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Rothenburg ob der Tauber ist eine malerische Stadt im Süden Deutschlands und gehört zur Fränkischen Region. Sie ist bekannt für ihre gut erhaltene mittelalterliche Altstadt, die sich zu einem beliebten Ziel für Touristen aus aller Welt entwickelt hat
Die Stadt ist berühmt für ihre beeindruckende Stadtmauer, die fast vollständig erhalten ist, sowie für ihre historischen Gebäude wie das Rathaus, das auf dem Marktplatz steht, und die vielen Fachwerkhäuser.
Besonders hervorzuheben ist die St. Jakobskirche, in der sich der berühmte Heilig-Blut-Altar von Tilman Riemenschneider befindet. Auch das Kriminalmuseum von Rothenburg ist ein einzigartiges Erlebnis, das die Geschichte der Strafverfolgung im Mittelalter und die Entwicklung von Gesetzen dokumentiert.
Rothenburg ist Teil der "Romantischen Straße", einer berühmten Route, die zahlreiche historische Städte in Bayern verbindet und touristisch manchmal sehr überlaufen.
Die Geschichte von Rothenburg ob der Tauber reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück. Die Stadt entwickelte sich aus einer mittelalterlichen Siedlung und erhielt 1274 das Stadtrecht.
Im Mittelalter erlebte Rothenburg als eine freie Reichsstadt eine Blütezeit. Durch ihre Lage an wichtigen Handelsrouten florierte der Handel und die Stadt erlebte wirtschaftlichen Wohlstand.
Im 30-jährigen Krieg (1618-1648) wurde Rothenburg stark in Mitleidenschaft gezogen, als die Stadt von den Truppen des kaiserlichen Generals Tilly belagert wurde. Nach der Zerstörung und dem darauffolgenden Wiederaufbau behielt Rothenburg trotz dieser Rückschläge seinen mittelalterlichen Charme und seine Struktur bei.
Im 19. Jahrhundert, als viele Städte sich modernisierten, blieb Rothenburg weitgehend unverändert, was zur Erhaltung seines mittelalterlichen Erscheinungsbildes beitrug. Nachdem die Stadt im Zweiten Weltkrieg zu 45% zerstört wurde, wurde mit viel Aufwand das alte Antlitz der Stadt wiederhergestellt.
Der Plönlein ist wahrscheinlich das bekannteste Fotomotiv von Rothenburg ob der Tauber. Es handelt sich um ein malerisches Fachwerkhaus, das an einer engen Gasse steht und von zwei mittelalterlichen Türmen, dem Siebersturm und dem Klingentor, flankiert wird. Das Plönlein symbolisiert das malerische Rothenburg und zieht Touristen aus der ganzen Welt an.
Das Mittelalterliche Kriminalmuseum in Rothenburg ist eines der faszinierendsten Museen der Stadt. Es widmet sich der Geschichte der Kriminalität und der Strafverfolgung im Mittelalter und zeigt unter anderem Folterinstrumente, Hinrichtungsgeräte und historische Dokumente. Das Museum veranschaulicht die brutalen Strafen und die Entwicklung der Strafjustiz im Laufe der Jahrhunderte und bietet einen schockierenden, aber lehrreichen Einblick in das damalige Rechtssystem.
Rothenburg ob der Tauber ist bekannt für seinen Weihnachtsmarkt, und das Deutsche Weihnachtsmuseum ist eine Hommage an die Traditionen rund um das Fest. Es zeigt eine Sammlung von Weihnachtsbaum-Schmuck, historischen Weihnachtskarten und Spielzeugen aus verschiedenen Epochen. Es ist ein wahres Paradies für Weihnachtsliebhabende und bietet eine nostalgische Reise durch die Geschichte der festlichen Dekorationen und Bräuche.
Diese gotische Kirche aus dem 14. Jahrhundert beherbergt den berühmten Altar von Tilman Riemenschneider, einem Meister der deutschen Renaissance. Der Altar zeigt Szenen aus dem Leben Jesu und gilt als eines der größten Kunstwerke der Spätgotik in Deutschland. Die Kirche selbst ist mit beeindruckenden Statuen und Malereien geschmückt und bietet eine ruhige Atmosphäre zum Staunen und Verweilen. Anders als bei den meisten Kirchen zahlt man hier Eintritt.
In diesem urigen Häuschen lebte einmal der Bürgermeister. Heute ist noch orginal Einrichtung vorhanden und auch von außen ist das Gebäude sehenswert.