Mehr zu Bremen
Sehenswürdigkeiten, Highlights und Hintergrundwissen zu Bremen.
Die Altstadt ist das historische und kulturelle Zentrum Bremens
Sie liegt auf einem ovalen Gebiet, umgeben von den Wallanlagen, die auf den ehemaligen Stadtbefestigungen entstanden sind. Kopfsteinpflaster, mittelalterliche Gebäude und einladende Plätze schaffen eine charmante, historische Atmosphäre.
Highlights sind der Marktplatz mit dem UNESCO-Weltkulturerbe Bremer Rathaus und der Roland-Statue, der St. Petri Dom sowie die berühmten Bremer Stadtmusikanten.
Auch das Schnoor-Viertel mit seinen engen Gassen und Fachwerkhäusern, die Böttcherstraße mit ihren kunstvollen Fassaden und die Schlachte, die Uferpromenade an der Weser sind sehenswert.
Die Bronzestatue befindet sich direkt neben dem Bremer Rathaus und zeigt die Tiere aus dem berühmten Märchen der Brüder Grimm: Esel, Hund, Katze und Hahn. Es gilt als Glücksbringer, die Vorderbeine des Esels zu berühren – daher glänzen diese besonders.
Das Märchen erzählt wie die Tiere von ihren Besitzern aufgrund ihres Alters oder Schwäche verstoßen wurden. Sie beschließen, nach Bremen zu ziehen, um dort als Stadtmusikanten ein neues Leben zu beginnen.
Auf ihrem Weg treffen sie aufeinander und schließen sich zusammen. Als sie abends in einem Wald Rast machen, entdecken sie ein Räuberhaus. Um die Räuber zu vertreiben, stellen sich die Tiere aufeinander – der Esel ganz unten, dann der Hund, die Katze und oben der Hahn – und machen gemeinsam laute Musik. Die Räuber fliehen in Panik, und die Tiere übernehmen das Haus. Schließlich beschließen sie, dort zu bleiben, da es ihnen besser gefällt als die Reise nach Bremen.
Das Märchen symbolisiert Mut, Zusammenarbeit und den Glauben an einen Neuanfang, selbst in schwierigen Lebenssituationen.
Der St. Petri Dom, ein gotisches Meisterwerk, hat eine über 1200-jährige Geschichte. Zwei 98 Meter hohe Türme prägen die Skyline von Bremen. Im Inneren beeindrucken kunstvolle Glasfenster und ein prächtig verzierter Hochaltar. Wer die 265 Stufen des Südturms erklimmt, wird mit einem grandiosen Blick über die Stadt belohnt. Interessant ist auch die Bleikeller-Ausstellung mit mumifizierten Leichnamen und der idylische Bibelgarten. Im kostenlosen Dom-Museum kann man mehr über die Geschichte der Kirche in Bremen erfahren und Sakralkunst begutachten.
Das Bremer Rathaus aus dem 15. Jahrhundert zählt zu den schönsten Gebäuden der Gotik und Weserrenaissance in Europa. Besonders beeindruckend ist die kunstvolle Fassade. Im Inneren finden sich prunkvolle Säle, darunter die Obere Rathaushalle. Direkt davor steht die über fünf Meter hohe Rolandstatue, die seit 1404 als Symbol für Recht und Freiheit in Bremen gilt. Gemeinsam sind sie UNESCO-Weltkulturerbe.
Das Bremer Geschichtenhaus ist ein lebendiges Museum im Herzen des Schnoor-Viertels. Hier werden historische Figuren und Ereignisse aus der Bremer Geschichte von Schauspielern in historischen Kostümen nachgestellt. Besuchende können unter anderem den Pfeffersäcken, Fischern und Kaufleuten begegnen oder die Geschichte der Bremer Stadtmusikanten und die Zeit der Pest erleben. Die interaktiven Inszenierungen machen den Besuch besonders für Familien und Schulklassen spannend, da sie auf unterhaltsame Weise Einblicke in vergangene Jahrhunderte bieten.
Die Böttcherstraße ist ein architektonisches Highlight und Kunstprojekt. Mit roten Backsteinen erbaut, verbindet sie die Altstadt mit der Weser. Besonders markant ist das goldene "Lichtbringer"-Relief am Eingang. Die Straße ist Heimat des Paula-Modersohn-Becker-Museums, das dem Werk der bekannten Malerin gewidmet ist, dem Roselius-Haus Museum und einer Bonbon-Macherei. Auch das Glockenspiel aus Meißener Porzellan ertönt mehrmals täglich und ist ein besonderes Erlebnis.
Die Unser Lieben Frauen Kirche ist die älteste Pfarrkirche Bremens und befindet sich zentral in der Altstadt, unweit des Marktplatzes. Ihre Ursprünge reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück, und sie wurde zunächst als romanische Basilika errichtet. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Kirche mehrfach umgebaut und weist heute vor allem gotische Elemente auf.
Besonders beeindruckend ist das lichtdurchflutete Innere, das durch die hohen Fenster mit teilweise erhaltenen mittelalterlichen Glasmalereien geprägt ist. Im 20. Jahrhundert wurden moderne Fenster des Künstlers Alfred Manessier hinzugefügt, die durch ihre abstrakten, farbenfrohen Darstellungen beeindrucken.
Die Mühle am Wall ist eine historische Windmühle, die heute ein charmantes Restaurant beherbergt. Die Mühle wurde ursprünglich im 17. Jahrhundert erbaut und ist ein Wahrzeichen Bremens. Die umliegende Parkanlage lädt zu einem entspannten Spaziergang ein, während man die Mühle als Fotomotiv genießen kann.
Die Schlachte ist eine historische Uferpromenade entlang der Weser. Ursprünglich ein wichtiger Handelsplatz, ist sie heute ein lebendiger Treffpunkt mit Restaurants, Bars und Biergärten. Besonders im Sommer laden die Außenterrassen zum Verweilen ein, während traditionelle Segelschiffe im Wasser ankern. Im Winter findet hier der maritime Schlachte-Weihnachtsmarkt statt.
Das Schnoor-Viertel, benannt nach den alten Schiffstauläden („Schnoor“ = Seil), ist Bremens ältestes erhaltenes Stadtviertel. Die engen Gassen sind gesäumt von mittelalterlichen Fachwerkhäusern, von denen einige über 500 Jahre alt sind. Hier finden sich zahlreiche Kunsthandwerksgeschäfte, Cafés und kleine Museen. Ein Spaziergang fühlt sich an wie eine Zeitreise ins 16. Jahrhundert.