Mehr zu NRW
Sehenswürdigkeiten, Highlights und Hintergrundwissen zu NRW.
Die Stadt ist vor allem für ihre Universität, das Paderborner Land und als Zentrum für IT-Unternehmen bekannt
Obwohl Paderborn im zweiten Weltkrieg stark zerstört wurde, wurden viele schöne Gebäude wiederaufgebaut. Seit den 1970er Jahren erlebte die Stadt einen bemerkenswerten Aufschwung, der durch die Gründung der Universität Paderborn und die Ansiedlung bedeutender (IT-)Unternehmen vorangetrieben wurde.
25 km entfernt von Paderborn liegen die Externsteine im Teutoburger Wald, die man unbedingt besuchen sollte.
Paderborn, eine der ältesten Städte Westfalens, wurde im Jahr 777 von Karl dem Großen gegründet. Ursprünglich von den Sachsen besiedelt, die durch die Franken christianisiert wurden, entwickelte sich die Stadt über Jahrhunderte hinweg zu einem bedeutenden religiösen und politischen Zentrum.
Besonders prägend war die enge Verbindung der Stadt zum Katholizismus und ihre Rolle als Hauptstadt des Fürstbistums Paderborn bis 1802.
Die Externsteine sind eine markante Felsformation im Teutoburger Wald, 25 km entfernt von Paderborn. Diese einzigartigen Sandsteinfelsen ragen bis zu 40 Meter in die Höhe und sind nicht nur ein Naturwunder, sondern auch ein wichtiger archäologischer und kultureller Ort. Die Externsteine wurden im Laufe der Jahrhunderte sowohl für heidnische als auch christliche Rituale genutzt. Besonders hervorzuheben ist die Reliefdarstellung, die vermutlich eine Darstellung der Taufe Jesu zeigt, sowie die Höhlen und Kapellen, die in den Felsen gehauen wurden. Heute ist das Gebiet ein beliebtes Ziel für Wanderer und Geschichtsinteressierte und bietet einen atemberaubenden Blick auf die Umgebung. In der Nähe befindet sich auch die Adlerwarte Berlebeck.
Das Heinz Nixdorf MuseumsForum ist das größte Computermuseum der Welt. Es widmet sich der Geschichte der Informationstechnologie und zeigt die Entwicklung von Rechenmaschinen bis hin zu modernen Computern. Der Name des Museums erinnert an Heinz Nixdorf, den Gründer des gleichnamigen Unternehmens, das Paderborn als bedeutenden Standort der Computerindustrie prägte.
Der Paderborner Dom ist das Wahrzeichen der Stadt und ein bedeutendes Beispiel für die westfälische Architektur. Der Dom, der im 13. Jahrhundert erbaut wurde, ist ein faszinierendes Beispiel für die gotische Baukunst und beherbergt unter anderem den Schrein des Heiligen Liborius, des Schutzpatrons von Paderborn. Der Dom ist zudem der Sitz des Erzbistums Paderborn und ein wichtiger Wallfahrtsort.
Paderborn ist bekannt für seine zahlreichen Quellen, die in der Innenstadt aus dem Boden sprudeln und dem Paderborner Fluss seinen Namen geben. Besonders beeindruckend sind die Paderquellen, die als die kürzeste Quelle eines Flusses in Deutschland gelten. Der Fluss fließt durch den Stadtpark und bildet malerische Stellen, die zum Verweilen und Spazieren einladen.
Die Stiftung Kloster Dalheim - LWL-Landesmuseum für Klosterkultur ist eine besondere kulturelle Einrichtung 30 km südlich von Paderborn entfernt, die sich der Geschichte und der Bedeutung von Klöstern und klösterlicher Kultur widmet. Sie befindet sich im historischen Kloster Dalheim, das im 12. Jahrhundert gegründet wurde und heute ein lebendiges Museum beherbergt.
Das Museum bietet den Besuchenden einen tiefen Einblick in das Leben der Mönche und Nonnen im Mittelalter sowie in die kulturellen und religiösen Aspekte des Klosterlebens. Es zeigt verschiedene Ausstellungen, die sich mit der Architektur, der Kunst, den täglichen Ritualen und den landwirtschaftlichen Tätigkeiten in den Klöstern befassen.
Das Archäologische Freilichtmuseum Oerlinghausen ist ein faszinierender Ort für Geschichts- und Archäologieinteressierte und liegt 30 km nördlich von Paderborn. Es vermittelt einen lebendigen Eindruck der prähistorischen Zeit. In diesem Freilichtmuseum können Besuchende rekonstruierte Siedlungen und Gebäude aus der Stein- und Eisenzeit besichtigen. Die Ausstellung umfasst unter anderem ein rekonstruierte eisenzeitliche Siedlung, eine bronzezeitliche Grabanlage sowie verschiedene archäologische Funde aus der Region. Besonders eindrucksvoll ist der interaktive Ansatz des Museums, das es den Besuchenden ermöglicht, in das Leben der damaligen Zeit einzutauchen und mehr über die Techniken und das Alltagsleben der frühen Menschen zu erfahren.
Das Deutsche Traktoren- und Modellautomuseum ist ein weiteres interessantes Museum, das sich der Geschichte von Traktoren und Modellautos widmet. Es bietet eine beeindruckende Sammlung historischer Fahrzeuge, die die Entwicklung der Landwirtschaft und des Verkehrs aufzeigen.
Das Erzbischöfliche Diözesanmuseum Paderborn bietet Einblicke in die religiöse Geschichte der Stadt und die Entwicklung der katholischen Kirche in Westfalen. Es zeigt eine Sammlung von Kunstwerken und liturgischen Objekten, die das spirituelle Erbe der Region dokumentieren.
Die Altstadt von Paderborn ist von historischen Gebäuden und engen Gassen geprägt. Besonders sehenswert ist das Marktplatzgebiet mit dem Alten Rathaus und der Marktbrunnen. Die Altstadt hat ihren mittelalterlichen Charme bewahrt, und man findet hier viele Fachwerkhäuser und kleine Geschäfte. Zudem befindet sich hier die Kaiserpfalz Paderborn, die von Kaiser Karl dem Großen erbaut wurde.
Das Adam-und-Eva-Haus ist eines der ältesten Gebäude der Stadt und ein weiteres Wahrzeichen Paderborns. Es stammt aus dem 14. Jahrhundert und beeindruckt mit seiner Fachwerkarchitektur. Der Name des Hauses geht auf eine alte Tradition und die Darstellung von Adam und Eva in der Kunst zurück.
Das Schloss Neuhaus ist ein Barockschloss aus dem 17. Jahrhundert, das heute als Museum und Veranstaltungsort genutzt wird. Besonders sehenswert sind die weitläufigen Parkanlagen und die architektonische Gestaltung des Schlosses. Es beherbergt das Stadtmuseum und bietet einen wunderbaren Blick auf die umliegende Natur.
Die Wewelsburg liegt südlich von Paderborn und ist bekannt für ihre düstere Geschichte während der Zeit des Nationalsozialismus. Sie war ursprünglich eine Renaissance-Festung aus dem 17. Jahrhundert. Im Zweiten Weltkrieg diente die Wewelsburg unter Heinrich Himmler als „SS-Hauptquartier“ und wurde von den Nationalsozialisten als ein Symbol ihrer Ideologie genutzt. Heute ist die Wewelsburg ein Museum, das sich mit der Geschichte der SS, der Rolle der Burg in der NS-Zeit und den architektonischen Besonderheiten der Festung beschäftigt. Die Wewelsburg ist auch für ihr „Obergruppenführersaal“ bekannt, in dem sich eine berühmte Rundtischgestaltung befindet, die zur Verherrlichung des NS-Regimes diente. Trotz ihrer belasteten Geschichte ist die Wewelsburg ein bedeutender Ort für die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit und ein Stück deutsche Geschichte.