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Beelitz liegt südwestlich von Berlin und ist vor allem durch die weitläufigen Beelitzer Heilstätten bekannt
Beelitz südwestlich von Berlin verbindet ländliche Ruhe und landwirtschaftliche Tradition mit einem besonderen historischen Ort: den Beelitzer Heilstätten. Die weitläufige Anlage entstand Ende des 19. Jahrhunderts als Sanatorium v.a. für Tuberkuloseerkrankte und entwickelte sich später zu einem der größten Krankenhauskomplexe der Region. Da es noch keine wirksamen Medikamente gab, setzte man auf Frischluftkuren, Licht- und Sonnenbäder, strikte Ruhe und Isolation sowie gute Ernährung.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Heilstätten u. a. durch sowjetisches Militär genutzt aber ab den 1990er Jahren dann aufgegeben, wodurch viele Gebäude verfielen. Nach Jahrzehnten des Verfalls wurden Teile restauriert und zugänglich gemacht, wodurch ein spannender Ort zwischen Geschichte, Natur und Architektur entstand.
Der Baumwipfelpfad Beelitz-Heilstätten verläuft hoch über den historischen Gebäuden. Von hier aus eröffnen sich ungewöhnliche Perspektiven auf die Architektur und die umliegende Natur. Besuchende erleben die Anlage aus einer neuen Sicht und können gleichzeitig mehr über ihre Geschichte erfahren.
Die Beelitzer Heilstätten sind eines der eindrucksvollsten Beispiele historischer Krankenhausarchitektur in Deutschland. Die Anlage entstand Ende des 19. Jahrhunderts als Lungenheilstätte und wurde später militärisch genutzt. Heute sind Teile restauriert, während andere Gebäude bewusst als „Lost Places“ erhalten geblieben sind. Besuchende können hier auf dem Baumwipfelpfad durch die Anlage gehen und die besondere Atmosphäre zwischen Verfall und Wiederbelebung erleben.