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Sehenswürdigkeiten, Highlights und Hintergrundwissen zu Bayern.
Berchtesgaden liegt malerisch in den bayerischen Alpen und gehört zu den schönsten und traditionsreichsten Regionen Deutschlands
Umgeben von majestätischen Gipfeln, darunter der imposante Watzmann (2.713 m), bietet Berchtesgaden eine Mischung aus atemberaubender Natur, geschichtsträchtigen Orten und einzigartigen Sehenswürdigkeiten. Bei schlechtem Wetter bietet sich ein Ausflug in das nahe gelegene Salzburg in Österreich an.
Berchtesgaden spielte während der Zeit des Nationalsozialismus eine bedeutende Rolle, da es zu einem zentralen Rückzugsort der NS-Führung wurde. Ab 1933 wurde der gesamte Obersalzberg zur abgeschotteten Führersperrzone, in der auch weitere hochrangige NS-Funktionäre wie Hermann Göring und Martin Bormann ihre Residenzen hatten.
Die damalige einheimische Bevölkerung wurden dagegen zum großen Teil zwangsumgesiedelt. Ein Anwohner der sein Grundstück nicht verkaufen wollte, musste sogar ins KZ!
Eines der bekanntesten Gebäude aus dieser NS-Zeit ist das Kehlsteinhaus, auch als „Adlerhorst“ bekannt, auf dem Hitler ca. 1/3 seiner Regierungszeit verbrachte.
Das Kehlsteinhaus, auf 1.834 m Höhe, wurde 1938 als Repräsentationsgebäude für die NS-Führung errichtet und wird oft als „Adlerhorst“ oder "Hitler's tea house" bezeichnet. Heute ist es ein Bergrestaurant mit einer spektakulären Aussicht über die Alpen. Der Weg dorthin führt über eine beeindruckende Bergstraße, gefolgt von einem historischen Messingaufzug, der direkt in den Felsen gehauen wurde. Im Buch "Bis zur letzten Stunde" beschreibt die ehemalige Sekretärin von Adolf Hitler u.a. das Leben auf dem Kehlsteinhaus.
Die Rossfeld Panoramastraße ist eine der höchstgelegenen Straßen Deutschlands und bietet spektakuläre Ausblicke auf die Berchtesgadener Alpen und das Salzburger Land. Besonders bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang ist die Fahrt ein unvergessliches Erlebnis. Im Winter dient die Straße als Ausgangspunkt für Skitouren und Schneewanderungen.
Der Obersalzberg war während der NS-Zeit ein Rückzugsort und Bunker für Adolf Hitler und andere Nazi-Größen. Heute widmet sich die Dokumentation Obersalzberg der Aufarbeitung dieser Geschichte. Die Ausstellung beleuchtet das Leben am Obersalzberg zur Zeit des Nationalsozialismus, den Bau der Bunkeranlagen und des Kehlsteinhauses und die Nutzung der Region für Propaganda.
Der einzige deutsche Alpen-Nationalpark ist ein echtes Naturparadies. Geprägt von schroffen Felsformationen, dichten Wäldern und klaren Gebirgsseen ist er ein beliebtes Ziel für Wanderer und Naturliebhabende. Besonders beeindruckend sind die Wimbachklamm, das Steinerne Meer sowie die Hochgebirgsregionen um den Königssee und die Blaueisgletscher. Es gibt zahlreiche Wandermöglichkeiten für alle Schwierigkeitsgrade. Zahlreiche Berghütten ermöglichen Mehrtageswanderungen.
Der Königssee, oft als einer der schönsten Seen Deutschlands bezeichnet, liegt eingebettet zwischen steilen Felswänden und glasklarem Wasser. Am Ufer liegt die Wallfahrtskirche St. Bartholomä, die per Boot oder dem schwierigen Rinnkendlsteig zu erreichen ist. Die traditionelle Elektrobootfahrt über den See ist ein Muss – dabei wird oft das berühmte Echo vom Königssee vorgeführt. Ein Bootsticket sollte im Voraus gebucht werden. Vom südlichen Ausstiegspunkt bietet sich eine Wanderung zum Obersee und zum Röthbachfall an (höchster Wasserfall Deutschlands). Eine ufernahe Rundwanderung um den See ist aufgrund der Steilen Felswände nicht möglich, ein schöner Aussichtspunkt ist jedoch der Malerwinkel.
Interessant: Der Königssee ist an der tiefsten Stelle 190 m tief, die ersten Elektroboote fuhren auf dem See schon 1909 und 1688 ertranken 70 Pilger auf ihrer Fahrt zur Wallfahrtskirche. Im See leben viele Forellen und andere Fische: In St. Bartholomä findet sich ein ausgestelltes Exemplar einer Seeforelle mit Fanggewicht von 27,5 kg. Auf dem Grund des Königssees befindet sich seit 1964 ein VW Käfer. Der Autofahrer war damals im Winter über den zugefrorenen See gefahren und dann eingebrochen und ertrunken.
Der Untersberg, der sich zwischen Bayern und dem österreichischen Salzburg erhebt, ist ein legendärer und sagenumwobener Berg und nur einen Katzensprung von Berchtesgaden entfernt. Mit einer Höhe von 1.972 m ist er einer der höchsten Berge in der Umgebung und ein beliebtes Wander- und Ausflugsziel. Zahlreiche Mythen ranken sich um den Untersberg, darunter die Sage vom schlafenden Kaiser Karl, der im Inneren des Berges auf seine Wiederkehr wartet. Eine der bekanntesten Möglichkeiten, den Untersberg zu erkunden, ist die Fahrt mit der Untersbergseilbahn, die von Grödig bei Salzburg bis knapp unter den Gipfel führt. Von dort aus kann man herrliche Wanderungen unternehmen, beispielsweise zur Schellenberger Eishöhle oder zum Salzburger Hochthron. Der Untersberg bietet spektakuläre Ausblicke auf die Berchtesgadener Alpen, die Stadt Salzburg und das Alpenvorland.
Das Berchtesgadener Salzbergwerk, eines der ältesten in Deutschland, bietet eine faszinierende Untertage-Tour, bei der Besuchende auf hölzernen Rutschen in die Tiefen des Berges gleiten. Die Führung führt vorbei an unterirdischen Salzseen und beeindruckenden Lichtinstallationen und vermittelt die lange Tradition des Salzabbaus in der Region.
Der Zauberwald am Hintersee ist eine der romantischsten Landschaften der Region. Das Gebiet entstand vor über 3.500 Jahren durch einen gewaltigen Bergsturz, der eine bizarre Szenerie aus moosbewachsenen Felsen, verwunschenen Bäumen und kleinen Bächen schuf. Heute verläuft ein malerischer Wanderweg durch den Zauberwald entlang des smaragdgrünen Hintersees, der für seine Spiegelungen der umliegenden Berge bekannt ist.
Die Wimbachklamm ist eine der beeindruckendsten Klammen im Berchtesgadener Land. Die Schlucht wurde über Jahrtausende vom Wasser geformt und bietet heute ein faszinierendes Naturschauspiel mit tosenden Wasserfällen, steilen Felswänden und moosbewachsenen Stegen. Ein gut gesicherter Holzsteg führt durch die Klamm und ermöglicht es Besuchenden, die rauschenden Wassermassen aus nächster Nähe zu bestaunen. Besonders nach starken Regenfällen ist die Wimbachklamm ein beeindruckendes Erlebnis.
Die Enzianbrennerei Grassl, die älteste Enzianbrennerei Deutschlands, stellt seit 1692 den berühmten Enzianschnaps aus Wurzeln des gelben Enzians her. Die Führung durch die Brennerei gibt spannende Einblicke in die traditionelle Herstellung. Besuchende können verschiedene Brände probieren und im angeschlossenen Laden Spezialitäten der Region erwerben.
Schloss Berchtesgaden ist ein eindrucksvolles Bauwerk, das ursprünglich als Kloster der Augustiner-Chorherren diente und später zur Sommerresidenz der Wittelsbacher wurde. Heute ist es teilweise als Museum zugänglich und bietet Führungen durch prächtig ausgestattete Räume mit Möbeln, Gemälden und Jagdtrophäen aus mehreren Jahrhunderten. Die Schlosskirche beeindruckt mit kunstvollen Fresken und barocker Architektur. Der Schlossgarten bietet zudem einen herrlichen Blick auf den Watzmann.
Das Haus der Berge ist das offizielle Besucherzentrum des Nationalparks Berchtesgaden. Die moderne Ausstellung „Vertikale Wildnis“ gibt einen interaktiven Einblick in die Natur und Tierwelt der Alpen – von den Bergwäldern bis hin zu den Gletschern. Besonders sehenswert ist das riesige Panoramafenster mit Blick auf den Watzmann.
Das Adlergehege Obersalzberg ist eine Greifvogelstation, die sich dem Schutz und der Pflege von Steinadlern, Falken und anderen Greifvögeln widmet. Hier können Besuchende nicht nur majestätische Vögel in Volieren beobachten, sondern auch beeindruckende Flugshows erleben, bei denen die Tiere in natürlicher Umgebung ihre Flugkünste demonstrieren. Ein Highlight ist der Blick auf die mächtigen Steinadler, die in der Bergwelt des Berchtesgadener Landes heimisch sind. Neben Adlern kann man auch Alpenmurmeltieren und anderen heimischen Tieren hautnahe kommen.
Der Watzmann ist mit 2.713 m der höchste Berg der Berchtesgadener Alpen und nach Zugspitze und Hochwanner der dritthöchste Berg Deutschlands. Er liegt direkt neben St. Batholomä und Königssee. Seine markante Silhouette mit der Watzmannfrau und den Watzmannkindern ist von vielen Aussichtspunkten sichtbar. Besonders berühmt ist die Watzmann-Ostwand, die mit als 1.800 Höhenmetern eine der höchsten und anspruchsvollsten Felswände der Alpen ist. An ihr starben schon mehr als 100 Bergsteigende und damit mehr als an der Eiger-Nordwand.
Die Obersalzbergbahn, eine der ältesten Seilbahnen Deutschlands, verbindet Berchtesgaden mit dem Obersalzberg und ist ein beliebtes Transportmittel für Wanderer und Besuchende historischer Stätten wie der Dokumentation Obersalzberg und dem Kehlsteinhaus. Während der Fahrt bietet sich eine wunderschöne Aussicht über das Tal und die umliegenden Berge.
Der Rauschberg (1.645 m) ist ein markanter Aussichtsberg bei Ruhpolding und bietet einen beeindruckenden Rundumblick auf die Chiemgauer Alpen, das Kaisergebirge und an klaren Tagen sogar bis zu den Zentralalpen. Er ist sowohl für Wanderer als auch für Genussbesucher interessant, da die Rauschbergbahn bequem auf den Gipfel führt. Dort erwartet Besuchende nicht nur eine herrliche Aussicht, sondern auch zahlreiche Wanderwege, ein Geologie- und Naturlehrpfad sowie Kunstinstallationen, darunter die berühmte Skulptur „Adams Hand“. Wer eine anspruchsvollere Wanderung sucht, kann den Rauschberg über verschiedene Routen besteigen, beispielsweise von Ruhpolding aus über die Nesslauer Alm.
Das Museum Schloss Adelsheim ist in einem alten Jagdschloss untergebracht und gibt einen umfassenden Einblick in die Geschichte und Kultur des Berchtesgadener Landes. Besonders sehenswert sind die Ausstellungen zur traditionellen Holzschnitzkunst, den kunstvollen Berchtesgadener Trachten und alten Möbelstücken. Ein Highlight ist die Sammlung historischer Masken, die bei den traditionellen Rauhnachtsbräuchen eine Rolle spielten.
Der Salzheilstollen Berchtesgaden ist ein besonderer Ort für Entspannung und Gesundheitsförderung. In den stillgelegten Teilen des Salzbergwerks können Besuchende in einer mit Sole angereicherten Atmosphäre entspannen, die nachweislich wohltuend für Atemwege und Haut ist. In speziellen Sitzungen kann man sich auf Liegen zurücklehnen, meditieren oder einfach die Stille genießen.
Die idyllische Wallfahrtskirche Maria Gern ist eines der bekanntesten Fotomotive in Berchtesgaden. Die barocke Kirche mit ihrer markanten Zwiebelturmspitze liegt malerisch in einem Tal und bietet eine wunderschöne Aussicht auf den Watzmann.