Mehr zu Niedersachsen
Sehenswürdigkeiten, Highlights und Hintergrundwissen zu Niedersachsen.
Mit rund 80.000 Einwohnern verbindet Lüneburg das Flair einer historischen Altstadt mit der Lebendigkeit einer modernen Universitätsstadt
Die Geschichte Lüneburgs ist eng mit dem Salzhandel verknüpft.
Bereits im Mittelalter war die Stadt eine bedeutende Handelsmetropole der Hanse. Das „weiße Gold“, das im Lüneburger Salinenwerk gewonnen wurde, machte Lüneburg reich und prägte die Stadt bis ins 19. Jahrhundert.
Heute erinnern das Deutsche Salzmuseum und der historische Hafen am Stintmarkt an diese Ära. Trotz der Bedeutung des Salzes verlor die Stadt im 19. Jahrhundert an wirtschaftlicher Macht, da die Saline 1980 stillgelegt wurde.
Das Herausspülen von Salz über Jahrhunderte hinweg hat Hohlräume im Untergrund geschaffen, die im Laufe der Zeit zu Bodenabsenkungen in der Altstadt führten. Bodenunebenheiten und schiefe Häuser sind auch für Besuchende erkennbar. Teilweise mussten schon alte Gebäude abgerissen werden.
Die Stadt liegt am Rande der Lüneburger Heide, einer der bekanntesten Naturregionen Deutschlands. Mit ausgedehnten Wander- und Radwegen sowie der beeindruckenden Heideblüte im August und September bietet die Umgebung viel für Naturfans.
Auch die Ilmenau, die durch die Stadt fließt, lädt zu Kanutouren oder Spaziergängen entlang des Flusses ein.
Dank der guten Anbindung über die A39 und den Regionalverkehr ist die Hansestadt von Hamburg aus in weniger als einer Stunde zu erreichen.
Der Alte Kran am Stintmarkt ist ein beeindruckendes Zeugnis mittelalterlicher Technik. Er wurde im 14. Jahrhundert zum Verladen von Salz und anderen Waren genutzt und ist heute ein beliebtes Fotomotiv.
Das Salzmuseum ist ein Muss für Geschichtsinteressierte. In der ehemaligen Saline erfährst du alles über die Bedeutung des „weißen Goldes“, das Lüneburgs Reichtum begründete. Interaktive Ausstellungen und historische Maschinen machen die Geschichte lebendig.
Dieses ehemalige Benediktinerinnenkloster liegt am Stadtrand und ist eine Oase der Ruhe. Die Anlage aus dem 12. Jahrhundert beeindruckt mit einer gotischen Klosterkirche und einem Kräutergarten. Führungen geben Einblick in das klösterliche Leben vergangener Zeiten.
Die romanisch-gotische Kirche ist ein Ort von großer historischer Bedeutung, da Johann Sebastian Bach hier zur Schule ging. Das Kirchenschiff beeindruckt mit seinen schlichten, aber erhabenen Proportionen. Der Kirchenboden ist uneben, da das Gebäude durch die Senkungen absank.
Das Museum widmet sich der Geschichte und Kultur Ostpreußens. Es zeigt Exponate von Kunst bis Alltag und beleuchtet die Geschichte der Region vor und nach dem Zweiten Weltkrieg. Ein besonderer Fokus liegt auf der Natur Ostpreußens, etwa den Elchen und der Ostseeküste.
Dieser historische Platz im Herzen der Stadt ist von prächtigen Giebelhäusern umgeben, die verschiedene architektonische Epochen widerspiegeln. Besonders auffällig ist das weiße Gebäude der Industrie- und Handelskammer, eines der ältesten Steinhäuser Norddeutschlands. Eine weitere schöne Ecke zum flanieren ist die Straße „Auf dem Meere“.
Ein Wahrzeichen der Stadt, der 1907 erbaute Wasserturm, bietet einen fantastischen Panoramablick über die Altstadt und die Lüneburger Heide. Im Inneren gibt es Ausstellungen zur Geschichte des Turms und wechselnde kulturelle Events. Der Sonnenuntergang vom Turm aus ist ein besonderes Highlight.