Mehr zu Schleswig-Holstein
Sehenswürdigkeiten, Highlights und Hintergrundwissen zu Schleswig-Holstein.
Helgoland ist Deutschlands einzige Hochseeinsel und liegt weit draußen in der Nordsee
Die Insel ist geprägt von roten Sandsteinfelsen, steilen Klippen und einer besonderen Tierwelt. Aufgrund ihrer isolierten Lage entwickelte sich Helgoland historisch als strategischer Militärstandort und später als Kur- und Naturziel. Im 19. Jahrhundert gehörte Helgoland zum Vereinigten Königreich und war damit eine britische Kolonie. Erst 1890 wurde die Insel im sogenannten „Helgoland-Sansibar-Vertrag“ gegen Gebiete in Ostafrika an das Deutsche Reich abgegeben. In der Folge bauten die Deutschen Helgoland zu einer wichtigen Marinebasis aus, was die militärische Bedeutung der Insel weiter verstärkte. Auch der Zollstatus ist seitdem speziell: auf viele Waren wird keine Mehrwertsteuer erhoben wird. Dadurch sind insbesondere Spirituosen, Tabakwaren und Parfüm für Besuchende vergleichsweise günstig erhältlich. Helgoland ist eher bei etwas älteren Touristen beliebt. Auf der Insel sind weder Autos noch Fahrräder erlaubt.
Nachdem die Kegelrobben auf Helgoland Anfang des 20. Jahrhunderts durch Jagd und Verdrängung fast verschwunden waren, ist Helgoland heute ein wichtiger Ort für Geburten der Robben (v.a. im Winter) und die Aufzucht der Jungtiere.
Die bunten Hummerbuden sind kleine, farbenfrohe Häuser entlang des Hafens. Früher dienten sie Fischern als Werkstätten, heute beherbergen sie Läden und Cafés. Besuchende erleben hier ein lebendiges Stück Inselkultur.
Der „Trichter einer 5000-kg-Bombe“ erinnert an die massive Zerstörung der Insel nach dem Zweiten Weltkrieg. 1947 führten die Briten eine der größten nicht-nuklearen Explosionen durch, um militärische Anlagen zu zerstören. Besuchende können die Spuren dieser Ereignisse bis heute sehen.
Helgoland ist einer der wenigen Orte in Deutschland, an denen Kegelrobben in freier Natur beobachtet werden können. Besonders im Winter kommen die Tiere zur Geburt ihrer Jungen an die Strände. Besuchende erleben hier eine außergewöhnliche Tierbeobachtung.
Das Museum zeigt die Geschichte der Insel von der Frühzeit über die militärische Nutzung bis zur heutigen Bedeutung als Natur- und Tourismusort. Besuchende erhalten einen umfassenden Überblick über die Entwicklung Helgolands.
Die Lange Anna ist ein freistehender roter Felsen und das Wahrzeichen Helgolands. Die imposante Felsnadel ragt aus dem Meer und ist Teil der steilen Klippenlandschaft. Besuchende können sie von Aussichtspunkten aus betrachten.
Der Jägerstieg ist ein Wanderweg entlang der Steilküste und bietet eindrucksvolle Ausblicke auf Meer und Felsen. Besuchende können hier die Natur Helgolands besonders intensiv erleben.
Die Festung Helgoland erinnert an die militärische Nutzung der Insel, insbesondere im 20. Jahrhundert. Bunker und Verteidigungsanlagen zeugen von der strategischen Bedeutung Helgolands. Besuchende können Teile dieser Geschichte erkunden.
Die Biologische Anstalt ist eine bedeutende Forschungseinrichtung für Meeresbiologie. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen hier die Nordsee und ihre Ökosysteme. Besuchende erhalten Einblicke in die Forschung zur marinen Umwelt.