Mehr zu Niedersachsen
Sehenswürdigkeiten, Highlights und Hintergrundwissen zu Niedersachsen.
Goslar, eine malerische Stadt am Nordrand des Harzes, beeindruckt mit ihrer mittelalterlichen Fachwerkhäusern, Bergbaugeschichte und einer Holzkirche
Besonders prägend für die Stadt ist das Bergwerk Rammelsberg, das über Jahrhunderte die wirtschaftliche Grundlage Goslars bildete und heute als UNESCO-Welterbe eindrucksvoll die Geschichte des Erzabbaus vermittelt. Auch die Kaiserpfalz, einst eine der bedeutendsten Residenzen des Heiligen Römischen Reiches, zeugt von der politischen Bedeutung Goslars im Mittelalter.
Neben der historischen Kulisse laden Wanderwege, Stauseen und Aussichtspunkte im Harz zu abwechslungsreichen Ausflügen in die Natur ein, wodurch sich Kultur- und Naturerlebnisse ideal verbinden lassen. Im Sommer kann es hier jedoch ganz schön voll werden.
Die Kaiserpfalz, ein Wahrzeichen der Stadt, wurde im 11. Jahrhundert unter Heinrich III. errichtet und diente über 200 Jahre als eine der bedeutendsten Residenzen des Heiligen Römischen Reiches. Die prächtige Palastanlage beeindruckt mit ihrer romanischen Architektur und den imposanten Wandgemälden im Thronsaal, die Szenen aus der Geschichte des Reiches zeigen. Die Kaiserpfalz ist heute ein Museum und bietet spannende Einblicke in die mittelalterliche Machtpolitik und das Leben am kaiserlichen Hof.
Die Stabkirche liegt 16 km entfernt von der Altstadt Goslar und ist ein einzigartiges Bauwerk, das von den berühmten Stabkirchen Norwegens inspiriert wurde. Errichtet im Jahr 1908, besteht die Kirche vollständig aus Holz und beeindruckt mit kunstvoll geschnitzten Verzierungen und nordisch anmutender Architektur. Die Kombination aus sakralem Raum und der umgebenden Harzlandschaft macht diesen Ort zu einem beliebten Ziel für Touristen und Einheimische. Die Stabkirche ist zudem für ihre Akustik bekannt und dient regelmäßig als Veranstaltungsort für Konzerte.
Der Liebesbankweg ist ein romantischer Rundwanderweg in Hahnenklee, der besonders für Paare ein Erlebnis ist. Der etwa 7 Kilometer lange Weg führt durch malerische Landschaften des Harzes und ist gesäumt von kunstvoll gestalteten Liebesbänken, die Geschichten von Liebe und Gemeinschaft erzählen. Entlang des Weges gibt es thematische Stationen und Aussichtsplätze, die zur Pause und zum Verweilen einladen.
Das ehemalige Erzbergwerk Rammelsberg ist ein absolutes Highlight in Goslar. Seit über 1.000 Jahren wurde hier Silber, Blei und Kupfer abgebaut, wodurch die Stadt zu Reichtum und Einfluss gelangte. Heute beherbergt der Rammelsberg ein Museum und ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Besucher können die Bergbaugeschichte hautnah erleben, sei es bei einer Führung durch die historischen Stollen oder bei interaktiven Ausstellungen, die den Arbeitsalltag der Bergleute nachzeichnen. Besonders faszinierend sind die erhaltenen technischen Anlagen wie das Fördergerüst und die Wasserkunst.
Das Zinnfiguren-Museum entführt Besucher in die Welt der Miniaturen und Dioramen. Die liebevoll gestalteten Zinnfiguren erzählen Geschichten aus verschiedenen Epochen und laden dazu ein, historische Szenen und Mythen auf kleinstem Raum zu entdecken. Ein Highlight ist die interaktive Werkstatt, in der man selbst Figuren bemalen kann.
Der Zwinger, ein massiver Wehrturm aus dem 16. Jahrhundert, beherbergt heute ein Museum, das das Spätmittelalter und die Verteidigungsgeschichte Goslars thematisiert. Mit seinen 6,5 Meter dicken Mauern gehört er zu den beeindruckendsten Wehranlagen des Harzes. Von der Aussichtsplattform des Zwingers bietet sich ein spektakulärer Blick über die Stadt und die Umgebung.
Das Mönchehaus Museum verbindet historische Architektur mit zeitgenössischer Kunst. In dem Fachwerkhaus aus dem 16. Jahrhundert werden Werke renommierter Künstler ausgestellt. Wechselnde Ausstellungen und Veranstaltungen machen das Museum zu einem lebendigen Ort für Kunst und Kultur.
Die Marktkirche, eines der ältesten Bauwerke Goslars, erhebt sich majestätisch über den Marktplatz. Ihre zwei ungleichen Türme, die der Kirche ihren markanten Charakter verleihen, sind schon von Weitem sichtbar. Im Inneren beeindrucken die kunstvollen Glasfenster und die schlichte romanische Architektur. Besucher können auch den Turm besteigen und den Blick über die Stadt genießen.
Das Goslarer Museum bietet einen umfassenden Einblick in die Stadtgeschichte, von der Gründung Goslars über die Blütezeit des Bergbaus bis zur Moderne. Besonders interessant sind die Exponate zum mittelalterlichen Leben und die Schatzkammer mit wertvollen Silberarbeiten.
Das Siemenshaus ist ein beeindruckendes Fachwerkgebäude aus dem Jahr 1693, das einst als Stammsitz der berühmten Familie Siemens diente. Heute ist es ein Beispiel für die reiche Bergbautradition der Stadt, da die Familie eng mit diesem Wirtschaftszweig verbunden war. Das Haus besticht durch seine kunstvoll verzierte Fassade und dient als Denkmal für das Leben wohlhabender Bergbauunternehmer.
Im Rathaus von Goslar befindet sich der Huldigungssaal, der mit seinen prächtigen Wandmalereien zu den schönsten Räumen der Stadt zählt. Die Gemälde aus dem 15. Jahrhundert zeigen Szenen aus der Geschichte Goslars und sind ein bedeutendes Zeugnis mittelalterlicher Kunst.
Auf dem Marktplatz von Goslar spielt täglich das Glocken- und Figurenspiel. In liebevoll gestalteten Szenen erzählt es die Geschichte der Bergleute und des Rammelsbergs. Die beweglichen Figuren ziehen zahlreiche Zuschauer an und verleihen dem Platz eine ganz besondere Atmosphäre.
Die historische Lohmühle bietet einen Einblick in das alte Handwerk der Lederherstellung. Hier wurden früher Eichenrinde und andere Pflanzen zu Gerbstoffen verarbeitet. Die liebevoll restaurierte Mühle ist ein charmantes Stück Technikgeschichte.
Das Kloster Woltingerode liegt etwas außerhalb von Goslar und ist für seine barocke Kirche sowie die Klosterbrennerei bekannt. Besucher können die beeindruckende Architektur der Kirche bewundern und im Klosterladen regionale Spezialitäten wie Kräuterschnäpse und Honig erwerben.