Neue Synagoge und Centrum Judaicum

Die Neue Synagoge in Berlin ist eines der bedeutendsten Bauwerke jüdischer Geschichte in Deutschland. Sie befindet sich in der Oranienburger Straße im Stadtteil Mitte und wurde im Jahr 1866 feierlich eingeweiht. Mit rund 3.000 Sitzplätzen war sie damals die größte Synagoge Deutschlands und ein Symbol für das selbstbewusste jüdische Leben in Berlin im 19. Jahrhundert. Besonders auffällig ist die prächtige goldene Kuppel, die bis heute das Stadtbild prägt. Der Baustil orientiert sich an maurischen Vorbildern, ähnlich der Alhambra in Spanien, und sollte die kulturelle Vielfalt und den Wohlstand der jüdischen Gemeinde widerspiegeln. Im Laufe der Geschichte wurde die Synagoge stark beschädigt. Während der Novemberpogrome 1938 wurde sie angegriffen, im Zweiten Weltkrieg folgten schwere Zerstörungen durch Bomben. Nach dem Krieg blieb lange Zeit nur eine Ruine übrig, und große Teile des Gebäudes wurden später abgetragen. Erst nach der Wiedervereinigung Deutschlands begann der Wiederaufbau. 1995 wurde die restaurierte Fassade mit Kuppel wiedereröffnet. Heute ist die Neue Synagoge kein vollständiges Gotteshaus mehr, sondern dient als „Centrum Judaicum“. Sie ist ein Ort der Erinnerung, Bildung und Begegnung, an dem Ausstellungen zur jüdischen Geschichte Berlins gezeigt werden.

    Adresse: Oranienburger Straße 28-30, 10117 Berlin Oranienburger Straße 28-30, Berlin
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