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Sehenswürdigkeiten, Highlights und Hintergrundwissen zu Berlin.
Die Museumsinsel in Berlin ist ein UNESCO-Weltkulturerbe und beherbergt bedeutende Museen, darunter das Pergamonmuseum, das Alte Museum, das Neue Museum, die Alte Nationalgalerie und das Bode-Museum
Die Museumsinsel entstand im 19. Jahrhundert als visionäres Kulturprojekt der preußischen Könige, die Kunst und Wissen erstmals öffentlich zugänglich machen wollten. Schritt für Schritt entwickelte sich auf der Spreeinsel ein einzigartiges Ensemble monumentaler Museumsbauten, das bis heute die Idee eines universellen Museums widerspiegelt.
Der umfassende Wiederaufbau und die Restaurierung nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs unterstreichen die große kulturelle Bedeutung des Areals.
Mit dem Humboldt Forum im rekonstruierten Berliner Schloss wurde das historische Zentrum Berlins um einen weiteren kulturellen und gesellschaftlichen Ort ergänzt, der die Museumsinsel zeitgenössisch erweitert.
Der Berliner Dom ist das prächtigste evangelische Gotteshaus Berlins und beeindruckt durch seine imposante Architektur. Die mächtige Kuppel des Doms ist ein markantes Wahrzeichen im Stadtbild und bietet Besuchern nach einem Aufstieg von 270 Stufen einen fantastischen Blick über das historische Zentrum Berlins. Ein besonderes Highlight ist die Hohenzollerngruft, in der mehr als 90 Mitglieder der preußischen Königsfamilie ruhen.
Das Pergamonmuseum auf der Berliner Museumsinsel ist weltweit berühmt für seine antiken Schätze. Die imposanten Sammlungen, darunter das Ischtar-Tor und das Markttor von Milet, lassen Besucher in die Welt der Antike eintauchen. Durch seine imposante Architektur fühlt man sich förmlich in eine andere Zeit versetzt. Da das Museum andauernd renoviert wird, gibt es „Pergamon – Das Panorama“, eine 360-Grad-Rekonstruktion der antiken Stadt Pergamon.
Die antike Stadt Pergamon befand sich im Gebiet der heutigen Türkei. Pergamon war eine griechische Kolonie und wurde stark durch die griechische Kultur geprägt. Die Bewohner sprachen Griechisch und waren kulturell eng mit dem Hellenismus verbunden. Pergamon war bekannt für seine Bibliothek, die nach Alexandria die zweitgrößte der antiken Welt war. Die Stadt war ein Zentrum von Wissenschaft und Philosophie. Später wurde Pergamon Teil des römischen Reichs.
Der Pergamonaltar wurde vermutlich im 2. Jahrhundert v. Chr. errichtet und war Zeus und Athena gewidmet, den beiden höchsten Göttern der Stadt.
Im 19. Jahrhundert war das Osmanische Reich, in dem sich die Ausgrabungsstätten befanden, kulturell und politisch offen für westliche Archäologen und erhielt Geld für die antiken Schätze. Heute fordert die Türkei die Rückgabe von Artefakten wie dem Pergamonaltar.
Wissenswert: Da das Pergamonmuseum derzeit umfassend saniert wird, ist es vorübergehend geschlossen. Große Teile des Museums werden erst wieder 2027 betretbar sein, einige sogar erst noch später.
Das Neue Museum auf der Museumsinsel ist eine wahre Schatzkammer für Archäologie- und Kunstliebhaber. Besonders bekannt ist es für die weltberühmte Büste der ägyptischen Königin Nofretete, die hier ausgestellt ist. Auch sonst enthält es viele Schätze aus dem alten Ägypten und der Antike.
Die Alte Nationalgalerie auf der Museumsinsel beherbergt eine der bedeutendsten Sammlungen von Gemälden und Skulpturen des 19. Jahrhunderts. Werke von Caspar David Friedrich, Adolph von Menzel und Claude Monet zieren die Wände dieses architektonischen Schmuckstücks.
Dieser kleine Park direkt hinter dem Bodemuseum bietet sich für eine kleine Pause an. Im Sommer kann man dort auch zu Swing, und lateinamerikanischer Musik tanzen.
Das Humboldt Forum im rekonstruierten Berliner Schloss ist ein kulturelles Zentrum, das u.a. das Museum für asiatische Kunst und das ethnologische Museum beinhaltet.
Während die Fassade überwiegend der historischen entspricht, ist das Innenleben und die Außenseite Richtung Spree modern gestaltet worden. Das ursprüngliche Schloss war die Residenz der preußischen Könige, wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und später von der DDR trotz internationaler Empörung gesprengt.
Einige Ausstellungen sind kostenlos, währende andere Eintritt kosten.
Das Bodemuseum auf der Museumsinsel ist ein wahres Juwel für Liebhaber religiöser Kunst. Daneben beherbergt es Sammlungen byzantinischer Kunst, Skulpturen und Münzen. Besonders eindrucksvoll sind die Skulpturen von der Gotik bis zum Barock. Das Gebäude selbst ist schon ein Kunstwerk – errichtet 1904 in einer beeindruckenden neobarocken Architektur, thront es majestätisch direkt an der Spree.
2017 wurde eine rund 100 kg schwere Goldmünze aus der Ausstellung gestohlen. Allein der Materialwert betrug zum Tatzeitpunkt rund 3,8 Millionen Euro. 2020 wurden Mitglieder des Remmo-Clans für den Diebstahl schuldig gesprochen (welche auch für den Einbruch in das grüne Gewölbe in Dresden verantwortlich gemacht werden).
Das Alte Museum auf der Museumsinsel beherbergt eine beeindruckende Sammlung antiker Kunst und Artefakte. Besonders sehenswert sind die griechischen Skulpturen und die berühmten Büsten römischer Kaiser.
Das riesige, immersive Kunstwerk von Yadegar Asisi entführt die Besuchenden in den Alltag der antiken Welt, und man hat das Gefühl, direkt in das antike Pergamon hineingezogen zu werden. Auch zahlreiche Statuen aus dem wegen Renovierung geschlossenem Pergamonmuseum sind hier ausgestellt. Das Museum befindet sich einen Katzensprung entfernt von der Museumsinsel.