Mehr zu Niedersachsen
Sehenswürdigkeiten, Highlights und Hintergrundwissen zu Niedersachsen.
Die Stadt Celle liegt in Niedersachsen, am südlichen Rand der Lüneburger Heide, und begeistert mit ihrer prächtigen Fachwerkarchitektur und einer reichen Geschichte
Mit rund 70.000 Einwohnern ist Celle eine charmante Kleinstadt mit großem kulturellen und historischen Angebot. Über 400 restaurierte Fachwerkhäuser aus verschiedenen Jahrhunderten prägen das Stadtbild.
Besonders sehenswert ist das Hoppener Haus mit seinen reichen Schnitzereien. Weitere Highlights sind das Celler Schloss und das Bomann Museum.
Nahe Celle in der Lüneburger Heide liegt das ehemalige KZ Bergen-Belsen, bzw. dessen Überreste.
Das Herzstück der Stadt ist das Herzogschloss Celle, ein beeindruckendes Bauwerk mit einer fast tausendjährigen Geschichte. Ursprünglich als mittelalterliche Burg errichtet, wurde es später zu einer prächtigen Residenz im Renaissance- und Barockstil umgebaut. Besonders sehenswert sind die Schlosskapelle mit ihrer prachtvollen Renaissance-Ausstattung und das Schlosstheater, das als ältestes noch bespieltes Barocktheater Deutschlands gilt. Das Schloss beherbergt zudem das Residenzmuseum, das spannende Einblicke in das Leben der Herzöge von Braunschweig-Lüneburg bietet.
Der Französische Garten ist ein herrlicher Park im Herzen der Stadt und lädt zum Entspannen und Flanieren ein. Ursprünglich im Barockstil angelegt, wurde er später in einen englischen Landschaftsgarten umgestaltet. Hier können Besuchende zwischen alten Bäumen und gepflegten Blumenrabatten die Seele baumeln lassen.
Direkt gegenüber dem Schloss befindet sich das Bomann-Museum, eines der bedeutendsten Regionalmuseen Niedersachsens. Hier erfahren Besuchende mehr über die Kultur und Geschichte der Lüneburger Heide sowie das Leben in früheren Zeiten. Besonders spannend sind die Ausstellungen zu Trachten, Handwerkskunst und Alltagskultur der Region.
Der Heilpflanzengarten in Celle ist ein grünes Kleinod, das die heilende Kraft der Natur in den Mittelpunkt stellt. Hier finden Besuchende eine Vielzahl an Pflanzen, die traditionell in der Heilkunde verwendet werden.
Mit ihrem markanten Turm prägt die Stadtkirche Sankt Marien das Stadtbild von Celle. Der Turm kann bestiegen werden und der Platz vor der Kirche hat schöne Altstadtbauten.
Das Neue Rathaus von Celle wurde Anfang des 20. Jahrhunderts im neobarocken Stil erbaut und beeindruckt durch seine imposante Architektur. Der Bau steht nicht nur für die Entwicklung der Stadt in der Zeit des Kaiserreichs, sondern ist auch ein Symbol für die Bedeutung Celles als Verwaltungssitz. Die elegante Fassade und die prunkvollen Innenräume sind einen Besuch wert.
Das Kunstmuseum Celle zeigt eine beeindruckende Sammlung von Kunstwerken, die von der klassischen Moderne bis zur Gegenwart reichen. Besonders hervorzuheben ist die Sammlung Robert Simon, die Werke von bedeutenden Künstlern wie Max Beckmann und Ernst Ludwig Kirchner umfasst. Das Museum ist ein kulturelles Highlight, das Kunstliebhabende und Besuchende gleichermaßen anspricht.
Die Altstadt von Celle besticht durch über 400 liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser, die den Stadtkern wie ein lebendiges Museum erscheinen lassen. Ein besonders eindrucksvolles Beispiel ist das Hoppener Haus aus dem Jahr 1532. Mit seinen reichen Schnitzereien, figürlichen Darstellungen und farbenfrohen Malereien gilt es als eines der schönsten Fachwerkhäuser Norddeutschlands.
Die Synagoge Celle ist ein bedeutendes Symbol für die jüdische Geschichte und Kultur in der Stadt und ein wichtiger Ort des Gedenkens und der Erhaltung des jüdischen Erbes. Sie befindet sich in der Hertiestraße und wurde im Jahr 1705 erbaut. Diese Synagoge ist nicht nur ein religiöser Ort, sondern auch ein historisches Denkmal, das die turbulente Geschichte der jüdischen Gemeinde in Celle widerspiegelt.
Das Institut für Bienenkunde in Celle ist eine der führenden Forschungseinrichtungen im Bereich der Bienenzucht und -forschung. Hier werden nicht nur wissenschaftliche Arbeiten durchgeführt, sondern auch zahlreiche Veranstaltungen und Führungen angeboten, die Interessierte in die faszinierende Welt der Bienen und ihrer Bedeutung für die Natur einführen.
Das Celler Garnison-Museum bietet einen spannenden Einblick in die militärische Geschichte der Stadt. Es widmet sich der Geschichte der Celler Garnison und ihrer Rolle im 19. und 20. Jahrhundert. Hier können Besuchende Uniformen, Waffen und Ausrüstungen aus verschiedenen Epochen des Militärs sehen und mehr über die militärische Tradition der Region erfahren.
Die Justizvollzugsanstalt Celle ist eine der ältesten Haftanstalten in Niedersachsen. Auch wenn der Besuch des Gefängnisses nicht zu den üblichen touristischen Attraktionen gehört, ist es ein historisch und kulturell interessanter Ort: 1978 wurde ein Loch in die Außenmauer gesprengt (das so geannte Celler Loch) um einen Befreiungsversuch für einen Insassen und Mitglied der RAF vorzutäuschen.
Die Kalandgasse gehört zu den ältesten Straßen Celles und besticht durch ihre charmante Atmosphäre. Mit ihren gut erhaltenen Fachwerkhäusern und der engen, verwinkelten Struktur erinnert die Gasse an die mittelalterliche Stadtplanung und zieht Fotografen und Architekturbegeisterte gleichermaßen an.