihrer mächtigen Staumauer. Sie liegt in einer malerischen Umgebung und bietet zahlreiche Freizeitmöglichkeiten. Besonders bekannt ist eine der längste Fußgänger-Hängebrücke der Welt, die „Titan RT“, die in schwindelerregender Höhe spektakuläre Ausblicke auf die Talsperre bietet. Besuchende können außerdem Führungen durch die Staumauer unternehmen und mehr über die Technik hinter der Talsperre erfahren.
Die Talsperre Wendefurt liegt ebenfalls nahe Quedlinburg und ist ein beliebtes Ausflugsziel für Naturliebhaber und Wassersportler. Eingebettet in die malerische Landschaft des Harzes, dient sie der Hochwasserregulierung und Energiegewinnung. Spaziergänge entlang der Stauseen und Bootsfahrten bieten entspannte Erholung, während die umliegenden Wälder ideale Bedingungen für Wanderungen und Radtouren bieten.
Eisleben in Sachsen-Anhalt ist vor allem als Geburts- und Sterbeort von Martin Luther bekannt und zählt zu den zentralen Orten der Reformation
Die Stadt entwickelte sich im Mittelalter durch den Bergbau, insbesondere den Kupferschieferabbau, zu einem wirtschaftlich bedeutenden Zentrum. Gleichzeitig prägte Luthers Wirken die religiöse und kulturelle Geschichte weit über die Region hinaus. Heute stehen die Lutherstätten als UNESCO-Welterbe für die Bedeutung Eislebens in der europäischen Geschichte.
Martin Luther war eine der prägendsten Figuren der europäischen Geschichte. Mit seiner Kritik an der katholischen Kirche und der Auslösung der Reformation veränderte er Religion, Politik und Gesellschaft nachhaltig. Gleichzeitig wird seine Person heute deutlich differenzierter betrachtet, da einige seiner Ansichten aus heutiger Perspektive klar abzulehnen sind:
In seiner Schrift „Von den Juden und ihren Lügen“ (1543) schrieb er u. a.: „Man soll ihre Synagogen oder Schulen mit Feuer anstecken.“
Luthers Frauenbild war stark von den Vorstellungen seiner Zeit geprägt und wird heute als patriarchal gesehen. Ein bekanntes Zitat von ihm lautet: „Die Frau ist geschaffen, dem Manne zu dienen.“ oder: „Wenn sie sich auch zu Tode gebären, so schadet’s nichts; lasst sie nur sterben, sie sind dazu da.“
Auch zur Hexenverfolgung äußerte sich Luther zustimmend. Luther übersetzte im Alten Testament (2. Mose 22,17): „Die Zauberinnen sollst du nicht leben lassen.“ Im hebräischen Original steht ein geschlechtsneutraler Begriff für magisch tätige Person (nicht zwingend weiblich).
Trotzdem wird der Reformationstag jedes Jahr am 31. Oktober in vielen protestantischen Bundesländern gefeiert und erinnert an den Thesenanschlag von Martin Luther im Jahr 1517, der als Beginn der Reformation gilt.
In Eisleben befindet sich das Sterbehaus von Martin Luther, dem Reformator der protestantischen Kirche. Die Ausstellung vermittelt eindrucksvoll die letzten Tage seines Lebens sowie die Bedeutung seines Wirkens. Besuchende tauchen hier tief in die Geschichte der Reformation ein.
Halle an der Saale ist die zweitgrößte Stadt Sachsen-Anhalts und eines der bedeutendsten kulturellen und wirtschaftlichen Zentren der Region
Die Stadt liegt malerisch an den Ufern der Saale und beeindruckt durch interessante Museen zur Frühgeschichte und über die Beatles. Halle ist vor allem bekannt für ihre gut erhaltene Altstadt und als Geburtsstadt des berühmten Komponisten Georg Friedrich Händel.
Ein besonderes Profil hat Halle im Bereich Wissenschaft und Forschung: Hier sitzt die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina, die älteste dauerhaft existierende naturwissenschaftlich-medizinische Akademie der Welt und heute Deutschlands Nationale Akademie der Wissenschaften.
Die Innenstadt von Halle gehört zu den größten geschlossenen Altstadtensembles Deutschlands. Viele Gebäude – von mittelalterlichen Kirchen bis zu prächtigen Gründerzeitfassaden – sind in den letzten Jahrzehnten aufwendig saniert worden, sodass die Stadt heute ein sehr gepflegtes und architektonisch reizvolles Erscheinungsbild bietet.
Auch für Outdoor-Interessierte hat Halle einiges zu bieten: Klettern ist sowohl in der Stadt als auch in der Umgebung möglich. Neben kleinen Felsen in der Stadt gibt es vor allem in den umliegenden Regionen – etwa in ehemaligen Steinbrüchen – interessante Spots für Kletterfans.
Nur wenige Kilometer südlich von Halle liegt das nördlichste Weinanbaugebiet Deutschlands. Besonders empfehlenswert sind Weinproben in den romantischen Winzerdörfern rund um Freyburg und Naumburg.
Der Bergzoo Halle ist einer der außergewöhnlichsten Zoos Deutschlands, da er sich auf einem Hügel, dem Reilsberg, erstreckt. Dies ermöglicht beeindruckende Panorama-Aussichten über Halle. Neben Löwen, Giraffen und Elefanten gibt es auch Pinguine und ein Tropenhaus mit Reptilien und Affen.
Das Landesmuseum für Vorgeschichte zählt zu den bedeutendsten archäologischen Museen Deutschlands. Es beherbergt Funde aus über 400.000 Jahren Menschheitsgeschichte, darunter prähistorische Werkzeuge, Schmuck und Grabbeigaben.
Das unangefochtene Highlight ist die Himmelsscheibe von Nebra, eine über 3.600 Jahre alte Bronzeplatte, die als älteste bekannte Himmelsdarstellung der Welt gilt. Die Himmelsscheibe zeigt Sonne, Mond und Sterne und gibt wertvolle Einblicke in das astronomische Wissen der Bronzezeit.
In den historischen Mauern der Moritzburg befindet sich das Kunstmuseum Moritzburg Halle. Die Sammlung umfasst Werke vom Mittelalter bis zur Moderne, darunter bedeutende Gemälde von Künstlern wie Lyonel Feininger und Franz Marc. Ein besonderes Highlight ist die expressionistische Sammlung, die eine der bedeutendsten in Deutschland ist. Die Verbindung zwischen alter Burg und moderner Kunst verleiht dem Museum eine einzigartige Atmosphäre.
Die Moritzburg ist eine der eindrucksvollsten Burgruinen Mitteldeutschlands. Sie wurde Ende des 15. Jahrhunderts als Residenz der Magdeburger Erzbischöfe erbaut, doch im Dreißigjährigen Krieg stark beschädigt. Heute dient die Burg als beeindruckende Kulisse für das Kunstmuseum Moritzburg und beherbergt zahlreiche Kunstschätze. Besonders sehenswert sind die modernen Glasdächer über den Ruinen, die einen spannenden Kontrast zwischen Geschichte und zeitgenössischer Architektur bilden.
Die Neue Residenz ist ein prachtvolles Bauwerk aus der Renaissancezeit und zeugt von der einstigen Bedeutung Halles als Bischofssitz. Einst als Residenz für Kardinal Albrecht von Brandenburg erbaut, wurde sie nie vollendet, zählt aber dennoch zu den schönsten historischen Gebäuden der Stadt. Heute wird der Innenhof im Sommer für Veranstaltungen genutzt, darunter Ausstellungen und Konzerte. Während der warmen Monate erstrahlt die Residenz in bunten Farben, wenn der Hof mit thematischen Blumengärten geschmückt wird.
Die Ruine der Oberburg Giebichenstein thront hoch über der Saale und gehört zu den ältesten Burgen in Sachsen-Anhalt. Sie wurde bereits im 9. Jahrhundert errichtet und diente später den Magdeburger Erzbischöfen als Residenz. Heute können Besuchende die beeindruckenden Überreste erkunden und von den alten Mauern aus einen atemberaubenden Blick auf die Saale genießen. Die Oberburg ist ein beliebtes Ziel für Spaziergänge, Picknicks und kulturelle Veranstaltungen, besonders im Sommer, wenn Theateraufführungen und Mittelalterfeste stattfinden.
Die Oper Halle ist das kulturelle Herz der Stadt und bietet ein vielfältiges Programm aus Oper, Ballett und Konzerten. Das Gebäude stammt aus den 1950er Jahren und beeindruckt mit seiner klassischen Architektur. Ein besonderes Highlight sind die jährlichen Händel-Festspiele, bei denen das Werk des in Halle geborenen Komponisten Georg Friedrich Händel in den Mittelpunkt rückt. Die hochkarätigen Aufführungen ziehen Musikliebhaber aus aller Welt an und machen die Oper zu einem wichtigen kulturellen Zentrum.
Musikliebhaber sollten sich das Beatles Museum nicht entgehen lassen. In einem unscheinbaren Gebäude verbirgt sich eine der umfangreichsten Sammlungen rund um die berühmte britische Band. Auf mehreren Etagen können Besuchende Plakate, originale Instrumente, seltene Tonträger und Memorabilia bestaunen. Besonders spannend sind die multimedialen Stationen, die das Lebenswerk der Beatles und ihren Einfluss auf die Musikgeschichte dokumentieren.
Die Marktkirche ist eines der bedeutendsten Bauwerke Halles und spielte eine zentrale Rolle in der Musikgeschichte. Hier wirkte Johann Sebastian Bach persönlich und spielte auf der historischen Orgel, die bis heute für Konzerte genutzt wird. Besonders sehenswert ist das Grab von Kardinal Albrecht von Brandenburg, das kunstvoll gestaltet ist und die bewegte Geschichte der Reformation widerspiegelt.
Der Botanische Garten Halle, der zur Martin-Luther-Universität gehört, bietet eine beeindruckende Pflanzenvielfalt. In den historischen Gewächshäusern wachsen tropische und mediterrane Pflanzen, während sich auf dem Freigelände Heil- und Nutzpflanzen aus aller Welt befinden. Ein besonderes Highlight ist der alte Ginkgo-Baum, einer der ältesten in Deutschland.
Ein einzigartiges Zeugnis der Bildungs- und Sozialgeschichte sind die Franckeschen Stiftungen. Die im 18. Jahrhundert von August Hermann Francke gegründete Anlage diente einst als Waisenhaus und Bildungseinrichtung und ist heute ein beeindruckendes Kulturdenkmal. Besonders faszinierend ist die barocke Bibliothek mit mehr als 200.000 historischen Büchern. Das angeschlossene Kunst- und Naturalienkabinett gibt zudem Einblick in die Wissenschaftsgeschichte der Aufklärung.
Halle hat eine lange Tradition der Salzgewinnung, und im Technischen Halloren- und Salinemuseum kann man diese spannende Geschichte hautnah erleben. Das Museum zeigt die jahrhundertealte Technik der Salzherstellung, die für die Stadt über Jahrhunderte wirtschaftlich entscheidend war. Besuchende können historische Salzkristalle, originale Maschinen und Werkzeuge besichtigen und sogar miterleben, wie das „weiße Gold“ heute noch gewonnen wird. Ein besonderes Highlight ist die enge Verbindung zur Bruderschaft der Halloren, die als älteste Salzarbeitervereinigung Deutschlands gilt.
Musikgeschichte zum Anfassen gibt es im Händel-Haus, dem Geburtshaus des berühmten Barockkomponisten Georg Friedrich Händel. Das Museum widmet sich seinem Leben und Werk und zeigt zahlreiche Originalhandschriften, historische Musikinstrumente und interaktive Stationen, an denen Besuchende seine Musik entdecken können. Jährlich finden hier die Händel-Festspiele statt, die internationale Künstler und Musikliebhaber nach Halle ziehen.
Die Saale ist ein prägendes Element der Stadt, und eine Bootsfahrt bietet eine völlig neue Perspektive auf Halle. Die Halle-Saale-Schifffahrt ermöglicht entspannte Touren entlang der schönsten Uferabschnitte der Stadt. Während man gemütlich über das Wasser gleitet, erfährt man interessante Geschichten über die Stadt und ihre Verbindung zur Saale. Besonders reizvoll sind Fahrten zur Peißnitzinsel oder zur Burg Giebichenstein, bei denen man die Natur genießen und historische Sehenswürdigkeiten aus einer anderen Perspektive erleben kann.
Der Rote Turm, eines der markantesten Wahrzeichen Halles, wurde im 15. Jahrhundert errichtet und ist mit einer Höhe von 84 Metern einer der höchsten mittelalterlichen Türme Deutschlands. Besonders beeindruckend ist das Glockenspiel, das mit 76 Glocken zu den größten Europas zählt. In unmittelbarer Nähe ragen die Hausmanns Türme der Marktkirche in die Höhe. Wer die steilen Treppen hinaufsteigt, wird mit einem fantastischen Blick über die Dächer der Stadt belohnt.
Die St. Moritzkirche gehört zu den ältesten Kirchen Halles und beeindruckt durch ihre lange Geschichte und ihre schlichte, aber eindrucksvolle Architektur. Die Ursprünge der Kirche gehen auf das 12. Jahrhundert zurück, doch im Laufe der Jahrhunderte wurde sie mehrfach umgebaut. Besonders markant ist der Turm mit seinem unvollendeten Aussehen, da er nie in geplanter Höhe vollendet wurde. Im Inneren überrascht die Kirche mit einem modernen Kunstkonzept, das einen spannenden Kontrast zur historischen Architektur bildet. Die Kombination aus alten Strukturen und zeitgenössischer Kunst macht sie zu einem besonderen Ort der Stille und Reflexion.
Wer sich für die Geschichte Halles interessiert, sollte das Stadtmuseum besuchen. Es befindet sich in einem historischen Fachwerkgebäude und bietet eine faszinierende Reise durch die Entwicklung der Stadt von ihren Anfängen bis heute. Die Ausstellungen zeigen unter anderem archäologische Funde, historische Stadtmodelle, alte Fotografien und Alltagsgegenstände vergangener Jahrhunderte. Besonders interessant sind die Sonderausstellungen, die sich oft mit bestimmten Epochen oder gesellschaftlichen Entwicklungen in Halle befassen.
Das Landgericht Halle ist nicht nur eine juristische Institution, sondern auch ein beeindruckendes architektonisches Bauwerk. Das Gebäude stammt aus der wilhelminischen Zeit und beeindruckt mit seiner Fassade aus rotem Sandstein sowie den kunstvollen Treppenhäusern im Inneren. Besonders eindrucksvoll ist der große Schwurgerichtssaal mit seinen reich verzierten Wandmalereien und Holzelementen. Neben seiner juristischen Funktion ist das Gebäude auch ein historisches Denkmal, das die Bedeutung Halles als Verwaltungszentrum widerspiegelt.
Der Stadtgottesacker ist ein einzigartiger Renaissance-Friedhof, der zu den schönsten Deutschlands zählt. Er wurde im 16. Jahrhundert nach dem Vorbild italienischer Camposanto-Friedhöfe gestaltet und beeindruckt durch seine Arkaden, die mit kunstvollen Reliefs verziert sind. Zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten Halles wurden hier beigesetzt, und ein Spaziergang über den Friedhof gleicht einer Reise durch die Stadtgeschichte. Besonders eindrucksvoll ist die ruhige, fast meditative Atmosphäre dieses Ortes.
Mitten im Herzen der Stadt am Marktplatz steht das Marktschlösschen, ein elegantes Barockgebäude aus dem 18. Jahrhundert. Es ist das einzige erhaltene Gebäude dieser Epoche am Markt und fällt mit seiner hellen Fassade und den kunstvollen Fenstern sofort ins Auge. Heute beherbergt es unter anderem die Tourist-Information, was es zu einem perfekten Ausgangspunkt für Stadterkundungen macht. Auch kleinere Ausstellungen zur Stadtgeschichte finden hier regelmäßig statt.
Zwischen Saale und Weinbergen gelegen, bewahrt Naumburg ein außergewöhnlich harmonisches Stadtbild.
Naumburg, eine malerische Stadt im Süden von Sachsen-Anhalt, ist bekannt für ihre historische Altstadt, beeindruckende Architektur und kulturellen Sehenswürdigkeiten.
Ihren Ursprung hat die Stadt im Mittelalter, als sie sich zu einem bedeutenden kirchlichen Zentrum entwickelte. Besonders berühmt ist der Naumburger Dom St. Peter und Paul, der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Seine einzigartigen Stifterfiguren, allen voran die weltberühmte Uta von Naumburg, zählen zu den Meisterwerken mittelalterlicher Bildhauerkunst.
Die Lage im Saale-Unstrut-Weinbaugebiet verleiht Naumburg zudem einen genussvollen, landschaftlichen Reiz und macht die Stadt zu einem idealen Ausgangspunkt für Ausflüge in die umliegenden Weinberge.
Der Naumburger Dom ist das Highlight der Stadt und eines der bedeutendsten Architekturdenkmäler des Mittelalters. Die Kathedrale wurde im 13. Jahrhundert im Übergangsstil von Romanik zu Gotik erbaut und beeindruckt mit ihrer filigranen Architektur und ihren kunstvollen Fenstern. Besonders hervorzuheben sind die berühmten Stifterfiguren, darunter die bekannte „Naumburger Stifterfigur“ des Markgrafen Ekkehard und seiner Frau Uta, die in meisterhafter Weise von einem anonymen Künstler des 13. Jahrhunderts geschaffen wurden. Der Dom zieht nicht nur mit seiner Architektur, sondern auch mit seiner geistlichen Bedeutung Besuchende an.
Das Neue Schloss Naumburg wurde im 18. Jahrhundert im barocken Stil erbaut und dient heute als kulturelle Einrichtung. Die Schlossanlage ist von einem schönen Park umgeben und bietet einen herrlichen Blick auf die Umgebung. Im Schloss selbst sind heute unter anderem Ausstellungen und Konzerte zu finden. Der angrenzende Schlosspark lädt zu ausgedehnten Spaziergängen ein, bei denen man die historische Atmosphäre des Ortes in vollen Zügen genießen kann.
Die Naumburger Straßenbahn ist ein charmantes Relikt aus vergangenen Zeiten und eine der ältesten Straßenbahnlinien in Deutschland. Besonders sehenswert ist die historische Straßenbahn, die regelmäßig im Stadtverkehr eingesetzt wird und den Charme vergangener Epochen versprüht. Eine Fahrt mit der alten Straßenbahn ist eine Reise in die Vergangenheit, bei der man die Stadt auf eine nostalgische Art und Weise erleben kann. Besonders während spezieller Themenfahrten oder bei Veranstaltungen wird die Straßenbahn zum lebendigen Teil der Stadtgeschichte.
Die Region Saale-Unstrut ist bekannt für ihre Weinproduktion, und in Winzereien wie der Naumburger Wein & Sekt Manufaktur können Besuchende mehr über die Herstellung von Wein und Sekt erfahren. Führungen durch die Weinkeller und Verkostungen der regionalen Produkte bieten einen Einblick in die traditionsreiche Weinbautradition. Auch Spaziergänge durch die Weinberge bieten sich an, besonders zur Erntezeit.
Das Marientor ist ein weiteres imposantes Bauwerk der Stadtmauer und ein weiteres Zeugnis der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Es wurde im 14. Jahrhundert erbaut und diente als eines der Hauptzugänge zur Stadt. Heute können Besuchende das Tor besichtigen und sich einen Eindruck von der Architektur und dem militärischen Hintergrund der Stadtverschanzung verschaffen.
Eine weitere bedeutende Kirche in Naumburg ist die Wenzelskirche. Sie wurde im 14. Jahrhundert erbaut und zeigt eine Mischung aus gotischen und romanischen Elementen. Besonders beeindruckend ist der Altar, der in seiner Detailtreue und Farbgebung an die Kunst der damaligen Zeit erinnert.
Das Nietzsche-Haus ist dem Philosophen Friedrich Nietzsche gewidmet, der hier einen Teil seines Lebens verbrachte. Ausstellungen geben Einblicke in sein Werk und Leben. Besuchende erleben hier einen wichtigen Ort der Geistesgeschichte.
Das Max-Klinger-Haus ist das Geburtshaus des deutschen Malers und Bildhauers Max Klinger. Das Museum widmet sich dem Leben und Werk Klingers und stellt seine bekanntesten Werke aus. Klinger war ein Vertreter des Symbolismus und der Dekadenzbewegung und schuf Werke, die oft von mystischen und philosophischen Themen geprägt waren.
Die Altstadt von Naumburg ist geprägt von malerischen Fachwerkhäusern, charmanten Gassen und historischen Plätzen. Besonders sehenswert ist der Marktplatz mit seinem beeindruckenden Renaissance-Rathaus, das mit seiner eleganten Fassade und dem prächtigen Glockenturm besticht. Die gut erhaltenen Stadtmauern und Türme zeugen von der einstigen Bedeutung Naumburgs als befestigte Stadt. Ein Spaziergang durch die Altstadt führt die Besuchenden vorbei an historischen Gebäuden, gemütlichen Cafés und kleinen Läden, die zum Verweilen einladen.
Der Wenzelsturm ist ein markanter Bestandteil der Naumburger Stadtmauer und war einst ein wichtiger Teil der Verteidigungsanlagen der Stadt. Der Turm wurde im Mittelalter erbaut und bietet heute einen herrlichen Blick über Naumburg und die umliegende Region. Besuchende können den Turm erklimmen und die beeindruckende Aussicht genießen, die sowohl die historische Altstadt als auch die moderne Stadtlandschaft umfasst. Der Wenzelsturm ist ein beliebtes Ziel für Fotografen und Geschichtsinteressierte, die mehr über die militärische Geschichte der Stadt erfahren möchten.
Das Stadtmuseum Naumburg ist ein weiteres Highlight der Stadt. Es befindet sich im Alten Rathaus und präsentiert eine umfassende Sammlung zur Stadtgeschichte und Kunstgeschichte. Die Ausstellungen umfassen die Entwicklung der Stadt vom Mittelalter bis in die moderne Zeit und zeigen dabei besonders die Verbindung von Kunst, Kultur und Geschichte.
Die Stiftung Schulpforta ist ein ehemaliges Kloster und heute eine bedeutende Bildungseinrichtung. Die eindrucksvolle Architektur des Gebäudekomplexes, der im 12. Jahrhundert gegründet wurde, macht ihn zu einem wichtigen Wahrzeichen der Stadt. Schulpforta war lange Zeit ein Internat und eine Schule, die viele bedeutende Persönlichkeiten hervorbrachte. Heute ist die Stiftung auch ein kulturelles Zentrum und bietet zahlreiche Veranstaltungen, Ausstellungen und Konzerte.