Mehr zu Berlin
Sehenswürdigkeiten, Highlights und Hintergrundwissen zu Berlin.
Die östlichen Stadtteile Berlins zeigen die Stadt von sehr unterschiedlichen Seiten – zwischen Nachtleben, Geschichte der Teilung und Altstadtidylle
Friedrichshain ist ein lebendiger und kreativer Stadtteil im Osten Berlins, der für seine dynamische Atmosphäre, kulturelle Vielfalt und zahlreichen Clubs bekannt ist. Die East Side Gallery, ein Abschnitt der Berliner Mauer, ist eine Open-Air-Galerie, die mit vielen farbenfrohen Kunstwerken geschmückt ist und eine bedeutende Rolle in der Geschichte Berlins spielt. Friedrichshain ist auch ein Hipster-Hotspot.
Weiter östlich davon liegt Köpenick - ein grüner und historisch geprägter Stadtteil, der für seine idyllische Lage an Spree und Dahme sowie den Hochstapler "Hauptmann von Köpenick" bekannt ist. Die Altstadt Köpenick mit ihrem barocken Schloss bildet das kulturelle Zentrum des Viertels. Leider ist die Altstadt eher schlecht an den ÖPNV angeschlossen.
Zwischen beiden Stadtteilen liegen verteilt einige Sehenswürdigkeiten und Museen sowie der (Ex-DDR) Tierpark Berlin.
Die East Side Gallery ist eine Open-Air-Galerie und das längste noch erhaltene Stück der Berliner Mauer. Auf 1,3 Kilometern haben Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt direkt nach dem Mauerfall im Jahr 1989 ihre Hoffnungen und Träume für eine bessere Welt auf die ehemals trennende Betonwand gemalt. Besonders beliebt ist das ikonische Gemälde des „Bruderkusses“ zwischen den Staatschefs Breschnew und Honecker.
Der Tierpark Berlin ist der größte Landschaftszoo Europas und ein wahres Paradies für Tierliebhaber. Auf mehr als 160 Hektar können Besucher über 10.000 Tiere aus aller Welt bestaunen, darunter Elefanten, Giraffen und Eisbären. Besonders bekannt ist der Tierpark für seine Freigehege und weitläufigen Anlagen. Ein lustiger Fakt: In den 1950er Jahren war der Tierpark die Antwort der DDR auf den Westberliner Zoo – mit dem Unterschied, dass man hier auf riesigen Picknickwiesen zwischen den Gehegen sitzen kann, was den Zoo zu einem beliebten Familienausflugsziel macht.
Die Gärten der Welt im Bezirk Marzahn bieten eine Reise um die Welt – und das mitten in Berlin! Hier gibt es unter anderem einen asiatischen, orientalischen, italienischen und englischen Garten, die alle liebevoll nach traditioneller Gartengestaltung errichtet wurden. Besonders sehenswert ist der Chinesische Garten, der größte seiner Art in Europa. Fun Fact: Ein Highlight der Gärten ist die Seilbahn, die extra für die Internationale Gartenausstellung 2017 errichtet wurde und den Besuchern einen atemberaubenden Blick über die gesamte Anlage bietet.
Der Holzmarkt 25 ist ein kreatives Dorf an der Spree, das Künstlerinnen, Unternehmer und Freigeister zusammenbringt. Der Ort bietet nicht nur Cafés, Restaurants und Bars, sondern auch Galerien, Ateliers und Veranstaltungsflächen. Witziger Fakt: Der Holzmarkt ist das Ergebnis eines alternativen Stadtentwicklungsprojekts und wird oft als das "Anti-Berghain" bezeichnet – hier geht es um Gemeinschaft und Nachhaltigkeit statt um exklusives Clubbing.
Der Boxhagener Platz, oft liebevoll „Boxi“ genannt, ist ein zentraler und beliebter Treffpunkt im Berliner Stadtteil Friedrichshain. Er liegt im Herzen des sogenannten Simon-Dach-Kiezes, einer lebendigen Gegend mit vielen kleinen Läden, Restaurants und Bars, die vor allem junge Menschen und Familien anzieht.
Jeden Samstag ist Wochenmarkt. An Sonntagen findet am Boxhagener Platz ein Flohmarkt statt, der für Vintage-Fans und Schnäppchenjäger ein echtes Highlight ist.
Die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, das ehemalige zentrale Untersuchungsgefängnis der DDR-Staatssicherheit, bietet einen erschütternden Einblick in die Methoden der politischen Repression. Hier wurden Tausende Menschen inhaftiert und verhört, oft ohne Anklage oder Prozess. Heute führen ehemalige Insassen durch das Gefängnis und schildern ihre persönlichen Erlebnisse. Ein besonders eindrucksvoller Raum ist die sogenannte „U-Boot“-Zelle, in der Inhaftierte tagelang in völliger Dunkelheit eingesperrt wurden. Ein interessanter Fakt: Viele der Foltermethoden, die hier angewendet wurden, waren psychologischer Natur – physische Gewalt war oft nicht nötig, um die Gefangenen zu brechen und hinterließen keine sichtbaren Spuren.
Das Computerspielemuseum in Berlin ist ein Muss für Gaming-Fans und Technik-Nerds. Es dokumentiert die Geschichte der Videospiele von den Anfängen bis heute und bietet zahlreiche interaktive Ausstellungen, in denen Besucher Klassiker wie „Pong“, „Pac-Man“ und „Super Mario“ spielen können. Ein lustiger Fakt: Das Museum hat eine Atari-Konsole, die 1977 verkauft wurde, noch immer im Einsatz – sie funktioniert bis heute und lädt zum Zocken ein!
Das Stasimuseum im ehemaligen Hauptquartier des Ministeriums für Staatssicherheit (Stasi) gibt einen erschreckenden Einblick in die Überwachungs- und Repressionsmethoden der DDR. Besuchende können die originalen Büros der Stasi-Spitze besichtigen und mehr über das umfassende Spitzelnetzwerk erfahren, das Millionen von DDR-Bürgern ausspionierte.
Das Dong Xuan Center ist ein Markt in Berlin-Lichtenberg der sich auf einer Fläche von über 16.000 Quadratmetern erstreckt und damit das größte asiatische Handelszentrum in Deutschland ist.
Das Dong Xuan Center wurde 2005 von vietnamesischen Unternehmern gegründet und ist nach dem bekannten „Dong Xuan Markt“ in Hanoi benannt. Es ist ein wichtiger Treffpunkt für die vietnamesische Gemeinde in Berlin, die in den 1980er Jahren im Zuge von Arbeitsverträgen in die DDR kamen und später in Berlin blieben. Heute leben etwa 20.000 Vietnamesen in der Hauptstadt.
Das Zentrum beherbergt zahlreiche Läden, die alles Mögliche verkaufen – von asiatischen Lebensmitteln bis hin zu Kleidung, Elektronik und Haushaltswaren.
Eines der Highlights des Dong Xuan Centers sind die zahlreichen vietnamesischen Restaurants und Imbisse, die authentische Gerichte anbieten.
Das Center bietet auch Dienstleistungen wie Friseure, Nagelstudios, Handyreparaturen und Reisebüros an.
Die Meinungen über den Markt gehen weit auseinander: Während manche das Essen und die günstigen Preise schätzen, klagen andere über Ramsch und unhygienische Zustände.
Das RAW Gelände im Berliner Stadtteil Friedrichshain ist ein alternativer Kultur- und Partyort, der in den ehemaligen Werkhallen der Reichsbahn untergebracht ist. Hier finden Open-Air-Konzerte, Street-Art-Ausstellungen (u.a. in der Urban Spree Gallery), Flohmärkte und Partys statt. Die weitläufige Anlage ist ein echter Hotspot für Kunstschaffende und Kreative, die das Gelände mit Graffitis und Installationen immer wieder neu gestalten. Neben einer tollen Kletter- und Boulderhalle findet sich dort auch eine Halle zum Skaten.
Dark Matter ist eine immersive Kunstausstellung, die Lichtinstallationen in den Mittelpunkt stellt. In einer dunklen Halle entfalten sich leuchtende Kunstwerke, die auf Bewegung und Geräusche der Besucher reagieren.
Die Oberbaumbrücke verbindet die Stadtteile Friedrichshain und Kreuzberg und ist eine der bekanntesten Brücken Berlins. Sie besticht durch ihre neugotische Architektur und bietet einen herrlichen Blick auf die Spree. Ein kurioser Fakt: Während des Kalten Krieges diente die Brücke als Grenzübergang zwischen Ost- und Westberlin – heute ist sie ein Symbol für das wiedervereinte Berlin und ein beliebter Fotospot.
The Wall Museum an der East Side Gallery ist ein kleines Museum, das die Geschichte der Berliner Mauer erzählt. Mit Filmen, Fotos und Zeitzeugnissen wird die bewegte Geschichte der Teilung Berlins lebendig.
Das Deutsch-russische Museum in Karlshorst erinnert an das Ende des Zweiten Weltkriegs, da hier am 8. Mai 1945 die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht unterzeichnet wurde. Die Ausstellung beleuchtet die deutsch-russische Beziehung in Krieg und Frieden. Interessanter Fakt: Das Gebäude diente nach dem Krieg als Hauptquartier der sowjetischen Besatzungstruppen in Deutschland.
Die Karl-Marx-Allee ist eine der bekanntesten Prachtstraßen Ost-Berlins, die mit ihren monumentalen Wohnbauten im Stil des Sozialistischen Klassizismus beeindruckt. Interessanter Fakt: Die Allee wurde ursprünglich als "Stalinallee" bekannt und war Schauplatz großer Paraden in der DDR-Zeit.
Die Altstadt Köpenick und das Schloss Köpenick gehören zu den historischen und kulturellen Highlights im tiefen Osten Berlins. Köpenick, einst eine eigenständige Stadt, liegt idyllisch aber auch etwas abgeschieden vom Rest der Stadt, an der Mündung der Flüsse Dahme und Spree und bietet eine charmante Altstadt mit gut erhaltenen, historischen Gebäuden und gemütlichen Straßen.
Die Altstadt Köpenick besticht durch ihren malerischen Charme mit kleinen Gassen, Fachwerkhäusern und schönen Plätzen. Besonders sehenswert ist das historische Rathaus, ein imposantes Backsteingebäude im Stil der norddeutschen Backsteingotik, das vor allem durch die Geschichte des "Hauptmanns von Köpenick" bekannt wurde. Dieser legendäre Hochstapler, Wilhelm Voigt, erlangte 1906 Berühmtheit, als er in einer preußischen Uniform das Rathaus besetzte und die Stadtkasse stahl. Eine Statue vor dem Rathaus erinnert an dieses humorvolle Kapitel der deutschen Geschichte.
Ein weiteres Highlight in der Altstadt ist die St. Laurentius Kirche, die als ältestes Gebäude Köpenicks gilt. Sie wurde im 13. Jahrhundert erbaut und prägt mit ihrem charakteristischen Turm das Stadtbild.
Das Schloss Köpenick, auf einer Insel in der Dahme gelegen, ist eines der bedeutendsten Barockschlösser in Berlin und beeindruckt durch seine wunderschöne Lage am Wasser. Das Schloss wurde im 17. Jahrhundert erbaut und diente zunächst als Jagdschloss für die brandenburgischen Kurfürsten. Heute beherbergt es eine Außenstelle des Berliner Kunstgewerbemuseums und zeigt eine herausragende Sammlung europäischer Kunsthandwerke, darunter Möbel, Textilien, Tapisserien und Kunstwerke aus Renaissance, Barock und Rokoko. Besonders sehenswert sind die prachtvollen Räume des Schlosses, darunter der Spiegelsaal, der mit seiner aufwändigen Stuckdekoration beeindruckt.
Der umliegende Schlosspark ist ein beliebter Ort für Spaziergänge und bietet einen herrlichen Blick auf das Wasser. Der Park lädt zu entspannten Erkundungstouren ein und ist besonders im Sommer ein idyllischer Ort, um die barocke Architektur und die Natur zu genießen.
In einem alten verlassenen Schwimmbad wird digitale Kunst ansprechend präsentiert.