Mehr zu Brandenburg
Sehenswürdigkeiten, Highlights und Hintergrundwissen zu Brandenburg.
Potsdam, die Hauptstadt des Bundeslandes Brandenburg, ist eine Stadt voller historischer und kultureller Highlights
Bekannt für ihre prächtigen Schlösser, weitläufigen Gärten und die reiche Geschichte als Residenzstadt der preußischen Könige, ist Potsdam ein wahres Juwel vor den Toren Berlins.
Die bekannteste Attraktion der Stadt ist zweifellos der Park Sanssouci mit dem gleichnamigen Schloss, dem ehemaligen Sommersitz von Friedrich dem Großen. Neben Sanssouci beeindrucken weitere Schlösser wie das Neue Palais, Schloss Cecilienhof und Schloss Babelsberg. Diese gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe und spiegeln die Glanzzeiten der preußischen Monarchie wider.
Doch Potsdam bietet mehr als nur royale Pracht. Das Holländische Viertel, mit seinen roten Backsteinbauten, vermittelt einen charmanten Eindruck von niederländischer Architektur. Das Filmstudio Babelsberg, das älteste Großatelier-Filmstudio der Welt, ist ein bedeutendes Zentrum für die Filmindustrie und bietet einen spannenden Einblick in die Welt des Kinos.
Die Stadt ist zudem von malerischen Seen und Wäldern umgeben, die zu Outdoor-Aktivitäten wie Radfahren, Wandern und Bootsausflügen einladen.
Historisch gesehen spielte Potsdam eine Schlüsselrolle in verschiedenen Epochen: von der preußischen Residenzstadt über den Standort der Potsdamer Konferenz 1945 bis hin zur Wiedervereinigung Deutschlands.
Heute ist Potsdam eine lebendige Universitätsstadt mit einem vielfältigen kulturellen Angebot.
Der weitläufige Park, der das Schloss umgibt, ist ein Meisterwerk der Gartenkunst des 18. Jahrhunderts. Er wurde von Peter Joseph Lenné gestaltet und verbindet verschiedene Gartenstile, von barocken Terrassen mit Weinreben bis hin zu englischen Landschaftsgärten. Wer mag, kann im Park picknicken. Raf fahren ist jedoch nur an bestimmten Strecken erlaubt.
Zu den Höhepunkten des Parks zählen:
Das Schloss Sanssouci, übersetzt „ohne Sorge“, diente Friedrich dem Großen ab 1747 als Rückzugsort. Es ist ein vergleichsweise kleines, einstöckiges Lustschloss, das auf einer Weinbergterrasse errichtet wurde. Die Architektur im Rokoko-Stil wurde von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff entworfen und orientiert sich an französischen Vorbildern.
Die Innenräume des Schlosses beeindrucken durch opulente Dekorationen, darunter vergoldete Ornamente, Gemälde und aufwändige Stuckarbeiten. Besonders hervorzuheben ist das Konzertzimmer und die Marmorgalerie, die mit exquisiten Kunstwerken ausgestattet sind. Das Schloss gibt einen Einblick in die private Welt Friedrichs, der hier Philosophen wie Voltaire empfing.
Tickets sollten im voraus online gekauft werden. Das sanssouci+ Ticket ermöglicht günstigen Eintritt zu weiteren Sehenswürdigkeiten.
Das Potsdamer Brandenburger Tor ist ein prächtiger Triumphbogen aus dem 18. Jahrhundert, der die westliche Grenze der Innenstadt markiert. Errichtet 1770 unter Friedrich dem Großen, erinnert das Tor an den erfolgreichen Siebenjährigen Krieg. In diesem Krieg kämpfte und siegte Friedrich II. von Preußen gegen eine Koalition aus Österreich, Frankreich, Russland und Schweden. Ziel war es, die Vormachtstellung in Europa zu sichern und die Ansprüche Österreichs auf Schlesien abzuwehren, das Preußen im vorhergehenden Österreichischen Erbfolgekrieg erobert hatte.
Das Museum Barberini in Potsdam ist ein bedeutendes Kunstmuseum, das in einem rekonstruierten barocken Palais am Alten Markt untergebracht ist. Es bietet wechselnde Ausstellungen von Impressionismus bis zeitgenössischer Kunst und besitzt eine der weltweit umfassendsten Sammlungen impressionistischer Werke. Besonders herausragend sind die Gemälde von Claude Monet und anderen Künstlern dieser Epoche. Regelmäßig gibt es Sonderausstellungen, die Besuchende mit ihrer Vielfalt begeistern.
Die Biosphäre Potsdam ist eine tropische Erlebniswelt, die Besuchende in eine exotische Landschaft entführt. Mit mehr als 20.000 Pflanzen, einem großen Schmetterlingshaus und Nachbildungen tropischer Ökosysteme ist sie ein beliebtes Ausflugsziel für Familien. Die Halle simuliert tropisches Klima und bietet spannende Attraktionen wie eine Nebelwand, Wasserfälle und exotische Tiere. Sie eignet sich perfekt, um die tropische Natur kennenzulernen, ohne die Stadt zu verlassen.
Schloss Cecilienhof liegt im Neuen Garten und ist vor allem durch die Potsdamer Konferenz von 1945 bekannt, auf der u.a. die Aufteilung Deutschlands in vier Besatzungszonen, verwaltet von den USA, Großbritannien, der Sowjetunion und Frankreich beschlossen wurde.
Schloss Cecilienhof war das letzte Schloss, das die Hohenzollern vor dem Ende der Monarchie bauen ließen. Im Stil eines englischen Landhauses errichtet, war es die Residenz von Kronprinz Wilhelm und seiner Frau Cecilie. Das Schloss besteht aus Fachwerk und Backstein und ist von einem idyllischen Garten umgeben. Die historischen Räume, darunter der Konferenzsaal, bieten Einblicke in die Ereignisse der Nachkriegszeit und die politische Neuordnung Europas.
Der Park Babelsberg ist ein Meisterwerk der Landschaftsarchitektur, entworfen von Peter Joseph Lenné und Hermann Fürst von Pückler-Muskau. Der Park liegt malerisch am Havelufer und beherbergt das Schloss Babelsberg, ein neugotisches Juwel. Die Parkanlage zeichnet sich durch weitläufige Wiesen, Aussichtspunkte und Wasserspiele aus. Der Flatowturm, eine Nachbildung mittelalterlicher Architektur, bietet einen grandiosen Blick auf Potsdam und die Umgebung.
Der Filmpark Babelsberg ist ein Erlebnispark, der sich dem Thema Film und Fernsehen widmet. Besuchende erleben hier Filmkulissen, spannende Stuntshows und interaktive Attraktionen. Highlights sind die „GZSZ“-Außensets, die 4D-Erlebniskino-Shows und Einblicke in die Filmproduktion. Der Park gehört zu den ältesten und bedeutendsten Filmstudios der Welt und zieht jährlich zahlreiche Besuchende an.
Die Kolonie Alexandrowka ist ein einzigartiges russisches Dorf, das Anfang des 19. Jahrhunderts unter Friedrich Wilhelm III. für russische Sänger erbaut wurde. Die 13 Holzhäuser im russischen Stil stehen inmitten eines Gartens, der von Peter Joseph Lenné gestaltet wurde. Heute gehört Alexandrowka zum UNESCO-Welterbe. Das Museum im Haus Nr. 2 vermittelt die Geschichte der Kolonie, und das Café in einem der Häuser lädt zu russischen Spezialitäten ein.
Das Belvedere ist ein beeindruckendes Schloss mit zwei Türmen und einer atemberaubenden Aussicht auf Potsdam und Berlin. Der Bau im Stil der italienischen Renaissance wurde im 19. Jahrhundert begonnen, aber erst im 20. Jahrhundert fertiggestellt. Es ist ein beliebtes Ausflugsziel und Schauplatz für Konzerte und Kulturveranstaltungen. Die Anlage ist von einem schönen Garten umgeben, der zum Flanieren einlädt.
Wer seine Füße schonen will, kann an einer Schlösserrundfahrt oder Tour zum Wannsee oder zur Havel teilnehmen.
Die St.-Nikolai-Kirche ist eine beeindruckende klassizistische Kirche am Alten Markt. Sie wurde von Karl Friedrich Schinkel entworfen und zwischen 1830 und 1850 vollendet. Die markante Kuppel prägt das Stadtbild Potsdams. Die Kirche ist ein Ort der Andacht und kultureller Veranstaltungen, darunter Konzerte mit der hervorragenden Orgel.
Das Filmmuseum Potsdam, in einem barocken Pferdestallgebäude am Alten Markt, widmet sich der Filmgeschichte. Es beleuchtet insbesondere die Rolle des Filmstudios Babelsberg, das als Wiege des deutschen Films gilt. Wechselnde Ausstellungen präsentieren historische und moderne Filmproduktionen. Die Dauerausstellung zeigt Requisiten, Kostüme und Technik, darunter auch Stücke von Klassikern wie Metropolis.
Die Friedenskirche ist eine protestantische Kirche im Stil des Klassizismus, die im 19. Jahrhundert erbaut wurde. Sie befindet sich im Alten Markt und beeindruckt durch ihre Architektur und ihre historische Bedeutung. Besonders markant ist die Kuppel der Kirche, die das Stadtbild prägt.
Der Botanische Garten der Universität Potsdam ist ein idyllischer Ort mit einer großen Vielfalt an Pflanzenarten aus aller Welt. Er dient als wissenschaftliche Einrichtung der Universität und ist zugleich ein Ort der Erholung für die Besuchenden. Besonders hervorzuheben ist die Sammlung von tropischen und subtropischen Pflanzen.
Die Heilandskirche ist ein malerisches Bauwerk am Havelufer, das durch ihre Lage direkt am Wasser besticht. Sie wurde von König Friedrich Wilhelm IV. in italienischem Stil erbaut und ist Teil des UNESCO-Welterbes. Die Kirche spielte auch in der DDR-Zeit eine symbolische Rolle, da sie an der Grenze lag.
Der Neue Garten, angelegt am Heiligen See, ist ein englischer Landschaftsgarten mit prächtigen Alleen und markanten Bauten. Im Zentrum steht das klassizistische Marmorpalais, einst Sommerresidenz Friedrich Wilhelm II. Es ist bekannt für seine elegante Fassade aus Marmor und seine stilvolle Inneneinrichtung. Das Areal umfasst auch das Schloss Cecilienhof.
Das Naturkundemuseum Potsdam ist ein faszinierendes Museum, das sich der Naturgeschichte der Region widmet. Es zeigt eine Vielzahl von Exponaten zu den Themen Geologie, Mineralogie, Archäologie und Paläontologie, darunter Fossilien und Tierpräparate. Das Museum bietet interaktive Ausstellungen und ist ein beliebter Anlaufpunkt für Familien und Schulgruppen.
Das Nano Science Center ist ein modernes Forschungszentrum, das sich mit Nanotechnologie und deren Anwendungen in verschiedenen Bereichen wie Medizin, Elektronik und Materialwissenschaften beschäftigt. Das Zentrum bietet Ausstellungen und Programme, die Einblicke in diese zukunftsweisende Technologie geben.
Die ehemalige Haftanstalt in der Lindenstraße ist ein Mahnmal gegen politische Verfolgung. Sie beleuchtet die Geschichte der politischen Justiz im Nationalsozialismus, in der DDR und in der Nachkriegszeit.
Diese katholische Kirche im holländischen Viertel zeichnet sich durch ihre klassizistische Architektur und ihren markanten Glockenturm aus. Sie wurde im 19. Jahrhundert erbaut und ist ein Ort der Ruhe und Besinnung.
Schloss Babelsberg, am Ufer der Havel gelegen, ist ein neugotisches Schloss, das für Prinz Wilhelm (später Kaiser Wilhelm I.) und seine Frau Augusta erbaut wurde. Entworfen von Karl Friedrich Schinkel, vereint es die Eleganz englischer Landhäuser mit einer markanten Gotik. Der umliegende Park, gestaltet von Peter Joseph Lenné, bietet fantastische Aussichten auf die Havel und ist Teil des UNESCO-Welterbes.
Die Matrosenstation Kongsnæs am Ufer der Havel wurde 1891 als Unterkunft für die kaiserlichen Ruderer und Bootsleute erbaut. Das Gebäudeensemble im norwegischen Drachenstil ist ein seltenes Beispiel dieser Architektur in Deutschland. Nach einer aufwendigen Restaurierung erstrahlt die Station wieder im historischen Glanz und ist heute ein Restaurant.
Die historische Windmühle von Sanssouci ist ein Symbol Potsdams und ein technisches Denkmal. Ursprünglich aus dem 18. Jahrhundert, wurde sie nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaut. Heute beherbergt sie ein Museum, das die Geschichte der Mühlenkunst zeigt.
Das Hans-Otto-Theater in Potsdam ist eines der bedeutendsten Theater der Stadt und ist bekannt für seine abwechslungsreichen Aufführungen, von klassischen Stücken bis hin zu modernen Inszenierungen. Das Theater ist ein kulturelles Zentrum in Potsdam und bietet eine breite Palette an Schauspiel- und Theaterproduktionen.
Diese Gedenkstätte erinnert an die ehemalige Untersuchungshaftanstalt der sowjetischen Militärspionageabwehr. Sie dokumentiert das Leid der Gefangenen in der Zeit des Kalten Krieges und bietet Führungen sowie Ausstellungen zur Geschichte des Ortes.
Der Einsteinturm auf dem Telegrafenberg ist ein berühmtes astrophysikalisches Observatorium, entworfen vom Architekten Erich Mendelsohn. Es dient der Relativitätstheorie-Forschung und ist ein bedeutendes Beispiel expressionistischer Architektur.
Die Villa Schöningen ist ein denkmalgeschütztes Gebäude, das heute als Kulturzentrum und Ausstellungsort genutzt wird. Sie befindet sich direkt am Ufer des Heiligen Sees und ist bekannt für ihre Architektur sowie für ihre Ausstellungen zu Kunst und Kultur.
Das Belvedere auf dem Klausberg ist ein kleines Schloss im Stil eines Aussichtspalastes, das einen atemberaubenden Blick auf Potsdam und das Umland bietet. Der Bau wurde im 18. Jahrhundert als Aussichtspunkt im Park von Sanssouci errichtet und ist heute ein beliebter Ort für Spaziergänge.
Der Winzerberg ist ein Aussichtspunkt in Potsdam, der für seine schöne Aussicht auf die Stadt und das Umland bekannt ist. Er liegt auf einem Hügel und war ursprünglich ein Weinanbaugebiet, daher der Name. Heute ist er ein beliebtes Ziel für Wanderer und bietet einen herrlichen Blick auf die Umgebung, einschließlich des Schloss Sanssouci.
Die Freundschaftsinsel, zwischen zwei Havelarmen gelegen, ist eine idyllische Gartenanlage und ein Rückzugsort mitten in Potsdam. Sie ist bekannt für ihre historischen Ziergärten, die der Gartenarchitekt Karl Foerster gestaltete. Neben Erholung bietet die Insel Kulturveranstaltungen und ein kleines Museum, das die Geschichte und Entwicklung der Insel beleuchtet.
Das Museum FLUXUS+ ist einem einzigartigen Kunststil gewidmet, der die Grenzen zwischen verschiedenen Kunstformen auflöste. Es zeigt Werke aus der Fluxus-Bewegung, einer internationalen Kunstbewegung, die Performance, Musik, bildende Kunst und Theater vereinte. Das Museum bietet auch interaktive Ausstellungen, die den Besuchenden eine neue Perspektive auf Kunst vermitteln.
Das Jan Bouman Haus ist ein historisches Gebäude im holländischen Stil, das nach dem niederländischen Architekten Jan Bouman benannt wurde, der das Gebäude entworfen hat. Es beherbergt ein kleines Museum über das holländische Viertel.
Der Bornstedter Friedhof ist ein historischer Friedhof im Westen von Potsdam, der vor allem durch die Gräber von Persönlichkeiten aus der preußischen Geschichte bekannt ist. Dazu gehören Gräber von preußischen Militärs und Mitgliedern der königlichen Familie. Der Friedhof ist von vielen als Ort der Ruhe und des Gedenkens geschätzt.
Die Russische-Orthodoxe Kirche in Potsdam ist ein eindrucksvolles religiöses Gebäude, das von russischen Zaren und der russischen Gemeinde in Potsdam genutzt wurde. Es befindet sich nahe des historischen Zentrums und zeigt traditionelle russische Architektur mit bunten Kuppeln und einer reichen Innenausstattung.
Der Landtag Brandenburg befindet sich in einem historischen Gebäude, das 1830 als preußisches Staatsministerium erbaut wurde. Heute ist es das Parlament des Bundeslandes Brandenburg. Die Architektur des Gebäudes ist klassizistisch und das Gebäude ist eines der markantesten in Potsdam.
Das Alte Rathaus in Potsdam ist ein historisches Gebäude am Alten Markt, das ursprünglich im 18. Jahrhundert erbaut wurde. Es ist ein schönes Beispiel für die Architektur der Zeit und beherbergt heute das Museum Stadtgeschichte Potsdam, das die Geschichte der Stadt und ihrer Entwicklung dokumentiert.
Das Dampfmaschinenhaus in Potsdam ist ein technisches Denkmal, das die Geschichte der Dampftechnologie in der Region veranschaulicht. Hier können Besuchende mehr über die Entwicklung und den Einsatz von Dampfmaschinen im industriellen Zeitalter erfahren.
Das Holländische Viertel ist eine einzigartige Ansammlung von 134 roten Backsteinhäusern im Herzen Potsdams. Es wurde im 18. Jahrhundert für holländische Handwerker errichtet, die Friedrich Wilhelm I. nach Potsdam holte, um die Stadt auszubauen. Heute ist das Viertel ein lebendiges Zentrum mit Cafés, Boutiquen und Galerien. Es bietet eine charmante Mischung aus historischem Flair und moderner Kultur und ist ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Touristen gleichermaßen.