Halligen

Die Halligen in der Nordsee sind eine einzigartige Landschaft, die es so nur in Deutschland gibt

Diese kleinen, kaum geschützten Inseln liegen im nordfriesischen Wattenmeer und sind durch regelmäßige Überflutungen geprägt.
Anders als normale Inseln sind sie nicht von Deichen umgeben, sodass bei Sturmfluten das Wasser weite Teile der Halligen überspült. Nur die Warften – künstlich aufgeschüttete Hügel – bieten Schutz für die wenigen Bewohner und Gebäude.

Insgesamt gibt es zehn Halligen: Gröde, Hooge, Langeneß, Nordstrandischmoor, Oland, Südfall, Habel, Süderoog, Hamburger Hallig und Norderoog.
Habel und Norderoog sind Naturschutzgebiet und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Leben auf einer Hallig bedeutet ständigen Kampf gegen das Meer. Mehrmals im Jahr kommt es zu sogenannten „Landunter“-Ereignissen, bei denen die gesamte Hallig – bis auf die Warften – im Wasser verschwindet.

Sehenswertes in Halligen

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Matthias Süßen // CC BY-SA 4.0
  • Hamburger Hallig

    Maritim

    Die Hamburger Hallig unterscheidet sich von den übrigen Halligen, da sie durch einen Damm mit dem Festland verbunden ist und somit vergleichsweise leicht erreichbar ist. Sie gehört zum Nationalpark Wattenmeer und ist vor allem bei Naturliebhabern beliebt. Viele Gäste kommen mit dem Fahrrad oder zu Fuß über den Damm, um die weite Landschaft zu genießen und seltene Vogelarten zu beobachten.

      Adresse: 25821
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    • Nordmarsch-Langeneß

      Maritim

      Nordmarsch-Langeneß ist mit einer Länge von etwa zehn Kilometern die größte der Halligen. Sie besteht aus 18 Warften, von denen einige noch bewohnt sind. Besonders sehenswert ist das Kapitän-Tadsen-Museum, das einen Einblick in das Leben früherer Seefahrer gibt. Auch die vielfältige Vogelwelt macht Langeneß zu einem beliebten Ziel für Ornithologen. Eine Besonderheit ist die Lorenbahn, die für den Warft-Transport genutzt wird und eine charmante, nostalgische Verbindung zwischen den verstreuten Siedlungen darstellt.

        Adresse: 25863
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      • Hallig Gröde

        Maritim

        Die Hallig Gröde ist die kleinste Gemeinde Deutschlands und besteht aus nur zwei Warften mit wenigen festen Bewohnern. Sie ist nur per Schiff oder zu Fuß bei Ebbe über das Watt erreichbar. Wer absolute Ruhe sucht und die Natur ungestört genießen möchte, findet hier ein kleines, abgeschiedenes Paradies mit einer beeindruckenden Vogelwelt.

        • Hallig Hooge

          Maritim

          Hallig Hooge wird oft als die „Königin der Halligen“ bezeichnet, da sie eine der größten und am besten erschlossenen ist. Hier gibt es befestigte Wege, einige Sehenswürdigkeiten und eine kleine touristische Infrastruktur. Besonders bekannt ist der Königspesel, ein prachtvoll eingerichtetes historisches Friesenhaus, das von früherem Wohlstand auf den Halligen zeugt. Die kleine Halligkirche St. Johannis ist ein weiteres charmantes Relikt der Vergangenheit. Im Sturmflutkino auf Hooge kann man eindrucksvoll erleben, welche Gefahr das Meer für die Halligen darstellt. Eine Aussichtsplattform auf der Hanswarft bietet zudem einen fantastischen Blick über das Wattenmeer.

          • Hallig Nordstrandischmoor

            Maritim

            Nordstrandischmoor ist eine kleine Hallig, die sich vor allem durch ihre einzigartige Verbindung zum Festland auszeichnet: eine Lorenbahn, die für den Transport von Menschen und Gütern genutzt wird. Diese charmante, schienengebundene Verbindung ist ein beliebtes Fotomotiv und ein unverwechselbares Merkmal der Hallig. Nordstrandischmoor gehört zu Nordstrand, welches mal eine Hallig war, inzwischen durch Eindeichung aber eine Halbinsel ist.

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