Mehr zu Brandenburg
Sehenswürdigkeiten, Highlights und Hintergrundwissen zu Brandenburg.
Cottbus ist das kulturelle Zentrum der Lausitz und Tor zum Spreewald
Cottbus, gelegen im Süden Brandenburgs an der Spree, ist eine traditionsreiche Stadt mit rund 100.000 Einwohnenden. Sie gilt als kulturelles und wirtschaftliches Zentrum der Lausitz und hat eine bewegte Geschichte, die bis ins Mittelalter zurückreicht.
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1156. Die Region war ursprünglich slawisch besiedelt und wurde später Teil der Markgrafschaft Brandenburg.
Ab dem 19. Jahrhundert wurde die Stadt zunehmend industriell geprägt – mit starkem Wachstum in Energieerzeugung (Braunkohle), Textilwirtschaft und Maschinenbau. Auch in der DDR war Cottbus ein bedeutender Industriestandort. Heute setzt Cottbus mehr auf erneuerbare Energien und Dienstleistungen.
Cottbus ist auch das kulturelle Zentrum der sorbischen Minderheit in Brandenburg. Die zweisprachigen Ortsschilder zeugen von dieser slawischen Tradition.
Der Tierpark Cottbus beherbergt über 1.200 Tiere und bietet Besuchenden die Möglichkeit, Tiere aus verschiedenen Kontinenten zu erleben. Besonders beliebt sind der Streichelzoo und die Schaufütterungen.
Der Branitzer Park ist ein Meisterwerk der Landschaftsgestaltung des 19. Jahrhunderts, entworfen von Fürst Hermann von Pückler-Muskau. Mit seinen geschwungenen Wegen, künstlichen Seen und der berühmten Seepyramide bietet der Park ein einzigartiges Naturerlebnis.
Das Stadion der Freundschaft, seit 2023 als LEAG Energie Stadion bekannt, ist die Heimspielstätte des FC Energie Cottbus. Mit einer Kapazität von über 22.000 Plätzen ist es ein zentraler Ort für Fußballfans in der Region.
Das ehemalige Gelände der Bundesgartenschau 1995 ist heute ein weitläufiger Landschaftspark mit Themengärten, Spielplätzen und viel Platz zum Erholen. Der Park verbindet Naturerlebnis mit moderner Gartenkunst und liegt direkt an der Spree.
Das Staatstheater Cottbus ist das einzige Staatstheater Brandenburgs und beeindruckt mit seinem Jugendstilbau. Es bietet ein vielfältiges Programm aus Oper, Schauspiel, Ballett und Konzerten.
Auf einem Gelände von über 40.000 Quadratmetern zeigt das Museum die Luftfahrtgeschichte der Region. Besuchende können historische Flugzeuge und Fahrzeuge besichtigen und in einige sogar einsteigen.
Dieser moderne Aussichtsturm am entstehenden Cottbuser Ostsee – einem ehemaligen Tagebau – bietet spektakuläre Blicke über die sich wandelnde Landschaft. Der Turm symbolisiert den Strukturwandel der Region und ist ein beliebter Ort für Spaziergänge und Radtouren.
Im Herzen des Branitzer Parks liegt das Schloss Branitz, das ab 1846 von Fürst Pückler umgebaut wurde. Die prunkvollen Innenräume spiegeln das Leben und Wirken des Fürsten wider und laden zu einer Zeitreise in die Vergangenheit ein.
Der Spremberger Turm, ein ehemaliger Wehrturm aus dem 13. Jahrhundert, bietet nach 131 Stufen einen beeindruckenden Blick über Cottbus. Er ist ein markantes Wahrzeichen der Stadt.
In einem ehemaligen Dieselkraftwerk untergebracht, präsentiert das Museum zeitgenössische Kunst in einem industriellen Ambiente. Es ist ein zentraler Ort für moderne Kunst in Brandenburg.
In Dissen, südlich von Cottbus, widmet sich dieses Museum der sorbisch/wendischen Kultur. Traditionelle Trachten, Bräuche und Lebensweisen der slawischen Minderheit werden hier lebendig dargestellt – oft auch in lebendigen Vorführungen und Mitmachaktionen.
Im alten Dieselkraftwerk untergebracht, bietet das Museum spannende Einblicke in die Geschichte und Entwicklung der Stadt – von der frühen Besiedlung über die Industrialisierung bis in die Gegenwart. Wechselausstellungen vertiefen verschiedene lokale Themen.
Das Planetarium wurde 1974 eröffnet und ist heute ein Ort für Bildung und Staunen. Es bietet Programme über Astronomie, Raumfahrt und Naturwissenschaften – nicht nur für Schulklassen, sondern auch für interessierte Erwachsene.
Im Haus der ehemaligen Löwen-Apotheke (gegründet 1568) entdecken Besuchende die Geschichte der Pharmazie mit historischen Geräten, Möbeln und Rezepturen. Ein Blick in frühere Formen der Heilkunde – mitten in der Altstadt von Cottbus.
Der Münzturm ist ein mittelalterlicher Wehrturm aus dem 13. Jahrhundert und Teil der einstigen Stadtbefestigung. Er ist das älteste erhaltene Bauwerk in Cottbus und erinnert an die lange Geschichte der Stadt.
Ein kleiner, aber zentral gelegener Stadtpark nahe dem Theater mit altem Baumbestand und ruhigen Wegen. Ideal für eine Pause vom Stadttrubel oder ein gemütliches Picknick.