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Oranienburg liegt nördlich von Berlin und ist vor allem durch die Gedenkstätte Sachsenhausen international bekannt
Das ehemalige Konzentrationslager, 1936 von den Nationalsozialisten errichtet, zählt heute zu den wichtigsten Orten der Erinnerungskultur in Deutschland und dokumentiert eindrücklich die Verbrechen des NS-Regimes sowie die Geschichte politischer Verfolgung.
Darüber hinaus besitzt Oranienburg mit dem Schloss Oranienburg, einer barocken Anlage aus dem 17. Jahrhundert, auch ein historisches und kulturelles Zentrum. Die Stadt verbindet damit Erinnerung, Geschichte und eine ruhige Lage im grünen Berliner Umland.
Das KZ Sachsenhausen war eines der größten Konzentrationslager des nationalsozialistischen Deutschlands und befand sich nordöstlich von Berlin, in der Nähe der Stadt Oranienburg. Es wurde 1936 errichtet und diente zunächst als Trainingslager für die SS. Später wurde es zu einem zentralen Ort für die Deportation, Zwangsarbeit und Vernichtung von Gefangenen, darunter politische Häftlinge, Kriegsgefangene, Juden, Homosexuelle und viele andere Minderheitengruppen. Im Laufe des Zweiten Weltkriegs wuchs das Lager und wurde mit mehreren Außenlagern verbunden, in denen insgesamt ca. 200000 Menschen unter extremen Bedingungen arbeiten mussten. Die Häftlinge mussten Bauarbeiten tätigen, bei der Rüstungsproduktion helfen oder Forst- und Steinbrucharbeiten vornehmen.
Das Lager wurde am 22. April 1945 von der Roten Armee befreit.
In den einzelnen Baracken sind unterschiedliche Dauerausstellungen über verschiedene Themen. Besonders erschütternd ist Station X, welche ein Krematorium und eine Gaskammer beinhaltet.