Mehr zu Berlin
Sehenswürdigkeiten, Highlights und Hintergrundwissen zu Berlin.
Geprägt von Migration, Subkultur und stetigem Wandel haben sich Kreuzberg, Treptow und Neukölln zu einigen der spannendsten Stadtteile Berlins entwickelt
Kreuzberg ist eines der lebendigsten und vielfältigsten Viertel Berlins, bekannt für seine alternative Szene, multikulturelle Atmosphäre und seine schönen Altbauten aus der Gründerzeit.
Besonders belebte Orte sind der Görlitzer Park, die Oranienstraße mit zahlreichen Geschäften sowie das Kotbusser Tor. An vielen dieser Orte gibt es seit einigen Jahren leider zunehmend Probleme mit Drogendealern. Trotzdem gibt es viele schöne Orte zum Bummeln und Spazieren: der indische Brunnen beim Engelbecken, das Bethanienstift, das Maybachufer, der Viktoriapark oder die Reste der Berliner Mauer sind schöne Orte dafür.
Östlich von Kreuzberg schließt sich Treptow an, welches besonders für den Treptower Park bekannt ist. Am südlichen Spreeufer kann man gemütliche eine Radtour unternehmen und einen Stopp beim Spreepark machen.
Südlich von Kreuberg liegt Neukölln. Früher war das Viertel für seinen hohen Anteil Sozialhilfeempfängern und Menschen ohne Schulabschluss bekannt, inzwischen ist es ein Anziehungspunkt für junge Künstler und Künstlerinnen, Kreative und Expats geworden.
Das Deutsche Technikmuseum ist ein Mekka für Technikfans und bietet eine beeindruckende Sammlung aus verschiedenen Bereichen wie Schifffahrt, Luftfahrt, Eisenbahn und Computertechnik. Besonders imposant ist der große Rosinenbomber, der scheinbar über dem Museum schwebt und an die Berliner Luftbrücke während der Blockade erinnert. Die Luftbrücke (Versorgung durch Flugzeuge) war nötig geworden, da die DDR eine Einfuhrsperre nach Westberlin auf dem Landweg verhängte.
Der Treptower Park ist einer der größten und grünsten Parks Berlins, direkt an der Spree gelegen. Berühmt ist er vor allem für das Sowjetische Ehrenmal, das an die im Zweiten Weltkrieg gefallenen Soldaten erinnert. Es ist eine der größten Gedenkstätten dieser Art in Deutschland. Im Sommer wird der Park zu einem beliebten Treffpunkt für Grillfreunde und Wassersportler. Ist man mit dem Fahrrad unterwegs, kann man weiter der Spree entlang an der Insel der Jugend vorbei und einen Stopp am Brenner Biergarten machen. Ein Stück weiter kann man auch noch den Spreepark besuchen.
Die Markthalle Neun (Markthalle 9) ist eine der bekanntesten Markthallen Berlins und ein beliebter Treffpunkt für Foodies im Herzen von Kreuzberg. Hier gibt es alles von frischem Obst und Gemüse über Bäckereien und Käsereien bis hin zu internationalen Street-Food-Ständen.
Jeden Donnerstagabend verwandelt sich die Markthalle in ein Street-Food-Paradies mit Ständen aus aller Welt. Hier kannst du von authentischen asiatischen Gerichten bis hin zu lokalen Berliner Spezialitäten alles probieren.
Der wöchentliche Markt bietet freitags und samstags frische und regionale Produkte von lokalen Bauern und Produzenten, darunter Bio-Gemüse, Fleisch, Käse und andere Spezialitäten.
Das Jüdische Museum Berlin ist nicht nur architektonisch ein Meisterwerk, sondern auch eines der größten und beeindruckendsten Museen seiner Art in Europa. Der ikonische Bau des Architekten Daniel Libeskind symbolisiert mit seinen schroffen Winkeln und Kanten das gebrochene Leben der Juden in Deutschland.
Der Viktoriapark in Kreuzberg ist bekannt für seinen künstlichen Wasserfall und den Kreuzberg, den höchsten natürlichen Punkt Berlins. Vom Nationaldenkmal auf der Spitze des Hügels hat man einen grandiosen Blick über die Stadt. Der Wasserfall wurde im 19. Jahrhundert angelegt und soll an die Berglandschaften des Riesengebirges erinnern – eine kleine Naturoase mitten in der Großstadt.
Im Berlin Story Bunker taucht man tief in die Geschichte Berlins ein – im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Ausstellung befindet sich in einem alten Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg. Hier wird die Geschichte Berlins von den Anfängen bis zur Gegenwart auf packende Weise erzählt. Besonders eindrucksvoll ist die Ausstellung über das Dritte Reich und den Nationalsozialismus. Ein kurioser Fakt: Der Bunker wurde nach dem Krieg zum Weinkeller umfunktioniert, bevor er 2004 zu einem Museum umgebaut wurde.
Die Berlinische Galerie ist ein Museum für moderne Kunst, Fotografie und Architektur. Es zeigt Werke von Berliner Künstlern aus dem 20. Jahrhundert bis heute und bietet einen spannenden Einblick in die kreative Szene der Stadt.
Der Spreepark wurde 1969 als „Kulturpark Plänterwald“ eröffnet und war der einzige Vergnügungspark in der DDR. Der Park wurde als Teil der sozialistischen Freizeitgestaltung konzipiert und war eine Attraktion für Familien. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands im Jahr 1990 geriet der Park in finanzielle Schwierigkeiten. Der Park wurde 2001 endgültig geschlossen, nachdem die Betreiber nicht mehr in der Lage waren, die Kosten zu decken und die Attraktionen instand zu halten. Ein Versuch der Unternehmerfamilie Koks versteckt in Fahrgeschäften von Peru nach Deutschland zu schmuggeln schlug fehl und Vater und Sohn mussten lange ins Gefängnis. Seitdem blieb der Park weitgehend ungenutzt und verwildert, was ihm ein mystisches und verlassenes Ambiente verleiht. Momentan wird daran geplant den Spreepark ineinen öffentlichen Naherholungspark umzuwandeln. Man kann man ihn momentan jedoch nur in Rahmen von geführten Touren besuchen. Wer gerne verlassene Gebäude besucht findet hier eine Website voll mit weiteren Objekten in und um Berlin: abandonedberlin.com
Das Badeschiff ist eines der ungewöhnlichsten Freibäder Berlins – ein schwimmender Pool mitten in der Spree! Hier kann man in den Sommermonaten schwimmen und dabei die Skyline der Stadt genießen. Im Winter wird das Badeschiff mit einer Hülle überzogen und verwandelt sich in eine Sauna-Oase – ein echtes Ganzjahres-Highlight.
Das Willy-Brandt-Haus ist Parteizentrale, Veranstaltungslocation, Büro- und Geschäftsgebäude sowie Kultur- und Kommunikationszentrum. Häufig gibt es hier kostenlose Fotoausstellungen zu sozialen Themen. Auch eine Geschichtswand zum Thema Sozialdemokratie und eine Dauerausstellung wird geboten.
Der Prinzessinnengarten ist ein urbaner Gemeinschaftsgarten in Kreuzberg, der mitten in der Stadt Gemüse, Kräuter und Blumen anbaut. Hier können Berliner und Besucher gleichermaßen gärtnern, Workshops besuchen oder einfach das grüne Umfeld genießen.
Das Ramones Museum ist ein Muss für Fans der legendären Punkband aus New York. Es bietet eine beeindruckende Sammlung von Erinnerungsstücken, darunter Bühnenoutfits, Poster, Fotos und Autogramme. Das Museum befindet sich in einem veganen Café und startete als private Sammlung eines Superfans und wuchs schnell zu einem der kultigsten Orte für Punk-Rock-Liebhaber heran.
Das Märkische Museum erzählt die Geschichte Berlins von der Gründung bis in die Gegenwart. Besonders spannend sind die mittelalterlichen Artefakte und Modelle der Stadtentwicklung. Interessanter Fakt: Das Museumsgebäude selbst wurde im Stil einer mittelalterlichen Burg errichtet und ist damit nicht nur inhaltlich, sondern auch architektonisch ein echtes Highlight.
Das Stadtbad Neukölln ist eines der schönsten und traditionsreichsten Schwimmbäder der Stadt. Es wurde im Jahr 1914 eröffnet und zählt zu den größten und prachtvollsten Bädern Deutschlands. Architektonisch beeindruckt das Stadtbad durch seinen neoklassizistischen Stil, der an antike römische Thermen erinnert. Wer allerdings sportlich Bahnen schwimmen will, sollte lieber in ein größeres Schwimmbad gehen. Neben dem Schwimmbad gibt es auch einen Sauna-Bereich.
Das KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst in Neukölln ist ein Ausstellungsort, der zeitgenössische Kunst in einem einzigartigen architektonischen Ambiente präsentiert. Das Zentrum befindet sich in einer ehemaligen Brauerei, der Kindl-Brauerei, die in den 1920er-Jahren erbaut wurde und heute ein beeindruckendes Beispiel für Industriearchitektur der Weimarer Republik darstellt. Die hohen Hallen und weitläufigen Räume bieten eine ungewöhnliche Kulisse für die Präsentation von moderner Kunst und machen das KINDL zu einem inspirierenden Ort für Kunstliebhaber und Kreative.
Die Archenhold-Sternwarte in Berlin-Treptow ist die älteste und größte Volkssternwarte Deutschlands und eine der bedeutendsten ihrer Art. Sie wurde 1896 gegründet und ist nach dem Astronomen Friedrich Simon Archenhold benannt, der sie auch ins Leben rief. Die Sternwarte befindet sich im Treptower Park und ist heute ein Teil des Berliner Stadtmuseums.
Ein markantes Highlight der Sternwarte ist das „Riesenfernrohr“, das längste bewegliche Linsenfernrohr der Welt. Es ist 21 Meter lang und wurde ursprünglich für die Große Berliner Gewerbeausstellung 1896 gebaut. Das Fernrohr war eine technische Sensation und bot den Besuchern die Möglichkeit, Himmelskörper wie Planeten und Sterne zu beobachten. Das Instrument ist bis heute eine der Hauptattraktionen und wird noch immer genutzt, wenn auch in modernisierter Form. Zudem verfügt die Sternwarte über ein Planetarium und ein kleines Museum, das sich mit der Geschichte der Astronomie und der Technikentwicklung befasst.
Der Markt am Maybachufer ist einer der lebendigsten und buntesten Wochenmärkte Berlins. Direkt am Landwehrkanal an der Grenze von Kreuzberg zu Neukölln gelegen, bietet er ein vielfältiges Angebot von günstigem Obst und Gemüse bis zu internationaler Küche, Kunsthandwerk und Secondhand-Mode. Manchmal treten dort auch Musiker auf. Um den Markt finden sich auch einige sehr schöne Bars und Clubs.